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Kündigen oder nicht: Was mache ich mit meiner alten Lebensversicherung?
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Überlegen Sie, Ihre Lebensversicherung zu kündigen? Handeln Sie nicht voreilig. Es gibt oft bessere Wege, aus einem Vertrag herauszukommen - inklusive einer üppigen Nachzahlung des Versicherers.

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SarahMue 07.01.2017, 23:24
30. @supergrobi123

Selbstverständlich gibt es nicht den "Markt" und natürlich haben ETFs auch Kosten - doch sehr geringe Kosten im Vergleich zu "akitven" Fonds. Und ja, Geldanlage ist sehr individuell. Ich stimme Ihnen in vielen Punkten zu. Das ändert allerdings nichts daran, dass ETFs eine sinnvolle Wahl sind - die selbstverständlich nicht das Glück auf Erden versprechen und massive Risiken enthalten können. Das ändert jedoch nichts an den Argumenten die ich bereits genannt habe.

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thequickeningishappening 08.01.2017, 08:47
31. The most valuable thing in life is time

The more time you spend working out how to insure your life the closer you come to your payday! Ich hatte noch nie ne Lebensversicherung, ob die dann auf X oder Y rauskommt interessiert mich nicht. Ich glaube an den Reset und Colateral!

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lupo62 08.01.2017, 09:10
32. Lebensversicherung - prima Anlage

Ich babe vor etwa 15 Jahren eine Lebensversicherung abgeschossen. Die Kostet mich zur Zeit etwa 120 Euro im Monat und verspricht mir, wenn sie denn in 2 1/2 Jahren fällig ist, eine Monatsrente etwa in der gleichen Höhe. Das ist schon mal schön, denn meine Pension wird gegenüber meinen jetzigen (gekürzten) Vorruhestandsbezügen um genau diesen Betrag niedriger sein. Also keine Einschränkung m Alter.
Ansonsten betrachte ich die Lebensversicherung als eine Art Lebenswette. Wenn ich 82 werde, hat die Versicherung verloren. Wenn ich früher den Löffel abgebe, war ich der Dumme. Staatliche Zuschüsse und die jetzt bestehende Absicherung gar nicht eingerechent.
Am Einde seines Lebens ist man immer klüger, aber ich glaube nicht, das ich da generell was falsch mache.

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Harry_S 08.01.2017, 09:29
33. Zum Glück nie einen Cent bezahlt

Nachdem mir mein Vater schon als Kind erklärt hatte, wie viel meines Geldes von den Vertrieblern eingesackt wird, die sich damit auf Kosten der Kunden ein Luxusleben gönnen (nicht nur Abschlussprovision einmal, sondern Jahr für Jahr Bestandsführungsprovision, so lange der Vertrag läuft), habe ich nach dem Studium gleich mit Immobilien angefangen. In 25 Jahren habe ich damit eine durchschnittliche Verzinsung von 11,4 % erzielt, das meiste durch Wertzuwachs.

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montecristo 08.01.2017, 13:33
34. Hm

Zitat von lupo62
Ich babe vor etwa 15 Jahren eine Lebensversicherung abgeschossen. Die Kostet mich zur Zeit etwa 120 Euro im Monat und verspricht mir, wenn sie denn in 2 1/2 Jahren fällig ist, eine Monatsrente etwa in der gleichen Höhe. Das ist schon mal schön, denn meine Pension wird gegenüber meinen jetzigen (gekürzten) Vorruhestandsbezügen um genau diesen Betrag niedriger sein. Also keine Einschränkung m Alter. Ansonsten betrachte ich die Lebensversicherung als eine Art Lebenswette. Wenn ich 82 werde, hat die Versicherung verloren. Wenn ich früher den Löffel abgebe, war ich der Dumme. Staatliche Zuschüsse und die jetzt bestehende Absicherung gar nicht eingerechent.
Also nach den Daten zahlen Sie (unter der Annahme das Sie 82 werden) ungefähr so viel ein, wie Sie später rausbekommen. Halten Sie das wirklich für einen guten Deal?
Was Sie unter die "jetzt bestehende Absicherung" meinen ist mir nicht klar, hat aber dann eh nichts mit der KLV zu tun, sondern wurde dann mal eben zusätzlich abgeschlossen.
Derartige Versicherungen haben für mich nur einen Vorteil: Man geht über die Jahrzehnte nicht an das Geld. Bei Aktien etc. ist es zu verlockend, mal schnell "ein wenig" zu entnehmen, um die Waschmachinenreparatur zu bezahlen...

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n.wemhoener 08.01.2017, 14:01
35.

Zitat von lupo62
Ich babe vor etwa 15 Jahren eine Lebensversicherung abgeschossen. Die Kostet mich zur Zeit etwa 120 Euro im Monat und verspricht mir, wenn sie denn in 2 1/2 Jahren fällig ist, eine Monatsrente etwa in der gleichen Höhe. Das ist schon mal schön, denn meine Pension wird gegenüber meinen jetzigen (gekürzten) Vorruhestandsbezügen um genau diesen Betrag niedriger sein. Also keine Einschränkung m Alter. Ansonsten betrachte ich die Lebensversicherung als eine Art Lebenswette. Wenn ich 82 werde, hat die Versicherung verloren. Wenn ich früher den Löffel abgebe, war ich der Dumme. Staatliche Zuschüsse und die jetzt bestehende Absicherung gar nicht eingerechent. Am Einde seines Lebens ist man immer klüger, aber ich glaube nicht, das ich da generell was falsch mache.
Sie können ganz sicher sein, dass ihr Versicherer auch noch satt gewinnt, wenn sie mit 82 "den Löffel abgeben", weil nämlich diesen Leuten erlaubt wird, mit völlig unrealistischen Sterbetafeln zu arbeiten, bei denen nur der gewinnt, der so alt wie Jopie Hesters wird.

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timtonic 08.01.2017, 15:36
36. Warum? Wofür?

Vielleicht sollte man sich VOR einer Entscheidung mal fragen, WOFÜR man eigentlich Geld sparen möchte. Für die Altersvorsorge? Dann kann es per Definition nichts sinnvolleres als eine Rentenversicherung (im Volksmund auch "Lebensversicherung" genannt) geben, denn eine private Rentenversicherung ist das einzige Finanzprodukt auf diesem Planeten, dass einem eine lebenslang garantierte Rente beschert, auch wenn das angesparte Kapital schon längst aufgebraucht ist. Und da ist die Rendite dann auch völlig zweitrangig.

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lupo62 08.01.2017, 19:08
37.

Zitat von montecristo
Also nach den Daten zahlen Sie (unter der Annahme das Sie 82 werden) ungefähr so viel ein, wie Sie später rausbekommen. Halten Sie das wirklich für einen guten Deal? Was Sie unter die "jetzt bestehende Absicherung" meinen ist mir nicht klar, hat aber dann eh nichts mit der KLV zu tun, sondern wurde dann mal eben zusätzlich abgeschlossen.
Mene Mutter wird 86, mein Vater ist 92, beide noch gut dabei. Ich rechne mir Chancen auf einen sehr guten Deal aus...
Die Risikoabsicherung war in den Vertrag enthalten. Ohne wäre es natürlich preiswerter gewesen.

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supergrobi123 09.01.2017, 15:31
38.

Zitat von SarahMue
Selbstverständlich gibt es nicht den "Markt" und natürlich haben ETFs auch Kosten - doch sehr geringe Kosten im Vergleich zu "akitven" Fonds. Und ja, Geldanlage ist sehr individuell. Ich stimme Ihnen in vielen Punkten zu. Das ändert allerdings nichts daran, dass ETFs eine sinnvolle Wahl sind - die selbstverständlich nicht das Glück auf Erden versprechen und massive Risiken enthalten können. Das ändert jedoch nichts an den Argumenten die ich bereits genannt habe.
Ich will ja auch nicht gegen ETFs wettern. Mir ist daran gelegen, dass nicht immer jeder allen vom Kauf von Einzelaktien abrät! Viele Menschen, die sich mal vernünftig mit dem Thema auseinandergesetzt, vielleicht mit Fonds oder ETFs angefangen haben, landen früher oder später doch beim Kauf von Einzeltiteln. Und das ist gut und richtig so. Statt dies zu verteufeln und als hochriskantes Profigeschäft darzustellen, sollte man viel mehr Menschen dazu ermutigen!
Ein weiterer Punkt, der mich massiv stört, ist der gebetsmühlenartige Hinweis auf die angeblichen Risiken der Aktienanlage. Bei einem längerfristigen Anlagehorizont ist das Risiko gleich null. Wer sein Geld in den DAX anlegte und mehr als 12 Jahre abwartete, hat in der Vergangenheit noch NIE einen Verlust erlitten. Selbst jene, die per Einmalanlage den denkbar dümmsten Zeitpunkt kurz vor Platzen der Dotcom-Blase erwischten und 1999 kauften, waren 13 Jahre später wieder knapp im Plus, bis 2015 hätten Sie trotz der weiteren Turbulenzen um Griechenland, Euro- und Bankenkrise immerhin 2,8% jährliche Durchschnittsrendite. Abzulesen im Rendite Dreieck des Deutschen Aktieninstituts. Seitdem ist der DAX übriegns nochmal um rund 8% gestiegen. Das ist das bisherige worst case-Szenario der angeblich riskanten Anlage in den DAX!
Verglichen mit anderen Altersvorsorgen, etwa einem Immobilienkauf, bei dem man sich unfassbar hoch verschuldet, extreme Nebenkosten zahlt und den finanziellen Ruin riskiert, oder einer Riesterrente, bei der man heute schon weiß, dass man mitte 80 werden muss, um wenigstens sein eigenes eingezahltes Geld, das inzwischen massiv an Kaufkraft verloren hat, wieder zurückzubekommen, verglichen damit ist eine Aktienanlage die risikofreiste von allen!

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supergrobi123 09.01.2017, 15:44
39.

Zitat von timtonic
Vielleicht sollte man sich VOR einer Entscheidung mal fragen, WOFÜR man eigentlich Geld sparen möchte. Für die Altersvorsorge? Dann kann es per Definition nichts sinnvolleres als eine Rentenversicherung (im Volksmund auch "Lebensversicherung" genannt) geben, denn eine private Rentenversicherung ist das einzige Finanzprodukt auf diesem Planeten, dass einem eine lebenslang garantierte Rente beschert, auch wenn das angesparte Kapital schon längst aufgebraucht ist. Und da ist die Rendite dann auch völlig zweitrangig.
Das stimmt so nicht.
Zum einen garantiert die Versicherung gar nichts zu 100%, denn auch sie kann pleite gehen. Und wenn sie das nicht tut, kann auch eine starke Inflation ihre tolle Zusatzrente weitesgehend wertlos machen. Tatsächlich ist das schon bei normaler Inflation ein Thema, das die meisten ausblenden. Wer heute eine Versicherung abschließt und sich in 25 Jahren auf 200 Euro Zusatzrente freut, muss dann leider feststellen, dass bei 2% Inflation bis dahin das Geld nur noch 120 Euro wert ist.
Regelmäßiges Einkommen können Sie auch über Aktiendividenden oder gesparte/eingenommene Miete generieren.
Und natürlich können Sie auch jederzeit mit einem dicken Einmalbetrag bei deiner Versicherung vorstellig werden, die Ihnen dann eine lebenslange monatliche Rente dafür zahlt. Die 25 Jahre, die Ihnen die Versicherung mit Nullrenditen (nach Abzug der Kosten gerade Anfangs sogar Negativrenditen!) verzinst, können Sie sich sparen!

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