Forum: Wirtschaft
Kryptowährung: Und führe uns nicht in den Bitcoin
REUTERS

Der Hype um die Digitalwährung Bitcoin ist ein Lehrstück über das Scheitern der Finanzglobalisierung. Es zeigt: Der Mensch ist für einen vernünftigen Umgang mit virtuellen Werten einfach nicht gemacht.

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fnord 15.12.2017, 16:02
70.

Eine Europolitik, die jeden einzelnen Vorbehalt der damaligen Eurogegner nicht nur realisiert, sondern selbst die schlimmsten Erwartungen noch übertroffen hat. Die inzwischen Negativzinsen hervorbringt und das, nachdem man die Leute überredet hat, ihre Altersvorsorge kapitalgestützt vorzunehmen - ich frage mich, ob da vielleicht irgendein Zusammenhang besteht zum Griff des kleinen Mannes nach jedem Strohhalm, der sich zu bieten scheint.

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ist-da-einer 15.12.2017, 16:03
71. und seit Spot vor Bitcoin warnt....

was ist möglichen Investoren an gewinn entgangen ?
schreibt doch mal darüber !!!

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aggro_aggro 15.12.2017, 16:03
72. Hype?

Der Bitcoin selbst ist eigentlich zutiefst unpraktisch - der enorme Energiehunger und das Vorhandensein viel leistungsfähigerer Konkurrenz müssten eigentlich zu dem Schluss führen, dass diese Währung keine Zukunft hat.
Die Medienpräsenz ist derzeit sehr groß und Bitcoin war die erste große Kryptowährung. Und natürlich lange Zahlungsmittel im Darknet, was zu einer gewissen Verbreitung geführt hat.
Ein Hype, der bleibt sind aber eher andere Währungen, die vor allem schneller und günstiger benutzt werden können. Und die damit auch für den Mainstream-Markt für Omas, Kinder und Supermärkte interessant werden.
Ich sehe Ripple, Dash und IOTA als tatsächliche Zukunft...damit kann man digitale Infrastruktur auch nutzen. Was den Wert angeht, kann man da aber auch nur raten. Wenn der Kurs erstmal stabil ist, ist es auch egal wie er zu den alten Währungen steht.

Mit Aktien kann man Kryptowährungen allerdings nicht vergleichen, denn hinter einer Währung steht ja kein realer Wert. Statistiken, dass Bitcoin genausoviel "wert ist" wie Walmart sind Quatsch, wieviel Dollar weltweit in Umlauf sind, wird da ja auch nicht gegenübergestellt.

Kauft Kryptowährungen, solange sie klein sind, sie werden bleiben. Ein Totalverlust ist unwahrscheinlich... so kann man zwar 99% verlieren, aber 10.000% gewinnen ;-)

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ghdstz 15.12.2017, 16:10
73. Währungen basieren auf Vertrauen

Wer weiterhin auf "altmodisches" Geld wie etwa den Euro setzt, der tut das in dem Vertrauen darauf dass auch weiterhin hunderte Millionen Europäer an jedem Werktag aufstehen und zur Arbeit gehen, um Güter oder Dienstleistungen zu produzieren nach denen Nachfrage besteht und die letztlich in Euro bezahlt werden. Große Nachfrageschwankungen entstehen hier nicht, alle Menschen wollen täglich essen und trinken, fast alle wollen weiterhin mindestens so gut wohnen und leben wie bisher. Der Euro steht also auf einer relativ stabilen Grundlage.

Und auf welcher Grundlage stehen Bitcoin und die vielen anderen Kryptowährung ? Doch nur auf einem Algorithmus der von den jeweiligen Entwicklern jederzeit leicht geändert werden kann. Wieso vertrauen manche Leute beispielsweise darauf dass es auf immer und ewig nur 21 Millionen Bitcoins geben wird ? Die anonymen Bitcoin-Entwickler ("Satoshi Nakamoto") bräuchten nur eine Variable in ihrem Softwareverhau ändern, und schon gäbe es beispielsweise hundert Milliarden Bitcoins. Stabilität sieht anders aus ...

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Biarossi 15.12.2017, 16:12
74. wieder ist das Säckl gefunden,

in das die Leute gierig ihr Geld schmeißen. Danke für die Kohle!-)

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rudi_ralala 15.12.2017, 16:20
75.

Zitat von midastouch
Gegen Spekulation ist doch nichts einzuwenden....
Doch, das wusste schon Mephisto, aus Goethes Faust.
"Ein Kerl der spekuliert, ist wie ein Tier auf dürrer Heide,
von einem bösen Geist herumgeführt und ringsherum liegt schöne, grüne Weide".

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larsmach 15.12.2017, 16:21
76. Crash, bei dem nur 200 Transaktionen/Minute möglich sind? - Cool!

Bitcoin sind systembedingt nicht gemacht für schnelle und viele gleichzeitige Transaktionen - ein Crash unter solchen (programmierten!) Bedingungen wird ein völlig neuartiges Erlebnis für die Menschheit sein.
Wenn man Menschen die Bewertung ihrer eigenen Kaufkraft überlässt, feiert der Hedonismus ein Fest der Freude! Da werden kleine "Fragezeichen" gerne übersehen...

Aktuell glauben manche Menschen, sie hätten "zig Tausend US-Dollar Vermögen", weil Sie Bitcoin besitzen, aber in US-Dollar träumen.
Das ist ein altbekanntes Missverständnis - siehe weiter unten!

"Ich will verkaufen... - aber ich KANN nicht!! - ...ich kann nicht mal mitteilen, dass ich's will!"

Weniger als 400.000 Menschen können - zwangsweise und gleichmäßig über 24 Stunden verteilt! - ihre Bitcoin im Fall der Fälle überhaupt zum Verkauf anbieten - und das bei aktuell mehr als 20.000.000 Accounts (sog. "wallets"!!!

Technisch bedingt können effektiv 3 Personen pro Sekunde Bitcoin tauschen - weltweit! In der Theorie sollen es (immer noch lächerliche) 7 sein - doch das funktioniert augenscheinlich nicht. 3-4, in Worten: Drei bis vier sind möglich (Vergleich: Jede einzige der vielen Kreditkarten-Firmen kann knapp 60.000 Transaktionen sofort (!) und rechtssicher (!) verifizieren - pro Sekunde!). Bei Bitcoin dauert allein das Einbuchen in die Blockchain (durch Programmierung erzwungene!) 10 Minuten Wartezeit (Praxis: Im Schnitt 50 Minuten). Wer immer Geld sofort gegen angebotene Bitcoin tauscht, tut dies außerhalb des Systems und auf eigenes Risiko: Er kann die "gekauften" Bitcoin nämlich selbst erst nutzen, wenn das System sowohl Kauf wie auch Kurs verifiziert hat - dann erst sind sie gekauft!

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dfmartin 15.12.2017, 16:24
77. staatliche Steuerung geht gar nicht!

Politiker und große Teile des Volkes rufen ständig nach staatlichen Steuerungen und Bremsen. Ob im kommunalen oder gesamt staatlichen Steuerungsmechanismus, in Beidem werden rund um die Uhr Milliarden verbrannt und sie werden nie begreifen, daß Steuerung schon bei technischen Problemen versagt und Wirtschafts- wie auch Finanzsysteme sind weitaus komplexer. Wer hat in Deutschland während der Finanzkrise das meiste Geld verbrannt? Es waren Banken mit staatlicher Beteiligung, wie die Landesbanken, die RealEstate, die Sparkassen. In deren Aufsichtsräte saßen staatliche Steuerer, wie z.B. Der Gewerkschaftsboß Sommer. Digitale Währungen sind schwer durchschaubar und stellen eine Konkurrenz dar, deshalb werden sie genauso feindlich angegangen wie neu entstehende Parteien. Was macht der Herr Draghi in Brüssel anderes als Geld zu verbrennen? Wo sind noch die real wirtschaftlichen Werte hinter dem Druckpapier Euro? Das Erwachen kommt mit Sicherheit. Richtig ist allerdings, daß wir, ohne Vorbehalte, die menschlichen Eigenschaften (infolge der Evolution entstanden) analysieren und auch respektieren und nicht schönreden sollten. Wir werden die Menschen in kurzer Zeit nicht ändern und jedes Zusammenleben kann nur unter Respektierung dieser Eigenschaften gut ablaufen.

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hannesmann 15.12.2017, 16:31
78.

Zitat von curiosus_
...in #57 richtigerweise geschrieben hat kostet das Minen natürlich den Preis für die Mining-Hardware und vor allem viel Strom. Und um neue Bitcoin zu erzeugen bleibt auch dem "Erfinder der Blockchain" nichts anderes übrig.
Da könnte man ja fast auf die Idee kommen, dass ein großer Energiekonzern hinter dem Bitcoin steckt. Ich bekomme jeden Tag per Mail diverse Angebote nach denen ich sofort Bitcoin kaufen soll. Anscheinend versucht der Erfinder der Blockchain nun einen Markt zu schaffen um seine Bestände zu Geld machen zu können.

Wenn man noch vor einem Jahr den Bitcoin für 1.000 Dollar erwerben konnte und heute dafür 16.000 Dollar zahlen muss, dann lässt sich das sicher nicht durch die gestiegenen Energiekosten erklären. Hier wird offensichtlich versucht Kasse zu machen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin sehr wohl der Ansicht das es einer neuen "Währung" bedarf die nicht in beliebigen Mengen zu Null Prozent an ausgewählte Personenkreise verteilt werden kann. Ob hierfür das Konzept Bitcoin usw. die richtige Antwort ist, wage ich aber zu bezweifeln.

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seinedurchlaucht 15.12.2017, 16:38
79.

Zitat von brux
Danke für den Beweis der Thesen im Artikel. Hinter dem Euro steht der am meisten integrierte Markt der Welt, ein politisches System, das 6 Jahrzehnte Frieden erzeugt hat, und die stabilsten und reichsten Staaten der Erde. Wer das nicht erkennt, erkennt wohl auch sonst nicht viel und sollte es vielleicht beim Sparbuch belassen.
Das, was Sie sagen, gilt vielleicht für Deutschland. Wenn Sie Griechenland, Italien, Frankfreich, Spanien, Portugal u.a. als stabile Staaten bezeichnen (das mag politisch so sein), werden Sie überrascht sein, wenn die Staatsfinanzierung durch die Notenpresse seitens der EZB (was so allerdings nicht heissen darf, da es sonst verboten wäre) aufhört. Dann darf nämlich der deutsche Steuerzahler wieder ran fleissig retten.

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