Forum: Wirtschaft
Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaftsverbände jammern auf hohem Niveau
DPA

In den Chefetagen der deutschen Wirtschaftsverbände herrscht zum Jahreswechsel gemischte Stimmung: Die auch für 2016 erwartete starke Konjunktur sorgt für Freude - ganz im Gegensatz zur Sozialpolitik der Bundesregierung.

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a.c.a.thaler 26.12.2015, 10:52
1. Von der Wirtschaft ...

... nichts Neues. Jammern gehört zum Geschäft, besonders, wenn es um die Sozialpolitik geht. Hier sollte nach ihren Wünschen doch einiges zurückgedreht werden z.B. Mindestlohn (wenigstens für Migranten). Diese Vorschläge konnte man bereits vor einiger Zeit lesen. Meine Meinung: die Wirtschaft soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

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kodu 26.12.2015, 10:57
2. Hm ...!

Zunächst ist interessant, daß offenbar die Erkenntnis um sich greift, daß der "Fachkräftemangel" nicht durch die Flüchtlinge behoben werden kann. Für den objektiven Beobachter kann das allerdings nichts Neues sein.
Der Hinweis auf die "zunehmende Kleinstaaterei" in Europa ist richtig, und auch die Konsequenzen werden rational begründet. Was fehlt ist eine objektive Analyse der Ursachen. Mit Appellen wird man dem Problem kaum beikommen.

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energiewende-jetzt 26.12.2015, 10:59
3. Unerträgliches Gejammere auf hohem Niveau

Die du Unternehmen produzieren und verdienen auf hohem Niveau. Sie profitieren von vielen Entscheidungen der Executive und Legislative nach 2004. Selbst der Mindestlohn ist keine Bedrohung sondern schafft stabilere und auskömmlichere Arbeitsverhältnisse.

Nein, das allgemeine Gestöhne über die Arbeitsweise- und Sozialpolitik ist das Geflötet was wir seit 150 Jahren hören. Genau solange gibt es auch Gewerkschaften , die SPD und etwas jünger die Linken. Warum wohl?

Eine Unverschämtheit ist der Hinweis auf eine Verbesserung der Energiepolitik!

Warum?

Jahrzehntelang von billigem Atomstrom profitiert aber nicht für die Langzeitrisiken der Entsorgung bzw sicheren Verwahrung des strahlenden Atommülls aufkommen wollen?

Wo bleibt da die selbstkritische Reflektion?

Oder:

Arbeitskraft darf nix Kosten genauso wie die Verpestung von Umwelt und Atmosphäre mit CO2 , Feinstaub, NOx, Quecksilber usw. Und wenn doch, dann soll es die Allgemeinheit bezahlen!

So sehen die Vorstellungen unserer Herren Verbandsvertreter aus!

Dabei steht im Grundgesetz : "Eigentum verpflichtet!"

Die Herren machen es sich sehr einfach und haben diese Verantwortung mit der Unterschrift unter ihren eigenen Arbeitsvertrag abgegeben. Sie handeln und Tönen nach dem Motto: "Nach mir die Sinnflut!"

Es wird Zeit dass die Divestment Bewegung die Unternehmen dieser Verbandsvertreter genauer unter die Lupe nimmt!

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Eppelein von Gailingen 26.12.2015, 10:59
4. Unverständlich, wie sanft die Industriebosse die Regierung kritisieren

Es lässt eine gewisse Unehrlichkeit vermuten, muss nicht gleich Scheinheiligkeit sein.
Die Unfähigkeit einer Regierung könnte gerade unsere Industrie steuern und beeinflussen. Diese Kanzlerin regiert ohnehin nach Windrichtung. Folglich müsste nur mit dem Lobbyismus die bessere vernünftigere Richtung vorgegeben werden.
Dann soll die Industrie mehr Impulse gegen den sozialen Ab- und Umbau in die positive Richtung geben, also entgegen der Ausbeutung. Genau wie die Reichen tönen, sie würden doch mehr Abgaben akzeptieren, nur die Politik macht es nicht.
Regierungen gehören einfach abgewählt, wenn man Dinge auszusetzen hat. Handeln statt zu quaken. Das Vorsetzen von Parteivorsitzenden aus den Parteien gehört abgeschafft, Luschen braucht man nicht, die gegenwärtig die CDU/CSU übervölkern.

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Immanuel K. 26.12.2015, 10:59
5. Wttbewerbsfähigkeit wird nicht dadurch...

...erreicht, dass einem alles passend serviert wird, sondern dadurch, dass man sich den Rahmenbedingungen anpassen kann. Das ist im Großen genau so, wie im Kleinen...
Einem Kind, dem man alles passend serviert, wird im Lebenswettbewerb immer Schwierigkeiten haben - dieses "Pippi-Langstrumpf-Syndrom" (...ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt...) der Großfirmen weltweit, zeugt von einem immensen Größenwahn, funktioniert aber oft - unter Mithilfe der Politik.
Wie jemand, der das sieht auf die Idee kommen kann, die Privatwirschaft könne alles besser als der Staat, ist mir schleierhaft...

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sag-geschwind 26.12.2015, 10:59
6. Wirtschaft und Bevölkerung

leben nicht in einer Partnerschaft in diesem Land. Sie sind Gegner. Leider ist die arbeitende Bevölkerung zu dumm, den Fehdehandschuh als solchen zu erkennen und aufzunehmen.
Apropos Zeitarbeit: Liebe "Arbeitgeber", macht die Zeitarbeit einfach attraktiv - z. B. durch 1,5-fache Entlohnung der Zeitarbeiter im Vergleich zur Führungsetage - (das wäre der "Markt", den ihr komischerweise immer dann beschwört, wenn er sich gegen die Interessen der Bevölkerung richtet).

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jojack 26.12.2015, 11:00
7. Kritik gerechtfertigt

Die Kritik an der von der Bundesregierung verantworteten Arbeits- und Sozialpolitik ist absolut gerechtfertigt und zeigt, wie bitter die FDP als Stimme der wirtschaftlichen Vernunft in der Bundesregierung fehlt. Anstatt Bürokratie und Kosten für die Wirtschaft abzubauen, sattelt die Bundesregierung gerne einen drauf und geht die strukturellen Probleme nicht an. Demographische Entwicklung? Egal, wir holen uns massenhaft unqualifizierte Armutsmigraten ins Land, die werden es schon richten (nicht). Explodierende Sozialkosten? Ach was soll's, wir senken das Renteneintrittsalter wieder ab und streichen die Praxisgebühr.

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bonus 26.12.2015, 11:01
8. Alte Leier

Kaum steigt zum ersten mal seit Jahren der Reallohnzuwachs nennenswert an, hebt das Wehklagen in der Wirtschaft an. Es scheint, dass die Umverteilung von unten nach oben noch nicht abgeschlossen ist.

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mehanikää 26.12.2015, 11:03
9. die Geister die ich rief...

na dann mal in die Hände gespuckt, jetzt strömen die Fachkräfte auf den Arbeitsmarkt, nun beschäftigt sie mal, liebe Wirtschaft, Eure Rufe wurden erhört, frisch reingehauen!

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