Forum: Wirtschaft
Kritik an Arbeitsbedingungen : Berliner Start-Up Foodora verlässt Australien
REUTERS

Seit Monaten häuft sich in Australien die Kritik am Berliner Essenslieferanten Foodora. Ein Regierungsbeauftragter verklagte das Unternehmen sogar. Nun will sich Foodora auf andere Märkte konzentrieren.

Seite 1 von 2
jkleinmann 03.08.2018, 14:04
1. schlechte Publicity

Diese Entscheidung sollte den potentiellen Kunden sich fragen lassen, ob er ein solches Unternehmen unterstützen möchte. Sie erscheint wenig professionell und offenbart die Einstellung des Unternehmens.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
treime 03.08.2018, 14:28
2. Flaschenpost.de

Dienste, die Lieferservices anbieten und dabei "Supermarktpreise" einhalten wollen - das geht nur auf Kosten der Mitarbeiter. Flaschenpost ist in meinen Augen ein weiterer Kandidat, der zum scheitern verurteilt ist. Leider.

Bei Rewe funktioniert der Onlinesupermarkt mit Anlieferung zuhause auch nicht richtig. Man hat als Kunde das Gefühl, nur was halbes, nix ganzes zu bekommen. Man hat nur einen Bruchteil der Angebote im Markt auch online z.Verfg. und interessante Zeitfenster kosten viel Geld extra. Man bekommt Ersatzartikel, auch wenn man vermerkt hatte, man will keine. Man bekommt Sachen, die schon Tage abgelaufen sind... Alles mehrmals gehabt. Kann passieren, aber dürfte nicht. Mehr Kontrolle = mehr Kosten = Service würde sich nicht mehr lohnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m-cutolo 03.08.2018, 14:42
3. gleiches auch hier passiert.

Alle foodora Angestellten die dich in Gewerkschaften organisierten, wurden entlassen. Ich kann nur an die Arbeitnehmer appellierte.. Nehmt nicht jeden Job an, ihr macht den Mark kaputt und sorgt für erhalt der niedriglöhne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 03.08.2018, 15:06
4. Undankbar

Statt glücklich zu sein, dass sich hier junge Menschen ein paar Dollar dazuverdienen können, wollen die Arbeitnehmerrechte durchsetzen. Damit lockt man doch keinen Aktionär hinterm Ofen vor. Wer seine Angestellten gut und fair bezahlt, ist an der Börse chancenlos. Am Ende sollen wir hier noch ein schlechtes Gewissen bekommen, weil wir uns von prekär Beschäftigen von vorne bis hinten bedienen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seraphan 03.08.2018, 15:19
5.

Sehr gut, dass ein Land gegen eines dieser asozialen Unternehmen vorgeht. Diese Gig- und Social-Sharing-Unternehmen machen sich die Taschen auf Kosten anderer voll. Ohne diese Ausbeuterlöhne und -bedingungen gäbe es weder Foodora noch Uber und Konsorten. Es ist schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die solche Bedingungen akzeptieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geschneider 03.08.2018, 15:21
6. Woran erinnert das bloss?

Ah, jetzt ja! Man ersetze Foodora durch Amazon und staune über deren Erfolgsgeschichte in Deutschland.
Tu felix Australia!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TomRohwer 03.08.2018, 15:22
7.

Zitat von jkleinmann
Diese Entscheidung sollte den potentiellen Kunden sich fragen lassen, ob er ein solches Unternehmen unterstützen möchte. Sie erscheint wenig professionell und offenbart die Einstellung des Unternehmens.
Es ist nichts "unprofessionell" daran, ein Unternehmen dicht zu machen, wenn man feststellt, daß man im Rahmen vorgegebener Bedingungen (Gesetzesregulierungen, Mindestlöhne, was auch immer) ein bestimmtes Geschäftskonzept nicht verwirklichen kann.

Es ist im Gegenteil sehr professionell, dann die Notbremse zu ziehen, anstatt noch längere Zeit eine Menge Geld in einem nicht funktionierenden Geschäftskonzept zu versenken.

Idee haben - ausprobieren - klappt nicht - weg damit - neue Idee.

"Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better."
Samuel Beckett

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 03.08.2018, 15:38
8. Die Einstellung hätten wir...

Zitat von dasfred
Statt glücklich zu sein, dass sich hier junge Menschen ein paar Dollar dazuverdienen können, wollen die Arbeitnehmerrechte durchsetzen. Damit lockt man doch keinen Aktionär hinterm Ofen vor. Wer seine Angestellten gut und fair bezahlt, ist an der Börse chancenlos. Am Ende sollen wir hier noch ein schlechtes Gewissen bekommen, weil wir uns von prekär Beschäftigen von vorne bis hinten bedienen lassen.
...bereits im 19. Jahrhundert haben müssen. Den Aktionären und der Börse wären die Gewerkschaften erspart geblieben, dafür wären die Gewinne satt gesprudelt. Und zukünftig wären wir nach Ihrer Methode wieder auf dem "guten" Weg in die Dienstbotengesellschaft des 19 Jahrhunderts. Als die Knechte und Mägde froh sein durften wenn sie alleine überlebt haben, Familie gründen war nicht.

Das muss ich jetzt aber nicht gut finden, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Indigo76 03.08.2018, 15:45
9.

Zitat von dasfred
Wer seine Angestellten gut und fair bezahlt, ist an der Börse chancenlos.
Ich würde ja sagen:

Wer seine Angestellten nicht gut und fair bezahlt, hat an der Börse nichts zu suchen, sondern sollte pleite gehen.

Aber warscheinlich macht mich das zu einem linken Gutmenschen. Komisch, dass das immer noch als Schimpfwort benutzt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2