Forum: Wirtschaft
Kritik zum Jahreswechsel: Wirtschaft fordert von Bundesregierung mehr Investitionen
DPA

Zu viel umverteilt, aber zu wenig investiert - so lautet das Urteil von Wirtschaftsverbänden über die Arbeit der Bundesregierung. Diese solle mehr im Sinne der jungen Generation tun.

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kurosawa 31.12.2018, 10:38
20. das schreien nach dem staat...

... wurde das dem bürger nicht jahrelang vorgeworfen. aber entschuldigung, hier wird ja nicht geschrien sondern, wie immer wenn es von den wirtschaftsvertretern kommt, gefordert. die wirtschaft sollte ehrlch sein und sagen das sie sich eine weitere agenda 2010 wünscht. den rest wie investitionen, ausbildung usw. könnte sie selber in die hand nehmen.

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werimmer 31.12.2018, 10:40
21. Ach

.... und ich hatte dein Eindruck die Wirtschaft ist zufrieden, wenn sie von der Politik in Ruhe gelassen wird.

Braucht die Wirtschaft eine Erlaubnis von der Bundesregierung um selber investieren zu können?

Wenn nicht, warum das Gejammer?

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max_schwalbe 31.12.2018, 10:41
22. Sehen die sich noch?

Die deutsche Vermögensungleichheit ist sogar noch krasser als in anderen europä. Ländern und der Trend setzt sich weiter fort - dennoch schimpft man auf angeblich zuviel Umverteilung? Etwas noch realitätsfremderes habe ich lange nicht mehr gelesen. Derartige Aussagen sind auf voller Länge disqualifizierend für einen gesellschaftlichen Dialog. Aber es hat auch selten Könige gegeben, die meinten, bereits genug Gold zu besitzen... Es gab auch selten Könige, deren Meinung dem Volk nicht unerbittlich-energisch aufgedrängt wurde, egal wie schräg oder absurd sie war. Schade, dass wir immernoch nicht weiter sind ...

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minimalmaxi 31.12.2018, 10:43
23.

Statt eine dpa Meldung unkommentiert weiterzureichen, hätte SPON das Thema besser kreativ und kritsch aufgreifen sollen. Für die Wirtschaftsverbände sind Investitionen wohl reine Staatssache; sie selber investieren lieber im Ausland oder kaufen ihre eigene Aktien zurück. Das Beispiel Netzausbau 5G zeigt das doch exemplarisch: wenn der Staat nachvollziehbare und für die Zukunft wichtige Bedingungen stellt, wird lieber vor Gericht geklagt als intelligent investiert.

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Bueckstueck 31.12.2018, 10:46
24. Wie wärs...

... wenn man mal sieht wie die Wirtschaftslobby mit gutem Beispiel vorangeht, statt immer nur den Steuerzahler aufzufordern zu blechen.

Natürlich soll und muss der Staat in viele Dinge investieren, aber in Deutschland scheint die reiche Industrie immer nur Forderungen zu stellen und selbst weniger tun zu müssen - im Sinne des shareholder value.

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max_schwalbe 31.12.2018, 10:48
25. Re: BER

Zitat von birka12
Es wird viel Geld ausgegeben um Stimmen für die nächste Wahl zu gewinnen. Der Wirtschaftsverband sollte sich allerdings zuerst einmal bei der Industrie umschauen. Haben die denn die richtigen Investitionen getätigt? Jeder normal begabte hätte die Milliarden die jetzt z.B. in den USA für den Dieselbetrug bezahlt wurden und noch werden besser investiert. Das Gleiche gilt für die Banken. Die staatlichen Investitionen sind seit langer Zeit zu gering, ein Land und eine Regierung mit wenig oder keinen Visionen, man trudelt vor sich her. Man kann es aber auch anders sehen. Denkt man an den Berliner Flugplatz kann man doch froh sein, dass gar keine Ideen vorhanden sind.
Aber warum denn - der Flughafen BER hat sich für die Wirtschaft bisher sehr gut rentiert - es sind immerhin bereits an die 6 Mrd. € in die Wirtschaft geflossen "dank" BER! Wer immernoch glaubt da sei Korruption nicht im Spiel, läuft wirklich durch den Märchenwald. Sicher, einen Politiker kann man da schneller über den Tisch ziehen als gewiefte Wirtschaftler, das hat beim BER blenden funktioniert. Und jetzt trotzdem noch mehr Investitionen fordern... diese Wirtschaftsverbände treiben die Dreistigkeit wirklich ins unermessliche bis man es kaum noch glauben kann dass es absurd sei. Der Relotius-Effekt in der Ökonomie?

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geraldwinkeler 31.12.2018, 10:53
26.

Richtig ist, dass in Deutschland viel zu wenig investiert wird, was zu Lasten kommender Generationen geht. Das entbehrt insofern nicht einer gewissen Logik, als die Partei der Kanzlerin bei den über Sechzigjährigen die meisten Wählerprozente holt. Ich habe aber die Hoffnung aufgegeben, dieser Generation klarzumachen, dass das Beste, was sie für ihre Enkel tun können, die Wahl einer zukunftsgerichteten Partei statt der CDU ist. Der Mangel an Investitionen gilt aber sowohl für die öffentliche Hand als auch für die Unternehmen. Und das Motto "Umverteilen statt Investieren" ist zum einen ein Scheingegensatz und zum anderen bestimmt nicht das Motto der Bundesregierung. Andernfalls würden die sozialen Unterschiede ja geringer werden, was nicht der Fall ist. Das Motto der Bundesregierung ist eher "für alle Wählergruppen außer denen ganz unten ein bisschen Kohle, denn nach der Wahl ist vor der Wahl", statt mutiger Investitionen. Die Vertreter der Unternehmen sagen auch nicht, wie denn die öffentlichen Investitionen deutlich erhöht werden sollen, wenn die Steuern für Kapitaleigner und Gutverdiener ihren Vorschlägen folgend gesenkt werden. Kurzum: die Unternehmensvertreter machen mit ihren Aussagen mal wieder klar, dass es ihnen vor allem um Umverteilung zu Gunsten ihrer Klientel statt um eine langfristige Strategie zur Vergrößerung des Allgemeinwohls geht. Alles wie gehabt also.

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urbuerger 31.12.2018, 10:54
27. Eine Unverschämtheit der Wirtschaftsverbände, denn sie sind ...

… die einzigen die permanent staatlich Gepudert werden und immer auf den Kosten der arbeitenden Steuerzahler!

Die Wirtschaft, die Industrie und die Banken sind schon seit Jahren nicht mehr in der Lage Großprojekte zu stemmen, wo zu es ja einige Beispiele gibt!

Es muss aufhören, dass die Wirtschaft, die Industrie und das Aktien Kapital aus der Verantwortung, sich angemessen an den Veränderungen der Zeit anzupassen ausgenommen wird und darauf hofft, das der Staat für alle Risiken ihres Handelns die Rückversicherung darstellt!

Zur Zeit sieht es doch so aus, dass obwohl immer häufiger von Steuererleichterungen für die Wirtschaft gesprochen wird und auch von ihr gefordert wird, sehr viele Investitionen deutscher Firmen und Unternehmen im Ausland getätigt werden!
Sollen diese Aktivitäten durch Steuersenkungen noch gesponsert werden, damit im eigenen Land noch mehr Drohgebärden Richtung Arbeitsplatzverluste aufgebaut werden können?

Die Wirtschaft, die Industrie und das Aktienkapital sollten erst mal damit beginnen sich ihrer Verantwortung zu stellen, diese Land gerechter zu machen, bevor sie weiterhin nur auf Forderungen bestehen, die ihnen nicht zustehen, so wie sie sich den Bürgern diese Landes gegenüber verhalten!!!

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interessierter Laie 31.12.2018, 10:58
28. @KlausMeucht

nennen Sie mir doch mal ein Beispiel, wo die Löhne von Erziehern und Pflegern gekürzt werden. Ich habe das irgendwie verpasst. Problem ist vielmehr, dass trotz höherer Gehälter Mangel herrscht und sich der Normalsterbliche deren Dienste bald nicht mehr leisten kann.

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mullah_nd 31.12.2018, 11:06
29.

Damit die Unternehmen ihren Aktionären mit saftigen Dividenden zum Jahresabschluss den Hintern vergolden können, soll der Staat die Investitionslücke stopfen? Oder wie jetzt?

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