Forum: Wirtschaft
Kritik an Handelsüberschüssen: Was an Trumps Deutschland-Kritik dran ist
REUTERS

Mit harschen Worten kritisiert Donald Trump den deutschen Handelsüberschuss - nicht zum ersten Mal. Wieso hat sich der US-Präsident dabei auf Autohersteller eingeschossen? Und was ist an den Vorwürfen dran?

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matzesalm 26.05.2017, 20:32
90. Zu #13

Dass Sie sich da mal nicht irren. Tesla is wohl eines der überberbewrtesten Unternehmen überhaupt und wird dem Wettbewerb der sich einstellen wird, nicht Standhalten können. Dass D die Elektromobilität verschlafen hat ist ebenfalls ein Gerücht. Ich erinnere, BMW hat 1992 das erste Serienreife Elektroauto etwickelt. Damals seiner Zeit weit vorraus. Der I3 schafft es in Tests regelmäßig vor Tesla. Das Thema is noch eine rein wirtschaftliche Frage. Die Nachfrage ist noch zu gering um voll auf den Markt zu gehen. Aber die Zeit wird kommen und ich setze auf BMW und VW.

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Allesdenker 26.05.2017, 20:34
91. Englisch 12. Stunde

bad heißt schlecht, very bad heißt sehr schlecht. Ich bin entsetzt über die English-Kenntnisse in Deutschland.

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goffyd 26.05.2017, 20:38
92. Milchmädchenrechnung

während dt.(also in FFM gelistete) Konzerne ihre Dividende und noch weitaus mehr nach Phantasialand überweisen (DB 40Milliarden von 1998-2008, DPAG 20Milliarden verbrannt für den Aufbau eines DHL Paketdienstes, und überhaupt wenn DHL die Logistik für das us Militär im Irak macht, wohin gehen dann die gewinne?) aber andererseits USKonzerne ihre in Europa gemachten Gewinne in Steueroasen parken (Apple et.al.) sollte ein Herr mit merkwürdiger Frisur zuerst bei sich anfangen Geld einzutreiben, dafür fehlt ihm aber die Macht.

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der_mokusch 26.05.2017, 20:39
93. Wo steht das denn geschrieben...?

Zitat von hansaeuropa
auch wenn manch Deutscher es nicht wahrhaben will, so muss dieser Leitsatz im internationalen Handel immer gelten. Deutschland ist aktuell deutlich zu billig und daher wären Strafzölle absolut gerechtfertigt. Besser wären deutliche Lohnerhöhungen, um auch die Importe anzukurbeln. Wenn diese tollen deutschen Produkte so beliebt sind, müssen sie notfalls im Konsumentenland produziert wer den.
Wieso müssen, steht das irgendwo geschrieben?
Und wenn ich als Konsument mehr Geld hätte, heisst das doch noch lange nicht, dass ich deswegen amerikanische Dinge kaufe,oder besteht dazu ein Zwang? Natürlich nicht und die Amerikaner werden trotz Zoll europäische Produkte kaufen...
Und wieso sollte es verwerflich sein dass Deutschland aufgrund des Euros unterbewertet sein soll? Nach derselben Logik müsste man auch Kalifornien einen unlauteren Wettbewerbsvorteil vorwerfen. Ist aber genauso abwegig wie es Deutschland vorzuwerfen.
Und zu guter Letzt. Wettbewerb ist unser marktwirtschaftliches Credo. Sollen die Amerikaner Dinge anbieten, die ich als Konsument unbedingt haben will. So funktionierts...

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realist4 26.05.2017, 20:41
94. Hinkende Argumente

Es wird immer ausgeblendet, dass letztendlich der Verbraucher eintscheidet was er kauft. Die Amerikaner werden nicht gezwungen deutsche Autos zu kaufen sondern sie wollen und wenn wir durch Steuersenkungen oder Löhnerhöhungen mehr Geld in der Tasche hätten, würde dies noch längst nicht automatisch zu höeren Einfuhren aus den USA führen.

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aspi01 26.05.2017, 20:45
95. Veraltete Statistik-Methoden

Die Handelsbilanz-Rechnung basiert auf total veralteten Statistik-Methoden. Der größte Teil der Silikon-Valey-Umsätze fliessen da gar nicht ein. Wenn Microsoft irgendwo auf der Welt Windows oder Office verkauft, taucht das in der Statistik gar nicht auf. Software oder Lizenzen werden nicht "exportiert". Als Export zählt nur die "körperliche "Ausfuhr, also auf Datenträger aus den usa ins Ausland schicken. Ist lange her, dass das so gemacht wurde. Umsätze in Größenordnung von mehreren 100 Milliarden pro Jahr, die die großen amerikanischen Software-Konzerne in der ganzen Welt machen, werden offshore verbucht und die gigantischen Gewinne daraus irgendwo ausserhalb usa geparkt, geschätzt zur Zeit 2 Billionen usd!! Aber sie stehen amerikanischen Unternehmen bzw. überwiegend amerikanischen Besitzern zu. Mann, SPON, lasst euch das mal von renomierten Volkswirten erklären! Wenn man die Statistik modernisieren würde, würde das angebliche Handelsbilanzdefizit im Nirwana verschwinden!

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Immanuel K. 26.05.2017, 20:49
96. Ach, das ist ja ein interessantes Argument...

Zitat von horstenporst
"In Deutschland wird die Kritik häufig mit dem Hinweis zurückgewiesen, deutsche Produkte seien nun einmal besonders wettbewerbsfähig." Das sind sie u. a. deshalb, weil sie von Leiharbeitern oder Mitarbeitern mit Werksvertrag zu sehr niedrigen Löhnen hergestellt werden. Die aktuelle Folge der Sendung "Die Anstalt" zu diesem Thema ist sehr zu empfehlen.
...darf ich daraus im Umkehrschluss folgern, dass Arbeiter in den USA super Löhne und Arbeitsbedingungen haben?

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Nr43587 26.05.2017, 20:53
97.

Zitat von Sandlöscher
ganz unbegründet. D profitiert vom unterbewerteten Euro und davon, dass die Wirtschaftsdaten nicht mehr die Arbeitnehmer erreichen. Agenda 2010 lässt grüßen! Wenn selbe Frau Lagarde von IWF Herrn Schäuble anmahnt, endlich die Löhne in D anzuheben, muss schon etwas daran sein. Ansonsten klarer Tipp an D: Einfach mehr amerikanische Staatsanleihen kaufen. Japan und China werden deshalb auch von Trump mit Samthandschuhen angefasst!
Der Euro ist nicht unterbewertet. Sein Preis im Vergleich zum Dollar bildet sich auf einem globalen freien Markt.
Wahr ist, der Euro ist die Währung von 19 der noch 28 EU-Mitglieder.
Also bitte auch eine gemeinsame Handelsbilanz für diese 19 Länder aufstellen.
Die D-Mark war bis 1998 auch die Währung aller Bundesländer und keiner hat gesagt, dass sie für Bayern und Baden-Württemberg unterbewertet gewesen sei.
Im Maastricht-Vertrag wurde EMU festgelegt. Economic and Monetary Union. Die Monetary Union haben wir gemacht. Jetzt müssen wir die Economic Union machen. Erst Schritt: Gemeinsame Zahlungsbilanzen und sich nicht von außen auseinanderdividieren lassen.
Handel in der Eurozone sollte überhaupt nicht mehr als grenzüberschreitender Handel also Außenhandel statistisch erfasst werden sondern als Inlandshandel.

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wiebitte 26.05.2017, 21:00
98. ja, wo isse denn ...?

die freie Marktwirtschaft? Hat sie je existiert, nö! Vielmehr gilt, jeder will genau so viele Freiheiten, wie sie nützen.- Nur, was dem einen nützt, schadet halt für gewöhnlich dem anderen. Mal abgesehen davon, dass hier ganz schnell Ende mit der Freiheit ist, weil es den Amis halt eben nicht nützt, weshalb die eigene Position mit allen Mitteln verteidigt werden soll, nützen natürlich die Handelsüberschüsse Deutschlands auch nicht wirklich was - letztlich sind es Schulden Dritter, die auch nur dann zurückgezahlt werden können, wenn der Zustand sich umkehrt. Bleiben wir Exportweltmeister, bleiben wir auch unweigerlich auf den offenen Rechnungen sitzen und müssen den Gerichtsvollzieher schicken (siehe z.B. Griechenland - die Kreditwürdigkeit war gefälscht, das prognostizierte Wachstum blieb aus, der pro Kopfverbrauch griechischen Joghurts in D stagniert und schon geht der Handelspartner pleite, deshalb kaufen wir die jetzt, nennt man auch feindliche Übernahme oder Eroberungskrieg mit Geld halt ....) ob das in ganz Europa oder gar der Welt die Vorstellung von fairem Handel ist, sei an dieser Stelle mal angezweifelt ....

Kurz: freie Marktwirtschaft hat nie existiert und wird auch nicht existieren, sonst würde z.B. Trump den Hut vor den Deutschen ziehen und zugestehen, so wird's gemacht. Freier Markt, freier Handel, der Stärkere schluckt den Schwächeren - c'est la vie, vive l' evolution! In Wirklichkeit: Gefeilsche um Zugänge zu "neuen" Märkte zu den jeweils besten Konditionen und jeder versucht den anderen über den Tisch zu ziehen .... c'est la realité

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Cyberfeld 26.05.2017, 21:04
99. Bis die Funken sprühen

Zitat von Nr43587
Es ist ja nicht der amerikanische Staat, der die deutschen Autos kauft, es sind private amerikanische Konsumenten. Selbst wenn der amerikanische Staat irgendwann zu Ausgleichsmaßnahmen der Zahlungsbilanz gezwungen sein sollte, würden die vermutlich nicht die Käufer (deutscher) Luxusautos treffen.
Ich denke nicht das die nur Reiche kaufen hinzukommt : Es kommt drauf an . Es geht ja nicht unbedingt um die deutschen Autos sondern um das Handelsdefizit der USA ihm allgemeinen, wir sind halt die die am meisten davon ausmachen und von den Produkten wiederum sind die Autos unser Top Verkaufsschlager.

Es ist halt logisch das man als erstes Versucht da anzusetzen , wäre das Handelsdefizit von Deutschland z.b ausgeglichen könnte man sehr wohl sagen das Problem liegt einzig und alleine bei den USA.

Die Frage ist halt wie lange kann die USA hohe Staatsschulden + Staatsdefizit leisten b.z.w wann ist der Punkt ihn dem der Dollar zu sehr ausgehöhlt worden ist, ihn dem Fall kann das sehr wohle die Reichen ebenfalls treffen und nicht einmal die in der USA alleine.

Ich denke aber nicht das das soweit kommt, selbst wenn Trump hier voll versagt und nichts hinbekommt wird der nächste Präsident gezwungen sein eine völlig neue Politik zu machen, wobei es eine gute Chance gibt das es ein Sozialist ist der von Freihandel ebenso wenig hält.

Grund ist nicht nur das hohe Staatsdefizit und die Schulden ebenso hat 50% der Bevölkerung keine Altersabsicherung und die Reallöhne der unteren 51% sind auf dem nievo von 1978.

Da hat die USA keine Chance auf deutsche Vorstellungen von einer Globalen Leistungsgesellschaft Rücksicht zu nehmen so viel mimimi von Deutscher Seite auch kommen mag.

Man muss ebenso dazu sage das das ganze ebenso die USA innerlich fast zerreißt, weil man unter der Globalisierung und neuer Techniken wie 3D Druck und Industrie 4.0 . Soziale und Kapitalistische Vorstellungen neu bewerten muss.

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