Forum: Wirtschaft
Kritisierte Reformerin: Ukrainische Notenbankchefin tritt zurück
REUTERS

Ihr Reformkurs kam beim Internationalen Währungsfonds gut an, im Inland dagegen nicht. Nun hat die Notenbankchefin der Ukraine überraschend ihr Rücktrittsschreiben eingereicht. Gründe nannte sie vorerst nicht.

Seite 1 von 2
Bürger Icks 10.04.2017, 12:17
1. Alles was beim IWF gut ankommt...

...kommt im Inland, bei der Bevölkerung nicht gut an, weil es nicht im Interesse der Bevölkerung liegt, nicht dem Wohle der Bevölkerung dient!

Beitrag melden
Observator 10.04.2017, 12:25
2. Das Dilemma der geopolitischen Aktion

Wie so viele andere geopolitische Aktionen ist der Vorstoß von EU und den USA, gegen Russland die Ukraine angesichts ihrer historisch bedingten wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung in Stellung zu bringen, dabei, in die Hose zu gehen.
Die einzige Option wäre gewesen, die Ukraine als Brücke zwischen EU und Russland mit ausdrücklich vereinbarter Neutralität zu entwickeln.
Dass es jetzt an allen Ecken und Enden in der Ukraine knistert war vorhersehbar.
Der Altgrieche Sysiphos aus der Sagenwelt hätte es auch nicht geschafft, das Blatt zu wenden.
Wenn jetzt die Notenbankchefin das Handtuch wirft, so ist das nur verständlich. Angesichts der Zwängungen zwischen den hauseigenen ukrainischen Problemen und dem Druck der internationalen Kreditgeber war ihre Aufgabe nicht nur mit der "Quadratur des Kreises", sondern mit der "Kubikmachung der Kugel" zu charakterisieren.
Wer packt das schon - und wie geht es jetzt weiter?

Beitrag melden
epiktet2000 10.04.2017, 12:31
3. Kein Wort über Milliardenpaket

Warum erfahren wir nichts über das 17 Miliardenpaket, nichts über die Verhandlungen, in denen es einschließlich der Umschuldungen um 40 Milliarden geht? Und warum wird ein Nicht-EU-Land nachsichtiger behandelt als die südlichen EU-Länder?

Beitrag melden
berndatlondon 10.04.2017, 12:40
4. Wenn in der Ukraine

auch nur einer an irgendetwas anderem als dem Problem Geld zu verdienen ohne Steuern zu bezahlen interessiert wäre, dann wäre dieses Land auch nicht in dieser Lage!
Der Krieg wird hier nur von den Oligarchen am Leben erhalten weil solange man sagen kann dass die Lage in der Ostukraine schuld an dem Desaster ist dass Geld vom Westen problemlos kommt.

Von den ehemals 180 Banken gehören 175 Oligarchen die sich damit selber versorgen und das Schwarzgeld waschen, die sollten alle schon geschlossen sein.
Und der Wert der heimischen Währung ist nun ungefähr da wo er sein sollte, auch wenn dass den Leuten natürlich nicht gefaellt, weil die Preise schneller als die Löhne wachsen.

Wenn die mal eine einigermassen solide Regierung wählen würden, dann wäre vieles besser hier. Warum man der Ukraine Fortschritte bei der Bekämpfung der Korruption bescheinigt ist ein Rätsel fuer mich!
Lieber einen lupenreinen Demokraten :) als die Anarchie in der Ukraine.

Beitrag melden
Meconopsis 10.04.2017, 12:41
5. Die völlig gescheiterte Ukrainepolitik des Westens

Benutzt bitte bei SPON die Begriffe Reformen und Reformerin nicht in diesem Zusammenhang. Das ist übelster neoliberaler Sprech. Die kleinen Bürger finden sich nach solchen sogenannten Reformen in blanker Armut wieder. Zum Glück gibts bald die Visafreiheit. Dann werden viele Ukrainer gen Westeuropa ziehen und sich irgendwie illegal durchschlagen. Die richtige Quittung für eine grundfalsche Politik. Angela Merkel kann sich jetzt schon warm anziehen. Maßgeblich mit westlichem Zutun wurde die Ukraine zu einem failed State. Die zuvor eng mit Russland verflochtene Wirtschaft ist auf breiter Front zusammengebrochen. Und nun ? Kein Konzept. Nicht mal im Ansatz.

Beitrag melden
Idinger 10.04.2017, 13:19
6. Endlich ...

Zitat von Observator
Wie so viele andere geopolitische Aktionen ist der Vorstoß von EU und den USA, gegen Russland die Ukraine angesichts ihrer historisch bedingten wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung in Stellung zu bringen, dabei, in die Hose zu gehen. Die einzige Option wäre ......
endlich mal wieder ein Forist, der den an Russland angrenzenden Ländern nur eine begrenzte Souveränität zubilligt. Im Sinne Putins ist das sicher zielführend für eine Machtausübung über die Grenzen des eigenen Landes hinaus; wo der Vorteil dieser Lösung für den russischen "Normalbürger" liegen soll, erschließt sich mir noch nicht.

Beitrag melden
Pollowitzer 10.04.2017, 13:22
7. Sowas kommt von sowas

Die EU, die USA und die NATO hatten doch nichts anderes im Sinn als Russland zu schaden und zu provozieren - die riesigen Milliardenbeträge sind verschossen und unkontrolliert entschwunden - Den Griechen legt man Daumenschrauben an und die Ukraine wird mit Eurobündeln beworfen - was hat's gebracht? Unsere Freundschaft zu Russland wurde praktisch beendet - und wofür das Ganze, doch nur für ein paar kranke Machtspielchen - und Merkel war mal wieder Gallionsfigur der bösen Art - mal sehen wer hier aus der Ukraine alles einfliegt wenn die Visafreiheit in Kraft tritt - ich ahne schreckliches!

Beitrag melden
jowitt 10.04.2017, 14:02
8. @Bürger Icks

Zitat von Bürger Icks
...kommt im Inland, bei der Bevölkerung nicht gut an, weil es nicht im Interesse der Bevölkerung liegt, nicht dem Wohle der Bevölkerung dient!
Was an den Forderungen des IWF dient denn nicht der Bevölkerung? Ohne die Kredite des IWF wäre doch die Ukraine längst pleite mit fatalen Folgen für die Bevölkerung.

Beitrag melden
Idinger 10.04.2017, 14:05
9. @Pollowitzer

Bei Ihrer Feststellung "Unsere Freundschaft zu Russland wurde praktisch beendet" hätten Sie fairerweise noch hinzufügen sollen: durch Putin, der der Ukaine die Krim raubte und östliche Teile der Ukraine durch beurlaubte russiche Soldaten mit ihren mitgenommenen Panzern/Waffen besetzen ließ.

Beitrag melden
Seite 1 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!