Forum: Wirtschaft
Kritik an der EZB: Der fatale Irrtum der deutschen Stabilitätsfanatiker

Die Sorge der Deutschen*ist groß:*Kritiker*werfen der Europäischen Zentralbank vor,*sich immer mehr*von den vermeintlich guten*alten Prinzipien der*Bundesbank zu verabschieden. Vor allem der Kauf von Staatsanleihen gilt vielen als Todsünde. Dabei machen die Währungshüter genau das Richtige.

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Neurovore 14.09.2011, 20:25
190. ...

Zitat von weltsichtig
...Ich warte darauf, wann der erste anfängt von "Euro-Gefährdern" oder "Euro-Phobikern" zu sprechen...
Euro-Leugner: Euro-Leugner sind Menschen, die abstreiten, daß der Euro den Deutschen -und zwar allen- immensen Wohlstand und dauerhaften Frieden gebracht hat. Die dementieren, daß Deutschland mit der DM ein Armenhaus wäre, in Krieg mit jedem Nachbarn verstrickt. Die verdrängen, daß 140% aller beteiligten Experten bewiesen haben, daß der Euro doppelplusgut ist. Die abstreiten, daß Sven Böll ein begnadeter Analytiker und kongenialer Prognostiker ist. Euro-Leugner sind egoistisch; nur auf Eigennutz bedacht. Sie sind antidemokratisch und querulantisch. Und jeder dritte arbeitet im Auftrag einer Lobby. Manchmal sogar jeder vierte. Euro-Leugner weigern sich, jetzt ein bißchen Geld zu investieren, obwohl man damit nicht nur seine Schuld gegenüber den Deutsche-Waren-kaufenden-Nachbarländern verringert, sondern den Einsatz in der Zukunft auch tausendfach wieder hereinbekommt und somit seinen Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft bietet. Euro-Leugner schubsen Kröten auf die Straße und fressen kleine Kinder.

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mantis_ 14.09.2011, 20:28
191. .. der Hund begraben

Bofinger:
< ..
Die direkten Auswirkungen auf die Geldpolitik bestehen darin, dass mit dem Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB zusätzliche Guthaben der Banken bei der Notenbank entstehen.

Diese Guthaben könnten nun theoretisch dazu verwendet werden, zusätzliche Kredite an die Privatwirtschaft zu vergeben.

Die EZB geht jedoch so vor, dass sie in dem Maße, in dem sie den Banken durch Anleihekäufe zusätzliche Liquidität bereitstellt, ihre Kredite an die Banken zurückfährt, so dass der Effekt auf die Bankguthaben "sterilisiert" wird.
.. >

Ok, ich habe das so verstanden:

EZB zu Bank:
"Ich nehme dir die Anleihen von X ab (5% Zinsen),
gebe dir aber keinen/weniger Kredit (2% Zinsen)".

Könnte doch gutgehen!?

Die EZB als Hauptschuldner von X hat dann sicherlich
mehr Einfluss auf X als viele kleine Gläubiger.

Aber die Frage: wird die gestellte Bedingung auch
durchgehalten????

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sfb 14.09.2011, 20:29
192. Schneeballsystem

Zitat von sysop
Die Sorge der Deutschen*ist groß:*Kritiker*werfen der Europäischen Zentralbank vor,*sich immer mehr*von den vermeintlich guten*alten Prinzipien der*Bundesbank zu verabschieden. Vor allem der Kauf von Staatsanleihen gilt vielen als Todsünde. Dabei machen die Währungshüter genau das Richtige.
Vom aktuellen System aus gesehen. Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Aber da dieses System ein Schneeballsystem ist, läuft es ohnehin nicht mehr lange.
Und von den "guten alten Prinzipien der Bundesbank" hat man sich schon sehr lange verabschiedet.

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jstm 14.09.2011, 20:31
193. Der Rückblick zeigt es!

Zitat von konserv1
Ich bin froh zu sehen, dass nicht nur mir das auffällt. Der Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB bleibt ein Fehler. Der gesamte Artikel von Herrn Bofinger ist Käse.
Herr Bofinger hat zwar bei der Handelsblatt-Aktion "Wir kaufen griechische Staatsanleihen" vom 03.05.2010 nicht mitgemacht. Ein typischer Vertreter der Denkweise von Bofinger ist Gustav Horn, wissenschaftlicher Direktor des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK):

Zitat Horn: "Ich habe griechische Anleihen gekauft, weil ich als Bürger eines europäischen Staates das Schicksal unserer Währung nicht in den Händen von Spekulanten lassen kann. Die Idee eines gemeinsamen Europas basiert auf der gemeinsamen Verantwortung und der Solidarität aller seiner Bürger."

Man vergleiche dies mit dem Beitrag von Hans-Werner Sinn, Ifo-Chef:

Zitat Sinn: "Ich finde es gut, für Griechenland Partei zu ergreifen. Aber den Kauf griechischer Staatsanleihen kann ich nicht guten Gewissens empfehlen. Stattdessen empfehle ich, in Griechenland Urlaub zu machen. Da weiß man, dass man etwas für sein Geld kriegt."

Nun kann jeder Leser beurteilen, wer richtig lag!

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kamsala 14.09.2011, 20:34
194. Grundgesetz

Zitat von Artikel
Die Absicherung muss vielmehr über eine gemeinschaftliche Haftung für Staatsschulden in der Form von Euro-Bonds vorgenommen werden. Auf diese Weise wird das Risiko der Insolvenz eines einzelnen Staates vorher ausgeschaltet. Das setzt wiederum eine strikte gemeinschaftliche Kontrolle über die Budgets hoch verschuldeter Staaten voraus, idealerweise durch das Europäische Parlament.
Was hier gefordert wird, ist die Abschaffung unseres Nationalstaates mit seiner Budgethoheit. Früher oder später wird auch unser Haushalt in Europa abgesegnet werden müssen, und das ist ganz klar nicht auf Basis des Grundgesetzes möglich.

Was hier gefordert wird, sind die Vereinigten Staaten von Europa - von den Eliten gewollt, über die Köpfe der Bürger Europas hinweg. Hier sind aus Mangel an einer Verfassung ohne Zweifel Grundgesetzfeinde am Werk.

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vhe 14.09.2011, 20:36
195. ...

Zitat von czarpeter
Fragen Sie sich nicht auch selbst, warum sie keine Professur fuer Oekonomie haben und nicht auf der Liste der zukuempftigen Nobelpreistraeger stehen?
Erstmal ein persoenlicher Angriff, faengt ja schonmal gut an.
Zitat von czarpeter
Sie koennen mir doch noch nicht einmal sinnvoll erklaeren, warum es schlecht ist, dass die Zinsbelastung von Staaten wie Griechenland durch Eurobonds sinkt.
Sie haben mich ja erst jetzt gefragt...
Zitat von czarpeter
Das einzige Argument ist doch, dass verfuehre dazu das Griechenland sich dann noch mehr verschuldet.
Sehen Sie, sie haben's auch so verstanden.
Zitat von czarpeter
Meinetwegen, soll sogar das passieren, solange damit Investitionen finanziert werden, ist das sogar wuenschenswert.
Sicher, und der griechische Staat hat ja auch schon oft gezeigt, wie gut er im investieren ist. Muss man sich nur mal seine Staatsunternehmen angucken. Die Eisenbahn hat doch tatsaechlich eine profitable Strecke.

Wenn Griechenland aus dem Euro raus ist und sich seine neue Waehrung (in die dann auch die Schulden umgerechnet werden) stabilisiert hat, dann wird es Investitionen geben, Gewinne machen und den Griechen auch Steuereinnahmen bringen. Aber ganz bestimmt keine Investitionen in die griechische Regierung, wie das derzeit laeuft.

China hat mit dem Hafen von Piraeus dafuer schon einen Fuss in der Tuer stehen.

Den Rest ihrer Unterstellungen ignorier ich jetzt mal einfach.

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inselkind88 14.09.2011, 20:40
196. Bespiegelt euch mal selber

Können sie vom SPIEGEL wohl mal auflisten, wieviele Artikel und Hello Aufwach Artikel die Spiegel-Wirtschaftsredaktion , hier vor allen Experte Bofinger, zwischen 2006 bis Mitte 2008 losgelassen haben mit Warnungen vor Derivatsbomben und US Immoobiliencrash? Einen, zwei? Oder wie die anderen "Qualitätsmedien" eher NULL?

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gunman 14.09.2011, 20:41
197. Staatsanleihen/Kriegsanleihen ...

... damit der Untergang auch so richtig "nachhaltig" rüberkommt und eine Währungsrefrom nicht mal mehr zur Diskussion, sondern nur nur zur Ausführung ansteht. Im Übrign nur ein Spiel auf Zeit.

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weltsichtig 14.09.2011, 20:42
198. Das billige Geld

Zitat von Gman
Die Droge heißt schlichtweg zu viel billiges Geld!
Absolut richtig. Und neben den von Ihnen genannten Folgen, die diese Marktmanipulationen der Notenbanken haben, kommt noch dazu, dass sich durch die historisch niedrigen Zinsen mit risikolosen Anlagen ("Sparbuch", Festgeld) kaum noch die Infaltion ausgleichen läßt. Abgesehen davon, dass damit der Staat den einfachen Sparern Milliarden stiehlt, treiben die niedrigen Zinsen Anleger verstärkt in riskante Anlagen, was Blasenbildungen noch verstärkt.

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MonacoMartino 14.09.2011, 20:42
199. Experten-Check

Bin für die EInführung eines Experten-Checks. Zurückliegende Analysen und Prognosen werden daraufhin geprüft, ob sie eintraten (Entwicklung des Arbeitsmarkts, Wachstum, ...). Nachdem grob vereinfacht bei absoluter Unkenntnis eine 50/50-Chance besteht, sollte ein Experte mindestens auf 70% Trefferquote kommen (geringe Abweichungen von der Prognose sind zulässig). Wenn dem nicht so ist, wird er von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen, bis er diese erreicht.
Wir "müssen" dann wahrscheinlich auf Bofinger wie Sinn verzichten, aber so spielt das Leben.

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