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Kritik an Scholz nach gescheiterter Bankenfusion: "Als Kuppler einer Zwangsehe aufges
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Olaf Scholz' Traum von einem nationalen Bankenchampion ist mit dem Ende der Fusionsgespräche von Deutscher Bank und Commerzbank geplatzt. Aus der Opposition kommt heftige Kritik am "amateurhaften Agieren" des Finanzministers.

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meinerlei 25.04.2019, 13:24
1. Eben das Gegenteil von Kungelei

Angesichts stetig sinkender Margen sind Konsolidierungen in den Bankenlandschaft auf Dauer unumgänglich. Nicht Olaf Scholz hat die Sondierungsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank publik gemacht, sondern Wichtigtuer aus der zweiten Reihe. Zweitens ist es für das Management beider Häuser nur gut, über Alternativen zum Status quo nachzudenken. Diese müssen auch nicht zwingend gleich in Handlung überführt werden. Da die Aktien beider Institute derzeit einen ähnlichen Kurs haben, der Buchwert einer DB-Aktie aber wesentlich höher ist als der einer CoBank-Aktie war es beinahe abzusehen, das die DB sich letztlich gegen eine Fusion entscheidet. Jetzt aus all dem wieder einen Skandal machen zu wollen ist lächerlich. Wären die Gespäche komplett geheim gehalten worden, würden die gleichen Skandalrocker jetzt laut "Kungelei!" schreien.

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claus7447 25.04.2019, 13:24
2. man darf sich nicht immer von Mitarbeitern anstecken lassen

Aber nun war und ist es so - der Ausgang ist i.O. Warum zwei Kranke einen Gesunden machen soll ist mir ohnehin nicht klar. Aber ich denke Herr Kukies sollte mal einen kleinen Anschiss bekommen.

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nesmo 25.04.2019, 13:28
3. Wer jetzt "erleichtert" ist

hat das Problem nicht verstanden. Der Zusammenschluss war die einzige, kleine, Chance, eine international konkurrenzfähige deutsche Großbank zu gründen. Die Deutsche Bank allein wird nun marginalisiert werden, eine Fusion mit einer ausländischen Bank wird sie zu einer ausländischen Bank machen. Wieso sich da jemand freuen kann ist unverständlich, nun sind die Chancen noch geringer geworden. Scholz hat versucht die kleine Chance zu nutzen, aber zwei schwache Banken werden durch Fusion nur selten zu einer starken, aber man musste die Chance prüfen. Nun hat die Exportnation Nr. 1 keine Chance mehr auf eine weltweit den Export begleitende starke deutsche Bank, wen kann das erfreuen oder erleichtern?

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phantasierender... 25.04.2019, 13:32
4. eine Bank wird doch nicht

zwangsläufig konkurenzfähiger wenn sie größer wird. der einziger der das meint ist der Olaf. das beste Beispiel das Politiker nicht im Sinne des Steuerzahlers sondern aus Sicht der Konzerne und politikelite denken ist die geplante Fusion dieser Banken!

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reinhard.fondermann 25.04.2019, 13:36
5. Da ist der Kelch am Steuerzahler zunächst vorüberegegangen...

Scholz´ Plan beinhaltete sicher eine ebenso kostenneutrale wie alternativlose Gegenfinanzierung durch den Steuerzahler.
Vielleicht war der Anreiz für die beteiligten Banken zu klein...

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spon_7302413 25.04.2019, 13:39
6. Unterklassig

Olaf Scholz, Peter Altmaier, Hubertus Heil, Jens Spahn, Ursula von der Leyen usw. ... - das beklemmende Gefühl, bestenfalls von der dritten Wahl in den Schlüsselressorts regiert zu werden, kann ich einfach nicht mehr ablegen. Wäre ich AN in einem Unternehmen, das von dieser Güteklasse geführt wird, ich würde mir schleunigst einen neuen Job suchen.

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rrv.vogt 25.04.2019, 13:40
7. Deutsch-nationale Volkswirtschaft?

?
Der deutsche Finanzminister Scholz muß sich fragen lassen:

Braucht die deutsche Volkswirtschaft, wenn es die in der globalisierten Wirtschaft überhaupt noch gibt, einen “nationalen Bankenchampion“ ??

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sandu2 25.04.2019, 13:53
8. Das Problem ist, dass Größe besser ist

Zitat von meinerlei
Angesichts stetig sinkender Margen sind Konsolidierungen in den Bankenlandschaft auf Dauer unumgänglich. Nicht Olaf Scholz hat die Sondierungsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank publik gemacht, sondern Wichtigtuer aus der zweiten Reihe. Zweitens ist es für das Management beider Häuser nur gut, über Alternativen zum Status quo nachzudenken. Diese müssen auch nicht zwingend gleich in Handlung überführt werden. Da die Aktien beider Institute derzeit einen ähnlichen Kurs haben, der Buchwert einer DB-Aktie aber wesentlich höher ist als der einer CoBank-Aktie war es beinahe abzusehen, das die DB sich letztlich gegen eine Fusion entscheidet. Jetzt aus all dem wieder einen Skandal machen zu wollen ist lächerlich. Wären die Gespäche komplett geheim gehalten worden, würden die gleichen Skandalrocker jetzt laut "Kungelei!" schreien.
Wer glaubt, dass angesichts sinkender Margen, Konsolidierungen auf Dauer unumgänglich sind, hat das Problem nicht verstanden.

Das erste Problem ist, dass Banken nicht zu groß werden dürfen, damit sie im Nitfall einfach kaputt gehen können, ohne den Rest der Wirtschaft mit in die Katastropge zu reißen.
Das zweite Problem ist, dass Banken ( und andere Unternehmen auch), unter den heutigen Rahmenbedingungen um so bessere Überlebenschancen haben, je größer sie sind.

Aus dem zweiten Problem hat Scholz den Schluss gezogen, dass die Deutsche Bank größer werden muss,
Aber wenn er Problem 1 mit im Auge gehabt hätte (was er offensichtlich nicht hat), hätte er den Schluss ziehen müssen, dass er die Rahmenbedingungen so ändern muss, dass kleine Banken bessere Überlebenschancen haben als große.

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ray8 25.04.2019, 13:56
9. Ahnungsloser Finanzminister

Was hat Herr Scholz diesen sowieso schon schwachen Instituten nur angetan!? Diese Fusionsgespräche haben Millionen gekostet. Berater stecken sich wieder die Taschen voll. Und die Reputation der beiden Banken ist nun völlig hinüber. Scholz hat die Institute damit zum Abschuss frei gegeben. Ein dt. Finanzminister darf um Himmels Willen nicht so dilettantisch unterwegs sein. Bitte abtreten!

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