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Kritischer Bericht über Agrarkonzern Cargill: "Das schlimmste Unternehmen der Welt"
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Ob Aldi, Edeka, Nestlé oder McDonald's - alle haben Produkte von Cargill. Der Konzern ist ein Riese auf dem Agrarmarkt - und laut einem Bericht mitverantwortlich für Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung und Umweltverschmutzung.

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Grrinch 11.07.2019, 09:56
20. Narrenfreiheit

Ist ein Unternehmen erstmal so groß dann hat es doch Narrenfreiheit. Droht ein Staat mit Konsequenzen droht das Unternehmen mit Entlassungen, welche bei einem so riesigen Konzern erheblich sein können. Diese Entlassungen machen sich aber bei Politikern gar nicht gut denn nach der Wahl ist vor der Wahl. Man denkt ja solche Konzerne wie McDonalds oder Nestlé sind schon groß, aber es wohl immer einen noch größeren Fisch im Teich.
Da hilft nur der kompromisslose Boykott der Produkte was aber bei einem solch krakenartigen Unternehmen, das fast überall seine Finger drin hat, fast unmöglich ist. Traurig wie immer wieder unsere Welt aufgrund von Profit geopfert wird. Leider funktioniert das scheffeln von Geld und Macht nunmal so und das schon immer. Löblich wenn sich Unternehmen für einen besseren Weg entscheiden, leider viel zu selten und leider in der Regel nur kleinere.
Das Hemd ist einem immer näher als der Rock und das ist auch verständlich wenn man selbst davor steht den Job zu verlieren. Nur wenn wir unsere Erde vernichten haben unsere Kinder weder Hemd noch Rock.

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cph4 11.07.2019, 09:57
21.

gleich verklagen wegen Umwelt Zerstörung und Kinderarbeit.aldi u co sollten sich ander suchen wo sie ihr Lebensmittel herbekommen aber die meisten wollen halt billig Fleisch u co haben nebenbei noch massen tierhaltung fördern.vill einfach mal weniger Fleisch essen ,dass wäre besser für die umwelt,tiere und die Gesundheit.

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mr-mucki 11.07.2019, 09:58
22. gilt für ABCD

der Artikel nennt nur Cargill (C). das gleiche gilt jedoch für ADM, Bunge, Dreyfus. diese 4 Konzerne beherrschen den weltweiten Argarsektor zu 90%.
dazu müssen aber auch deren Kunden genannt werden (Unilever, Kraft, Pepsico, Nestle, McD...) die immer nur zu Marketingzwecken nachhaltige Produkte anpreisen, aber die Kosten der dazu nötigen Vorprodukte niemals bezahlen wollen. nachhaltiges Palmöl kostest nun mal 60% mehr als zertifikates und 110% mehr als "normales" Palmöl.

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geirröd 11.07.2019, 09:59
23. Das ist der Preis...

...den wir alle zahlen. Drüber aufregen aber trotz dessen der Geiz ist Geil Devise wie ein Lemming Richtung Abgrund. So ist der Mensch. Ein Gewohnheitstier. Dazu kommt das Wirtschaftlichkeitsprinzip - das Meiste erreichen mit dem Einsatz der wenigsten Mittel. Das zeiht sich durch unser komplettes Konsumnetz. Von der Klamotte (KiK, usw) bis zum Billigschnitzel. Klar - Ausnahmen bestätigen die Regel - jedoch kann sich längst nicht jeder "Normalverbraucher" (in desem Zusammenhang ein grandioses Wortspiel) Fair trade Ware leisten und vollumfänglich ökologisch erwirtschaftete Produkte kaufen.

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Eric Richter 11.07.2019, 10:00
24. Politik definiert Rahmen - Produzenten und Konsumenten füllen ihn aus

Wenn wir uns als Gesellschaft dafür entscheiden, diese Art der Bewirtschaftung als nicht zielführend und nachhaltig zu bewerten, müssen wir das Rahmenwerk ändern. Die Verantwortung auf die Produzenten und Konsumenten zu schieben im Sinne von "Produziere und konsumiere nicht so umweltschädlich" klingt einfach, bedeutet aber übersetzt "Handle nicht maximal wirtschaftlich", was weder für Produzenten noch Konsumenten auf Dauer und in allen Bereichen durchführbar ist. Was wir allerdings tun können, um umweltschädliches Handeln nachhaltig zu unterbinden, ist, es wirtschaftlich unattraktiv zu machen, indem wir mehr Steuern auf z.B. Fleisch, lange Transportwege und den Einsatz von Medikamenten erheben. Konsumenten weichen dadurch sofort auf anderweitig produzierte Lebensmittel aus und Produzenten passen sich daran an. Wir haben es in der Hand - nicht durch Schlechtmachen der Produzenten oder Moralappelle an Konsumenten - sondern mit unserer Macht, Parteien zu wählen, die sich für solche Konzepte stark machen.

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Trockenfisch 11.07.2019, 10:00
25. Cargill

macht keine Werbung und wir kaufen nix von denen. Die Discounter und Supermärkte müssen sowas merken und die Hersteller ihrer Produkte boykottieren die von denen was kaufen. Andere Frage ist, von wem kann man noch kaufen? In den Dimensionen ist es schwer gute Produzenten zu finden die einem Produkte verkaufen die nicht in so einem Konzern hergestellt werden. Und nicht zu diesen Preisen. China ist auch keine gute Alternative und Genossenschaften in den Herstellterländern können meist nicht diese Masse produzieren.
Andere Sache ist zB. Fast Food. Ich denke da an einen gewissen Konzern der Burger für 99 cent im Angebot verkauft. Der iedem Verbraucher weismachen will seine Produkte kommen aus Weidehaltung von deutschen Herstellern. Andere Firmen gehen Pleite wenn sie ihre Kunden belügen und die Lügen und Betrügen das es eine wahre Freude ist und die Kinder die Freitags fürs Klima demonstrieren rennen ohne zu denken nach der Demo zum Schachtelwirt. Hauptsache auf der Seite mit der App stehen schöne Angebote und das es alles sauber und regional produziert wurde.
Konsequenz sieht anders aus und in einem halben Jahr oder weniger ist das Demonstrieren wieder Mainstream und keiner weis mehr wie es anfing.
Alle kommen gut erholt aus dem Urlaub in der Dom. Rep. und was weiss ich woher. Schöne Heile Welt.

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Darkqueen 11.07.2019, 10:00
26.

Zitat von der_Russe
...ein Übernahmekandidat für BAYER.
Ich glaube eher das Cargill Bayer übernehmen würde denn die sind um einiges größer

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tomxxx 11.07.2019, 10:02
27. ach jetzt gibt es noch einen Bösen?

Dabei war doch bei manchen von diesen Geschäftsfeldern doch vorher Monsanto der böse Monopolist...

Natürlich kümmert sich eine Firma darum, dass sie erst einmal Gewinne erwirtschaftet! Und ich glaube es ist jetzt auch zuviel verlangt, wenn die Firma nicht gegen das Wahlergebnis in Brasilien kämpft. Oder das sie Gesetzeslücken in Kolumbien nützen... das kennen wir bei uns auch... Politiker die nur schwätzen können, schreiben ein Gesetz nieder und wenn das vollkommen anders wirkt als gedacht, ist nicht der Politiker schuld, sondern ein böser Andererer.
Das Letzte ist jetzt, dass unsere Politiker, deren einziger Zweck ist, die Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklungen zu setzen, jetzt immer auf diejenigen losgehen, die die Wirtschaft (auch die eigene) am Laufen halten müssen. Das beste Beispiel unser Herr Maas: er befragt jetzt Firmen wie es in der Welt mit den Bedingungen bestellt ist. Vorher öffnet er aber alle Märkte mit diesen Ländern, spricht kritische Themen an (so heisst es, aber es passiert nichts), schafft eigentlich im Inland auch nichts, aber dann findet er jemand, den er als Schuldigen präsentieren und an dem er Handlungsfähigkeit beweisen kann (weil sonst warnt er nur immer).

In Kürze sind jetzt also bald Firmen schuld, wenn die Maastricht-Kriterien nicht eingehalten werden, weil die Firmen das regeln hätten sollen. Wir verbieten jetzt jede Plastikverpackung und werden uns wundern, dass die Alternativverpackungen (z.B. Kartonagen) Anbauflächen verbrauchen. Das uns irgendjemand mal die Mülltrennung als umweltfreundlich verkauft hat und dahinter nur steht, dass der Müll per Schiff um die halbe Welt gekarrt wird... wir hätten uns das ganze Trennen sparen können und den Müll verbrennen können und die Energie daraus verwerten, da wir eh Kohle und Öl verbrennen.... oh die nächste Blase... wir stellen uns vor, dass manchen Energieverbräuche keine Ressourcen verbrauchen.... also Elektrische Energie rechnen wir nicht nach dem tatsächlichen Kraftwerkmix in Deutschland, sondern nehmen an, dass es CO2-neutraler Ökostrom wäre...

was war denn vor Kurzem: da war der WWF plötzlich schuld, weil er etwas gegen Wilderei auf der Welt getan hat und es zu Gefechten mit Wilderern kam... das waren dann natürlich Dorfbewohner (klar irgendwo müssen sie ja wohnen), aber es passte halt nicht in die ideologische Welt... die Ideologie wird dem Wildbestand aber nichts nutzen...

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müwo 11.07.2019, 10:02
28. unglaublich

Haben die Führer solcher Firmen eigentlich keine Kinder? Oder steht da schon n Raumschiff für den exit Richtung Mars bereit??

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Trockenfisch 11.07.2019, 10:03
29. Alles richtig,

Zitat von ecki in mexico
Statt Schweinfleisch lieber Soja, für dessen Anbau der Regenwald abgeholzt wird. Statt sauberer und CO2-armer Euro6-Diesel lieber Elektroautos mit geringerem Wirkungsgrad und Rohstoffen die beim Abbau Gesundheit von Menschen und Kulturlandschaften in Südamerika bedrohen. Tragisch, dass die Spezies Mensch ihre Intelligenz nicht zu nutzen versteht.
nur das mit dem Diesel scheint mir komisch zu sein. Da hat man betrogen und dem Diesel an sich einen Bärendienst erwiesen. Sicher eine Steilvorlage für die Amis. Aber leider war es ein deutscher Konzern und ein bisschen auch alle andern.

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