Forum: Wirtschaft
Kündigungen wegen Eigenbedarfs: Rausgeklagt, damit der Profit steigt?
Martin Osiadly / Getty Images

Mehr als 30 Jahre lebte Heike Klant in ihrer Mietwohnung in München - jetzt soll sie wegen Eigenbedarfs ausziehen. Immer mehr Mietern in Großstädten wird auf diese Weise gekündigt. Viele sorgen sich davor, obdachlos zu werden.

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rar.rar 22.05.2019, 09:19
1. Das Risiko beim Mieten

Mich wundert es immer wieder, wie Leute Mieten mit Kaufen verwechseln ... Eine gemietete Wohnung ist immer noch eine gemietete und keine gekaufte.

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espressotime 22.05.2019, 09:26
2.

Ach ja, das alte Thema Eigenbedarf. Im Nachhinein ist wirklich zu schauen, ob es auch Eigenbedarf war. Wenn nicht? Da muss der Gesetzgeber eine Regelung finden. Mietspiegel, Mietbremse, dass alles hilft nicht. Angebot und Nachfrage und bei der Menge Geld was in den Taschen ist, ist es kein Problem Interessenten zu finden.

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kain1 22.05.2019, 09:29
3. Der Versuch zu betrügen ist zu billig

Für den Vermieter besteht kein, bzw. nur ein nachrangiges, Riskio wenn er fälschlicherweise wegen Eigenbedarfs kündigt.
Zum einen ist der Nachweis des Missbrauchs für den ehemaligen Mieter sehr schwer - und selbst dann sind die Strafen lächerich. Z.B. 8.000€ in Stuttgart - verglichen zu den Gewinnen die eine neue Vermietung oder ein Verkauf ohne Mieter bringen.
Dem gegenüber stehen dann die Menschen, deren Leben für etwas persönlichen Profit komplett aus den Fugen geraten ist.
Schön wie hier von der elitären Schicht unser Grundgesetz mit Füßen getreten wird. GG Art 14 : (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

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totalausfall 22.05.2019, 09:32
4. Logisch...

Sie haben einerseits Eigentum voll mit Altmietverträgen, sollen sich selber oder nahe Angehörige fürs drei- oder vierfache bei jemand anderem einmieten - wenn Sie überhaupt etwas finden? So gehts natürlich auch nicht.

So lange immer mehr Leute irgendwo zuziehen als Wohnraum entsteht, werden die Eigenbedarfkündigungen auch noch steigen.

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bz16 22.05.2019, 09:33
5. So ungerecht und dramatisch...

... die geschilderten Fälle auch sein mögen, ich verstehe nicht, wieso manche Leute meinen, ihnen stehe eine Mietsache auf Lebenszeit zu. Wenn ich etwas miete, muss ich davon ausgehen, dass der Eigentümer die Mietsache auch irgendwann wieder zurückhaben möchte. Möchte ich diesen Fall vermeiden, muss ich eben Eigentum erwerben. Oder halt auch mal einen Plan B in der Tasche haben, wie es weitergeht, wenn man ggf. auch nach ein paar Jahrzehnten die Mietsache wieder herausrücken muss.

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helmut.alt 22.05.2019, 09:34
6. Mieter werden in den Stand

einer heiligen Kuh gehoben. Ihnen darf nichts zustoßen. Mieten müssen über Jahrzehnte konstant niedrig bleiben. Renovierungen der Wohnung sind erlaubt, aber hinterher, so nach 20 Jahren, keinesfalls eine Mieterhöhung. Einzelfälle werden aufgebauscht und auf die Tränendrüsen gedrückt, weil der Vermieter so grausam ist. Die Rolle der Mieter wird nicht durchleuchtet. In jungen Jahren nicht für das Alter vorgesorgt, sich alles gönnen, was möglich ist, auf nichts verzichten und dann im Alter eine angemessene Rente und eine billige Wohnung einfordern. Man nennt dieses Verhalten realitätsfremd.

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Herr Knigge 22.05.2019, 09:37
7. Wen wundert...

...da noch ein Kevin Kühnert mit der Forderung nach einer Begrenzung von Wohneigentum? Solange Vermieter und Mieter sich vertragen, braucht man darüber nicht diskutieren - wenn es nur noch um "Investition" und vor allem Rendite geht, ist das Thema doch sehr nachvollziehbar.

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spammymcspamface 22.05.2019, 09:38
8. Genau so ist kaufen...

Ein Risiko. Wohnen ist eine Notwendigkeit. Der Gesetzgeber muss was gegen diesen mietmangel unternehmen. Bzw. die Miete von nachmietern deckeln, dass kein Bedarf aufkommt für mehr Profit neu zu vermieten.

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keyzar stelskred 22.05.2019, 09:40
9. jammernde mieter

Ich versteh das Gejammer nicht. Der Vermieter muss einen Kredit aufnehmen um den mietraum zu kaufen. Also bezahlt er diesen ab. Anstelle des Mieters der lieber keinen Kredit nehmen will für eigenen Wohnraum. Okay. Das ist das Problem des Mieters und nicht des Vermieters. Der Mieter will Geld verdienen. Für das Risiko das er trägt. Ist doch legitim. Und es ist ja nicht so als ob das ganze Geld netto in den beutel des Vermieters geht. Der Staat langt auch noch kräftig hin. Würde man weniger Steuern zahlen dann wäre der Wohnraum auch nicht so teuer. Alle hacken auf den Vermietern rum. Aber niemand sieht das es ein Risikogeschäft ist. Und für risiko bezahlt man eben. Ganz normal. Mieter wollen am besten umsonst wohnen.

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