Forum: Wirtschaft
Kryptogeld: Warum der Bitcoin-Hype Vorbote eines großen Crashs sein könnte
REUTERS

Unser Geldsystem ist aus den Fugen geraten. Die Notenbanken verpassen den Ausstieg aus ihrer Niedrigzinspolitik, an den Märkten blähen sich Spekulationsblasen auf. Die absurdeste zeigt sich im Bitcoin-Boom.

Seite 1 von 23
alaba27 10.12.2017, 08:23
1. And the Winner is

mal wieder der, der vorher schon Vermögen besaß (v.a. Immobilien) und weiteres mit den billigen Krediten angehäuft oder modernisiert hat. Und wird reicher und reicher und reicher ... Die Schere geht immer weiter auseinander.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huckzuck 10.12.2017, 08:26
2. Bitcoin = Tulpenzwiebeln

Das ist Casino und Glücksspiel. BitCoin in der jetzigen Form gehört schlicht verboten, so wie das Betreiben von Schneeballsystem nicht grundlos illegal ist. Um nichts anderes handelt es sich bei BitCoin. Es steht nichts hinter dieser Währung außer der Glaube, den letzten beißen die Hunde. Außerdem ist ein gigantisches Geldwäschesystem entstanden.

Was die Finanzmärkte betrifft, habe ich noch keinen Nutzen für Produkte wie Optionen, Hebel und dem ganzen finanztechnischen Unsinn erkennen können. Geht auf die Rennbahn, wenn ihr wetten wollt. Das System ist pervertiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter09 10.12.2017, 08:26
3. Das würde voraussetzen,

dass vorzugsweise in den Ländern investiert wird, in der die Niedrigzinspolitik betrieben wird. Ist das denn so? Oder sitzen die Käufer in China und Japan?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merapi22 10.12.2017, 08:30
4. Es fehlt an Kaufkraft, Nachfrage

Wenn man jetzt wieder von zu viel Geld im System schreibt, verdrängt man die Realität! An was mangelt es denn heute: Nicht an Güterangebot, an Dienstleistungen, oder an Wohnungen. Davon werden über 24 Stunden Dauerwerbung mehr als genug angeboten. Einzig was fehlt ist kein Angebot von irgendeinem raren Gut, sondern die Nachfrage, Kaufkraft, Geld.
Die einzige Möglichkeit die kommende Krise zu verhindern, wäre für genug Massen Kaufkraft zu sorgen, damit die von Roboter erzeugten Güter auch gekauft werden. Helikoptergeld wird von vielen vorgeschlagen und immer mehr Ökonomen fordern das bedingungslose Grundeinkommen. Erst Gestern Herr Straubhaar mit 1000 Euro für all, auch für jedes Baby. Die einzige Möglichkeit den Crash zu verhindern und es begreifen jetzt selbst die Lobbyisten der Superreichen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 10.12.2017, 08:34
5. Wie 2008

steigen auch jetzt überall die Immobilienpreise in die Höhe, die Leute kaufen, kaufen, kaufen. Es braucht nur einen Einbruch in die Konjunktur mit etwas steigender Arbeitslosigkeit, und der Crash ist ausgelöst. In Kalifornien zB sieht wieder alles wie 2008 aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ocmone 10.12.2017, 08:45
6. Gute Analyse

Obwohl ich langjähriger Bitcoin-Besitzer bin, reibe ich mir im Angesicht des Hypes ebenfalls nur noch die Augen.

Die Frage bleibt jedoch, warum so viele Menschen dort investieren. Nur weil zu viel Geld im Markt ist? Oder vielleicht auch weil sie ahnen, dass irgendetwas Bedrohliches auf uns zurollt, das sie in den vermeintlich "sicheren Hafen 2.0" treibt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xantos73 10.12.2017, 08:46
7. Hallo Herr Müller,

nur all zu wahr was Sie da schreiben. Ihr Schlusswort das da Hohepriester nackt da stehen werden, wenn der große Knall kommt, den glauben Sie aber selber nicht oder? Alle die vermögend sind, wandeln die Euro-Spiel-Chips in irgend welche Sachwerte um, die von Ihnen benannten Blasen enstehen, denn kommt der große Knall - der Geldwert kann sich wie sie ja auch schreiben in Luft auflösen -.das Grundstück, der Oldtimer, der Diamantring können das physikalisch nicht. Und was da gerade mit diesem Bitcoin passiert ist das alte Märchen vom Traum über Nacht das eigene Vermögen verzichfacht zu haben, an den möchten zu viele Menschen die schon zu viel Geld haben nicht aufhören zu träumen. Für mich nur eine weitere Bestätigung meiner fundamentalen Erkenntnis - Als der Mensch das Geld erfand, in dem Moment hat er sich selbst verflucht. Verflucht auf alle Zeit, denn Geld fördert sicher die Gesellschaft und den Wettbewerb aber Geld fördert auch die schlechtesten Eigenschaften des haarlosen Affen. Gier, Neid, Missgunst, Versklavung, Krieg - Geld macht es das wir uns alle miteinander wie Heuschrecken benehmen. Und warum? Weil aber auch Jeder individuell meint mit genügend Geld sich ein Ticket zum Lebensglück erkaufen zu können und darum tut jeder sein möglichstes an so viel wie möglich zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hupert 10.12.2017, 08:47
8. Jeden Tag auf´s Neue...

...ein (meist warnender und latent negativer) Artikel zum BC und gleich stapeln sich darunter die Kommentare derer dieses Werk Satans verfluchen.

Der Artikel liegt über Strecken schon richtig, aber ich zum Beispiel sehe mich nicht als jemand der mit seinem Geld nicht weiß wohin. Ich bin relativ lange, wenn auch (leider) nicht lange genug dabei und bin alles andere als "so reich, dass ich nicht weiß wohin".

Mein Vermögen hat jedoch signifikant zugenommen und ich kenne viele (darunter auch viele Studenten) denen es exakt genauso geht.

Wenn der Kurs und das reale Vermögen einfacher junger Leute nun dem Umstand geschuldet ist, dass Superreiche nicht mehr wissen wie sie ihr Geld unterbringen, ist das doch eine erstklassige Verteilung von Oben nach unten.

Ich erbe nicht wirklich was und Immobilien besitzt meine relativ kleine Familie auch nicht. Vielleicht kann der Spiegel Leuten wie mir ja mal erklären, wie ich mir trotz eines moderaten Gehaltes angesichts der Immopreise jemals eigenen Wohnraum in Hinblick auf Altersvorsorge leisten können soll?

Die Jugend ist zum Zocken gezwungen um Vermögen auszubauen, die Alten bekommen dagegen Rentenerhöhungen, für die wir mit ackern müssen, jammern aber trotzdem in einer Tour und zum Dank wählen die dann auch noch AfD, mit der wir uns dann in Zukunft rumschlagen müssen.

Besten Dank auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupo62 10.12.2017, 08:55
9. Bitcoins? - wozu brauche ich die?

Ich kenne niemanden, der mir Brötchen verkauft oder mein Auto repariert und dafür Bitcoins nimmt. Ich gehe davon aus, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Der Kurs dieser seltsamen "Währung" ist mir deshalb herzlich egal. Mit der Realwirtschaft haben Bitcoins nicht, aber auch gar nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 23