Forum: Wirtschaft
Kündigungen wegen Eigenbedarfs: Rausgeklagt, damit der Profit steigt?
Martin Osiadly / Getty Images

Mehr als 30 Jahre lebte Heike Klant in ihrer Mietwohnung in München - jetzt soll sie wegen Eigenbedarfs ausziehen. Immer mehr Mietern in Großstädten wird auf diese Weise gekündigt. Viele sorgen sich davor, obdachlos zu werden.

Seite 20 von 30
eineve 22.05.2019, 13:29
190. warum nicht

Zitat von Haarfoen
Richtig. Die Vermieter sind gewarnt. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Da Gier nur mit Regeln eingedämmt werden kann: Besteuerung von Mieterträgen mit 97,5 % ab einem Freibetrag in Höhe von EUR 100.000,00 pro Jahr. Ansonsten gibt es halt gar nichts mehr: Wenn die Häuser besetzt werden. Wohnraum ist für alle da, unabhängig von den Besitzverhältnissen. Das müssen die Vermieter halt noch lernen, die Lernkurve ist bis heute relativ flach verlaufen. Klar, wenn man so gierig nach Geld ist ... Deshalb: Transformation von Wohneigentum oberhalb einer Kappungsgrenze in die Hände von Wohngenossenschaften. Oder dauerhafte Krawalle mit Hausbesetzungen. Die armen Leute haben nichts zu verlieren, die Vermieter schon.
das machen, was von so manchem schreiber hier gefordert wurde?

eigenen wohnraum kaufen - und die vermieter können guggen wer noch ihre wohnungen mietet und ihnen die hypothek, das hausgeld plus aller umlagefähigen nebenkosten sowie einen "kleinen" gewinn zahlt.

aber leider geht das nicht. menschen im unteren und mittleren einkommensbereich bekommen keine kredite dafür und werden bei ihren gehältern entsprechend vorsätzlich klein gehalten - DAMIT sie sich kein eigentum kaufen können.

Beitrag melden
cylina77 22.05.2019, 13:29
191. Ursache für Wohnungsnot

Erst werden insgesamt über 2 Millionen Menschen seit 2015 neu im Land willkommen geheißen und dann wundern sich die Deutschen, dass Wohnraum knapp und teuer wird.

Logisches Denken wird wohl in der Schule nicht mehr vermittelt.

Beitrag melden
Dieter Koll 22.05.2019, 13:32
192. Vielleicht ist es eben so.....

wer mietet muss halt immer damit rechnen, dass dieser Vertrag gekündigt wird. 35 Jahre schützen halt nicht davor. Inwieweit der Eigenbedarf tatsächlich vorhanden ist, lässt sich nur im Nachhinein klären. Schlecht schlafen ist halt eine Art der Bewältigung, die andere ist sich hinzusetzen und zu suchen. Dazu gehört aber auch, ggf. die Komfortzone verlassen zu müssen.
Das Leben besteht aus stetigem Wechsel.... auch wenn das manche Menschen nicht mögen.

Beitrag melden
bumbewasserzong 22.05.2019, 13:32
193. Private Vermietung abschaffen

Auch wenn dies faire Vermieter gleichermaßen trifft wie Spekulanten, gehört die Vermietung von Wohnraum ausnahmslos in öffentliche Hände. Dann ist auch endlich Schluss mit dem unsäglichen Krampf, sich Kündigungsgründe wie "Eigenbedarf" aus der Nase ziehen zu müssen.

Mieter werden viel entspannter sein. Auch Vermieter sähen stressfreien Zeiten entgegen, indem sie ihr Kapital aus der enteigneten Wohnung einfach in andere bombensichere Geldanlagen (wie wäre es z.B. mit Bundesanleihen?) stecken.

Beitrag melden
Pascal Meister 22.05.2019, 13:33
194. Das Problem wird sich noch massiv verschärfen

in den bereits jetzt begehrten Städten, wenn das Pendeln noch teurer wird, wenn ein eigenes Auto für immer weniger Menschen bezahlbar ist. Dann steigt die Nachfrage nochmals extrem. Irgendwann wird es an zentraler Lage in den Innenstädten wohl nur noch Eigentum geben oder teure Wohnungen mit Nebenleistungen bzw. für Kurzfristaufenthalte.

Beitrag melden
gaaps 22.05.2019, 13:33
195.

Fehlerhafte Wohnungs- und Sozialpolitik soll nun individualisiert werden.
Wer am Eigentumsrecht und am Schutz des Eigentums herumfummelt wird Sturm ernten. Denn dann fehlt allen Anlegern das Vertrauen und keiner wird mehr in eine Vermietungsimmobile investieren.

Für viele Vermieter ist es auch eine Altersvorsorge, nach dem die 1. Säule (gesetzliche Rente) fraglich, die 2. Säule (durch den Arbeitgeber) dank Ulla Schmitt mit Krankenversicherungsbeitragen minimiert wird und der Rest der eigenen Vorsorge durch Finanzskandale und sonstigem undurchsichtigem Betrug ebenfalls wegbricht.

Warum wird immer der mündige Bürger, der sich um sich selbst kümmert, quasi enteignet.

Beitrag melden
Dieter Koll 22.05.2019, 13:35
196.

Zitat von eineve
das machen, was von so manchem schreiber hier gefordert wurde? eigenen wohnraum kaufen - und die vermieter können guggen wer noch ihre wohnungen mietet und ihnen die hypothek, das hausgeld plus aller umlagefähigen nebenkosten sowie einen "kleinen" gewinn zahlt. aber leider geht das nicht. menschen im unteren und mittleren einkommensbereich bekommen keine kredite dafür und werden bei ihren gehältern entsprechend vorsätzlich klein gehalten - DAMIT sie sich kein eigentum kaufen können.
dann geben Sie doch diesen Menschen den nötigen Kredit...oder noch besser....werden Sie Arbeitgeber und zahlen den Menschen das Gehalt, dass sie benötigen, um sich in München eine Wohnung kaufen zu können. SIE haben die Lösung selbst in der Hand..... nicht reden...machen!!!

Beitrag melden
Grünspahn 22.05.2019, 13:36
197.

Es ist wieder einmal typisch - hier werden einige Tränendrüsenfälle herangezogen um Stimmung zu machen. Nebenbei wird erwäht, dass ein Familienvater bei seinem Vater wohnt, da ein Eigenbedarf gegenüber einem Senior nur gerichtlich durchsetzbar ist. Warum wird der Fall nicht in der epischen Breite ausgerollt, wie der Fall der Kinderpflegerin die zu einer Witz-Miete mitten in München wohnt?
Vermieten kann so einfach sein, wenn man einen guten Mieter hat ... keine Probleme und wenn etwas ist, dann redet man miteinander und findet eine Lösung. Leider nehmen diese Fälle immer mehr ab! Mietbetrügereien nehmen zu, bei der Bewerbung um eine Wohnung wird gelogen und betrogen und der Schaden bleibt beim Vermieter hängen - selbst schuld wenn man vermietet. Warum das Ganze nicht faierer gestalten und dem Vermieter ebenso wie dem Meiter ein ordentiches Kündigungsrecht einräumen? - Die Kündigungsfrist muss nicht der des Meiters entsprechen, 2 Jahre Kündigungsfrist wären mE fair. Jeder andere Vertrag kann von beiden Vertragsparteien ordentlich gekündigt werden, nur hier sollen andere Regeln gelten? Wer in 2 Jahren keine neue Wohnung findet macht was falsch oder sollte seine Ansprüche überdenken!
Als privater Vermieter von 2 Immobilien kann ich mittlerweile ein Lied davon singen. Sobald meine Kinder soweit sind hoffe ich, dass das der Eigenbedarf ohne große Probleme durchgeht und ich das Vermietthema los bin. Meine Kinder sind dann Wohnungsmäßig versorgt und andere muss ich nicht versorgen. Wer sich einschränkt kann meist auch kaufen - es leben nicht alle vom Mindestlohn! Als meine Eltern ihr Haus gekauft haben gab es auch keinen Familienurlaub. Erst nach 10 Jahren gab es eine Woche auf dem Bauernhof zur Selbstversorgung. Vermögensaufbau heißt eben Verzicht und dazu ist heute kaum mehr jemand bereit.

Beitrag melden
simon.pfeiffer74 22.05.2019, 13:41
198.

Zitat von Blackbeard
Wäre toll, wenn die Politik mal etwas für die Mieter und nicht nur für die Vermieter tun würde. Ich sag mal ganz provokant: Kündigung wegen Eigenbedarfs verbieten. Bessere Überwachung bei Wohnungsinseraten und Diskriminierung bei Wohnungsbewerbungen. Und wenn ein Mieter lange genug in einer Wohnung gelebt hat, um diese durch Miete abzubezahlen, sollte dem Mieter das Eigentum an der Wohnung automatisch übertragen werden.
Ich bin kein Jurist, aber es wäre spannend nachzuvollziehen, wie viele Rechtsgrundsätze mit der Umsetzung dieser Ideen verletzt werden.

Beitrag melden
Freier.Buerger 22.05.2019, 13:46
199.

Zitat von bumbewasserzong
Auch wenn dies faire Vermieter gleichermaßen trifft wie Spekulanten, gehört die Vermietung von Wohnraum ausnahmslos in öffentliche Hände. Dann ist auch endlich Schluss mit dem unsäglichen Krampf, sich Kündigungsgründe wie "Eigenbedarf" aus der Nase ziehen zu müssen. Mieter werden viel entspannter sein. Auch Vermieter sähen stressfreien Zeiten entgegen, indem sie ihr Kapital aus der enteigneten Wohnung einfach in andere bombensichere Geldanlagen (wie wäre es z.B. mit Bundesanleihen?) stecken.
Dann lieber dem Vorschlag von @127 Europa! folgen und viel mehr Leute zu Eigentum verhelfen. Warum die Eigentümer zu armen Mietern machen und nicht die Mieter zu wohlhabenden Eigentümern?

Beitrag melden
Seite 20 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!