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Kritischer Bericht über Agrarkonzern Cargill: "Das schlimmste Unternehmen der Welt"
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Ob Aldi, Edeka, Nestlé oder McDonald's - alle haben Produkte von Cargill. Der Konzern ist ein Riese auf dem Agrarmarkt - und laut einem Bericht mitverantwortlich für Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung und Umweltverschmutzung.

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James Blönd 11.07.2019, 19:05
220. Blödsinn

Zitat von Ein Stein!
Sie haben auf die Zutatenliste verwiesen und davon abgeraten, Pflanzenfett und tierisches Fett zu vermeiden. Tja, außer diesen gibt es aber kein anderes Fett! Doch, Kon_Fett_i. Die Fettarten, die Sie aufführen, sind allerdings sehr wohl pflanzlichen Ursprungs! In meinem Haushalt befindet sich neben Olivenöl, Traubenkernöl und Walnussöl kein anderes pflanzliches Fett und auf Brot und Brötchen streiche ich grundsätzlich nur Butter (tierisches Fett). In jedem verarbeiteten Produkt befindet sich aber hauptsächlich minderwertiges Fett, ganz übel sind die "z.T. gehärtet"en Fette. Also ist Ihr Vorschlag zur Vermeidung bestimmter Fette für die Katz.
Das Öl in Nüssen ist also tierisch? Was für Nüsse verköstigen Sie noch mal genau?

Keine Ahnung, ob mein anderer Post an Sie veröffentlicht wird, aber nur mal so: Man kann mit Olivenöl auch sehr gut scharf anbraten (Induktion). Dabei zugegebenerweise etwas lästig: Der Rauchmelder im Flur. Den Tipp mit dem Olivenöl habe ich übrigens von einem Italiener, der u.a. ein exzellentes Pesto hat. Für Brot und für Nudeln jeweils eine Sorte.

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antelatis 11.07.2019, 19:32
221.

Zitat von James Blönd
Ja klar. In nachfolgender Liga spielt meine Partnerin (zum Glück) zwar nicht mit, aber auch Vermögende lesen Zeitung ; ) Appell von US-Milliardären an die Politik "Besteuert uns stärker!" Für den Kampf gegen den Klimawandel oder zur Stärkung der Wirtschaft: In den USA haben ausgerechnet Milliardäre höhere Steuern für Superreiche gefordert. Welche Motive hat ihr Vorstoß? https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/reichensteuer-us-milliardaere-schreiben-an-politik-besteuert-uns-staerker-a-1274119.html
So was sind ja höchsten Lippenbekenntnisse oder kommt von ein paar ungewöhnlichen Ausnahmen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass 99% der Reichen so eine Steuer nicht wollen und mit allen Mitteln verhindern würden. Wenn man sich mal überlegt, was für einen Einfluss Reiche schon heute auf die Politik haben, dann kann man sich ja ausrechnen, warum es da keine hohen Steuern gibt. Die Steuern für Reiche werden ja nicht nur nicht erhöht, sie sind nicht mal gerecht bzw. voller Schlupflöcher. Ist das das nicht ziemlich blauäugig, darauf zu setzen, dass sie sich selbst bald gerecht besteuern werden?

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markus_wienken 11.07.2019, 19:54
222.

Zitat von oloh
Der einzelne Verbraucher ist machtlos. Hier muss die Politik eingreifen. Und genau das ist auch deren Job. That's what politics are all about! Wozu halten wir uns denn Politiker, wenn wir alles selber regeln und steuern können? Können wir nicht.
Richtig, der einzelne Verbraucher ist machtlos, in der Masse allerdings hat der Verbraucher/Bürger/Wähler durchaus Macht.
Die er aber aus diversen Gründen nicht so einsetzt wie Sie es sich wünschen.
Die Politik richtet sich nun ebenfalls nicht an Sie, den einzelnen Bürger sondern an die Mehrheit der Wähler.
Insofern ist es nur konsequent, wenn die Politik nicht so agiert wie Sie es gerne hätten sondern wie es sich die Mehrheit der Bürger wünscht.

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Sbaaya 11.07.2019, 20:41
223. Ein Tag ohne Cargill

.... fast nicht möglich!
Cargill und seine Produkte gehen weit über die Lebensmittel hinaus. Morgens, schon beim Zähneputzen, ja in der Zahnpasta ist ein Cargill Produkt drin. Das Blatt Papier aus dem Drucker, der Pappkarton, auch hier Cargill. Die Platten an der Decke im Büro, das Dämmaterial, Jupp, Cargill. Wascht ihr etwa mit Waschmittel? Richtig, auch wieder Cargill.... Hoffe ihr braucht keine Medikament, denn auch hier Cargill.

Lebensmittel regional und saisonal einkaufen ist ein sehr guter Anfang, Brötchen zu Fuß einkaufen und nicht mit dem Auto, ein guter weitere Schritt.

An Konzernen wie Cargill vollkommen vorbei zu kommen.... Fast unmöglich, die Palette ist zu breit.

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James Blönd 11.07.2019, 21:12
224.

Zitat von antelatis
So was sind ja höchsten Lippenbekenntnisse oder kommt von ein paar ungewöhnlichen Ausnahmen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass 99% der Reichen so eine Steuer nicht wollen und mit allen Mitteln verhindern würden. Wenn man sich mal überlegt, was für einen Einfluss Reiche schon heute auf die Politik haben, dann kann man sich ja ausrechnen, warum es da keine hohen Steuern gibt. Die Steuern für Reiche werden ja nicht nur nicht erhöht, sie sind nicht mal gerecht bzw. voller Schlupflöcher. Ist das das nicht ziemlich blauäugig, darauf zu setzen, dass sie sich selbst bald gerecht besteuern werden?
Ja, Sie haben recht. Aber es gibt halt Solche und Solche.

Ich hatte mal einen 'Ölonkel' mit drei Raffinerie, eine davon in Hamburg. Weil nach dem Krieg keine Ölwanne eingezogen wurde, ist das Gelände vollkommen kontaminiert. Bis heute weiß niemand, wie man dort sanieren soll. Soweit ich das erinnere, war das aber nicht sein Problem, sondern das einer weiteren Raffinerie (war es BP? Ich weiß es nicht mehr), die ebenfalls dort produzierten.

Mein Onkel hat gezahlt, aus seinem Privatvermögen. Die andere Firma nicht. Das Gelände ist übrigens heute Teil von Hafenbesichtigungen (aus eben diesem Grund), weil es da auch so schön blubbert.

Fun Fact: Es gab Zeiten im Hamburger Hafen, da konnte man an bestimmten Stellen mit dem Hafenwasser Schwarzweißfilme entwickeln ; ) Auch das hat sich inzwischen, soweit ich weiß, wieder geändert.

Die 1% der Supravermögenenden (sehr viele Erben) wachen auch langsam auf. Das ist zumindest mein medialer Eindruck. Und ja, es gibt noch immer viel zu viele schwarze Schafe. Aber es wachsen gerade mit der Generation Y junge Menschen heran, die obwohl noch so jung, erschreckend reflektiert sind und schon sehr aufgeklärt. Das erlebe ich immer wieder in Gesprächen. Und die lassen sich das alles nicht mehr gefallen, die wollen Veränderung. Keine Revolution, sondern Evolution.

Meine Meinung: Die Trumps & Co. sind dabei auszusterben. Lassen wir uns überraschen, wer sie ablösen wird.

Ich bin zuversichtlich, dass sich in den nächsten zwanzig Jahren massiv Dinge ändern werden. Und zwar nur zum Positiven.

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Archie69 11.07.2019, 21:27
225. Wenn man sich dann noch vergegenwärtigen,

dass von den ganzen Produkten die aus den Rohstoffen hergestellt werden, wahrscheinlich 30 - 40 % gar nicht verzerrt werden, weil diese beim Transport kaputt, in der Produktion aussortiert, im Supermarkt und beim Verbraucher wegen Verfallsdatum oder im zubereiteten Zustand im Restaurant und zu Hause weil zu viel weggeworfen werden, dann gäbe es bereits alleine hier viel Potenzial Verbrauch zu reduzieren, und dadurch den Flächenverbrauch durch Agrarwirtschaft, der z.B zur Abholzung von Regenwäldern führt, zu verringern. Allein in Deutschland werden jährlich mehrer Millonen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

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reverend.speaks 11.07.2019, 22:36
226. Bitte informieren

Zitat von ecki in mexico
Statt Schweinfleisch lieber Soja, für dessen Anbau der Regenwald abgeholzt wird. Statt sauberer und CO2-armer Euro6-Diesel lieber Elektroautos mit geringerem Wirkungsgrad und Rohstoffen die beim Abbau Gesundheit von Menschen und Kulturlandschaften in Südamerika bedrohen. Tragisch, dass die Spezies Mensch ihre Intelligenz nicht zu nutzen versteht.
Wie bitte? Soja wird für die Schweinefleischproduktion angebaut, steht doch im Artikel, Tierfutter.
https://www.transgen.de/lebensmittel/1049.futtermittelimporte-europa-sojabohnen-gentechnik.html

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reverend.speaks 11.07.2019, 22:41
227.

Zitat von mlarsen
Welche Alternativen schlagen Sie vor ? Wenn man sich anschaut wie die Kommunisten und Sozialisten mit der Umwelt umgegangen sind, scheiden die schonmal aus...
Es geht nicht um "Kommunisten und Sozialisten", sondern neoliberal oder nicht. Das Mantra der Neoliberalen lautet: Freiheit ... für den Fuchs im Hühnerstall!

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donmartindelamancha 12.07.2019, 07:26
228. Alternativen?

Natürlich ist Cargill wegen seiner Größe und marktbeherrschenden Stellung ein Problem. Dass die Firma in großem Maßstab Natur zerstört, ist keine Frage und ein echtes Problem.
Die Frage ist aber, ob deren kleinere Konkurrenten tatsächlich besser sind. Diese Informationen fehlen.

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Dogbert 12.07.2019, 10:01
229. Der falsche Baum !?

Natürlich sollte man auch von Unternehmen ein Mindestmass an Rücksicht auf Gesellschaft und Umwelt erwarten. Aber letztlich sind es immer Politiker die verantworlich sind für kapitalistische Exzesse der Unternehmen, von denen sie sich, wahlweise, direkt betzahlen lassen oder ihnen für Investitionen im Land beliebige Freiheiten einräumen. Was passiert, wenn man kapitalistische Unternehmen ohne entsprechende Zügel wirtschaften lässt, hat doch wohl die Finanzkrise 2008 jedem vor Augen geführt. Aber auch hier haben, zumindest in Europa, die Politiker mal wieder vor den Bankern gekuscht, mit dem Ergebnis das die Risiken heute höher sind als damals.

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