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Kritiker-Liste bei Monsanto: Grünen-Politiker fordern Bayer zur Offenlegung der Namen
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Der umstrittene Agrarkonzern Monsanto hat eine Datenliste mit Kritikern erstellt. Grünen-Politiker fordern nun den Bayer-Konzern auf, die Namen offenzulegen. Sie wähnen sich auch persönlich betroffen.

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Marvin__ 15.05.2019, 09:33
1. Mal ganz naiv gefragt:

Was ist eigentlich verwerflich an solchen Listen?

Für jedes größere Projekt werden Stakeholder-Analysen gemacht, als Basis für Kommunikationspläne: Wer hat Aktien im Projekt, wer hat Einfluss, wie steht er/sie zum Projekt. Wer kann uns unterstützen, wen müssen wir überzeugen, wen müssen wir informieren. Und natürlich hat man eine Liste mit Kontaktdaten - wie sonst sollte man kommunizieren?

Verwerflich oder gar kriminell wäre, wenn Material als Basis für illegale Aktivitäten - Erpressung oder Bestechung - gesammelt worden wäre. Darüber gibt es jedoch bisher keine Informationen.

Daher die Frage: Wurde etwas verwerfliches gemacht? oder wird hier ein ganz normales Vorgehen skandalisiert, weil man sich gerade auf die Firma Bayer eingeschossen hat?

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theos001 15.05.2019, 09:57
2.

Es war schlicht dumm die Firma aufzukaufen. Es ist eine US Firma, die in den USA vielfach verklagt wird und dort sind enorme Strafzahlungen üblich. Wäre interessant zu wissen wv Monsanto noch wert wäre, wenn die Prozesskosten gegen den übernahme preis gegengerechnet werden. Da wird nicht viel übrig bleiben..... Ramschfirma, die zurecht bankrott gehen sollte.

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Johann Dumont 15.05.2019, 10:10
3. andere Namen wären noch interessanter

wie kommt ein blasser Herr Baumann dazu Monsanto zu kaufen? Keiner der Mitarbeiter von Bayer wollte das - schon seit Jahren gibt es Protest. Das Lebenswerk von Generationen von Mitarbeitern steckt in dem Unternehmen. Wer profitiert neben Blackrock? Blackrock war ja sowohl an Bayer als auch an Monsato beteiligt. Sicher gibt es weitere Kenntnisse - aber Whistleblower leben sehr gefährlich.

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Byrne 15.05.2019, 10:17
4. Eben weil es Bayer/Monsanto ist

Zitat von Marvin__
Was ist eigentlich verwerflich an solchen Listen? Für jedes größere Projekt werden Stakeholder-Analysen gemacht, als Basis für Kommunikationspläne: Wer hat Aktien im Projekt, wer hat Einfluss, wie steht er/sie zum Projekt. Wer kann uns unterstützen, wen müssen wir überzeugen, wen müssen wir informieren. Und natürlich hat man eine Liste mit Kontaktdaten - wie sonst sollte man kommunizieren? Verwerflich oder gar kriminell wäre, wenn Material als Basis für illegale Aktivitäten - Erpressung oder Bestechung - gesammelt worden wäre. Darüber gibt es jedoch bisher keine Informationen. Daher die Frage: Wurde etwas verwerfliches gemacht? oder wird hier ein ganz normales Vorgehen skandalisiert, weil man sich gerade auf die Firma Bayer eingeschossen hat?
Ja, da haben Sie recht. Jedes größere Unternehmen führt solche Listen von wohlgesonnenen und auch kritischen Journalistinnen und Journalisten und auch anderen relevanten Personen. Das ist Usus und auch strafrechtlich völlig irrelevant. Im Fall Monsanto jetzt einfach nur ein hübscher Aufreger.

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jj2005 15.05.2019, 10:18
5. Verwerflich?

Zitat von Marvin__
... weil man sich gerade auf die Firma Bayer eingeschossen hat?
Richtig, früher hätte das die Sekretärin des Vorstandschefs so nebenbei erledigt. Kundenpflege oder so. Aber bei allseits (zu Recht) verhassten Grosskonzernen wie Monsanto guckt man schon genauer hin, und Anton Hofreiter hat sicher ein gutes Motiv, da mal nachzuhaken.

Die Frage ist allerdings, was bringt es, Bayer/Monsanto den Bach runtergehen zu lassen? Stehen da schon "bessere" Chemiekonzerne in der Warteschlange? Und ist es ok, wenn die USA nach Gutdünken europäische Konzerne abschlachten, indem Laienjurys das Hundertfache des vernünftigen Strafmasses verhängen (mal dreist angenommen, Glyphosat wäre tatsächlich für die beiden Krebserkrankungen verantwortlich)?

Ist es ok, dass europäische Konzerne wie VW oder Bayer den amerikanischen Staatshaushalt aufpeppen, damit Mr Trump den Reichen die Steuern erlassen kann?

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espressotime 15.05.2019, 10:19
6.

Finde an der Liste nichts schlimmes, man sollte immer seine Feinde kennen.

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leopold123 15.05.2019, 10:28
7.

Jede größere Organisation und auch Parteien haben schwarze Listen, auf denen Personen oder Medien stehen, mit denen sie nicht kooperieren möchten. Wenn Bayer sich dazu entschließt den Kontakt mit den Grünen zu meiden, weil sich die Partei maximale Schädigung des Konzerns auf die Fahnen geschrieben haben, dann ist das ihr gutes Recht. Selbst die Grünen werden Listen mit rechten Medien oder Organisationen führen, mit denen keine Interviews geführt werden sollen. Auch das ist ihr gutes Recht. Kein Grund, irgendwelche Gestapo Methoden zu unterstellen.

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jjcamera 15.05.2019, 10:29
8. Glückselig

Manche Menschen leben auf einer Insel der Glückseligen. Ja, es wäre schön, wenn man ohne Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft mit Unkrautvernichtung und Pestiziden auskäme. Aber wie soll man gleichzeitig bei sich weltweit ausbreitender Dürre und explosionsartiger Vermehrung von Menschen in den ärmsten Ländern die Weltbevölkerung ernähren? 2018 sind die landwirtschaftlichen Erträge bedenklich zurückgegangen, das Bevölkerungswachstum nicht. Wer gegen Pflanzenschutz und Massentierhaltung ist, sollte auch erklären können, wie er sich die Ernährung von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 vorstellt.

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latrodectus67 15.05.2019, 10:39
9. Desinformation

Die PR-Agentur Fleishman-Hillard wurde 2016 von Monsanto damit beauftragt, in Frankreich Listen mit Bewertungen von Kritikern und (!) Unterstützern des Unternehmens zu erstellen.
Diese "Berichterstattung" ist wiedermal ein eineindeutiges Beispiel einer Nachricht, die verkürzend und verzerrend Meinungsmanipulation im Sinne der Partei "Die Grünen" betreibt.
Denn Personen auf diesen Listen sind eben NICHT nur Kritiker! Genau das wird aber hier sugerriert.

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