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Kritiker-Liste bei Monsanto: Grünen-Politiker fordern Bayer zur Offenlegung der Namen
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Der umstrittene Agrarkonzern Monsanto hat eine Datenliste mit Kritikern erstellt. Grünen-Politiker fordern nun den Bayer-Konzern auf, die Namen offenzulegen. Sie wähnen sich auch persönlich betroffen.

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latimer 15.05.2019, 10:53
10. Anderes Problem!

Die Frage kann nicht sein, ob sie solche Listen haben, sondern wie sie mit den Personen umgehen, die darauf stehen. Denn ein Konzern wie Beyer/Monsanto überlässt nichts dem Zufall.

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romeov 15.05.2019, 10:57
11. Kurz 'mal ein Weltunternehmen zerlegt.

Ein Mann, wie Baumann ist doch untragbar. We kann man ein dermaßen hohes Risiko eingehen und wie schlecht müssen die Kontrollmechanismen der Aktionäre sein. Als hätte man nicht mitbekommen, dass man ein dubioses Geschäft mit einem Schmuddelunternehmen eingeht und gerade deutsche Unternehmen die willkommenen Opfer der amerikanischen Justiz sind. Man kann sich vorstellen, was da noch kommen wird, wenn schon, nach nur einem Fall, ein Milliardenbetrag fällig ist und wie bereits die nächsten Anwälte die Messer wetzen, um auch an den goldenen Topf zu kommen. Aber auch Baumann wird wahrscheinlich noch mal daran verdienen und seinen Abgang so teuer als möglich verkaufen.

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wechselgänger 15.05.2019, 11:06
12. Dsgvo

An ale Kommentatoren, die diese Anfrage seltsam finden: Nach der DSGVO haben die Grünen natürlich das Recht, zu erfahren, ob und welche Daten zu ihnen zu welchem Zweck von Bayer oder deren Tochterunternehmen gesammelt und gespeichert werden. Und im nächsten SChritt wäre dann zu klären, ob diese Sammlung einem Zweck dient, der nach DSGVO erlaubt ist.

Gefühlt würde ich auch sagen, daß es im berechtigten Interesse von Monsanto liegt, zu wissen, welche öffentlichen Personen den Zielen der Firma gegenüber eher negativ eingestellt sind. Aber das kann durchaus hinterfragt werden.

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jj2005 15.05.2019, 11:08
13. Grüne

Zitat von leopold123
Wenn Bayer sich dazu entschließt den Kontakt mit den Grünen zu meiden, weil sich die Partei maximale Schädigung des Konzerns auf die Fahnen geschrieben haben
Unsinn. Die Grünen wollen keine Konzerne schädigen, die wollen die Umwelt vor gefährlichen Mittelchen schützen, und das ist angesichts des Insekten- und Bienensterbens dringend notwendig. Die interessante Frage ist eher, was Frau Klöckner und ihr Bauernverband aus dem Hut zaubern werden, falls Glyphosat irgendwann verboten wird. Schlimmer geht immer.

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achim j. 15.05.2019, 11:11
14. verwerflich?

Nun haben wir bereits 10 Posts, die alle bekräftigen, wie normal es doch sei, solche Listen zu führen und nur die bösen Grünen das anders sehen. Ich glaube aber nicht, daß die grünen in Person Hofreiter die französische Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen aufgerufen haben. Spätestens seit derm Inkrafttreten der DSGVO sollte jeder Konzernverantwortliche wissen, daß persönliche Daten, also Namen und Telefonnummern,nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Betroffenen gespeichert werden dürfen. Verstößt ein Unternehmen dagenen, kann es mit bis zu 4% des Jahresumsatzes bestraft werden.

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jeby 15.05.2019, 11:15
15.

Ich verstehe nicht, wieso Bayer Mosanto überhaupt gekauft hat. Mosantos Ruf ist doch schon verdienter Weise seit Jahren ruiniert. Diesen ganzen Ärger hätten sie sich ersparen können.

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Aberlour A ' Bunadh 15.05.2019, 11:32
16. "Erziehen" und "Überwachen"

Mich würde mal interessieren, wie denn dieses "Erziehen" und "Überwachen" von Kritikern seitens Monsanto realiter genau stattgefunden hat. Denn die Methode hat ja was Stasi-haftes.

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doctiloquus 15.05.2019, 12:39
17.

Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Nur weil Hofreiter ein persönliches Anliegen hat, nutzt er seine wie auch immer erhaltene Stellung im Bundestag aus, um für sich persönlich Nutzen zu erzielen.
Der sollte sich um Anliegen scheren, für die er in den Bundestag gekommen ist: nämlich die der Allgemeinheit. Interessant ist, dass der Kerl sich nicht mit gleichem Elan um genau diese Anliegen kümmert.

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flammermann 15.05.2019, 13:35
18. Es geht um Bürgerrechte

Für mich ist es etwas unverständlich, warum in manchen Kommentaren auf Anton Hofreiter eingeschlagen wird, statt sich über Monsanto / Bayer zu beschweren. Ich würde es genauso Andreas Scheuer zugestehen, dass er die von ihm gespeicherten Daten bei Greenpeace einsehen darf. Das DSGVO sieht sogar vor, dass man seine elektronisch gespeicherten Daten löschen lassen darf, ohne Angabe von Gründen. Das ist ein wertvolles Bürgerrecht, um die Bürger vor maschineller Ausbeutung zu schützen.
Ich habe mir beispielsweise meine gespeichterten Daten bei der Schufa anzeigen lassen und sie haben sie mir gegesandt. Und wenn Monsanto / Bayer die Gesetze ordnugsgemäß befolgen würden, müssten sie alle auf den Listen gespeicherten Personen darüber informieren, dass ihre (personenbezogenen) Daten gespeichert werden. Wie schon beschrieben ist die Höchststrafe für dieses Vergehen 4% des Jahresgewinns, scheint also ein recht hohes Vergehen zu sein.
PS: Und das Bayer nicht gerade ein Konzern mit weißer Weste ist, zeigen die ganzen Fehlgeburten der Kinder auf den Bananenplantagen in Südamerika, die den Pestiziden von Bayer ausgesetzt waren (siehe YouTube) und die Bayer nicht entschädigen möchte. Von daher passt Monsanto doch gut zu Bayer.

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conrath 15.05.2019, 15:48
19. Regt euch ab. Selbstverständlich...

...haben Hofreiter und Häusling Grund und Recht, die Einhaltung der DSGVO zu fordern. Muss jeder Verein leisten und auf Verlangen persönliche Daten löschen. Das ist Recht. Soviel dazu, soviel zum Recht. Nun zum Grund: Beide vermutlich Betroffene vertreten eine anderr Landwirtschaft und ihre Politik. Mit Nachhaltigkeit hat die ggw. Landwirtschaft und ihr industrieller Komplex Pharmaindustrie nichts am Hut. Argumente sind stets : Ungefährlich, muss sein, wie soll die Weltbevölkerung zukünftig ernährt werden, der Verbraucher will niedrige Preise. Wer weiß, wie verflochten Lobbies in beiden Lagern miteinander und mit Bezug auf die Kommission und nationale Politik sind - praktisch das doppelte 'Lobb'chen'. Effizienter geht es nicht. Und nun noch drr Supergau mit dem Erwerb der US (si!) Firma Monsanto: Aus welchem Interesse heraus sollte man mit diesem unfähigen und fahrlässig handelnden Management -Baumann! - noch nachsichtig sein? Wenn diese Art Management noch weitere Verbreitung in DE erfährt, als berrits jetzt schon sage ich nur : Armes Deutschland!

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