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Kryptowährungen: Was hinter dem Bitcoin-Rivalen Ripple steckt
REUTERS

Ein Kursplus von 36.000 Prozent in zwölf Monaten: Die Kryptowährung Ripple feierte im Windschatten von Bitcoin eine gigantische Kursrallye. Nun stürzt der Kurs jäh ab. Ist der Boom schon vorbei?

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Pipilotta 09.01.2018, 12:47
30. Liebe/er Enginiii,

die Geldmenge des Bitcoin ist durch das Netzwerkprotokoll auf 21 Millionen festgelegt (im Gegensatz zu 110 Milliarden) - und damit nicht inflationärer als der Ripple, und kann nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden. Niemand ist auf Ripple angewiesen, da es genügend Möglichkeiten gibt, mit anderen Kryptowährungen Geld in Sekundenschnelle fast oder ganz ohne Gebühren Gelder zu bewegen ohne Banken dazu bemühen zu müssen. Ripple dient den Banken, nicht unbedingt den Menschen, die Geld bewegen wollen.

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pariah_aflame 09.01.2018, 12:51
31. Das bedeutes langes Warten

Zitat von hello_again
Meine Ripples verkaufe ich bei 1.000€ das Stück. Der weitere Anstieg ist unvermeidlich.
Dieser Beitrag klingt zwar etwas sarkastisch, ich nehme ihn aber mal ernst als Aufhänger, denn der SPON-Artikel hat einige große Lücken.

Zum einen ist zur Nutzung des Ripple-Zahlungsprotokolls kein "Ripple" (XRP Token) notwendig - die Banken können also davon profitieren, ohne XRP kaufen zu müssen.

Die Vernichtungsrate ist verschwindend gering. Unterschiedlichen Berechnungen zufolge verschwinden in 100 Jahren nur zwischen 0,3 und 3,7 XRPs vernichtet werden. Von Verknappung keine Spur.

Da ist überhaupt kein unvermeindlicher Anstieg zu erkennen, vielmehr würde es im Interesse der Banken liegen, XRP sehr billig zu halten.

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jan-c137 09.01.2018, 13:00
32.

Zitat von bierzelt
...Meine Prognose : Bis 2020 ist Bitcoin verboten.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass unsere regierenden Internetausdrucker das irgendwann mal versuchen werden. Sie werden auch sicher denken, dass sie das können. Eventuell geht auch tatsächlich mal die ein oder andere Kryptowährung unter. Die ganze Sache ist aber kaum aufzuhalten. Das ist das Tolle an der Blockchain. Da sitzt keiner allein am Hebel und kann schalten und walten wie es ihm passt. Was will man denn machen? Das Internet plätten? So lange es Menschen gibt, die das Prinzip der Blockchain und der der Vernetzung verstanden haben und technisch umsetzen können, wird man da gar nichts machen können.
Das ist für die Bitcoingegner das eigentliche Problem. Irgendwelche Befürchtungen bzw. Warnungen vor Energieverschwendung, kriminellen Geldgeschäften oder massiven Verlusten, sind meiner Meinung nach nur vorgeschoben.

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betonklotz 09.01.2018, 13:07
33. Noch grundlegender kann man nicht daneben liegen

Zitat von hausfeen
(...) Weil es schlauer ist, in der Pyramide unten oder bis zur MItte zu stehen, werden neue Systeme aufgesetzt.(...)
Der beste Platz in einer Pyrasmide ist und bleibt OBEN!!!!
Der einzige Platz der noch besser ist falls es einen solchen gibt (hängt vom jeweils betrachteten Fall ab ) ist ausserhalb der Pyramide. Zu Kryptowährungen: Grundsätzlich gilt enweder Zahlunsmittel oder spekulatives Anlageobjekt, beides zusammen ist unmöglich.

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jan-c137 09.01.2018, 13:12
34.

Zitat von enginiii
Da Ripple limitiert ist, handelt es sich also NICHT um eine inflationäre Währung wie Bitcoins!
Natürlich sind Bitcoins limitiert. Auf genau genau 21.000.000. Im Dezember 2017 waren ca 17.000.000 Bitcoins im Umlauf.

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laracrofti 09.01.2018, 13:43
35. Liegt wahrscheinlich

an meiner saloppen Ausdrucksweise, deswegen für Sie gerne nochmal im Klartext: wenn jemand Dollar in Ripple umtauscht muss er einen Wechselkurs festlegen (und akzeptieren), und das gleiche passiert auch für den Wechsel von Ripple in Euro. Deshalb mein Ausdruck, dass es völlig wumpe ist das Zwischenmedium Ripple, Glasperlen, Steine, Murmeln oder Jetons heißt, solange sich die beiden auf einen Wechselkurs einigen.

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thomasp1965 09.01.2018, 18:34
36. Ja

Zitat von dimatteo
Die Marktkapitalisierung allein von Apple übersteigt immer noch den Wert aller Crypto-Währungen. Ich denke, dass immer noch unterschätzt wird, welchen Mehrwert die Technologie einmal in einer Vielzahl von Branchen bieten wird. Wir stehen erst am Anfang. 2018 wird ein gutes Jahr für Crypto-Währungen, aber natürlich ist es wie in jedem unregulierten Markt. Die Chancen sind hoch, also sind es auch die Risiken. Zahlreiche COINS werden in 5 Jahren nicht mehr existieren, mit anderen kann man unfassbare Gewinne realisieren.
der Technologien, richtig. Aber nur der Technologien, nicht der "Währungen", die sind stets nur soviel wert, wie der nächste (Dumme) einem geben will. Und hier handelt es sich nicht um die Weitergabe von Technologie.
Ich denke, daß die Zentralbanken dieser Welt auch irgendwann in die Richtung gehen werden, aber die werden keine, der privat erzeugten Coins nehmen, sondern eine neue schaffen, da die privat erzeugten abgesehen von der ungleichen Verteilung des Eigentums an denselben, keinerlei Vorteile bieten. Auch die ggf. entstandenen Ökosysteme sind einfach anpassbar, wenn man seinen Technologiekandidaten hat.
Also immer noch 0-Wert bzw. soviel Wert, wie der nächste Dumme zahlt.

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thomasp1965 09.01.2018, 18:38
37. Sie

Zitat von Hupert
...der Aluhut. In einer zunehmend über Ländergrenzen hinweg globalen Ökonomie wird Bargeld über kurz oder lang bedeutungslos. Oder denken sie ernsthaft die Einkäufer ihres Lieblingselektrogroßhandels reisen mit Flugzeugen voller Bargeld nach China um die dort feilgebotenen Waren zu kaufen?
kaufen auch nicht mit einer Währung, die so hohen Schwankungen unterworfen ist.
D.h. die von Zockerei hin und herwirbelnden Coins sind für Zahlungsverkehr nicht geeignet.

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thomasp1965 09.01.2018, 18:43
38. Genau am Ende

Zitat von jan-c137
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass unsere regierenden Internetausdrucker das irgendwann mal versuchen werden. Sie werden auch sicher denken, dass sie das können. Eventuell geht auch tatsächlich mal die ein oder andere Kryptowährung unter. Die ganze Sache ist aber kaum aufzuhalten. Das ist das Tolle an der Blockchain. Da sitzt keiner allein am Hebel und kann schalten und walten wie es ihm passt. Was will man denn machen? Das Internet plätten? So lange es Menschen gibt, die das Prinzip der Blockchain und der der Vernetzung verstanden haben und technisch umsetzen können, wird man da gar nichts machen können. Das ist für die Bitcoingegner das eigentliche Problem. Irgendwelche Befürchtungen bzw. Warnungen vor Energieverschwendung, kriminellen Geldgeschäften oder massiven Verlusten, sind meiner Meinung nach nur vorgeschoben.
baut jeder Dorfdepp seine eigene Kryptowährung, jedes Unternehmen seine eigene. Ist ja wirklich nicht schwer, entsprechende Open Source Bibliotheken dafür holen etc.
Aber genau deshalb sind diese Kryptos ohne dahinterstehende Authorität nichts wert.
Es sei denn man fährt das Lemmingargument, d.h. solange ich noch Dumme finde, die mir die Fiktion abnehmen, ist das eine Währung. Wenn der Zeitpunkt kommt, wo die Währung nicht mehr steigt und die Dummen rauswollen, dann wird man den wirklichen inneren Wert sehen - nahe 0.

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Aberlour A ' Bunadh 09.01.2018, 19:13
39. dezentral geschöpftes Geld den Banken ein Dorn im Auge?

Zitat von bierzelt
... denn es DARF kein Währungssystem außerhalb des Banken-FIAT-Geldsystem geben. GENAU DAS ist aber das Problem beim Bitcoin, der dezentral geschöpft wird. Warum dezentral geschöpftes Geld den Banken ein Dorn im Auge ist? Weil Geld von Banken erfunden wird und sie daran mal ganz gut verdienen (Fraktionales Reservebanking, oder hier https://www.monetative.de/faq-1/). Bitcoins werden zwei ca 2,5 Jahren mehr oder weniger kriminalisiert, jetzt kommt die Banken-Crypto-Heilswährung. Meine Prognose : Bis 2020 ist Bitcoin verboten.
Bitcoin braucht man nicht zu verbieten. Bitcoin führt sich selbst ad absurdum. Geld wird immer das Medium - virtuell oder nicht - mit den geringsten Transaktionskosten. Ein Medium mit im Zeitablauf steigenden Transaktionskosten kann daher NIEMALS eine allgemein akzeptierte Zahlungsmittelfunktion erreichen. Warum soll "dezentral geschöpftes Geld den Banken ein Dorn im Auge" sein? Das ist doch ihr ureigenstes Geschäftsmodell. Dezentral geschöpftes Geld - als Giralgeld - "aus dem Nichts heraus" ist doch die ureigenste und vornehmste Aufgabe von Geschäftsbanken. Die Alternative zu dezentraler Geldschöpfung "aus dem Nichts" - ganz gleich ob "geschöpftes" Giralgeld von Geschäftsbanken oder "geschöpfte" Datenbankanhänge einer Krypto"währung" - ist das sogenannte "Vollgeld", welches allein durch die ZENTRALbank ausgegeben wird. Siehe auch die Diskussionen um das "100-%-Geld", das in monetären Modernisierungsdiskussionen im Nachklang der großen Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrisen nach 2008 heute wieder verstärkt diskutiert wird, aber ursprünglich bereits in der 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem eminent wichtigen amerikanischen Ökonomen Irving Fisher angedacht wurde.

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