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Kryptowährung: Die Risiken und Nebenwirkungen des Bitcoin
AFP

Die Spekulationsblase um das Cybergeld Bitcoin ist spannend zu beobachten - und kann für Zocker auch einträglich sein. Größere Summen sollten Privatanleger aber lieber nicht reinstecken. Die Gefahren sind zu groß.

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JochenHe 02.12.2017, 16:24
1. Dezember

Wie kann es sein das im Dezember, 4 Monate nach der Spaltung von Bitcoin in Bitcoin und BitcoinCash immer noch Artikel erscheinen in denen so getan wird als gäbe es nur das eine Bitcoin? Andere Hardforks können übersehen werden, aber spätestens nach den Ereignissen vom 8 - 13 November sollte klar sein BitcoinCash jederzeit die alte 1MB Version von Bitcoin, über die der Artikel scheinbar handelt, abschalten kann.

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markus_bergemann 02.12.2017, 16:40
2.

Bitcoin ist die Zukunft. Alles wandelt sich auf der Welt, wieso sollte es auch bei der Währung nicht so sein. Mittlerweile akzeptiert sogar McDonalds die Zahlung per Kryptowährung in den USA und der Bitcoin geht an die NASDAQ. Das sind für mich Indizien die darauf deuten, dass die Kryptowährungen die Zahlungsmittel der Zukunft sind.

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Kommentator3 02.12.2017, 16:49
3. Altcoins

Danke, dass Sie zumindest IOTA im Artikel erwähnen. Eine Kryptowährung, die eben nicht auf der energieintensiven Blockchaintechnologie basiert.

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iap12 02.12.2017, 17:07
4.

Es ist ja nicht mal mehr komisch, dass so viele über Risiken und Nebenwirkungen aufklärende Artikel in letzter Zeit im Spiegel erscheinen. Schade, dass es keine echten Experten gibt, die über Vor- und Nachteile eines Investments aufklären. Leider scheitert es schon an den Begrifflichkeiten, wie der Autor eindrucksvoll belegt. Es ist überhaupt nicht klar, ob der BTC eine Blase ist. Denn um den Bitcoin als eine Blase zu identifizieren, muss man den fundamentalen Wert kennen - selbst für Experten ist es beispielsweise schwer Aktienmarktblasen zu erkennen. Der Preis des Bitcoin wird getrieben durch Angebot und Nachfrage, das ist eine Kurve mit einem Schnittpunkt. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass Cryptowährungen (beim Bitcoin bin ich vorsichtig zu behaupten, dass es sich um eine Währung handelt, da dafür technologisch die Transaktionskapazität zu gering ist) in Zukunft eine große Rolle spielen. Selbst wenn der Anteil der Spekulanten momentan beim Bitcoin sehr hoch sein mag, gibt es doch klare Indizien dafür dass der Kurs in Zukunft weiter rasant steigen wird. Der Bitcoin kann insbesondere durch den geringen Aufwand eine Alternative zur Anlage in Gold werden. Auch das hat der Autor richtig angemerkt, siehe die Investitionen gerade aus Ländern wie China. Im übrigen ähnelt der Bitcoin sehr stark einer Anlage in Gold.
Wer sich überlegt zu investieren und kein Trader ist, sollte nur dann einstiegen, wenn an die Technologie und das Prinzip des Bitcoins geglaubt wird. Außerdem empfehle ich auch Alternativen (Ethereum insbesondere) in Betracht zu ziehen.

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jj2005 02.12.2017, 17:30
5. Bitcoin hat keine Zukunft

Erstens ist der Energieverbrauch absurd hoch, zweitens wird beim "Mining" kein realer Wert geschaffen. Man mag die konventionelle Art der Geldschöpfung kritisch sehen, aber sie wird in der Regel schon von einem messbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand getragen. Bei Bitcoins ist dieser Beitrag NULL, es ist ein 100% reines Schneeballsystem, und wer Lust hat, kann dabei gerne mitmachen ;-)

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Velociped 02.12.2017, 17:39
6. Irrtümer

Bitcoin ist keine klassische Blase. Bei einer Blase gibt es Substanz, die überbewertet werden könnte. Das ist bei Bitcoin nicht der Fall. Das ist bei keiner Währung der Fall. Ein Geldschein hat einen Papierwert, der vernachlässigbar ist. Ein Buchwert in Euro hat auch keine Substanz. Das Gute daran ist, dass es damit auch keine Überbewertung geben kann. Würde ein Bitcoin zu einer Million gehandelt, so wäre das ebenswenig (oder ebensoviel) überbewertet wie heute oder wie vor 3 Jahren.
Die Kehrseite ist, dass es auch keine Unterbewertung gibt. Fällt der Wert, wird es kein Limit geben, an dem gesagt wird, dass der Wert hinter Bitcoin doch größer wäre. Selbst wenn ein Bitcoin weniger als 1 Cent kosten würde, wäre er nicht unterbewertet.
Ein weiterer Irrtum ist, dass unser Geld demokratisch legitimiert wäre. Die europäische Zentralbank ist unabhängig und kann ohne Rücksicht auf direkte oder indirekte Anweisungen des Volkes handeln wie sie will. Demokratische legitimiert war lediglich die Einführung des Euros. Danach war es gerade das Ziel jegliche demokratische Kontrolle zu verhindern. Der Grund dafür ist das Misstrauen in die Demokratie, dass sie die Geldwertstabilität für andere Zwecke opfern würde. Die EZB macht das trotzdem und wird deshalb von einigen Teilen stark kritisiert. Bitcoin dagegen ist nicht unabhängig, sondern autonom auf eine feste Geldpolitik festgelegt. Es ist insofern eine Steigerung der Unabhängigkeit, wie wir sie bei der EZB eingefordert haben.
Ein weiterer Irrtum ist, dass das Erstellen von neuen Bitcoins viel Energie verbrauchen würde. Das stimmt so nicht. Die Transaktionen verbrauchen viel Energie. Wenn in einigen Jahren keine neuen Bitcoins mehr erstellt werden, wird sich der Stromverbrauch dadurch nicht verringern. Das Bild, dass man Bitcoins mit Hilfe von Rechenleistung erschaffen würde, ist zwar nett - aber es ist schlicht falsch.

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huuhbär 02.12.2017, 17:49
7. Künstliches Währungssymbol

bedeutet einen Schritt weiter in die Abhängigkeit mit sehenden Augen. Meiner persönlichen Meinung nach sollten erst einmal andere größere Probleme für das Leben insgesamt gelöst werden. Bevor so eine künstliche Währung Bestand haben kann.

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curiosus_ 02.12.2017, 18:13
8. Nein

Zitat von jj2005
Erstens ist der Energieverbrauch absurd hoch, zweitens wird beim "Mining" kein realer Wert geschaffen. Man mag die konventionelle Art der Geldschöpfung kritisch sehen, aber sie wird in der Regel schon von einem messbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand getragen. Bei Bitcoins ist dieser Beitrag NULL, es ist ein 100% reines Schneeballsystem, und wer Lust hat, kann dabei gerne mitmachen ;-)
Bitcoin ist sicher kein Schneeballsystem. Ein Schneeballsystem ist ein System, das zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigt. Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Konstrukten, welche auf ständiges Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen sind (Wikipedia).

Bitcoin benötigt weder eine wachsende Anzahl von Teilnehmern noch ist es auf ständiges Wachstum angewiesen. Es kann, muss aber nicht.

Er kann sich allerdings zur Blase entwickeln. Aber das hat mit Schneeballsystem nichts zu tun, das kann mit allem passieren womit spekuliert wird. Egal ob mit Aktien, Immobilien, Edelmetallen oder Tulpenzwiebeln. Das Objekt der Spekulation muss nur relativ rar, nicht beliebig einfach vermehrbar sowie über längere Zeit einigermaßen stabil sein.

Und sobald genügend potentielle und potente Käufer der Meinung sind, dass der Wert des Spekulationsobjekts in nächster Zeit mehr steigen wird als der Wert aller anderen potentiellen Spekulationsobjekte wird er das auch tun. Ein vermeintlicher oder echter "realer" Wert ist dann völlig irrelevant.

Wobei jedem halbwegs intelligenten Spekulanten natürlich klar ist, dass der Wertwachstum irgend wann mal im besten Fall zum Ende kommen wird. Nichts wächst ins unendliche. Und dass das Risiko groß ist, dass der Wert dann nicht nur stagniert, sondern massiv einbricht. Ganz einfach deshalb, weil jeder halbwegs intelligente Spekulant weiß, dass das A & O einer erfolgreichen Spekulation der rechtzeitige Ausstieg ist.

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ruhepuls 02.12.2017, 18:13
9. Kleiner Unterschied...

Zitat von iap12
Es ist ja nicht mal mehr komisch, dass so viele über Risiken und Nebenwirkungen aufklärende Artikel in letzter Zeit im Spiegel erscheinen. Schade, dass es keine echten Experten gibt, die über Vor- und Nachteile eines Investments aufklären. Leider scheitert es schon an den Begrifflichkeiten, wie der Autor eindrucksvoll belegt. Es ist überhaupt nicht klar, ob der BTC eine Blase ist. Denn um den Bitcoin als eine Blase zu identifizieren, muss man den fundamentalen Wert kennen - selbst für Experten ist es beispielsweise schwer Aktienmarktblasen zu erkennen. Der Preis des Bitcoin wird getrieben durch Angebot und Nachfrage, das ist eine Kurve mit einem Schnittpunkt. Es gibt klare Anzeichen dafür, dass Cryptowährungen (beim Bitcoin bin ich vorsichtig zu behaupten, dass es sich um eine Währung handelt, da dafür technologisch die Transaktionskapazität zu gering ist) in Zukunft eine große Rolle spielen. Selbst wenn der Anteil der Spekulanten momentan beim Bitcoin sehr hoch sein mag, gibt es doch klare Indizien dafür dass der Kurs in Zukunft weiter rasant steigen wird. Der Bitcoin kann insbesondere durch den geringen Aufwand eine Alternative zur Anlage in Gold werden. Auch das hat der Autor richtig angemerkt, siehe die Investitionen gerade aus Ländern wie China. Im übrigen ähnelt der Bitcoin sehr stark einer Anlage in Gold. Wer sich überlegt zu investieren und kein Trader ist, sollte nur dann einstiegen, wenn an die Technologie und das Prinzip des Bitcoins geglaubt wird. Außerdem empfehle ich auch Alternativen (Ethereum insbesondere) in Betracht zu ziehen.
Wenn Sie Gold kaufen, haben Sie etwas materielles. Bei einer Aktie haben Sie einen Unternehmensanteil usw. Ein Bitcoin existiert nur virtuell. Sollten einige große Staaten zu dem Schluss kommen, dass Bitcoin & Co. eine Bedrohung darstellen, dann löst sich der "Wert" in Luft auf. Der Kryptowährung ist nichts hinterlegt. Der Kurs ist derzeit nur Nachfrage getrieben - reine Spekulation. Und die sind bekanntlich sehr störungsanfällig.

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