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Kritik an Handelsüberschüssen: Was an Trumps Deutschland-Kritik dran ist
REUTERS

Mit harschen Worten kritisiert Donald Trump den deutschen Handelsüberschuss - nicht zum ersten Mal. Wieso hat sich der US-Präsident dabei auf Autohersteller eingeschossen? Und was ist an den Vorwürfen dran?

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portlana 02.06.2017, 12:21
280.

Zitat von De facto
Ein Leistungsbilanzdefizit oder Überschuss ist zum aller größtenteils eine Funktion der Währung. Wenn Deutschland aussteigen würde aus der Eurozone wären wohl alle wieder zufrieden - manchmal liegt die Antowrt auf der Hand aber niemand wagt es zu tun.
de facto haben sie wenig ahnung.

wenn de aussteigen würde, dann wären auch unsere target salden sofort fällig, die aber keiner zahlen könnte.
dann bräuchten wir uns über steuerüberschüsse nicht mehr gedanken machen.
wir reden von aktull 843 milliarden forderungen der deutschen bank.
das kann zwar durch ein paar sachen kompensiert werden.
die Aufälle wären dennoch enorm und der deutsche steuerzahler , nicht das exportierende unternehmen darf sich auf Milliardenkosten einstellen (Abschreibungen).
auf der anderen seite ist aber die frage, besser jetzt auch wenn es schon unsummen sind, oder irgendwann mit noch schlimmeren folgen. man beachte der target saldo deutschlands steigt jedes jahr etwa um 100 Milliarden Euro.
es gibt schon gründe warum de alles dran tuen, den raum zusammen zu halten. mit der hoffnung , dass es nie zu diesen supergau kommt.

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portlana 02.06.2017, 12:27
281.

Zitat von tomo1
2016 haben deutsche Automobilhersteller in den USA ca. 1,33 Mio Autos verkauft. In ihren US Werken haben sie im selben Jahr ca. 850.000 Autos hergestellt. Aus Spezialisierungs- und Effizienzgruenden wurde ein Teil davon expotiert und entsprechend mehr importiert. Aber es sind netto keineswegs Millionen Autos, die deutsche Hersteller in die USA einfuehren. Darueber hinaus waechst die Produktion deutscher Hersteller in den USA wesentlich schneller als der Absatz, weswegen sich die Luecke weiter schliesst. Schlussendlich ist die bilaterale Handelsbilanz sowiso nicht aussagekraeftig. Wenn z.B. in einer 3-Laender Welt die USA eine Handelsdefizit mit Deutschland haben (Autos), Deutschland ein Defizit mit Saudi-Arabien (Oel) und Saudi-Arabien eines mit den USA (Waffen), kann das durchaus fuer jeden der Drei ein Gleichgewicht sein.
dieses gleichgewicht gibt es aber halt nicht.
die usa importiert eigentlich fast überall mehr als es exportiert.
deutschland anders rum.
allerdings darf man nicht vergessen, dass es doch gerade die amis waren, die im ausland investiert haben und produktionen dahin verlagert haben. diese produkion kommt dann als importe nach usa zurück. ist es also ein wunder, dass die so ein defizit haben ??
und sind die anderen schuld oder die amerikanischen wirtschaft selber ??
im falle der autos wohl auch andere. wobei auch da, wenn fort mit opel direkt in eu produziert, dann ist ja klar dass die nicht exportieren.

also ja deutschland hat im totalen schon eine grosse mitschuld bzw, der euro etc..
aber gerade im fall der usa, sind die es dann doch selber schuld,
nicht umsonst haben die überalle defizite im transfer

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portlana 02.06.2017, 13:29
282.

Zitat von Bananenschale
Das wird immer wieder behauptet. In aller Regel ohne nähere Belege. Wenn der Eine dem Anderen etwas glaubt, entseht so schnell ein Gerücht. Wenn es also schwierig ist, ad hoc ein iPhone in aktueller Qualität in den USA zu montieren, wäre zu fragen warum. Und dem entsprechend ergäben sich notwendige Änderungen. Ich vermute die Schwierigkeit in einer unzulänglichen Zulieferindustrie. Die Qualifikation der Arbeitnehmer kann man verbessern. Kostet natürlich was: Zeit und Geld. Beides behindert die Flexibilität am Markt. Doch scheint mir das Gerücht unzulänglicher Fähigkeiten der USA, hochwertige Produkte durchzuhalten berechtigt: Noch in den 1980gern stand der Name Hewlett-Packard für Meßtechnik. Und heute? Für Geraffel.
naja das stimmt natürlich soweit wie mit allen produktionen , die nicht mehr exestieren.
gleiche gilt z.b für den us stahl, die meissten hütten wurden komplett abgerissen. wollen die in zelten produzieren ?
also klar kurzfristig geht das logischerweise nie, ginge auch woanders nicht. bis ein komplette produktion irgendwo steht, dass passiert nicht über nacht..
mal abgesehen davon, dass sich jede firma erstmal überlegt, ob sich die investitionskosten sich überhaupt lohnen,ö

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portlana 02.06.2017, 13:37
283.

Zitat von Achmuth_I
In Deutschland gilt die Währung Euro. Mit Dollars können wir nichts anfangen. Wenn die Erlöse hierher zurückfließen sollen, muss der Käufer in Euro bezahlen. Wo bekommt er die jetzt her? Möglichkeit eins: Er verkauft mindestens genau soviel hierher wie er an uns zu bezahlen hat - Alles ist gut. Möglichkeit zwei: Er nimmt hier einen Kredit auf und bezahlt damit - dann ist hier aber insgesamt nicht mehr Vermögen. Auf Dauer führ das zu Zahlungsausfällen des Kunden. Möglichkeit drei: Er bezahlt in Fremdwährung. Mit der können wir aber nichts anfangen - oder wann haben Sie das letzte Mal Dollar als Rausgeld bekommen? Die Fremdwährung kann vom Verkäufer jetzt da investiert werden, wo sie gilt - dann landet der Erlös nicht in Deutschland, oder die Währung wird getauscht. Die Frage ist nur bei wem. Garantiert nicht bei dem der keine Euros hat, da er mehr ein- als verkauft. Das führt dann wieder zu zu Möglichkeit drei (evtl. über den Umweg von Möglichkeit zwei).
leben sie im 15ten jahrhundert ?

wenn sie in den usa kaufen, dann tauschen die bank das für sie entweder in euro um, oder sie führen ein konto in dollar, was auch jetzt zum aktuellen kurs in euro betwertet wird. sicher kann es dann kursgewinne und verluste geben.
es schickt keiner mehr ihnen dollar noten mit denen sie dann nicht um die ecke einkaufen können.
solange also die währung stabil bleibt ist auch das z.b dollarkonto kapital in deutschland.

interessant wird es wo es dann später investiert wird.
erst dann könnte kapital abfliessen.
durch exporte fliesst erstmal kein kapital ab, ganz im gegenteil es fliesst rein.

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brasshead 03.06.2017, 01:42
284.

Zitat von portlana
de facto haben sie wenig ahnung. wenn de aussteigen würde, dann wären auch unsere target salden sofort fällig, die aber keiner zahlen könnte. dann bräuchten wir uns über steuerüberschüsse nicht mehr gedanken machen. wir reden von aktull 843 milliarden forderungen der deutschen bank. das kann zwar durch ein paar sachen kompensiert werden. die Aufälle wären dennoch enorm und der deutsche steuerzahler , nicht das exportierende unternehmen darf sich auf Milliardenkosten einstellen (Abschreibungen). auf der anderen seite ist aber die frage, besser jetzt auch wenn es schon unsummen sind, oder irgendwann mit noch schlimmeren folgen. man beachte der target saldo deutschlands steigt jedes jahr etwa um 100 Milliarden Euro. es gibt schon gründe warum de alles dran tuen, den raum zusammen zu halten. mit der hoffnung , dass es nie zu diesen supergau kommt.
Na, Sie machen sich aber nun auch nicht um Aufklärung verdient. Die Ansprüche der BuBa aus Target2 wurden natürlich bereits fällig und auch beglichen, nämlich von der EZB und mit Zentralbankgeld.

Die BuBa hierzu:
"TARGET2 ist ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld schnell und endgültig abgewickelt werden." (-> endgültig)

"Am Ende des Geschäftstages verbleibende Forderungen und Verbindlichkeiten aller an TARGET2 teilnehmenden nationalen Zentralbanken werden gemäß einem Abkommen im Eurosystem an die EZB übertragen und dort saldiert. Die so entstehenden TARGET2-(Netto)-Salden sind demnach das Ergebnis der grenzüberschreitenden Verteilung von Zentralbankgeld innerhalb der dezentralen Struktur des Eurosystems."

Das ist ja der Witz an Target2, alle Forderungen werden an die EZB abgetreten und von dieser am Ende des Tages mit Zentralbankgeld beglichen (gutgeschrieben). Die EZB kann immer zahlen. Immer. Der Target-Saldo zeigt nur an, wieviel ZB-Geld auf diese Weise geflossen ist. Selbstverständlich ist dieses gesetzliches Zahlungsmittel und könnte im Falle eines Euroaustritts in die neue Währung umgeschrieben werden.

Target steht für:
Trans-European
Automated
Real-time
Gross settlement
Express
Transfer system

Automated real-time gross settlement. Automatisierte Begleichung in Echtzeit.

Wer es ausführlicher möchte: https://target2blog.wordpress.com/

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brasshead 03.06.2017, 01:45
285.

Zitat von portlana
de facto haben sie wenig ahnung. wenn de aussteigen würde, dann wären auch unsere target salden sofort fällig, die aber keiner zahlen könnte. dann bräuchten wir uns über steuerüberschüsse nicht mehr gedanken machen. wir reden von aktull 843 milliarden forderungen der deutschen bank. das kann zwar durch ein paar sachen kompensiert werden. die Aufälle wären dennoch enorm und der deutsche steuerzahler , nicht das exportierende unternehmen darf sich auf Milliardenkosten einstellen (Abschreibungen). auf der anderen seite ist aber die frage, besser jetzt auch wenn es schon unsummen sind, oder irgendwann mit noch schlimmeren folgen. man beachte der target saldo deutschlands steigt jedes jahr etwa um 100 Milliarden Euro. es gibt schon gründe warum de alles dran tuen, den raum zusammen zu halten. mit der hoffnung , dass es nie zu diesen supergau kommt.
Na, Sie machen sich aber nun auch nicht um Aufklärung verdient. Die Ansprüche der BuBa aus Target2 wurden natürlich bereits fällig und auch beglichen, nämlich von der EZB und mit Zentralbankgeld.

Die BuBa hierzu:
"TARGET2 ist ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld schnell und endgültig abgewickelt werden." (-> endgültig)

"Am Ende des Geschäftstages verbleibende Forderungen und Verbindlichkeiten aller an TARGET2 teilnehmenden nationalen Zentralbanken werden gemäß einem Abkommen im Eurosystem an die EZB übertragen und dort saldiert. Die so entstehenden TARGET2-(Netto)-Salden sind demnach das Ergebnis der grenzüberschreitenden Verteilung von Zentralbankgeld innerhalb der dezentralen Struktur des Eurosystems."

Das ist ja der Witz an Target2, alle Forderungen werden an die EZB abgetreten und von dieser am Ende des Tages mit Zentralbankgeld beglichen (gutgeschrieben). Die EZB kann immer zahlen. Immer. Der Target-Saldo zeigt nur an, wieviel ZB-Geld auf diese Weise geflossen ist. Selbstverständlich ist dieses gesetzliches Zahlungsmittel und könnte im Falle eines Euroaustritts in die neue Währung umgeschrieben werden.

Target steht für:
Trans-European
Automated
Real-time
Gross settlement
Express
Transfer system

Automated real-time gross settlement. Automatisierte Begleichung in Echtzeit.

Wer es ausführlicher möchte: https://target2blog.wordpress.com/

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brasshead 03.06.2017, 02:22
286.

Zitat von portlana
leben sie im 15ten jahrhundert ? wenn sie in den usa kaufen, dann tauschen die bank das für sie entweder in euro um, oder sie führen ein konto in dollar, was auch jetzt zum aktuellen kurs in euro betwertet wird. sicher kann es dann kursgewinne und verluste geben. es schickt keiner mehr ihnen dollar noten mit denen sie dann nicht um die ecke einkaufen können. solange also die währung stabil bleibt ist auch das z.b dollarkonto kapital in deutschland. interessant wird es wo es dann später investiert wird. erst dann könnte kapital abfliessen. durch exporte fliesst erstmal kein kapital ab, ganz im gegenteil es fliesst rein.
Genau das ist ja der Punkt. Ihre Bank tauscht Ihnen die Dollars in Euro, aber es gibt ja nicht deswegen mehr Euro. Die Menge der produzierten Waren (Sachkapital) hat sich um den Export verringert, die Menge des verfügbaren Geldes (Geldkapital) hat sich aber nur um den Dollarbetrag erhöht. Für diesen kriegt man in D nix, Irgendjemand ist am Ende darauf angewiesen, dass jemand anders den Betrag in Sachkapital einlöst.

Geld ist im Grunde nur ein Anspruch auf "echtes" Sachkapital. Wenn Sachkapital rausfließt und Geldkapital rein, haben Sie nichts als einen Anspruch erworben. Den können Sie theoretisch einlösen, aber er ist kein Wert an sich. Darum spricht man davon, dass (Sach-)Kapital exportiert wird.

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rrobax 31.08.2018, 20:21
287. Trump mal die meinung sagen

Die EU geht Trump systematisch auf den Leim. Wir verhandeln mit ihm über Stahl, Aluminium und Autos, Soja und über das Handelsbilanzdefizit der USA, statt über unsere Wirtschaftsbeziehungen insgesamt. Da schneiden die Amerikaner nämlich wesentlich besser ab als wir. Wir wäre es denn umgekehrt mal mit Strafzöllen der EU im Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, wo die USA Überschüsse erzielen. Wir könnten auch mal Herrn Trump unter die Nase reiben, in welchem Umfang seine US-Firmen in Europa systematisch Steuern hinterziehen. Einfach mal den Spieß herumdrehen statt auf seine plumpen, von wenig ökonomischem Sachverstand zeugenden Vorwürfe einzugehen und nach Washington zu pilgern und ihn zu bitten, seine Drohungen, Strafzölle zu erheben bitte, bitte nicht wahr zu machen.

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