Forum: Wirtschaft
Kryptowährung: Die Risiken und Nebenwirkungen des Bitcoin
AFP

Die Spekulationsblase um das Cybergeld Bitcoin ist spannend zu beobachten - und kann für Zocker auch einträglich sein. Größere Summen sollten Privatanleger aber lieber nicht reinstecken. Die Gefahren sind zu groß.

Seite 3 von 4
Atheist_Crusader 02.12.2017, 21:19
20.

Zitat von jj2005
Erstens ist der Energieverbrauch absurd hoch, zweitens wird beim "Mining" kein realer Wert geschaffen. Man mag die konventionelle Art der Geldschöpfung kritisch sehen, aber sie wird in der Regel schon von einem messbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand getragen. Bei Bitcoins ist dieser Beitrag NULL, es ist ein 100% reines Schneeballsystem, und wer Lust hat, kann dabei gerne mitmachen ;-)
Genau das ist auch mein Eindruck - und ich habe bis jetzt Niemanden gefunden der mir schlüssig erklären kann, warum das hier funktionieren sollte.
Hinter dem Dollar steht die USA mit ihrer Wirtschaftskraft, hinter dem Yuan steht China, und so weiter. Und solange das der Fall ist, wird deren Geld auch einen Wert haben. Aber wer steht hinter der Bitcoin? Wer garantiert einem, dass das Geld auch morgen noch genommen wird?

Ich habe den Eindruck, das Ganze begann als "clap your hands if you believe" und jetzt wo zumindest nicht mehr jeder Depp ein paar Bitcoins am eigenen Computer generieren kann (aber Generierung eben trotzdem noch möglich ist) ist es eher eine Tauschwährung als alles Andere.
Und ja, mir ist bewusst, dass ich ein völlig falsches Bild der Sachlage haben könnte. Deswegen würde ich mir wirklich mal einen Artikel wünschen der auf so fundamentale Fragen eingeht. Und nicht bloß Investitionsrisiken und Börsenprognosen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupo62 02.12.2017, 22:32
21. Bitcoins könnten etvtl. verboten sein

In DM-Zeiten gab es ein Währungsgesetz. In diesem Gesetz gab es eine Bestimmung, die die Schaffung einer eigenen Währung verbot.
Nun haben wir seit vielen Jahren den Euro und wahrscheinlich ein neues Währungsgesetz, aber es könnte einen ähnlichen Passus enthalten.
Herr Tenhagen sollte sich also nicht so sicher sein, dass er nicht plötzlich amtlichen Besuch bekommt und sein uraltes Mobiltelefon konfistiert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
galadham2 02.12.2017, 23:43
22. ist hier eigentlich schon mal jemanden aufgefallen,

das 3/4 aller einnahmen von bitcoin aus illegalen handlungen resultiert ? kleines beispiel? na, aber gerne doch. ihr computer wird gehackt, und der zuganng zu ihren daten gesperrt. um wieder an die ranzukommen sollen sie 1.000 coins bezahlen, oder der compi wird formatiert. es gibt bis jetzt noch keine möglichkeit den weg der coins zu verfolgen, die verbrecher bleiben hinter einer cyberwand, die man bis jetzt nicht durchdringen kann. und bitcoin provitiert davon mit einem börsenkurs, der mit vernunft oder rationalität nicht mehr zu erklären ist. denn auf die art und weise schleusen die verbrecher die coins wieder in das legale wirtschaftssystem, und machen 3,4 oder nochmehr-fach den reibach. also leute... jubelt weiter, aber ihr solltet euch bewusst machen, das eure lobhudelei auch den verbrechern zur ehre reicht. wer aktien von bitcoins hat macht sich so letztendlich auch zum mittäter, und das könnte euch irgendwann mal teuer zu stehen kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.r-keuner 02.12.2017, 23:49
23.

Zitat von lupo62
In DM-Zeiten gab es ein Währungsgesetz. In diesem Gesetz gab es eine Bestimmung, die die Schaffung einer eigenen Währung verbot. Nun haben wir seit vielen Jahren den Euro und wahrscheinlich ein neues Währungsgesetz, aber es könnte einen ähnlichen Passus enthalten. Herr Tenhagen sollte sich also nicht so sicher sein, dass er nicht plötzlich amtlichen Besuch bekommt und sein uraltes Mobiltelefon konfistiert wird.
Nein, Cryptowährungen sind nicht verboten. Die BaFin nennt diese "Virtual Currencies (VC)" und schreibt dazu:

"Erlaubnispflicht
Die bloße Nutzung von VC als Ersatz für Bar- oder Buchgeld zur Teilnahme am Wirtschaftskreislauf im Austauschgeschäft ist keine erlaubnispflichtige Tätigkeit. Der Dienstleister oder Lieferant kann seine Leistungen mit VC bezahlen lassen, ohne dass er dadurch Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen erbringt. Gleiches gilt für den Kunden. Ebenso stellt das Mining von VC an sich kein erlaubnispflichtiges Geschäft dar, da der „Miner“ die VC nicht selbst emittiert oder platziert. Auch der Verkauf selbst geschürfter oder erworbener VC oder deren Ankauf sind grundsätzlich nicht erlaubnispflichtig."

Quelle:www.bafin.de

Beitrag melden Antworten / Zitieren
UlrichLamprecht 03.12.2017, 00:12
24. Ist nicht schwer zu erklären ;-)

Zunächst einmal haben wir es mit einem Phänomen zu tun, an dem wenige Eingeweihte und ganz viele Laien beteiligt sind. Viele Kriterien treffen auf das Gewohnte, Fälschungssicherheit etc. Im Grunde fußt die Spekulation auf einer Goldgräber-Metapher, nicht nur das Wort Mining deutet darauf hin. Ein begrenzter Stoff wird zur Disposition gestellt. In diesem Fall Blöcke in einem begrenzten Zahlenraum. Damit das alles nicht zu einfach wird, ist ist alles so gestaltet wie im wilden Westen... bloß dass die Nuggets nur irgendwelche Primzahlen sind (aber riesengroße)... Man braucht nicht nur viel Rechenpower für das Evaluieren und Nachbilden der Blockchains (Beweisketten) sondern erst recht für das Aufspüren ungenutzter Blöcke. Einen Nugget kann man in ein Schmuckstück umbauen oder einen Barren, eine Zahl ist nichts. Sie ist noch vergänglicher als eine Tulpenblüte (ne, stimmt nicht, eine Zahl bleibt eine Zahl). Man hat Pferde kotzen sehen und Leute, die in Mediaworld etc. investiert haben. Was bitcoin etc. fehlt ist der Background, irgendein Anhaltspunkt für Verlässlichkeit. Es ist keine Währung, es ist ein hochriskantes Spekulationsobjekt. Have Fun

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dsch64 03.12.2017, 01:12
25. Einen Future auf Bitcoin????

Zitat von treplap
... für Bitcoin. Die CME hat die Erlaubnis bekommen einen Bitcoin Future aufzusetzen, vermutlich noch im Dezember. Ich werde so schnell keine Bitcoins kaufen, ich habe bisher keinen Weg gefunden, Bitcoin zu kaufen und verkaufen, der meinen Ansprüchen genügt und bei dem ich mir auch zutraue das dem Finanzamt zu erklären, aber den Future werde ich im Auge behalten. Leider ist der Future cash-settled, ich verstehe warum aber es ist trotzdem etwas schade. Wäre der Future physical wären Bitcoins tatsächlich sinnvoll handelbar... so sind wir nur nah dran.
Zur Zeit weiß keiner wer die Anbieter/Käufer sind die den Marktpreis treiben. Bei der IT Blase und der Finanzkrise hat man wenigstens in nachhinein halbwegs verstanden was schief lief. Falls der Bitcoinkurs abrauscht glaube ich nicht dass auch später irgendjemand versteht warum das so kommen musste, dazu ist das Ganze viel zu intransparent.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Badischer Revoluzzer 03.12.2017, 08:44
26. Es ist nicht möglich

eine objektive Meinung zu vertreten und eine seriöse Prognose zu stellen. Kryptogeld ist natürlich eine Konkurrenz zum bestehenden Geld und zu den bereits bestehenden Währungen. Vielleicht wird deshalb das Kryptogeld verteufelt, weil es eine Parallelwelt im Finanzsektor eröffnet. Eine Welt, die die eingesessenen Banker eben auch nicht kontrollieren können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jfpublic 03.12.2017, 08:58
27. BitCoin Bashing

kommt v.a. von den Banken. Warum? Mit Kryptowährungen finden Transaktionen unter Umgehung der Infrastruktur der Banken und Zentralbanken statt. Die BlockChainTechnologie macht die Infrastruktur der Banken obsolet und entzieht den Zentralbanken das Monopol Geld aus dem Nichts zu schaffen.

Und! Wer schürft denn das meiste Geld? Die Banken mit Kreditvergaben (Geldschöpfung im Faktor 1:9). Es stellt sich schon die Frage: Wer ist schlimmer, die Verbrecher in den Banken oder die BitCoinMiner?

In welcher Phase der Spekulation befinden wir uns? Geldsysteme wachsen immer nach diesem Muster: Eine kleine Gruppe benutzt es zuerst als Tauschobjekt (TechnoNerds in aller Welt); andere finden es gut und es wird ein Wertspeicher (v.a. in Ländern ohne funktionierende Währung, wie Venezuela, Russland etc.); dann wird es für Transaktionen genutzt (Wikileaks, und jetzt bereits Zahlungsmittel in Japan, amazon und Google werden in Kürze Kryptos akzeptieren) und in der letzten Phase wird es ein Accounting System (schon heute kann man sich den Wert einer Sache auf vielen Webseiten in USD, CHF, EUR und BTC anzeigen lassen).

Die Technologie kann man nicht aufhalten. Es gibt auch keine Begrenzung bei den Transaktionen. Der BTC wird einfach nur die Referenzwährung werden (Goldstandard) auf dem andere Transaktionssystem aufbauen.

Und die staatliche Kontrolle? In der BlockChain steht alles -- eine bessere Überwachung gibt es nicht. Warum interessieren sich denn sonst Staaten und Zentralbanken dafür --- und warum zittern die Banken?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aberlour A ' Bunadh 03.12.2017, 10:41
28. warum zittern die Banken?

Zitat von jfpublic
kommt v.a. von den Banken. Warum? Mit Kryptowährungen finden Transaktionen unter Umgehung der Infrastruktur der Banken und Zentralbanken statt. Die BlockChainTechnologie macht die Infrastruktur der Banken obsolet und entzieht den Zentralbanken das Monopol Geld aus dem Nichts zu schaffen. Und! Wer schürft denn das meiste Geld? Die Banken mit Kreditvergaben (Geldschöpfung im Faktor 1:9). Es stellt sich schon die Frage: Wer ist schlimmer, die Verbrecher in den Banken oder die BitCoinMiner? In welcher Phase der Spekulation befinden wir uns? Geldsysteme wachsen immer nach diesem Muster: Eine kleine Gruppe benutzt es zuerst als Tauschobjekt (TechnoNerds in aller Welt); andere finden es gut und es wird ein Wertspeicher (v.a. in Ländern ohne funktionierende Währung, wie Venezuela, Russland etc.); dann wird es für Transaktionen genutzt (Wikileaks, und jetzt bereits Zahlungsmittel in Japan, amazon und Google werden in Kürze Kryptos akzeptieren) und in der letzten Phase wird es ein Accounting System (schon heute kann man sich den Wert einer Sache auf vielen Webseiten in USD, CHF, EUR und BTC anzeigen lassen). Die Technologie kann man nicht aufhalten. Es gibt auch keine Begrenzung bei den Transaktionen. Der BTC wird einfach nur die Referenzwährung werden (Goldstandard) auf dem andere Transaktionssystem aufbauen. Und die staatliche Kontrolle? In der BlockChain steht alles -- eine bessere Überwachung gibt es nicht. Warum interessieren sich denn sonst Staaten und Zentralbanken dafür --- und warum zittern die Banken?
Warum soll man zittern vor Bitcoin? Man kann nur mitleidig lächeln über das Spielgeld. Und Sie können weiterhin mit der Blockchain spielen, weil eben richtiges Geld - Zentralbankgeld - im Hintergrund zur Verfügung steht, mit dem Sie morgen wieder Ihre Brötchen kaufen können und ihren Kaffee bezahlen können. Das heißt, man liegt im bequemen Bettchen und kann sich über die Vorteile von BTC herrlich esoterische Gedanken machen. Ähnlich wie sich westliche "Salonbolschewisten" in den 30er Jahren mit idealistischen Vorstellungen über kommunistische Experimente in der Sowjetunion keinen Gefallen getan haben. Natürlich kann ich verstehen, dass kryptische Rohstoffe für IT-Nerds eine interessante Spielwiese sind. Die ökonomischen Kenntnisse von IT-Nerds halten sich allerdings in der Regel in Grenzen. Das kennen ich aus Uni-Zeiten nur zu gut. Von daher ist Bitcoin nun wirklich nichts vor dem man Angst haben sollte. Als allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel ist die Technologie allerdings eine Totgeburt. Von Anfang an gewesen. Stattdessen sollten kritische Geldesoteriker ihre Energie lieber darauf verschwenden, wie sie aus der Bitcoin-Technologie schnell wieder rauskommen, wenn es nötig sein sollte. Nicht wie man reinkommt. Die obige Tenhagen -Kolumne gibt ja diesbezüglich einen zarten Hinweis, was passieren könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bolligru 03.12.2017, 11:22
29. Ganz ehrlich?

Ich verstehe kein Wort

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4