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Kündigungen wegen Eigenbedarfs: Rausgeklagt, damit der Profit steigt?
Martin Osiadly / Getty Images

Mehr als 30 Jahre lebte Heike Klant in ihrer Mietwohnung in München - jetzt soll sie wegen Eigenbedarfs ausziehen. Immer mehr Mietern in Großstädten wird auf diese Weise gekündigt. Viele sorgen sich davor, obdachlos zu werden.

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fahrgast07 22.05.2019, 12:50
170. Blanke Gier

Manche kriegen das Maul nicht voll genug, egal ob andere dafür über die Klinge springen. Dabei ist man doch reich genug, wenn man eine Immobilie besitzt und normal vermietet! Warum tut der Staat nichts gegen den Eigenbedarfsbetrug?

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godfader 22.05.2019, 12:51
171. Entschuldigung

Aber warum tun uns Leute leid, bei denen ein Mietvertrag vorliegt? Die wissen als Mieter doch, worauf sie sich einlassen. Und nur mal am Rande, Eigenbedarf durchzudrücken ist eine sehr kostspielige und langwierige Sache. Ein befreundetes Paar wurde schwanger und Dank Gerichtsverfahren und langwieriger Verhandlungen mit dem angeblich schwerkranken Mieter konnte das Paar erst zum 2. Geburtstag des Kindes einziehen. Unglaublich, wie Eigentümer hier schlechter gestellt werden.

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MUT_60 22.05.2019, 12:52
172. Skandalös!

Meinen Eltern (89 + 91 Jahre) wurde trotz fehlerhafte Eigenbedarfskündigung per Gerichtsbeschluss nach 37 Jahren die Wohnung weggenommen. Mein Vater hat die Belastungen des Umzugs nicht überlebt. Hier müssen alte Mieter deutlich besser geschützt werden!

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kleinsteminderheit 22.05.2019, 12:53
173. Hart sanktionieren

Wer Eigenbedarf geltend macht, sollte diesen klar benennen und sich über eine Frist von mindestens 5 Jahren auf die angegebene Nutzung festlegen müssen.

Wenn ein Eigentümer seine Immobilie längerfristig für sich oder seine Familie benötigt, ist nichts dagegen zu sagen.

Wer Eigenbedarf vortäuscht um danach teurer zu vermieten, oder die Wohnung günstiger veräußern zu können, sollte hart sanktioniert werden. Bei hartherzigen Menschen ist das Portemonnaie das empfindlichste Körperteil. Also sollte man nicht zimperlich sein.

Eine Eigenbedarfskündigung verursacht beim betroffenen Mieter so. viel Ungemach, dass er , sollte der Eigenbedarf vorgetäuscht sein, vollumfänglich für Aufwand und Mehrkosten entschädigt und mit einer nachträglichen Auszugsprämie von mindestens 5 Jahresmieten abgefunden werden sollte.
Warum so viel? Weil es teurer sein muss, als jeder zu erwartende Gewinn der Entmietung.

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Flugzeugfreak1 22.05.2019, 12:55
174.

Zitat von Bananenschale
Was muß ich da lesen?! Vermieter geht zur Bank, nimmt Kredit auf, und packt Schuld und Zins auf den Mieter. Eigener Kapital-Einsatz gleich Null. Er muß lediglich eine Sicherheit zum Zeitpunkt der Kredit-Aufnahme bieten. Hinterher mehr Eigentum. Mehr Reich. Und wer trägt hier bitte welches Risiko? Und da wundert man sich über steigende Mieten? Na, wie wird man sich erst über eine Revolution wundern?! Denn die ist wohl fällig. Und ja, in einem solchen Kontext darf nicht nur enteignet werden; nein, es MUSS enteignet werden. Und das presto und entschädigungslos! Paßt bitte sehr genau auf, was Ihrt tut.
Sie haben wohl in der Schule nicht aufgepasst.

Das Risiko trägt nicht der Mieter, das trägt der Vermieter. Er muss einen Kredit bedienen und falls er es nicht kann, verliert er seinen Besitz. Wenn die Bude abbrennt, Pfusch am Bau und so, dann ist das das finanzielle Problem der Vermieters. Niemand vermietet und bezahlt daraus die Tilgung.

Steigende Mieten da alle in die Städte ziehen und wir in Deutschland Marktwirtschaft haben: Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Darf ich an den Real Existierenden erinnern, wo mehrere Millionen noch mit 30 bei den Eltern wohnen mussten weil die Wohnungen knapp waren?

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jo.delanghita 22.05.2019, 12:56
175. komisch

wenn einer die bank wechselt weil die zinsen bei der anderen bank hoeher sind regt sich keiner auf. wenn besitzer nicht mehr ueber IHR eigentum verfuegen koennen, dann werden noch weniger wohnungen gebaut. und fuer die, die lebenslang irgendwo wohnen wollen, eigentum anschaffen.

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neanderspezi 22.05.2019, 12:56
176. Die Schere in den Einkommensverhältnissen muss noch gespreizt werden

Schon der Begriff "rausklagen", nächste Stufe "rauswerfen", für den Schwaben "nausbeiga" kommt einer Art von Müllentsorgung ziemlich nahe und trifft den Kern des Vorgangs im sozialen Umgang miteinander auf bürgerlicher Froststufe reichlich überzeugend und dürfte bei den zu Vertreibenden aus Wohnung und Bleibe eine äußerst empfindliche Stelle treffen, winkt doch in deren Vorstellung bei dem Bild von entrechteten Underdogs sehr schnell die Assoziation, sich den Vogelfreien zugesellen zu müssen, mit denen die bessergestellten Vermieter vom Gesetzgeber begünstigt freihändig das Spiel eröffnen können: "Ene, mene, miste, es rappelt in der Kiste. Ene, mene, meck und du bist weg", aber ich geb' dir Würstchen noch die Chance zu bleiben, wenn du meinen Mietforderungen ohne zu jammern nachkommst. Du musst nämlich wissen, auf dem Wohnungsmarkt steigen die Mietpreise regierungsseitig unterstützt in die von Vermietern im Verlangen nach Bereicherung angestrebte Höhen, Wohnraum ist knapp, versteh das gefälligst und Eigenbedarf lässt sich, wenn du nicht spurst, dank umfangreicher Verwandtschaft beliebig herbeizitieren.

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minimalmaxi 22.05.2019, 13:00
177.

Zitat von helmut.alt
einer heiligen Kuh gehoben. Ihnen darf nichts zustoßen. Mieten müssen über Jahrzehnte konstant niedrig bleiben. Renovierungen der Wohnung sind erlaubt, aber hinterher, so nach 20 Jahren, keinesfalls eine Mieterhöhung. Einzelfälle werden aufgebauscht und auf die Tränendrüsen gedrückt, weil der Vermieter so grausam ist. Die Rolle der Mieter wird nicht durchleuchtet. In jungen Jahren nicht für das Alter vorgesorgt, sich alles gönnen, was möglich ist, auf nichts verzichten und dann im Alter eine angemessene Rente und eine billige Wohnung einfordern. Man nennt dieses Verhalten realitätsfremd.
Und ich nenne Ihre Einstellung zynisch. Woher wissen Sie eigentlich, dass die betroffenen Menschen nicht für das Alter vorgesorgt und sich alles gegönnt und auf nichts verzichtet haben? Muss man sich jetzt schon schuldig fühlen, weil man "nur" ein Mieter ist und eine kleine Rente bezieht?

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Flugzeugfreak1 22.05.2019, 13:01
178.

Zitat von Romulus
und werde wegen angeblichen Eigenbedarfs der Tochter aus meiner Wohnung geklagt. Klar ist, dass es sich um reine Spekulation handelt. Trotz kleinem Kind in meinem Haushalt wird rücksichtslos vorgegangen. Es ist erschreckend. Auch die schlaflosen Nächte kann ich bestätigen, weil nichts auf dem Markt zu finden ist. Ich bin Normalverdiener und bekomme nur Absagen. Immerhin hatte ich einen unbegrenzten Vertrag geschlossen, der nun einseitig aufgebrochen wurde unter fadenscheinigen und vorgeschobenen Argumenten des Eigenbedarfs. Solchen Leuten gehört ihr Eigentum wegen Missbrauchs entzogen. Da muss sich Einiges ändern in unserem Land.
Es ist nicht Ihr Eigentum. Tut mir leid für Sie aber ich bin der Meinung das der Eigentümer mit seinem Eigentum machen darf was er will. Und wenn seine Tochter die Wohnung kriegen soll, dann ist das halt so.

Viel Glück Ihnen noch.

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jo.delanghita 22.05.2019, 13:02
179. eigentum ?

Zitat von spon-41d-frm9
Artikel 2 Abs. 2 „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Dieser Artikel in unserem Grundgesetz ist nicht mal mehr das Papier wert worauf er gedruckt ist. Vielleicht mal Christioan Lindner fragen, ob er ihn streichen lassen kann
verpflichtet mich nicht jemanden meine wohnung auf lebenszeit zu ueberlassen. einfach mehr sparen, weniger nach malle fahren u. eine wohnung kaufen. ist doch ganz einfach.

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