Forum: Wirtschaft
Kümmern sich die Unternehmen genug um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter?

Der Job macht viele Menschen fertig - Stress, Überstunden, kurze Pausen verlangen immer mehr Anstrengungen von den Arbeitnehmern. Burnout ist inzwischen kein exotisches Phänomen mehr in deutschen Betrieben, sondern häufige Diagnose bei Krankheit. Kümmern sich die Unternehmen ausreichend um die Gesundheit ihres Personals?

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dergenervte 26.07.2011, 15:03
80. Irrtum

Zitat von redhead72
Was ich mich frage? Warum tut sich dieser Beamte seine "Unterforderung" überhaupt so lange an? Wieso quittiert er nicht einfach seinen Dienst? Offenbar macht er das nicht, weil er eben DOCH auf seinen Beamten-Sold (und die Unkündbarkeit) nicht verzichten möchte. Wenn er unbedingt arbeiten möchte, sollte er sich in seiner "Freizeit" privat weiterbilden und sich auf dem freien Markt um einen Job bemühen. Vielleicht müsste er sich zunächst auch in der Tat als Wachmann, Taxifahrer o.ä. verdingen, aber Arbeit hätte er - wenn auch womöglich dann weniger Lohn. Der Beamte hier wählt aber anscheinend lieber den bequemen Weg.
Er hatte keinerlei andere Möglichkeit.
Als Beamter ist er nicht Rentenversichert. Scheidet er auf eigenen Wunsch aus, verliert er seine Pension. Auch sind Beamte nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Also wird er Privatversichert sein. Als "Wachmann oder Taxifahrer" wird er es kaum finanzieren können. Dazu kommt auch noch die Sperre vom Arbeitsamt. Da er noch sein Haus abbezahlt würde es wohl dann heißen, Haus weg, Job weg und der soziale Abstieg ist dann vorprogrammiert.
Ich würde dann auch eher im Büro sitzen und Büroklammern sortieren. Später dann auf Psyche machen und vorzeitigen Ruhestand beantragen.

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pcpero 26.07.2011, 15:10
81. Beamtenbashing?

Zitat von zzipfel
... wohl aber Geld für überflüssige Landesbanken, die aus Langeweile Casino spielen und Milliarden EUR verballern oder auch nur Beamte deren Beschäftigung nur aus Nichtstun besteht ...
Ich möchte doch, obwohl auch kritisch der Verwaltungsstruktur in deutschland ggü. eingestellt, davor warnen, pauschal den beamtenapparat zu diskreditieren. Da drin sind Menschen involviert, die in bestimmten Fachbereichen unmenschliches leisten, also hervorragend als beispiele herangezogen werden können. man denke an die Finanzämter, die Gerichte(Mahn-),ARGEn, usw. usf.. Diejenigen, die gemeinhin als Beispiele für Sesselfuxxx gelten, sind doch eher relikte aus gemütlicheren Tagen, womit dieses Thema verfehlt wäre.

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mickbrisgau 26.07.2011, 15:13
82. Genau

Es läuft doch immer auf dasselbe raus. Dem Herrn ist sein materielles Befinden wichtiger, als sein Geistiges. Also hat er ganau das, was er verdient.

Abgesehen davon, daß es Quatsch ist, dass er nach 20 Jahren Beamtendasein keine Pensionsansprüche haben soll.

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spiegelleser987 26.07.2011, 15:16
83. etwas mehr Kreativität !

Zitat von sysop
Der Job macht viele Menschen fertig - Stress, Überstunden, kurze Pausen verlangen immer mehr Anstrengungen von den Arbeitnehmern. Burnout ist inzwischen kein exotisches Phänomen mehr in deutschen Betrieben, sondern häufige Diagnose bei Krankheit. Kümmern sich die Unternehmen ausreichend um die Gesundheit ihres Personals?
Eigentlich geht es um zwei Probleme. Das eine ist die Gesundheit der Mitarbeiter, das zweite ist das Gefühl der Nutzlosigkeit von Hermann Schmidt. Warum er mit der Unterforderung ein Problem hat, ist eigentlich völlig unverständlich. Hier wäre etwas mehr Kreativität gefragt.

Ein gutes Beispiel ist Einstein. Ab 1902 war er Experte 3. Klasse beim Schweizer Patentamt. 1905 hat er mehrere wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und seine Dissertation eingereicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Einstei....B2_.281905.29

Man erzählt sich, Einstein hätte alles zur Bearbeitung seiner wissenschaftlichen Theorien in seinem Schreibtischkasten gehabt. Den offiziellen Teil für das Patentamt hat er auf dem Schreibtisch erledigt. Zur Bearbeitung seiner wissenschaftlichen Theorien musste er nur den Schreibtischkasten rausziehen und konnte dort weiter schreiben. Und falls mal jemand reinkam, dann ...

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merkel123 26.07.2011, 15:17
84. Oeffentlicher Dienst...

Fest steht jedenfalls, dass solche Possen, die fuer die betroffenen Mitarbeiter ein gravierendes, bisweilen existenzielles Problem darstellen, besonders im oeffentlichen Dienst verbreitet sind, da dort keine Kosten-Nutzen-Relation beachtet werden muss und keine Konkurrenz mit Mitbewerbern auf dem Markt besteht.
Ich kenne selbst einen Fall, indem ein hochqualifizierter und hochdotierter Beamter in ganz aehnlicher Weise wie im Artikel beschrieben ueber Jahre zermuerbt werden sollte, nachdem man ihn der Homosexualitaet verdaechtigte.
Nach Jahren in Sterbezimmern wurde er dann mit Anfang 40 kerngesund in die Fruehpension geschickt...

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rwachsmu 26.07.2011, 15:25
85. Ohhh wie schlimm

Ja ok, das haben gewiss schon andere geschrieben.
Schließlich bekommt der Mann sein Geld.

Wenn er tatsächlich Beamter ist, warum bewirbt er sich nicht intern da hin, wo er gebraucht wird und sei es zum Bäume zählen in die Eifel. Da ist er sogar an der frischen Luft.

Letztlich ist das eine ungeheure Verschwendung von Steuergeldern und die Verantwortlichen gehören bestraft. Aber doch nicht bei uns in der Beamtendiktatur.

Das bringt mich auf eine kolossale Idee:

Beamtenstatus streichen. Das zivile Arbeitsrecht voll auf diese Gruppe anwenden. Jeder kann entlassen werden, wenn er nicht mehr gebraucht wird.
Heh, da freuen sich die Kranken- und Rentenkassen über ne Menge neuer Mitglieder und unsere Staatsdiener lassen es nicht soweit kommen, dass man Sie aufs Abstellgleis schiebt, weil die dann ihren Job verlieren!!! Und dann keine Kohle mehr bekommen!!! Da sehen die schon selber zu, wo sie bleiben wetten?

Ach ja, das gibst auch in großen Firmen steht im Artikel?

Na da kommt mir gleich die nächste geile Idee:

Das Kündigungsschutzgesetz ersatzlos streichen. Kein Kündigungsschutz mehr, weder gesetzlich, noch durch Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge. Jeder kann ruckizucki mit der gesetzlichen Kündigungsfrist entlassen werden. Suuuper. Was da für Eigeninitiative ausbrechen wird.

Jetzt sagen alle natürlich; wie kann der nur!!!

Darauf sage ich:

Zum Schutz solcher doppelt und dreifach abgesicherter Dummbatzarbeitsplätze quälen sich hunderttausende von Leiharbeitnehmern im total auf Ausbeutung ausgerichteten 2.ten Arbeitsmarkt oder finden gar keinen Job oder quälen sich durch aufgezwungene Drecks1Eurojobs. Den 2.ten Arbeitsmarkt gibst nämlich nur, damit der Kündigungsschutz und die hohen Löhne im 1.ten Arbeitsmarkt abgesichert sind. Und das ist gewiss 1000mal schlimmer und verabscheuungswürdiger als die Schweinerei, die man mit Herrn Schmidt seit 5 jahren macht.

Und das tolle an meinem Vorschlag:

Vielleicht finden die Angestellten und Arbeitnehmer dann wieder zu einer Solidargemeinschaft zurück. Im Moment schei.... die fest Angestellten in unbefristeten Arbeitsplätzen doch auf die Leiharbeiter und ALG 2 Empfänger. Die sind euch doch egal.

Sorry, nur meine Meinung.

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Mojito Diver 26.07.2011, 15:28
86. Das ist Deutschland

Diese Beschreibung deutscher Beamtenarbeitswelt zeigt auch wieder einmal, wie es um dieses Land bestellt ist. Beamte die mit Nichtstun gemoppt werden, die, die etwas verändern wollen, werden mundtot gemacht. 32jährige Polizisten mit kaputten Kreuz gehen in Frührente und eröffnen Fitness-Center als BodyShape-Trainer. Und draussen schuften Familienväter auf 400€-Basis oder Karrieregeknickte müssen Sozialstriptease vor vollversorgten Beamten machen, um ihre Miete zahlen zu können, aber bezahlen müssen wir Angestellte diesen ganzen Irrsinn. Als Topper obendrauf erzählt unser Bundeskanzler im Hosenanzug, das die Griechen elende Verschwender sind und am deutschen Fleiss genesen und sich ein Beispiel nehmen sollten. Einfach ekelhaft, was die Geld-Schwarze ReGIERung aus diesem Land gemacht hat.

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richman2 26.07.2011, 15:28
87. Ahnungslos

Man merkt, dass viele einfach nie in der Situation waren. Das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen. Burn-out versteht jeder "ach ja, Stress, schrecklich!". Aber das was in diesem Artikel beschrieben wird, KANN man meiner Meinung nach nicht verstehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat, an sich selbst. Man kann es seinen engsten Mitmenschen, der Familie erzählen, die einem alles glauben, aber dennoch verstehen sie es nicht.
Das merkt man dann an Ratschlägen wie: Ja les' doch was! Surf im Internet (die Tablet-Variante oder Netbooks kamen ja schon) beliebt sind auch Studiengänge an der Fernuni, Weiterbildung in Sachen IT (Programmierung...) in Eigenregie, also learning by doing oder oder oder. Es gibt so vieles! Und doch greift es zu kurz. Zum einen kann sich kaum einer vorstellen wie lange 8 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche, monatelang sein können. Jahrelang! Normalerweise hat man mal einige Stunden nichts zu tun. Okay, einige Tage ist es mal ruhig. Hier geht es aber nicht um ruhig, hier geht um NICHTS. Ich rufe jeden dazu auf sich an einem Wochenende zwei Tage vor eine weiße Wand zu setzen. 8 Stunden. So fühlt man sich, nachdem man alles an Büchern, PC, Internet... durch hat. Weiße Wand. Hirn leer.
Man verliert nach einigen Monaten einfach die intrinsische Motivation, noch einen Roman zu lesen, an seinem zweiten Bachelor of irgendwas weiterzuarbeiten, eine weitere Fremdsprache zu lernen, drei Tageszeitungen (in Mutter und zwei Fremdsprachen) zu lesen und sie mit dem Onlineangebot abzugleichen, und die nächste Programmiersprache anzugehen. Spätestens wenn man eine Statistik über die Aktualisierungsintervalle bei SPON erstellt hat, ist einfach Ende. Weiße Wand. Wofür das alles fragt man sich. Ich bleibe dabei, in dieser Endgültigkeit kann das niemand verstehen. Es ist eine Grenzerfahrung, die in Sachen Selbsterkenntnis sehr lehrreich sein kann, wenn man im Leben noch die Chance bekommt sie anzuwenden.

Zum Thema Jobwechsel: a) Job ü50 mit Beamtenstempel auf der Stirn?? b) Weitgehender Verlust der Pensionsansprüche/ Nachversicherung gesetzlich nur zum Mindestsatz = kaum Rente c) GKV ist nicht mehr, nur PKV dann aber ohne Beihilfe d) schlechteres Gehalt aber laufende Kredite und Familie... missliche Lage.

Fazit: Beamte haben's nicht leicht! Es ist anders - und nicht leicht. Und wenn demnächst mal wieder jemand einen Beamtenwitz hört, denken Sie dran: In Wahrheit ist es genau SO und im Zweifel noch schlimmer! (Nicht überall, natürlich, aber häufiger als man es sich vorstellt!)
Der einzige Trost für den sarkastischen Beamten in der Endphase: Er rächt sich qua Existenz am Steuerzahler und damit dem Staat, der ihm die Suppe (mit) eingebrockt hat ;)

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toledo 26.07.2011, 15:28
88.

Zitat von mickbrisgau
Es läuft doch immer auf dasselbe raus. Dem Herrn ist sein materielles Befinden wichtiger, als sein Geistiges. Also hat er ganau das, was er verdient. Abgesehen davon, daß es Quatsch ist, dass er nach 20 Jahren Beamtendasein keine Pensionsansprüche haben soll.
Wer den Beamtenstatus aufgibt oder verliert, wird in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, wobei der Dienstherr wohl auch bis dahin den Arbeitnehmeranteil trägt.
Keinesfalls wird er aber eine ähnliche hohe Versorgung erreichen wie der im Dienst verbliebene Kollege!

Sein materielles Wohlbefinden.. das ist doch wohl mit 53 Lebensjahren verständlich, oder..?
Den eigentlichen Skandal verursachen die Vorgesetzten, die keine adäquate Beschäftigung für den Mann finden!
Der würde sich selbst einer Versetzung kaum widersetzen. Hier wird ganz offensichtlich, wie auch schon von anderen Foristen beschrieben, ein unsichtbarer 'Strafvollzug' gegen einen unbotmäßigen Beamten durchgezogen.
Gegen seine Vorgesetzten sollten sofort disziplinare Maßnamen eingeleitet werden!

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newsmax 26.07.2011, 15:36
89. Lieber "Hermann Schmidt"

Noch 12 Jahre Sterbezimmer bis zur Rente? Statt im Internet zu surfen und Blätter zu zählen könnten Sie sich in dieser Zeit doch das Programmieren beibringen und sich dann bis zur Rente an Open Source Projekten beteiligen. Dann bekommen Sie den Lohn vom Staat und die Anerkennung von der Community.

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