Forum: Wirtschaft
Kühnerts Kapitalismus-Kritik: Wem Deutschland gehört (und wem nicht)
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Kevin Kühnerts Sehnsucht nach dem Sozialismus hat Empörung ausgelöst - und die Debatte über Ungleichheit wiederbelebt. Wie gerecht sind Eigentum und Macht in Deutschland verteilt? Eine ernüchternde Bestandsaufnahme.

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herrgautama 04.05.2019, 05:37
260. Wo denn?

Zitat von dasmagazin2017
Die Brüder Albrecht haben mit jeder Menge Arbeit ein Riesenunternehmen aufgebaut, das viele Arbeitsplätze geschaffen hat. Dasselbe gilt für die Schwarz(Lidl) u.a. Nach Ansicht von Kühnert und dem Spiegel ist Unternehmertum offensichtlich etwas ganz schlechtes, das abgeschafft gehört. Kaum zu fassen!!
Aus welcher Äußerung Herrn Kühnerts entnehmen Sie denn, daß er Unternehmertum für Teufelswerk hält? Er spricht sich lediglich für eine ausgewogenere Gewinnbeteiligung aus, was ich redlich finde. Die Europolitik enthält ja ebenfalls deutliche planwirtschaftliche Merkmale in der wesentliche Marktmechanismen außer Kraft gesetzt werden und in der griffigen Formel Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren zusammengefaßt werden kann. Insbesondere die Automobilindustrie ist neben den Banken Hauptnutznießer dieser Strategie. Wenn Herr Kühnert hier einen entsprechenden Ausgleich von Lasten und Gewinnen fordert, ist das nur konsequent.

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dereuropaeer 04.05.2019, 05:59
261. Kuehnerts Sozialismus

Wohin Kuehnerts Sozialismus fuehrt haben wir in der ehemaligen DDR gesehen. Vielleicht ist dieser Juso zu
jung, um sich an diese Umstaende zu erinnern. Sozilismus fuehrt ins Chaos und wer dieses Chaos gerne haben moechte ist frei genug, sich in ein sozialistisches Land zu begeben. Ganz davon abgesehen, diejenigen, die unser Land nach vorne gebracht haben, sind auf keinen Fall die Laumalocher und Noergler wie Kuehnert. Das sind Leute, die wollen alles teilen, und wenn das aufgebraucht ist, wollen sie noch einmal teilen.

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MondVogel 04.05.2019, 06:05
262.

Zitat von ddcoe
Wer also - wie die Union - keine Diskussion zum Thema für nötig hält, der ist ignorant oder schlicht dumm. Jede Woche hören und lesen wir, die Zahl der von Armut betroffenen Rentner wird kontinuierlich steigen. Das sogenannte Jobwunder übersieht leider, das immer mehr Menschen - trotz Vollzeitjob - von ihrer Arbeit nicht leben können. Ist es das das was Merkel meinte? - Das Land in dem wir gerne und gut leben? Bleibt die Frage - wer ist denn wir?
zunaechst mal: Ein Artikel beweist gar nix sondern ist eine Meinung;
Zweitens: wenn, dann geht es nicht um das Problem der absoluten Armut, sondern um ungleiche Verteilung. Das ist aber nicht schlimm sondern eine reine Neid-Debatte.

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DJ Bob 04.05.2019, 06:05
263. Kühnert hat recht

Auch wenn es vielen hier "nicht gefällt" und seine Behauptungen "relativiert" werden so hat unsere "Couch Marxist" Kühnert doch auch recht.
Was auch gerne "verschwiegen" wird ist wie "verschwiegen" und zurückhaltend unsere Milliardären agieren im Vergleich zu anderen Ländern.
Tatsache ist aber auch das die meisten Milliardäre hier in D "ihren Eigentum" geerbt haben. Es gibt sehr wenige Beispiele von "Selfmade" Typen, da ist ein Hopp von SAP ein extremer Ausnahme
Die versuchte "Relativierung" warum viele Bundesbürger den Kauf von einer eigene Immobilie scheuen weil sie das Risiko scheuen ist doch wirklich sehr bei den Haaren beigezogen. Fast nirgendwo in der bekannte westlichen Welt ist der Kauf mit Schwierigkeiten verbunden angefangen von der Kreditvergabe, Bauplatz und vor allem teilweise irrsinnige Bauvorschriften die ein Kauf fast unmöglich machen. Das Resultat ist die niedrigste Eigentumsquote was eigene Immobilie angeht in der westlichen Welt nach der Schweiz
Was auch nicht "hilfreich" sei ist die ständige Vergleich mit anderen Ländern was Besitz angeht

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Myrlin 04.05.2019, 06:07
264. Man

Man kann das System und seine Befürworter nicht ändern!
Nicht, ohne Chaos.
Man muss etwas hinzufügen!
Den 'Keim' einer neuen, zukünftigen 'Demokratie' der zwar ein zukunftsorientiertes System folgt, aber auch die Probleme hier und jetzt direkt angeht.
Attro ist eine Möglichkeit.

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Eine Wahrheitssuchende 04.05.2019, 06:35
265. Macht

Der Artikel beleuchtet unter unter dem Aspekt „Macht“ lediglich die Einflussnahme auf Unternehmensebtscheidungen. Viel relevanter halte ich, dass mittels Kapital (und damit verbundenem Investitionspotenzial) grosser Einfluss auf demokratische Entscheidungsprozesse genommen wird. Angefangen in der Kommunalpolitik bis hin zur Bundespolitik. Da sich Vermögen in der Regel vererbt, entsteht hierdurch eine Vermögensaristokratie. Das wäre für mich die Rechtfertigung für die Diskussion, die Kühnert angestossen hat.

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olliver_123 04.05.2019, 06:43
266. Typisch deutsche Diskussion

Habe vor kurzem im Radio (SWR3) auch gehört, dass die meisten deutschen auf eigenes Gehalt verzichten würden,wenn dafür auch die besser bezahlten Kollegen nicht mehr besser verdienen würden. Mit Neid auf die da oben kann man hierzu Lande um einiges besser mobilisieren, als mit der Einsicht, dass es auch denen in der Mitte und sogar denen ganz unten nicht wirklich schlecht geht.

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die_WahrheitXXL 04.05.2019, 06:46
267. Seit 2014 dürfte sich nicht viel geändert haben

... nur dass exakt seit dem Zeitpunkt die Mieten durch stetigen Erhöhung immer weiter den Mittelstand verarmen. Selbst wer ein kleines Eigentum Besitz und es vermietet, jedoch wegen seiner Kinder in einer größeren Wohnung zur Miete leben muss, kommt vorne und hinten nicht mehr klar. Wer dagegen 2014 genug Kapital zum Kauf hatte weiß heute gar nicht mehr wohin mit dem Geld... Unsere Regierung hat ganze Arbeit geleistet. Der Mittelstand ist Geschichte. Merkel darf jetzt in Rente gehen. Auftrag erfüllt.

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hutzel13 04.05.2019, 06:50
268. Ungerechtigkeit bei BMW

Über 2 Milliarde an Dividende
unter 1 Milliarde als Mitarbeiter Bonus
Das sollte mindestens 1 zu 1 sein
Andere Dax Unternehmen sind aber auch nicht besser.
Und das ist was Herr Kühnert anprangert.
Mitarbeiter müssen wichtiger sein als Aktionäre.

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fredotorpedo 04.05.2019, 07:11
269. Vorbild Norwegen

Dort hat man einen staatlichen Pensionsfonds aufgelegt, der in Anlagen weltweit investiert und Ende 2018 über 800 Millarden Euro schwer war. Von der heute schon erzielten jährlichen Rendite könnte jeder der 5 Millonen Norweger heute schon 500€/Monat erhalten ohne je etwas irgendwo eingezahlt zu haben, ohne zu Arbeiten und ohne das die Substanz des Fonds angegriffen wird. Bei Firmen mit großem Fondsanteilen könnte Norwegen Aufsichtsratsposten erlangen und so mitbestimmen. Und das alles ohne Verstaatlichungen nach den aktuellen "kapitalistischen" Regeln. Da bräuchten man nur konsequent einen (allerdings erheblichen) Anteil der regelmäßigen Einnahmen zurück zu legen, stattt alles bis auf den letzten Cent auszugeben und noch Schulden oben drauf zu satteln. Anders haben das viele der heute Vermögenden auch nicht gemacht.
Bei Volkswagen ist übrigens das Land Niedersachsen beteiligt und im Aufsichtsrat vertreten. Zusammen mit dem Betriebsrat kann hier ein erhebliches Bollwerk gegen einseitige Kaüitalinteressen gebildet werden. Ohne das würde der Hauptsitz von Volkswagen sicher schon vor Jahrzehnten von Wolfsburg in eine andere Attraktiver Stadt verlegt worden sein und erheblich mehr Arbeitsplätze in Billiglohnländer. Dem Erfolg von Volkswagen hat das nicht geschadet allerdings auch den Dieselskandal nicht verhindert.
Es braucht also nicht solcher Verstaatlichungsphantasien, die Möglichkeiten Einfluss zu nehmen bestehen schon heute. Sie müssen nur genutzt werden. Gleiches gilt für einen Staatsfonds - vielleicht wäre die Umleitung des Solidaritätsbeitrages ein erster Schritt, diesen zu füllen.

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