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Kritik an Bundesregierung: "Arme Familien wurden reicher gerechnet, als sie sind"
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Die Bertelsmann-Stiftung stellt die bisherige Armutsberechnung in Deutschland infrage. Denn die basiert auf einer willkürlich gewählten Skala.

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Valis 07.02.2018, 05:43
1. Deutschland

beklagt seit Jahren die geringe Fertilität im Lande doch bietet Familien kaum Entlastung.
Ich bin seit kurzem Familienvater.
Und ja, ein zweites Kind würde finanziell für Schwierigkeiten sorgen obwohl beide im Haushalt arbeiten und nicht sehr schlecht verdienen.
Ich kann mir nicht vorstellen wie es für Familien mit noch geringerem Einkommen sein mag.
Uns persönlich würden 2 Dinge sehr entlasten!
Kostenlose Kitagebühren.
Ich bezahle um die 300 Euro für die Kinderbetreuung im Monat.
Ein angehobendes Kindergeld.
Unser Kindergeld verpufft mit den Kitagebühren und auch sonst hilft es Familien kaum.
Mit zwei Kindern würde bei uns das Cent umdrehen beginnen.
Traurig bei zwei berufstätigen!

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jakker 07.02.2018, 05:49
2. Ich habe mal für mich druchgerechnet...

Wir haben zwei Kinder "durch gebracht" und neulich hatten wir mal gerechnet, was wäre wenn....
Abgezogen haben wir Kosten, die wir in den Neunzigern noch nicht hatten (Mobilfunk, Internet, etc.), wir könnten uns heute kein Kind mehr leisten!! Wohnen allgemein, besonders Energie, Sozialversicherungen, Gebühren, Steuern haben sich in den letzten 28 Jahren (so alt sind unsere Beiden) in einem Maße verteuert, das vom vergleichbaren Gehalt, deutlich weniger bleibt.
Dass der Staat durch die Globalisierung eine billigere "Versorgung" der Bevölkerung mit Lebensmittel, Kleidung etc. ermöglicht reißt nicht heraus, dass er auf der anderen Seite kräftig abzockt um seinen Apparat (Pensionslasten), die Energiewende, Asylkosten und die Überalterung der Bevölkerung, zu finanzieren.
Mich wundert nicht, dass sich immer mehr gegen ein Kind entscheiden.
Haste Kinder, bis du gearscht, biste auch noch alleinstehend, biste der Oberarsch!
Aber Hauptsache, die Panama-Papers laufen, die Cumcum-Geschäfte, die Steueroasen, die quasi steuerfreien globalen Konzerne....

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suedseefrachter 07.02.2018, 05:54
3. Senkt die verdammten Steuern!

Zuerst als Steuerzahler dann als Familienvater ich bin absolut nicht zufrieden mit dem deutschen Staat.

Als Steuerzahler wird man übermäßig ausgenommen (selbst als Jungunternehmer hab ich schon keine Informationen über die jeweiligen Pflichten erhalten - obwohl ich mich in der Zeit erst mal auf meine Produkte konzentrieren musste - es gibt keinerlei Zuvorkommen aber hauptsächlich die Steuern fließen).
Es reicht eigentlich ein Informationsblatt - ein Wegweiser über relevante Dinge.

Dann der Hammer als Familienvater - man bekommt keine Informationen vom Staat was einem zusteht. Das erste was mein Kind bekommt ist eine Steuernummer! Vielen Dank.

Ehrlich gesagt hab ich genug vom Leben in Deutschland - nicht wegen der Leute sondern vor allem wegen dem Staat dem ich mich Monat für Monat unterwerfen soll.

Viele Grüße aus einem Land in Asien (wo ich jetzt erst mal eine Zeit lang bleiben werde - ich sehe das der Staat hier auch anders mit den Bürgern umgehen kann als in Deutschland - und zwar auf Augenhöhe).

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hildesheimer2 07.02.2018, 06:01
4. Was heißt arm?

Natürlich gibt es viel zu verbessern und gerade die Schwächsten in der Gesellschaft bedürfen Aufmerksamkeit und Hilfe. Dabei sollte jnicht vergessen werden, dass Armut relativ ist. Es wird schon einiges für Familie, Kinder und Alleinerziehende getan. Aber wirkliche Armut sieht anders aus. Es erscheint mir als ob eine Schlagzeile über die große Armut halt gut ankommt, sodass immer neue Koeffizienten, Vergleichsparameter gefunden werden um die relative Armut weiter zu propagieren. Wo geht es Kindern und Familien finanziell besser als in Europa und insbesondere Deutschland ? .

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eunegin 07.02.2018, 06:10
5. schwierige Statistik - regionale Unterscheide

Man versucht sich ja selbst einzuordnen, schon das ist schwierig. Meine Familie ist zwar weit vom Armutsrisiko weg, aber ich sehe das als großes gesellschaftliches Problem an, dass der althergebrachte Mittelstand mit seiner ganzen Bandbreite schrumpft. Armut kann aber nicht allene am zur Verfügung stehenden eld festgemacht werden. Ich stamme aus der bayerischen Provinz, wo man heute noch mit sehr geringem Einkommen in geerbeten Haus / Wohnung oder im großen Haus der Eltern mit 3 Generationen lebt, sozial auch als eigentlich "Armer" voll intergriert ist (soziales Netz, Vereine, Wohnumfeld, Man hilft sich bei kleineren Arbeiten, Schule der Kinder etc.). Jetzt lebe ich in Berlin und dort käme man in seiner Mietswohnung nicht weit und würde sich in einem problematischen Umfeld in Absturzgefahr bewegen und tatsächlich kämpfen müssen. Ich sehe das als extrem wichtigen Faktor an.

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soerenschein 07.02.2018, 06:11
6. Es ist ein Skandal

Es ist ein Skandal, dass es in einem so reichen Land überhaupt Kinderarmut gibt. Ein noch größerer Skandal ist es allerdings, dass die Politik diese Armut ausblendet, als ob sie nicht von Bedeutung wäre. Zahlen und Passagen im Armuts- und Reichtumsbericht werden geschönt, zurechtgebogen und verfälscht, um die Wahrheit zu verdecken, obwohl es so einfach wäre, hier Abhilfe zu schaffen, denn es ist genug Geld da. Das ist, als ob ein Milliadär seinem Kleinkind keine Brote mit in den Kindergarten gibt: das Geld ist in Unmengen vorhanden, aber der Wille, es für eine gute Sache einzusetzen, ist schlicht nicht vorhanden.
Kinder sind unsere Zukunft, es ist ein Unding, sie im Mangel aufwachsen zu lassen.

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Azazil.0o 07.02.2018, 06:17
7. Kindergeld gehört abgeschafft!

Stattdessen freie Bildung jeder Art, ob Musik, Theater, Sport, Kunst oder Wissenschaft - und zwar ein Leben lang.
Das Kindergeld kommt, gerade bei bildungsfernen Eltern, nahezu niemals beim Kind an. Gefördert wird damit nur der Zuzug von Großfamilien, die dem "Sozialstaat" den Rest geben.
Denkt mal drüber nach, liebe Politiker für Familie und Gedöns!

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schnatterinchen0976 07.02.2018, 06:35
8.

Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.
Mich wundert es nicht, das alles schön gerechnet wird, denn die meisten wissen, das man die Menschheit für dumm verkaufen will.
Aber auch mit einer richtigen Statistik kann man nichts anfangen bzw wird sich nichts ändern. Wie auch, das Geld wird ja lieber in eigene Taschen gesteckt oder in „Dinge“ gesteckt die kein Deutscher versteht.
Wir suchen uns also 2 Jobs um überleben zu können. Denn anders kann man das nicht mehr bezeichnen. Man hat keineczeot mehr für sich und/oder Familie und wenn doch ist man total geschafft von 12-16 Stunden Arbeit am Tag .

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dasfred 07.02.2018, 06:37
9. Schön das man mal darüber gesprochen hat

Das war es dann auch. Warum sollten die Regierenden Menschen fördern, die sich normalerweise nicht an einer Wahl beteiligen. Das Interesse an Besserstellung Einkommensschwacher Kinder ist kaum höher, als die stärkere Besteuerung von Einkommensmillionären. Beides nutzt nur der Öffentlichkeit, ohne das Wahlverhalten maßgeblich zu beeinflussen, schafft aber zusätzliche Probleme. Von der Berechnung der Arbeitslosenzahl bis zur Ermittlung des Mindestbedarf von Hartzern sind Statistiken nicht Handlungsanweisung sondern dienen nur der Bestätigung vorgegebener Ziele.

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