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Kritik an Handelsüberschüssen: Was an Trumps Deutschland-Kritik dran ist
REUTERS

Mit harschen Worten kritisiert Donald Trump den deutschen Handelsüberschuss - nicht zum ersten Mal. Wieso hat sich der US-Präsident dabei auf Autohersteller eingeschossen? Und was ist an den Vorwürfen dran?

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FK-1234 26.05.2017, 21:04
100. Nicht in Frage stellen !

Warum müssen wir uns eigentlich wegen eines derart rüpelhaften und inkompetenten Präsidenten Trump reflexartig schuldbewusst hinterfragen ? Sollen wir uns nun schämen ob unserer Produkte, die offensichtlich vile Käufer überzeugen ? Das ein Mensch wie Trump in einem überaus widerlichen Wahlkampf gewinnt, spricht doch Bände um den Zustand vieler US-Bürger. Besser die USA sollten sich hinterfragen. Trump wird letzten Endes gnadenlos scheitern...falls er noch bis zum Ende regiert

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wasistlosnix 26.05.2017, 21:05
101. Was wäre denn

Wenn Apple die Gewinne nach USA transferiert. Das würde doch den Überschuss drücken?

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der_mokusch 26.05.2017, 21:06
102.

Zitat von Benjowi
Natürlich haben viele deutsche Waren einen hohen Standard und sind wettberbsfähiger als viele Weltmarktprodukte. Allerdings werden auch die deutschen Arbeitnehmer geknechtet und lassen sich vielfach mit Dumpinglöhnen abgespeisen-insbesondere, wenn man sich die Nettolöhne anschaut. Der Gierstaat a la deutschem Finanzminister verhindert so, dass sich eine nennenswerte Kaufkraftverbesserung einstellt und damit auch die Nachfrage nach Importwaren verstärkt. Gleichzeitig hat vor allem der deutsche Staat jahrelang die Investitionen insbesondere im Westen Deutschlands unterlassen. Wenn man vom Ausland nach Deutschland einfährt, meint man beim Zustand der Infrastruktur oft auf dem Balkan gelandet zu sein. Zusätzlich kommt der unterbewertete Euro dazu, den man in Deustchland aber problemlos durch höhere Löhne intern aufwerten könnte. Insgesamt eine eher kurzsichtige Wirtschaftspolitik, die heftige Reaktionen anderswo provoziert und gleichzeitig die deutschen Arbeitnehmer als die Dummen dastehen lässt!
Ihre Betrachtungsweise greift zu kurz.
Mehr Lohn ist immer toll, es ist aber nicht ausgemacht,dass der Konsument deswegen vermehrt Importgüter kauft, oder?
Denken Sie mal daran,wenn Sie sich nächstes Mal in der Drogerie nicht das billigste Schampoo aus dem Regal greifen...
Ja,auch ich finde es natürlich immer toll,wenn der Staat vermehrt ins Gemeinwesen investiert, ist aber ein anderes Thema, und nebenbei tun gerade dies die Amerikaner weitaus weniger als unsere Regierung,daher kann ich Ihren Vergleich nicht nachvollziehen.
In jedem größeren Wirtschaftsraum gibt es wirtschaftliche Regionen, in denen die jeweilige Währung unterbewertet erscheint, in Europa Deutschland, in den USA Kalifornien, solche Regionen finden Sie weltweit, liegt in der Natur größerer Wirtschaftsräume, so what? Sondersteuern auf Produkte aus Hongkong und Shanghai?
Kaufentscheidungen der Konsumenten sind nämlich zu 90% Bauchentscheidungen,freie Wahl halt, oder wollen Sie zurück zu Zwang und Planwirtschaft, in Sie gesagt bekommen welchen Wein Sie trinken, welchen Käse Sie essen, welches Auto Sie fahren, wohin Sie in Urlaub fahren müssen? Vielleicht möchten Sie sich aufgrund lauter marktwirtschaftlicher Gerechtigkeit demnächst sogar vorschreiben lassen, wen Sie aus welchem Weltteil als Lebenspartner zu nehmen haben,damit auch ja nur kein Bilanzdefizit entsteht? Also ich nicht... Freiheit ist Wettbewerb...

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escendo 26.05.2017, 21:08
103.

Wenn ich in den USA etwas für ca. 130,- Dollar bestelle, zahle ich idR unter dem Strich ca. 170,- Euro inkl. Lieferung, Zoll usw. Darum befürworte ich TTIP, Mr. Trump wohl eher nicht, ebenso iwelche Verrückten wo Angst um ihr Hähnchenfleisch haben - als ob sie es sich nicht selbst aussuchen könnten wo u. von wem sie schließlich kaufen.. Wir würden wohl alle mehr aus den USA kaufen, wenn es denn wirklich etwas von Qualität wäre, mehr auch nur Kleinigkeiten. Was die Autos betrifft, da bevorzuge ich auch lieber deutsche Hersteller, weil auch hier die Qualität einfach besser ist.

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denker_2 26.05.2017, 21:13
104.

Zitat von Allesdenker
bad heißt schlecht, very bad heißt sehr schlecht. Ich bin entsetzt über die English-Kenntnisse in Deutschland.
Englisch 1. Stunde: Worte haben häufig mehrere Bedeutungen

bad heißt nicht nur schlecht sondern auch böse, schlimm, krank, ungut, mangelhaft, schädlich, ungünstig, faul usw.

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thobie2 26.05.2017, 21:21
105.

Zitat von denker_2
Englisch 1. Stunde: Worte haben häufig mehrere Bedeutungen bad heißt nicht nur schlecht sondern auch böse, schlimm, krank, ungut, mangelhaft, schädlich, ungünstig, faul usw.
Stimmt. Nur muss man dafür halt mehr als 1 Stunde gehabt haben. :-)

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epiktet2000 26.05.2017, 21:23
106. Moment mal

Zitat von wasistlosnix
Wenn Apple die Gewinne nach USA transferiert. Das würde doch den Überschuss drücken?
Irland würde dann etwas fehlen.

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willi45 26.05.2017, 21:26
107. Es ist Quatsch den HB-Bilanzsaldo USA -Deutschland zu vergleichen

Wer vergleicht den HB-Saldo von Kalifornien mit Deutschland oder China? Seit dem Euro macht es genauso wenig Sinn nur den DTM. HB-Saldo mit welchem Land auch immer zu vergleichen.
Wie sieht der HB-Saldo zwischen den USA und der €-EU aus?
Er ist wohl auch negativ für die USA, aber überhaupt nicht dramatisch.

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thobie2 26.05.2017, 21:29
108.

Zitat von FK-1234
Warum müssen wir uns eigentlich wegen eines derart rüpelhaften und inkompetenten Präsidenten Trump reflexartig schuldbewusst hinterfragen ?
Abwarten und Teetrinken. Sollte Trump seine Androhungen wahrmachen, kann die EU über Gegenmaßnahmen nachdenken. Man könnte Strafzölle auf amerikanische Lebensmittel erheben. Oder die Datenschutzregeln deutlich anziehen. Das würde Amazon, Google, Microsoft und Konsorten richtig wehtun. Reaktionsmöglichkeiten gibt es sicher mehr als genug. Mir fallen da noch so ein paar Kleinigkeiten ein. In den USA gilt ja wohl der Grundsatz "buy american". Das steht im krassen Gegensatz zu internationalen Vereinbarungen über Beschaffungen der öffentlichen Hand. Das könnte beispielsweise ein Hebel sein, amerikanische Unternehmen von öffentlichen Vergaben auszuschließen. Und da gibt es einen ganz großen Hebel. Die Nato-Staaten und auch Deutschland sollen ihre Wehretats drastisch erhöhen. Und natürlich erhofft sich Trump da Aufträge für die amerikanische Wirtschaft. Da käme ein solcher Ausschluss doch richtig gut.

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willi45 26.05.2017, 21:40
109. Was für ein Quatsch!

Zitat von gigi76
Es wird von deutscher Seite ja immer auf das BMW Werk in Spartanburg verwiesen. Warum? Nicht weil es besonders vorzeigbar ist, sondern weil es fast das einzige Beispiel für Direktproduktion in den USA ist. Weder Porsche noch VW oder Daimler haben solche Fabriken in den USA. Exportüberschüsse sind nichts anderes als die Abschöpfung von Wohlfahrtsgewinnen. In diesem Fall schöpft Deutschland mit Faktor 3 seit 2000 Wohlstand aus den USA ab. Für den sich auf der anderen Seite amerikanische Haushalte massiv verschulden. Dieses Spiel kann langfristig nicht aufgehen, wenn es nicht auf der anderen Seite Rückflüsse gibt oder diese Gewinne reinvestiert werden, z.B. in höhere Militärausgaben, wie das ja von Trump auch gefordert wird. Lustig ist immer auch das Argument der angeblichen Handys aus den USA oder Software. Die Handys sind zu 90% made in China und bei der Software kann man ja mal überlegen welches Equivalent man für die Autoexporte an Softwarepaketen von Windows 10 kaufen muss.
Wie kommen Sie darauf, dass Exportüberschüsse das Abschöpfen von Wohlstandsgewinnen sei? So einen Unfug habe ich ja noch nie gelesen.
Zunächst bedeuten Exportüberschüsse, dass sich das Empfängerland gegenüber dem Lieferland verschuldet. Es "bezahlt" ja die Differenz nicht mit Waren oder Dienstleistungen, also mit "echten" Werten, sondern mit - im Fall der USA - mit Dollars, die oft genug ein paar Jahre später deutlich weniger "wert" waren, weil immer wieder jahrelang der Dollar an Wert gegenüber der DM und dann auch gegenüber dem Euro verlor. Die Dt. Exporteure mussten daher zwecks Absicherung dagegen Ihre Dollarforderungen mit Abschlägen an die Banken verkaufen. Klar = Vorteil für die USA bzw. die US-Unternehmen.
Daher, "Wohlstandsgewinne" -sorry- kompletter Schwachsinn.

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