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Kühnerts Kapitalismus-Kritik: Wem Deutschland gehört (und wem nicht)
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Kevin Kühnerts Sehnsucht nach dem Sozialismus hat Empörung ausgelöst - und die Debatte über Ungleichheit wiederbelebt. Wie gerecht sind Eigentum und Macht in Deutschland verteilt? Eine ernüchternde Bestandsaufnahme.

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Periklas 03.05.2019, 22:22
150. Die SPD enteignet Bürger?

Zitat von prime
Es geht einzig und allein um die Enteignung der Bürger, der Allgemeinheit. Einfaches Ziel, viele verschwurbelte Wege. Wenn ich vollkommen Desolate Firmen, so wie hier als Beispiel BMW, in so genanntes "Volkseigentum" Umwandele, so geht die ganze Last der Zahlungen an den Bürger, an die "Besitzer". Dieser Mensch Namens Kühnert verfolgt nur Konsequent das Ziel der SPD. Die Vollkommene und Vollständige, endgültige Enteignung der Bürger, die ein noch so kleines bisschen Geld in der Tasche haben. Hinterfragen Sie alle Aktionen, eruieren Sie alle Aussagen der SPD Politiker und der angeschlossenen "Genossen", hier eher "Geniesser". Lesen Sie in alten Zeitschriften und Magazinen. Viele Grüße aus einer Zeit, vor dieser Zeit.
Sicherlich gibt es in der USA konservative "Besitzer" von Unternehmen, die ohne einen Kredit von der deutschen Bank nicht die "Wertschätzung" an der Wallstreet hätten und dann als " liquid " und als Master vor dem Kongress stehen. Die SPD steht ihrer nationaler Sicherheit in der Verantwortung gegenüber seiner Bürger vor.

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claus7447 03.05.2019, 22:23
151. Das ist der Unterschied..

Zitat von regelaltersrentner
Der Arbeiter von BMW hat 2017 9.455 Euro Prämie erhalten, nach Steuerabzug bleibt noch ein Sümmchen über um ein paar Aktien zu kaufen, aber dann kann man nicht mehr über die Aktionäre schimpfen. Es war bekannt, dass die Telekom ihre Immobilien weit überbewertet hat, man darf seinem "Anlageberater" nicht alles glauben, was der erzählt.
Ein Bosch Mitarbeiter hat 2017 ca. 2700 maximal brutto bekommen.

Soll ich jetzt mit BMW leiden?

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redwed11 03.05.2019, 22:24
152.

Zitat von urla2
Ich habe mich bisher nicht für einen Sozialisten gehalten, beklage aber schon lange, wie schwierig es für einen Normalverdiener ist, Besitz und Unabhängigkeit zu erreichen. Das zeigt sich ganz besonders an den Wohnverhältnissen, was ja auch im Artikel erwähnt wird. Statt über Mietpreisbremsen zu debattieren, die Abhängigkeit der normalen Bevölkerung vom (sozialen) Mietmarkt durch vermeintliche Wohltaten in Form der Erhöhung der Mietertechte zu stärken und es Immobilienbesitzern schwer zu machen, in die eigene Immobilie einzuziehen oder über seine Immobilie frei zu verfügen, sollte man lieber darüber debattieren, wie sich normalverdienende Menschen Eigentum leisten können, wenn sie irgendwo langfristig wohnen wollen. Mieten sollte für diejenigen sein, die in einer bestimmten Lebensphase mal für eine Zeitlang eine Wohnung brauchen (z.B. Studenten oder wenn man irgendwo einen neuen Job ausprobiert). Da aber alle nur nach günstigen Mieten rufen, habe ich manchmal den Verdacht, dass es an der deutschen Mentalität liegt (auch dass so wenige Menschen Aktien kaufen). An dieser ängstliche Haltung („german Angst“) muss gearbeitet werden.
Nicht an der deutschen Mentalität muss gearbeitet werden sondern daran, das sich Normalverdiener die Mieten ihrer Wohnungen leisten können.
Wenn jemand eine Immobilie Kaufen will steht dem doch nichts entgegen. Warum soll ich mit meinen Steuergeldern anderen Mitbürgern das Eigentum finanzieren. Dafür gibt es keinerlei Grund.

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james16 03.05.2019, 22:27
153. Ja ja,

Zitat von gvcom
...an die Aussagen von Menschen die die Währungsreform mitgemacht haben. Mein Großvater pflegte immer so sagen, wenn wir wieder einmal neu anfangen und jeder Mensch den gleichen Geldbetrag hat, sind schon nach einigen Tage viele um das 3-5 -fache reicher und die meisten haben es schon versoffen........
das Maerchen, dass jeder mit 40 Mark angefangen hat, ist nicht tot zu kriegen. Dass nach der Waehrungsreform ploetzlich ein ungekanntes Warenangebot vorhanden war, ist nicht durch die Produktion weniger Tage zu erklaeren. Das geht vor allem auf ein vorher zurueckgehaltenes Angebot zurueck, das erst durch das Vertrauen in die neue Waehrung auf den Markt kam.

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suzanna_we 03.05.2019, 22:27
154. Das Risiko,

das mit einer Unternehmensgründung einhergeht, will wohl niemand mehr tragen.
Aber wenn es dann gut geht, wollen alle am Erfolg teilhaben.
Eine AG ist gewissermaßen ein Kollektiv, es steht jedem frei, Aktien zu kaufen.
Eine Wohnungsbaugenossenschaft kann auch gegründet werden, kein Problem.
Wir können auch den Sozialismus wieder einführen.
Wir haben aber keine zweite BRD, die dann zur Rettung einspringt und sich mit uns wiedervereint, wenn der sozialistische Staat pleite ist.
Gibt es überhaupt einen Sozialismus, der nicht pleite gegangen ist?
Und bitte jetzt nicht mit China kommen, das ist eine Diktatur.

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spon_7302413 03.05.2019, 22:30
155. Das Grundprinzip...

Zitat von Pushkin
...sind die "Ursachen" des Reichtums. Beim Einen mehr Fleiß und Wille, beim Anderen mehr Glück. Wenn wir heute allen Reichtum gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilen würden, hätten morgen schon nicht mehr alle das Gleiche. Natürlich braucht man auch Glück und bei manchen reichte Glück (auch das "Glück" in die richtige Familie hinein geboren zu sein) allein um zu Wohlstand oder gar Reichtum zu kommen. Das "reine Glück" kann man auch entsprechend hoch besteuern, den Fleiß besteuert man in Maßen und progressiv, aber das Ungerechteste ist, wenn wir meinen es müsse Ergebnisgleichheit bestehen. Zwei haben heute einen Euro übrig. Der Eine investiert und der Andere verkonsumiert. Warum sollten morgen wieder beide das Gleiche haben? Die zahllosen kleinen und mittleren private Wohnungsvermieter haben auch irgendwann mal die Entscheidung getroffen, den Euro zu investieren.
... des "Marktes" besteht darin, dass der eine das kauft, was der andere produziert. Kreislaufwirtschaft ist das Stichwort. Würden alle "investieren" und keiner mehr Mittel haben, um die mit den Investitionsgütern hergestellten Konsumprodukte zu kaufen, gingen alle Pleite. Im Übrigen ist das Problem ein anderes. Die Grundlage des Fiat-Geldes - heute zu 80-90% nur noch als reines Buchgeld - ist die Wertillusion. Würden alle Forderungen realisiert werden, würde das ganze Luftschloss umgehend vollständig zusammen brechen. Es gibt für all das um den Globus vagabundierende Buchgeld nicht einmal im Entferntesten eine reale Sachwertdeckung. Was aber auch nach einem Kollaps übrig bleibt, sind die Grade der Verschuldung. Die Forderungen - nichts anders sind Buchgelder - der einen, sind die Schulden der anderen. Forderungen und Verbindlichkeiten bleiben auch dann bestehen, wenn es keine Deckung gibt. Die Verbindlichkeiten werden dann zu Abhängigkeiten der einen und Hebeln der anderen, um Einfluss zu nehmen. Besitz und Eigentum in einem Staatsgefüge, das bankrott ist, sind dann noch was genau "Wert"? Es ist gerade einmal 40 Jahre her, da haben wir die Abwicklung eines bankrott gegangenen Staates erlebt. Was würde passieren, wenn Deutschland, die USA, Frankreich, England, Italien usw. in ein paar Jahrzehnten, erdrückt von Altlasten und gebeutelt von den neuen Krisen um Klimaflüchtlinge, schwindende Ressourcen und Landverlusten durch Meeresspiegelerhöhung, signifikant an Ertragskraft verlieren, mit steigenden Verschuldungsquoten, möglicherweise mit der Folge von Zahlungsunfähigkeiten...? Wie und wodurch sind wohl all die Staatsschulden besichert? Wer eine grundlegende Systematik und Strategie darin entdeckt, darf den Gedanken gerne aufgreifen und bis in die finalen Konsequenzen weiter denken.

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MisterD 03.05.2019, 22:31
156. War klar...

dass hier sofort wieder Bullshit-Bingo gespielt wird. Kein Vermögen, weil keine Immobilie, keine Aktien selbst Schuld, was vergessen?

Ganz so einfach ist es nicht. Die Schweiz hat eine Wohneigentumsquote von 42%, Deutschland kommt immerhin auf gute 51%. Das hier gelobte UK kommt auf 65%.

Nun wäre mit nicht bekannt, dass in der Schweiz Not und Elend herrscht und es im UK keine Bevölkerungsschichten gäbe, denen es ähnlich dreckig geht, wie in Deutschland...

Und was von der Weisheit "Wirst du arbeitslos, kannst du ja einfach verkaufen" zu halten ist, sollten Sie mal Leute fragen, denen die Bank den Kredit kündigt, weil sich ein Haus eben nicht innerhalb weniger Monate problemlos verkaufen lässt.
Wer mit Ach und Krach die 500 EUR Kaltmiete für seine 2-Zimmerwohnung aufbringen kann, soll ein Haus bauen? Wie soll das funktionieren?

Albrecht und Schwarz zu nennen.. ok. Die haben ihre Geschäfte in der Nachkriegszeit gegründet. In einer Zeit also, als in Deutschland für sehr viele Menschen nahezu gleiche Voraussetzungen galten.
Ich bin auch nicht der Überzeugung, dass die beste Idee der Welt es rechtfertigt, sich ein Vermögen in Milliardenhöhe aufzubauen, während die Kassiererin von ihrem Lohn nicht vernünftig leben kann und in einem System der Kontrolle und Angst arbeiten muss.

Oder sind Sie der Meinung, dass Jeff Bezos seine 100 Milliarden-Dollar verdient hat und er das Recht hat sich über Steuergesetze, Arbeitsgesetze usw. hinwegzusetzen bzw. diese zu umgehen?

Ist leider immer noch wie im Mittelalter. Auch dort waren viele Menschen froh, dass es einen König gab, der für sie entschieden hat. Und dem wurde natürlich der goldene Löffel gegönnt, selbst wenn es für einen selbst jeden Tag nur schimmlige Kartoffeln gab...

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bergführer 03.05.2019, 22:31
157.

Der allgemeine Wohlstand in Deutschland fußt auf Unternehmertum. Die Vielzahl von mittelständischen Unternehmen schaffen Arbeit und Wohlstand. Uns geht es so gut wie niemals zuvor. Ich habe immer das Gefühl, dass man sich für Wohlstand, Leistung und Fleiß schämen muss. In den USA mit einer viel krasseren sozialen Schere ist dies nicht so. Bei den derzeitigen Problemen von geringfügig Beschäftigten Alleinerziehenden etc. muss der Staat seine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen aber das System von dem 90% profitieren muss nicht verändert werden. In einer globalen Welt steht jedes Land im Wettbewerb um diese Unternehmer die den Wohlstand der breiten Masse tragen. Am Ende kann eine solche Debatte nur noch weiter dazu führen, das Afd und Co. das Auffangbecken für die vermeintlich abgehängte Mehrheit ist. Das ist aber falsch, der Mehrheit geht es gut und besser als noch vor 10 Jahren. Schade das man so etwas nirgendwo liest. Schlechte Nachrichten verkaufen sich halt immer besser als gute Nachrichten.

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Celegorm 03.05.2019, 22:34
158.

Zitat von astistia
Warum soll mein Vermögen, welches ich aus versteuertem Einkommen erwirtschaftet und aufgebaut habe, beim vererben nochmals versteuert werden ?
Nach dieser Logik müssten Sie doch eher fragen, wieso Sie denn das Einkommen, das von Ihrem Arbeitgeber erwirtschaftet und bereits versteuert wurde, nochmals versteuern müssen. Oder warum sollte ihr bereits versteuertes Einkommen beim Kauf eines Brotes nochmal versteuert werden? Wieso zahlen Sie denn nochmal Steuern auf Ihr Vermögen, nur weil Sie damit ein Haus kaufen?

Die simpe Antwort ist: in unserem Geldkreislaufsystem wird eigentlich jede Transaktion besteuert, sprich immer wenn ein Vermögenswert den Besitzer wechselt, werden Steuern fällig. Das ist natürlich kein Naturgesetz und muss man nicht gut finden. Aber es ist rätselhaft, wieso das bei einer Erbschaft derart empörend sein soll, beim Lohn oder der Mehrwertsteuer aber klaglos hingenommen wird. Ich finde jedenfalls letzteres wesentlich fragwürdiger und auch sozial ungerechter als wenn man doch tatsächlich ein paar Prozentchen auf leistungslose Grossgewinne zahlen muss.

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sibbi78 03.05.2019, 22:37
159. Satire?

Zitat von Jb_007
Mein Vater hat sein Leben lang hart gearbeitet und mir seine 5 Mio. Villa vererbt. Fordern Sie tatsaechlich, dass mir 90% davon weggenommen werden, nur weil ich dieses Vermoegen nicht selbst erwirtschaftet habe? Unfassbar!
Wer redet von 90%? Selbst wenn es so wäre, verblieben noch EUR 500.000 Restwert für's Nichtstun, nur erben, Dass der Vater hart gearbeitet hat, ehrt ihn. Aber, was hat das mit dem Sohn/Tochter zu tun?

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