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Kryptogeld: Warum der Bitcoin-Hype Vorbote eines großen Crashs sein könnte
REUTERS

Unser Geldsystem ist aus den Fugen geraten. Die Notenbanken verpassen den Ausstieg aus ihrer Niedrigzinspolitik, an den Märkten blähen sich Spekulationsblasen auf. Die absurdeste zeigt sich im Bitcoin-Boom.

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Erythronium2 10.12.2017, 09:51
30.

Meiner Ansicht nach ist das Gerede über zu niedrige Inflationsraten vorgeschoben. Die Geldflut - und insbesondere das "Quantiative Easing" der EZB dienen der Staatsfinanzierung. Sonst bricht der Euro auseinander, weil ein Land nach dem anderen pleite geht.

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marialeidenberg 10.12.2017, 09:52
31. Und keiner hat mich gewarnt.

Woher hätte ich wissen sollen, was eine Blase ist? Mein Investmentberater hat mein Engagement für gänzlich ungefährlich gehalten. Mit 2008/9 sei die augenblickliche Situation überhaupt nicht zu vergleichen. Ich war arm und werde es wohl auch bleiben.

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landei23 10.12.2017, 09:57
32. Blase?

Warum sollte es eine „Blase“ sein? Das wird nun ja regelmäßig behauptet - eine Begründung bleiben die Behauptenden bislang schuldig. Und wenn eine Begründung geliefert wird, wird sie immer nur in den Gesetzmäßigkeiten des heutigen Systems geliefert. Über den heutigen Horizont denken - Fehlanzeige.

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Knackeule 10.12.2017, 09:58
33. Rolle der EZB

Draghis EZB kauft vor allem auch deshalb jeden Monat massenhaft Anleihen von Club-Med-Pleitestaaten auf, um eben diese Länder auf Kosten der europäischen Sparer und Steuerzahler künstlich über Wasser zu halten. Die Zinsen und Tilgung dieser Papiere erfolgt durch den Verkauf immer neuer (wertloser) Papiere an die EZB. Dies zeigt, dass die Betroffenen Staaten tatsächlich längst zahlungsunfähig, also insolvent sind und die EZB Konkursverschleppung betreibt. Wie das enden wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Dann sollte man besser möglichst viel in Sachwerte investiert haben.

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next 10.12.2017, 09:58
34.

Zitat von vince_vega
.... Vielleicht setzt sich der Bitcoin nicht durch und bricht ein, sicher ist jedoch, dass irgendeine Kryptowährung die Zukunft sein wird und der Dollar/Euro die Vergangenheit. Seid dabei, oder meckert weiter!
Das wäre eine Theorie.
Ich lasse sie unkommentiert stehen und gebe die Gegen-Theorie:

Wen stört es, wenn 'man' keine Kontrolle über eine Währung hat?
--Regierungen?
Sicher. Von Geldmenge bis Finanzhaushalt - man will / braucht die volle Kontrolle.
--Banken?
Ganz sicher! Ihre Existenz ist gefährdet.
--Die Nutzer der Währung?
:-)

Und wer hätte die Möglichkeit gegen diese Währung zu handeln?
-- Die Nutzer sind zu unbedeutend.
-- Regierungen: Eher nicht. Auch Verbote und ggf. technische Einschränkungen in einzelnen Ländern sind nicht mächtig genug.
-- Banken? Hmmm. Wenn sie eine Blase erzeugen würden, sie weiter und weiter aufblasen - - - und schließlich platzen lassen würden, z.B. durch koordinierten, plötzlichen und massenhaften Verkauf?
Würden sie viel reale Währung "Gewinn machen", die Crypto-Währung hätte komplett ihre Glaubhaftigkeit verloren und jeder könnte die mangelnde Kontrolle erkennen und beklagen.
Viele, viele Konjunktive. Nach einem Platzen der Blase läßt sich ohnehin bei BCs nicht nachverfolgen wer der Handelnde war. Und selbst wenn - wäre es strafbar?

PS:
Man kann die Konjunktive auch "zum Quardrat´" nehmen: Regierungen & Banken zusammen . . . . . .

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freddygrant 10.12.2017, 09:59
35. Macht diesem Spuk sofort ein Ende!

Die aktuelle geschäftsführende Regierung könnte umgehend
eine Gesetzesvorlage machen, die im Rahmen einer
parlamentarischen Initiative sofort mit einem Gesetz gegen
dieses monetäre Spielcasino erfolgreich sein und dies
beseitigen könnte. Dieses wäre ein Beispiel für die
parlamentarische Duldung einer Regierung (welche z.Zt.
geschäftsführend ja noch besteht). Empfehlen würde ich
auch aus den noch anstehenden Koalitionsverhandlungen
- mindestens sofern möglich - strittige politische Fragen
dem Parlament zu einer Mehrheitsfähigkeit vorzulegen.
Das wäre dann der Weg pragmatisch Politik über viele
Themen volks- und basisnäher auf den richtigen Weg zu
bringen. Viele strittige Punkte we(ü)rden dann den
anstehenden Koalitionsstreit und -verhandlungen
(zwischen CDU/CSU und SPD) erleichtern und befrieden.
Dem Bundespräsidenten kann nur empfohlen werden
diesen Weg mit seinem gesetzlichen Gestaltungsrahmen
zu unterstützen. Möglichst bald!

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thequickeningishappening 10.12.2017, 10:00
36. Der Reset wird kommen

Der globale Wettbewerb liquidiert Die Kaufkraft Welche als Totes Kapital von den Habenden in Blasen und Steueroasen gebunkert wird! Das frei Verfügbare Netto (nach Abzug der Fixkosten) schrumpft und sorgt (gemeinsam mit Ueberkapazitaeten) für Deflation bei Konsumgütern! Der Cash Flow (Das Blut des Wirtschaftskreislaufs) wird abgewürgt!

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hedele 10.12.2017, 10:04
37. Der Goldstandard

den der Autor offenbar favorisiert, wäre in den letzten 150 Jahren auf der Basis von Kohle und Öl überschäumender Expansion keine Lösung gewesen. Es mussten mit Papiergeld (Bretton-Woods) immer absurdere Wetten auf die Zukunft abgeschlossen werden, mit der seltsamen Erkenntnis, dass sie wider alle klassische Erwartung und trotz Weltwirtschaftskrise und zweier Weltkriege im großen Ganzen eingehalten werden konnten. Leider basierte alles auf billiger Energie. Mit deren Ende durch Peak-Oil bricht gerade diese Form der Finanzierung durch Fiat-Money zusammen und wir sind von nun an von Deflationsspiralen bedroht, die mit immer neuen Finanzspritzen behoben werden sollen. Leider wird das Geld in unserem System aber nur Banken gegeben, die es in einem offenbar fast geschlossenen System wieder an Banker und Finanzdienstleister oder Großunternehmen weiterreichen, von denen angesichts der Krise keiner einen Cent in die Realwirtschaft stecken möchte. Das ist aktuelle Grund für den Bitcoin-Hype. Zugleich gibt es deshalb auch keine Inflation, die Blase wabert über uns, ohne je den Boden der Realität zu berühren. An der Nullzinspolitik können wir wohl nie wieder etwas ändern, aber das Geld sollte dort im System geparkt werden, wo es auch Früchte bringt. Das ist die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens: Gibt man das Geld Armen statt Reichen, dann kaufen Sie damit Lebensmittel, Elektronik, Reisen, Pkw. Das nützt der Volkswirtschaft und uns Otto Normalverbrauchern eher als noch ein Future oder eine Luxusimmobilie in London. Ob wir künftig mit Bitcoin, Gold, Muscheln oder wieder Kerbhözern bezahlen, ist daneben sekundär, das Geld als bloße Rechnungseinheit ist niemals alternativlos. Das Problem ist, dass der Glaube an die Zukunft unserer Volkswirtschaften wieder hergestellt werden muss. Das bedarf anderer als nur monetärer Lösungsansätze der Eliten, hier ist die Gesellschaft als ganze gefordert.

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dasmagazin2017 10.12.2017, 10:05
38. Falsche Analyse

Wieso „Spekulationsblasen, wohin man schaut“? Das ist Unsinn und das weiß jeder, der das Platzen der New Economy Blase miterlebt hat. Damals herrschte am gesamten deutschen Aktienmarkt die Euohorie, die wir jetzt bei Bitcoim sehen und hatten wir KGVs, die weitaus höher waren als heute. Davon sind wir sehr weit entfernt. Diejenigen, die auf diesen blödsinnigen Hype setzen, sollten besser in seriöse Standrdwerte investieren.

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n.wemhoener 10.12.2017, 10:06
39. Das System der wachsenden Ungleichverteilung

"Exponentielle Kurven beginnen immer horizontal und harmlos. Am Ende aber schießen sie vertikal ins Nichts und sterben irgendwann den Sternentod... Vor der Supernova aber kommt die "Plutokratie", die ungeschminkte Herrschaft der Milliardäre."

Prof. Günther Moewes, 2004

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