Forum: Wirtschaft
Kümmern sich die Unternehmen genug um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter?

Der Job macht viele Menschen fertig - Stress, Überstunden, kurze Pausen verlangen immer mehr Anstrengungen von den Arbeitnehmern. Burnout ist inzwischen kein exotisches Phänomen mehr in deutschen Betrieben, sondern häufige Diagnose bei Krankheit. Kümmern sich die Unternehmen ausreichend um die Gesundheit ihres Personals?

Seite 21 von 30
chirin 27.07.2011, 09:49
200. Kümmern sich die Unternehmen genug um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter?

Zitat von gestandeneFrau
Nein, aber zum gesunden Arbeitsklima gehört doch auch das Miteinanderreden. MfG

Sei haben natürlich Recht!
Damit kommen wir zum eigentlichen Problem, das Arbeitsklima - auch in Teilen des ÖD ,hat sich verändert. Und - nur wenn man mit den Kollegen redet und einen Konsens schafft, gerne zum Dienst geht (auch wegen der Kollegen/innen) zuverlässig ist, wirkt sich das sehr positiv auf die zu schaffende Arbeit aus.
Wir haben als Außendienstler an jedem Freitagfrüh im seinerzeit anspruchsvollsten Amt - eine Besprechung durchgeführt in der die neuesten Gerichtsurteile und unsere Verfahrensweise abestimmt wurden. So konnten wir nicht gegeneinander von unseren "Kunden" (Unternehmer, RA,Steuerberater) ausgespielt werden, wegen angeblich anderer Auslegungen der gesetzlichen Vorschriften.
Das "A" und "O" ist die positive Diskussion und die dazu bereiten Kollegen und das waren wir alle. Übrigens, wir treffen uns immer noch - aktive wie inaktive - zu unseren Skatrunden und einige gehören zum persönlichen Freundeskreis.
Und man bleibt noch ein biißchen auf dem Laufenden aus Politik und Wirtschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psybel 27.07.2011, 09:54
201. Sachtesachte

Interessant, dass Sie hier von " Gegnern"sprechen. Das ist leider die Audffassung von Gewerkschaften und manchen Betriebsräten.Da wird dann das einfachste Thema zum Kampf der Arbeiterschaft gegen den Kapitalismus hoch stilisiert.Das ist einer der Gründe, warum BR oft aussen vor gelassen werden... Bitte nicht übertreiben. Es ging um die Gegner der Bildschirmarbeitsverordnung. Sie sind es, der das bis zum Kampf der Arbeiterschaft gegen den Kapitalismus hoch stilisiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chirin 27.07.2011, 09:58
202. Kümmern sich die Unternehmen genug um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter?

Zitat von Leila
Tausch' doch einfach einmal mit einem Bore Out Betroffenen, dann wirst du schnell merken, dass deine Argumentation niveaulos ist und weder von Verständnis noch von Respekt für einen Betroffenen geprägt ist - arm.
Was , um Gottes Willen, ist denn "Bore Out" ?

Eine neuen "Krankheit"? In 44 Arbeitsjahren und hunderten von Kollegen kenne ich keinen Kollegen, der "Bore Out" - bestimmt eine Umschreibung für "Unlust an der Arbeit" gehabt hätte.
Jeder Mensch - so sagte schon meine Mutter, sollte sich die Arbeit aussuchen, die ihm Freude macht, dann gibt es keinen Stress (nur positiven), dann gibt es keine Unlust, und keine bzw. wenig echtes Kranksein.
Und, jeder Beruf ist ehrenwert (was wäre der Millionär und Immobilienmakler ohne seine fleißigen Zuarbeiter - einschließlich der Reinigungsfrau und der Köchin? Nichts!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Sonntag 27.07.2011, 10:06
203. Arbeit kann so gesund sein.....

Zitat von Johann61
...... Ist der Chef denn aber eine Art Sozialstation? Müsste man dann nicht ein Psychologiestudium für Selbständigkeit voraussetzen?
Zu viel Arbeit macht krank.
Zu wenig Arbeit macht krank.

Günstigstenfalls sollte der Arbeitnehmer selbst bestimmen können, wieviel er arbeiten muss.
(Ironie aus).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psybel 27.07.2011, 10:18
204. Arbeitschutz: Arbeitgeber hat die Verantwortung

Wie sollte das in der Praxis ausssehen? Links (Beispiele):
* http://www.lgl.bayern.de/arbeitsschu...tspsychologie/
* http://blog.psybel.de/tausendmal-dis...chts-passiert/
* http://blog.psybel.de/dguv-infos/
* http://blog.psybel.de/kein-stress-mit-dem-stress/
* http://www.arbeitstattstress.de/fact...-thema-stress/

Wem das Ganze zu viel ist, der kann sich auch gerne bei den Gewerbeaufsichten und/oder den Berufsgenossenschaften informieren. Hilfreich sind auch die Betriebskrankenkassen.

Hier noch ein Beispiel für ein Unternehmen, dass Praxiserfahrung hat:
* http://blog.psybel.de/sick-bgm/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gestandeneFrau 27.07.2011, 10:22
205.

Zitat von chirin
Was , um Gottes Willen, ist denn "Bore Out" ? Eine neuen "Krankheit"? In 44 Arbeitsjahren und hunderten von Kollegen kenne ich keinen Kollegen, der "Bore Out" - bestimmt eine Umschreibung für "Unlust an der Arbeit" gehabt hätte. Jeder Mensch - so sagte schon meine Mutter, sollte sich die Arbeit aussuchen, die ihm Freude macht, dann gibt es keinen Stress (nur positiven), dann gibt es keine Unlust, und keine bzw. wenig echtes Kranksein. Und, jeder Beruf ist ehrenwert (was wäre der Millionär und Immobilienmakler ohne seine fleißigen Zuarbeiter - einschließlich der Reinigungsfrau und der Köchin? Nichts!
Wo Sie recht haben, haben Sie recht.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psybel 27.07.2011, 10:29
206. Unterforderung kann zu Fehlbelastungen führen

Zitat von chirin
... "Bore Out" - bestimmt eine Umschreibung für "Unlust an der Arbeit" ...
"Bestimmt"? Sie sind uninformiert. Das Unterforderung zu Fehlbelastungen führen kann, ist schlicht eine erforschte Tatsache.

Ein Beispiel für durch Unterforderung verursachte Fehlbelastungen ist die Sorge, durch Unterforderung Qualifikation zu verlieren. Man lernt ja nicht nur durch Studieren, sondern natürlich auch durch die praktische Anwendung des Erlernten. Wenn man das nicht anwenden kann, kann wertvolles Wissen verloren gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kulturoptimist 27.07.2011, 10:46
207. Unterforderung

@chirin/gestandene frau

Zitat von
Wo Sie recht haben, haben Sie recht.
Mag sein, aber hier irren Sie beide und zwar ganz gewaltig!

In manchen Branchen ist diese Situation sicher seltener, aber z.B. in der IT habe ich das schon recht häufig erlebt. Sehr intelligente Menschen kümmern sich tagtäglich um Probleme, die sie nicht einmal im Ansatz auslasten.

Sie sind durchaus im richtigen Beruf, aber meist nicht in der richtigen Firma. Die Probleme, die die (gut bezahlende) Wirtschaft ihnen stellt, sind oft trivial. Dort, wo sie ihren Verstand "austoben" könnten, wird eher wenig entlohnt bzw. ist sehr schwer reinzukommen.

Das Gefühl kann einen schon extrem krank machen, vor allem mit den Sorgen, in der Situation gefangen zu sein, z.B. wegen eines noch abzuzahlenden Hauses oder der Familie...

Ich kann Leuten in der Situation nur raten, den Absprung rechtzeitig zu vollziehen oder sich einfach weiter zu qualifizieren. Man kann zwar ins Feld führen, das sei etwa mit 53 zu spät, aber selbst wenn man ein komplettes Studium durchzieht - 3-5 Jahre - hätte man damit 3-5 Jahre fordernde Beschäftigung und nach dieser Zeit womöglich wieder eine Perspektive!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gestandeneFrau 27.07.2011, 11:20
208.

Zitat von Kulturoptimist
@chirin/gestandene frau Mag sein, aber hier irren Sie beide und zwar ganz gewaltig! In manchen Branchen ist diese Situation sicher seltener, aber z.B. in der IT habe ich das schon recht häufig erlebt. Sehr intelligente Menschen kümmern sich tagtäglich um Probleme, die sie nicht einmal im Ansatz auslasten. Sie sind durchaus im richtigen Beruf, aber meist nicht in der richtigen Firma. Die Probleme, die die (gut bezahlende) Wirtschaft ihnen stellt, sind oft trivial. Dort, wo sie ihren Verstand "austoben" könnten, wird eher wenig entlohnt bzw. ist sehr schwer reinzukommen. Das Gefühl kann einen schon extrem krank machen, vor allem mit den Sorgen, in der Situation gefangen zu sein, z.B. wegen eines noch abzuzahlenden Hauses oder der Familie... Ich kann Leuten in der Situation nur raten, den Absprung rechtzeitig zu vollziehen oder sich einfach weiter zu qualifizieren. Man kann zwar ins Feld führen, das sei etwa mit 53 zu spät, aber selbst wenn man ein komplettes Studium durchzieht - 3-5 Jahre - hätte man damit 3-5 Jahre fordernde Beschäftigung und nach dieser Zeit womöglich wieder eine Perspektive!
Jetzt mal wirklich ehrlich gefragt: Es müßte doch gerade in der IT-Branche angezeigt sein, sich fortzubilden. Und der Firma muß doch daran gelegen sein, Neurungen entwickeln zu lassen. Warum geht dann der Arbeitnehmer nicht zu seinem Chef und macht dahingehende Vorschläge?

Dann sind wir doch wieder beim Thema Kommunikation.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
razfaz2011 27.07.2011, 11:40
209.

Zitat von gestandeneFrau
Jetzt mal wirklich ehrlich gefragt: Es müßte doch gerade in der IT-Branche angezeigt sein, sich fortzubilden. Und der Firma muß doch daran gelegen sein, Neurungen entwickeln zu lassen. Warum geht dann der Arbeitnehmer nicht zu seinem Chef und macht dahingehende Vorschläge? Dann sind wir doch wieder beim Thema Kommunikation. MfG
Mal ganz ehrlich!
Sind SIE heute schon mit einer (irgend einer) "Forderung" bei Ihrem Chef gewesen?

Stellen Sie sich bitte vor, es gibt Chefs, die sogar gesetzlich verbriefte Rechte ihrer Mitarbeiter abbügeln...
Beispiel: Bildungsurlaub (und ich meine nicht den Segelkurs vor Sylt!!!).

Es ist also eher weniger ein Problem der Kommunikation, das wäre sicher schnell gelöst (schicken wir doch einfach alle mal in ein Kommunikationsseminar?), denke ich.

Die weitaus häufigere Ursache wird in den bestehenden "Macht"-Verhältnissen liegen, die sich eben noch nicht viel weiter entwickelt haben (seit der Oktoberrevolution?)!

Schauen Sie doch mal - ganz ehrlich - in ihr eigenes Umfeld. Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, warum der eine oder die andere Kollegin an Ihnen "vorbeigezogen" sind? Oft sind es die "glatten", die "einfachen" Arbeitnehmer, die in Firmen mit Chefs sitzen, die glauben, alles sei ein Kommunikationsproblem.

Ganz ehrlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 21 von 30