Forum: Wirtschaft
Kryptowährung: Und führe uns nicht in den Bitcoin
REUTERS

Der Hype um die Digitalwährung Bitcoin ist ein Lehrstück über das Scheitern der Finanzglobalisierung. Es zeigt: Der Mensch ist für einen vernünftigen Umgang mit virtuellen Werten einfach nicht gemacht.

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jj2005 15.12.2017, 15:44
60. Fünfzig Beiträge, und keiner spricht das Thema Energie an...

Vor lauter Begeisterung für diese Superwährung ist wohl noch keinem aufgefallen, dass Bitcoin schon heute, also in der Testphase, soviel Strom verbraucht wie der Staat Irland. Bitcoin-"Mining" findet in der Mongolei statt, wo Kohlestrom superbillig ist: Da werden aus Strom mit Hilfe spezieller Chips "Werte geschaffen". Hinter Euro und Dollar stehen Industrien und deren Wertschöpfung. Hinter Bitcoins steht hemmungslose und völlig absurde, sinnlose Umweltzerstörung. Glaubt irgendjemand im Ernst, das könne immer so weiter gehen? Leute steigt aus solange ihr könnt...

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adal_ 15.12.2017, 15:45
61.

Zitat von AndreasT
Ich würde Herrn Fricke einmal empfehlen selbst ein Bitcoin zu generieren. Wenn er das einmal tatsächlich ausprobiert und sich mit dem Thema einmal tatsächlich beschäftigt, würde er entdecken mit wieviel Aufwand dies verbunden ist....
Sie haben völlig Recht. Nur stützt der exponentiell wachsende Rechenaufwand nicht die Konvertierbarkeit und damit den inneren Wert dieser Währung. Er bewirkt das exakte Gegenteil. Was allerdings erst offenbar wird, wenn der Run aus dem Bitcoin einsetzt.

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curiosus_ 15.12.2017, 15:52
62. Nun ja, bei aktuell ca...

Zitat von Lurker99
Again, $700mm taegliches transaktionsvolumen, in den letzten 24 Stunden auf GDAX/Coinbase $460mm gegen USD. Da sind viele reale Gewinne da.
...16 Mio. Bitcoin zu 17 000 US-$ (= 272 Mrd. US-$) machen 700 Mio. gerade mal 0,26% aus. Das drückt den Kurs sicherlich drastisch weniger wie der Verkauf von 100%.

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zeichenkette 15.12.2017, 15:54
63.

Zitat von hannesmann
Da erscheint mir doch die Erläuterung des Post 44 logischer. Bei der "Erstausgabe" erhalte ich doch den Bitcoin nicht ohne Gegenwert und kann ihn dann für 16.000 US-$ verkaufen. Das ist doch unlogisch. Ich vermute, dass der Erfinder der Blockchan, mit der der Bitcoin erzeugt wird, hier den großen Reibach macht und den letzten, der seine Bitcoin verkaufen will, dann die Hunde beißen. Erinnert ein wenig an die Pilotenspiele.
"Ich vermute, dass der Erfinder der Blockchan, mit der der Bitcoin erzeugt wird, hier den großen Reibach macht" -- er sollte damit dann aber mal langsam anfangen, denn er ist zwar theoretisch Bitcoin-Milliardär, hat bisher aber damit (bis auf ein paar Test-Transaktionen ganz am Anfang) nichts gemacht.

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tailspin 15.12.2017, 15:54
64. Backed by the full credit and faith of what?

Disher ist das Ding ueberwiegend nach oben gegangen. Die meisten, die gekauft haben halten weiter, weil der Preis weiter ansteigt. Eine solide Geldanlage also? Knackpunkt kommt dann, wenn es mal nach unten gehen sollte. Dann ist die die Frage, ob tatsaechlich genuegend Waehrungen, fuer die man tatsaechlich etwas kaufen kann, Euro, $ oder Yen fuer den Ruecktausch der Nullen und Einsen auf chinesischen Computern zur Verfuegung stehen. Ich vermute eher nicht.

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Alias_aka_InCognito 15.12.2017, 15:56
65. Genauer bitte!

Zitat von AndreasT
Ich würde Herrn Fricke einmal empfehlen selbst ein Bitcoin zu generieren. Wenn er das einmal tatsächlich ausprobiert und sich mit dem Thema einmal tatsächlich beschäftigt, würde er entdecken mit wieviel Aufwand dies verbunden ist. Wohingegen sich die im Umlauf befindliche Geldsumme bei einer Fiat Währung wie dem Euro von den Nationalbanken jederzeit per Knopfdruck erhöhten lässt.
Das habe bis jetzt noch nicht so richtig verstehen können, was für einen wirtschaftlichen Sinn oder gar Wertschöpfung es hat, enorme Rechenleistung für sinnlose mathematische Operationen zu dissipieren.
Für die unwiderrufliche Vernichtung von edler Energie, dem Strom kann es keine rationale Erklärung geben, es muss eher ein zynischer Witz sein, so eine Währung zu entwickeln.

Hinter dem Fiat-Geld steckt gegenüber dem Bitcoin deutlich mehr Sinn und ökonomische Ratio.
Das Fiat-Geld ist eine Projektion auf die Zukunft mit der Erfahrung der Vergangenheit und hat im Gegensatz zum Bitcoin nichts damit zutun, dass in der Vergangenheit unnötig wertvolle Energie für nichts dissipiert wurde.

Das Fiat-Geld schöpft sich aus der Erwartung, dass auch noch am nächsten Tag, in der nächsten Woche und auch im gesamten Jahr die meisten Menschen einer wertschöpferischen Arbeit nachgehen werden und deshalb die Geldschöpfung durch das wachsen der Wertschöpfung oder der erwartenden Zunahme gerechtfertigt ist.
Erst wenn von dem einen Tag auf dem anderen der Großteil einer Bevölkerung keiner Wertschöpfung mehr nachgeht, ist das Fiat-Geld wertlos.

Der Bitcoin hat mit der Wirtschaft absolut gar nichts zu tun, es ist ein völlig isoliertes Objekt.
Es ist die erste, absolut reinste Wirtschaftsblase der Welt, die nur weiter aufgepumpt wird, weil es gerade eine Blase ist und das wissen auch alle Beteiligten, die die Gewinne aus dieser Blase abgreifen wollen.

Das Fiat-Geld ist nicht perfekt und es wird gerade auch inflationär geschöpft, aber das ist kein Grund, dem Bitcoin das Wort zu reden.

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curiosus_ 15.12.2017, 15:57
66. Wie zeichenkette...

Zitat von hannesmann
Da erscheint mir doch die Erläuterung des Post 44 logischer. Bei der "Erstausgabe" erhalte ich doch den Bitcoin nicht ohne Gegenwert und kann ihn dann für 16.000 US-$ verkaufen. Das ist doch unlogisch. Ich vermute, dass der Erfinder der Blockchan, mit der der Bitcoin erzeugt wird, hier den großen Reibach macht und den letzten, der seine Bitcoin verkaufen will, dann die Hunde beißen. Erinnert ein wenig an die Pilotenspiele.
...in #57 richtigerweise geschrieben hat kostet das Minen natürlich den Preis für die Mining-Hardware und vor allem viel Strom. Und um neue Bitcoin zu erzeugen bleibt auch dem "Erfinder der Blockchain" nichts anderes übrig.

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adal_ 15.12.2017, 15:58
67.

Zitat von AndreasT
Ich würde Herrn Fricke einmal empfehlen selbst ein Bitcoin zu generieren. Wenn er das einmal tatsächlich ausprobiert und sich mit dem Thema einmal tatsächlich beschäftigt, würde er entdecken mit wieviel Aufwand dies verbunden ist.
Der exponentiell wachsende Rechenaufwand bedroht ja die jederzeitige Konvertierbarkeit und damit den inneren Wert dieser "Währung". Sie tun so, als seien diese Schwierigkeiten ein Qualitätsmerkmal. :-)

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ist-da-einer 15.12.2017, 15:59
68. Bitcoin

Ich liebe Bitcoin ;-)

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jim_beam 15.12.2017, 16:02
69.

Zitat von jj2005
Vor lauter Begeisterung für diese Superwährung ist wohl noch keinem aufgefallen, dass Bitcoin schon heute, also in der Testphase, soviel Strom verbraucht wie der Staat Irland. Bitcoin-"Mining" findet in der Mongolei statt, wo Kohlestrom superbillig ist: Da werden aus Strom mit Hilfe spezieller Chips "Werte geschaffen". Hinter Euro und Dollar stehen Industrien und deren Wertschöpfung. Hinter Bitcoins steht hemmungslose und völlig absurde, sinnlose Umweltzerstörung. Glaubt irgendjemand im Ernst, das könne immer so weiter gehen? Leute steigt aus solange ihr könnt...
Bitcoin-Mining findet hauptsächlich in China statt und nicht in der Mongolei. Das Problem mit dem Stromverbrauch ist sicher richtig, aber glauben Sie, der Strom in den Rechenzentren der EZB oder für den Betrieb Ihres (virtuellen) Girokontos kommt einfach aus der Steckdose?

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