Forum: Wirtschaft
Kürzungen beim Militär: Amerika spart am Supermacht-Status

2,4 Billionen Dollar will die US-Regierung aus*dem Budget streichen, bis zu ein Drittel davon beim Militär. Die Rüstungsindustrie*wappnet sich schon zur Lobbyschlacht. Amerika sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Wie lange kann sich das Land seinen Rang als globale Supermacht noch leisten?

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MashMashMusic 05.08.2011, 20:55
280. Und selbst da ...

... können Sie nicht pauschalisieren. Es gibt auch in den USA nicht "die bösen Eliten". Es ist in den USA etwa absolut üblich als Superreicher, wie etwa Bill Gates, den größten Teil des Vermögens in Stiftungen überzuführen, die sich philantropischen Zwecken widmen.

In den USA herrscht eine ganz andere Einstellung, was Lebensrisiken angeht. Während hierzulande eine Vollkaskomentalität herrscht (die ganz sicher ihre Vorteile hat), ist der Amerikaner weitaus eher bereit, Risiken einzugehen, um etwas zu erreichen. Das hat Vor- und Nachteile.

In den USA herrscht übrigens eben kein Klassenkampf wie man ihn aus anderen Ländern kennt, weil die Schichten deutlich durchlässiger sind. Auch das hat Vor- und Nachteile.

Was meinen Sie mit "egalitärer Gesellschaft"?

Zitat von naabaya
Es gibt nicht den Amerikaner, genausowenig wie den Deutschen usw.Denn die USA ist keine egalitäre Gesellschaft, wie viele auch in diesem Forum glauben. In den USA herrscht, wie zunehmend auch in D, ein brutaler Klassenkampf.Niedrige und hohe Einkommen klaffen immer weiter auseinander. Die Oberschicht ist nicht bereit, sich an der Sanierung des Staatshaushaltes zu beteiligen. Sparen sollen die Armen, bzw., an ihnen soll gespart werden. Die Politik ist Bestandteil der Entertainment-Industrie geworden. In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen gibt es daher eine Abschottung von der Wirklichkeit. Wenn daher von den bösen Amerikanern die Rede ist, dann sind es die sogenannten Eliten.

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delinquent 05.08.2011, 21:12
281. Nix pauschal

Zitat von MashMashMusic
Es ist vor allem eine unzulässige Pauschalisierung, die bei allen anderen Antis sofort zu ernergischstem Protest führen würde.
Bedauerlicherweise gilt diesbezüglich das Prinzip der kollektiven Schuldzuweisung.Das war übrigens nach dem 2.WK für den Deutschen genau so.Es ist schon klar, das niemand den einzelnen, möglicherweise persönlich bekannten Amerikaner meint.
Das Erstaunliche ist meiner Meinung, das viele Amerikaner auch oder gerade aus dem intelektuellem Milleu das eigene System kritisieren.
Irgentwann und hoffentlich noch früh genug läuft das Fass über.

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delinquent 05.08.2011, 21:26
282. Kommt noch keine Sorge!

Zitat von MashMashMusic
In den USA herrscht übrigens eben kein Klassenkampf wie man ihn aus anderen Ländern kennt, weil die Schichten deutlich durchlässiger sind. Auch das hat Vor- und Nachteile.
Ich glaube ganz sicher, das Sie den amerikanischen Arbeiter dann für dümmer halten als er ist.
Sollte es für Rangruppen immer schwieriger werden ihren Lebensunterhalt zu bestreiten wird sich irgentwann der Unmut in diesen Bevölkerungsschichten ein Ventil suchen,und das geht möglicherweise böse aus.
Ich erinnere:Durch die Inmobilienkrise ging es sogar einem großen Teil der sogenannten Mittelschicht gehörig an den Kragen.
Vom Eigenheim ins Campingzelt oder campieren im Auto und das auf ungewisse Zeit.Da hat es bei einigen kräftig geklingelt!

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MashMashMusic 05.08.2011, 21:41
283. .

Zitat von delinquent
Bedauerlicherweise gilt diesbezüglich das Prinzip der kollektiven Schuldzuweisung.Das war übrigens nach dem 2.WK für den Deutschen genau so.Es ist schon klar, das niemand den einzelnen, möglicherweise persönlich bekannten Amerikaner meint. Das Erstaunliche ist meiner Meinung, das viele Amerikaner auch oder gerade aus dem intelektuellem Milleu das eigene System kritisieren. Irgentwann und hoffentlich noch früh genug läuft das Fass über.
Wie gesagt, es regt mich vor allem auf, dass diejenigen, die den Splitter bei den Amerikanern kritisieren, den Balken bei anderen Völkern völlig ignorieren. Die Amerikaner sind bei weitem nicht das größte Problem auf diesem Planeten.

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MashMashMusic 05.08.2011, 21:45
284. .

Der Punkt ist: ein Mitteleuropäer, besonders ein Deutscher, der aus der Mittelschicht nach unten fällt, macht dafür jeden anderen verantwortlich außer sich selbst und erwartet dann auch von Staat und Gesellschaft, sich aber mal stante pede um ihn zu kümmern. Nicht dass ich unsere Sozialsysteme missen möchte.

Sie haben recht, Dinge wie unten gibt es in den USA. Was macht der durchschnittliche Amerikaner, wenn er aufs Maul gefallen ist? Er steht auf und macht weiter.

Und genau deswegen wird es auf absehbare Zeit eben nicht irgendwelche Unruhen geben. Und das gilt auch für den amerikanischen Arbeiter, gerade für den. Gehen Sie mal in eine klassische amerikanische Arbeiterkneipe und fangen an, vom Klassenkampf zu reden. Wie ich meine amerikanischen Freunde kenne, werden die Ihnen dann zeigen, was ein Kampf ist. Gerade dort finden Sie extrem verfestigten Nationalismus und unebdingten Glauben an Freiheit und das US-System.

Zitat von delinquent
Ich glaube ganz sicher, das Sie den amerikanischen Arbeiter dann für dümmer halten als er ist. Sollte es für Rangruppen immer schwieriger werden ihren Lebensunterhalt zu bestreiten wird sich irgentwann der Unmut in diesen Bevölkerungsschichten ein Ventil suchen,und das geht möglicherweise böse aus. Ich erinnere:Durch die Inmobilienkrise ging es sogar einem großen Teil der sogenannten Mittelschicht gehörig an den Kragen. Vom Eigenheim ins Campingzelt oder campieren im Auto und das auf ungewisse Zeit.Da hat es bei einigen kräftig geklingelt!

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naabaya 05.08.2011, 21:50
285. Klassen

Zitat von MashMashMusic
... können Sie nicht pauschalisieren. Es gibt auch in den USA nicht "die bösen Eliten". Es ist in den USA etwa absolut üblich als Superreicher, wie etwa Bill Gates, den größten Teil des Vermögens in Stiftungen überzuführen, die sich philantropischen Zwecken widmen. In den USA herrscht eine ganz andere Einstellung, was Lebensrisiken angeht. Während hierzulande eine Vollkaskomentalität herrscht (die ganz sicher ihre Vorteile hat), ist der Amerikaner weitaus eher bereit, Risiken einzugehen, um etwas zu erreichen. Das hat Vor- und Nachteile. In den USA herrscht übrigens eben kein Klassenkampf wie man ihn aus anderen Ländern kennt, weil die Schichten deutlich durchlässiger sind. Auch das hat Vor- und Nachteile. Was meinen Sie mit "egalitärer Gesellschaft"?
Die Schichten sind eben nicht oder kaum durchlässig. Der traum vom tellerwäscher zum Millionär ist eine Sage. Das Militär ist ein Musterbeispiel für die Einteilung in verschiedene Schichten. Der einfache Soldat stammt aus prekären Verhältnissen und sieht im Militär die Möglichkeit, wenigsten etwas diesen zu entkommen. Die niedrigen Chargen der Offiziere stammen aus der provinz. Die hohe Generalität jedoch entstammt den Elitan, geschult in elitären Militäreinrichtungen. Und dieses prinzip läßt sich auch auf die Wirtschaft übertragen. Und die wissenschaftliche Elite holt man sich zum großen Teil aus dem Ausland.

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KTScholz 05.08.2011, 21:54
286. Ablehnung dieser Ideen

Zitat von pax
Die UNO sollte so schnell wie möglich aufgelöst werden, denn sie ist wie die NATO nur eine historische Institution. Aber im Unterschied zur NATO basierend auf den viel älteren Kolonialmächten und nicht erst auf dem kalten Krieg. Ohne den Sicherheitsrat und der militärischen Zahlosigkeit Unfähigkeit hätte die UNO-Vollversammlung schon längst die Vernichtung des Staates Israel beschlossen. Das wäre ja mal ein schönes Bild, die deutsche Bundeswehr marschiert unter der UNO-Flagge in Israel ein.
Die Vorschläge sind einfach dumm.
Israel kann sich verteidigen, auch nuklear und es hat kein Problem mit seinem überragenden MIK neue Bündnispartner zu werben.
Die alten Kolonialmächte haben gerade dadurch, dass sie Kolonialmächte waren erheblich mehr Einfluss als andere Staaten.
Ich weiß nicht, aber im größten und stärksten Militärbündnis zu sein mit den Briten, Polen und Franzosen macht Deutschland sicherer. Lösen wir das auf, brauchen wir sehr viel höhere Militärausgaben, ergo Sie müssen mehr Steuern für weniger Sicherheit bezahlen.
Dass die Amerikaner einige militärische Aktionen beschliessen von denen andere nichts halten ist deren Angelegenheit. Umgekehrt sollten sie sich doch Deutschlands Rolle im ehemaligen Jugoslawien anschauen. Kurz gesagt alle Staaten verfolgen nun einmal Machtpolitik mit Ethik mehr oder weniger als Feigenblatt.
Wenn die aufstrebenste neue Macht China mehr zu sagen hat, wird die Welt dann besser?

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MashMashMusic 05.08.2011, 22:53
287. Das ist so ...

... nicht richtig.

Tellerwäscher allein reicht nicht - Sie können aber in den USA nach wie vor mit einer brillanten Idee es weswentlich einfacher zu wesentlich mehr Erfolg bringen. Wenn Sie sich Karrieren wie Mark Zuckerberg oder Sean Parker ansehen, so sind die hierzulande einfach nicht möglich. Beide entstammen der Mittelschicht.

Schauen Sie, wer hierzulande an Konzernspitzen steht. Auch hierzulande können Sie Schichten durchdringen, ganz nach oben werden Sie es in den USA indes viel leichter schaffen.

Vom Militär rede ich nicht. Das Problem des "white trash" der sich in den dortigen Armee findet, liegt begründet in der Berufsarmee der Amerikaner, ein Grund, weswegen ich für eine Wehrpflicht bin.

Aber schauen Sie sich die Gesellschaft an, doret sieht es anders aus. Haben Sie eine gute Idee und ein Vermarktungskonzept, haben Sie in den USA eine Chance. Die haben Sie hier auch, die ist aber viel geringer.

Und wie gesagt, das ist das, was die meisten Amerikaner auch beseelt. Ob Sie mit Leuten aus dem Mittleren Westen oder von den Küsten reden. Ich kenne selber genug.

Zitat von naabaya
Die Schichten sind eben nicht oder kaum durchlässig. Der traum vom tellerwäscher zum Millionär ist eine Sage. Das Militär ist ein Musterbeispiel für die Einteilung in verschiedene Schichten. Der einfache Soldat stammt aus prekären Verhältnissen und sieht im Militär die Möglichkeit, wenigsten etwas diesen zu entkommen. Die niedrigen Chargen der Offiziere stammen aus der provinz. Die hohe Generalität jedoch entstammt den Elitan, geschult in elitären Militäreinrichtungen. Und dieses prinzip läßt sich auch auf die Wirtschaft übertragen. Und die wissenschaftliche Elite holt man sich zum großen Teil aus dem Ausland.

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delinquent 06.08.2011, 01:38
288. Aber eines der größten Übel...

Zitat von MashMashMusic
Die Amerikaner sind bei weitem nicht das größte Problem auf diesem Planeten.
Das stimmt. Aber Sie sind für die größten Probleme auf diesem unserem Planeten überproportional verantwortlich.
Zumindest in dem Verhältnis Ihrer militärischen Übermacht gegenüber anderen Nationen.Leider wird die eigene Vormachtstellung von den Amerikanern missbraucht.Und genau das ist der Grund des aufkeimenden Antiamerikanismus.Ich bin jedenfalls der Meinung:Wer der Welt echte Demokratie bescheren will sollte sie im eigenen Land vorweisen können!
Die Amis aber schwingen permanent die Peitsche und der Rest der Welt soll nach deren Pfeife tanzen.(Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns)

Es ist an der Zeit, das der kleine Fabrikarbeiter in Detroit, Ohio oder andeswo endlich wach wird und dem System paroli bietet.

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MashMashMusic 06.08.2011, 09:16
289. Anti-Amerikanismus ...

... hat viele Gründe. "Missbrauch" ihrer Stellung gehört nicht dazu. IdR geht es darum, dass Leute sich fragen wieso dürfen die das, und ich nicht?

Was immer als erstes vergessen wird ist, dass die USA sehr lange Schutzmacht der freien westlichen Welt war und es genau diese so heute nicht geben würde ohne die USA.

Sie sagen auch nichts zu dem Thema, dass gerade diejenigen, die sich da am meisten ereifern, idR wesentlich gravierendere Misstände in anderen Ländern übersehen, die ebenfalls Atomwaffen haben und weltweit ihre Interessen vertreten.

Ich sehe allerdings nicht, wo die Amerikaner ihre Supermacht-Stellung missbrauchen. Wie jeder vertreten sie ihre Interessen.

Die Amerikaner schwingen eben nicht ständig die Peitsche, nach dem Motto "wer nicht für uns ist ..." Das hat Herr Bush jr. getan. Obama hat immer noch genug damit zu tun, da aufzuräumen, und vorher war es schlicht und ergreifend nicht so.

Die USA ist die älteste Demokratie der Welt. Wie alle existierenden Systeme gibt es auch dort Schwächen, das Grundprinzip ist jedoch eine klare, transparente Demokratie. Ich weiß nicht, wo da ein Fabrikarbeiter Paroli bieten muss. Wie gesagt, das wird auch auf absehbare Zeit nicht geschehen.

Zitat von delinquent
Das stimmt. Aber Sie sind für die größten Probleme auf diesem unserem Planeten überproportional verantwortlich. Zumindest in dem Verhältnis Ihrer militärischen Übermacht gegenüber anderen Nationen.Leider wird die eigene Vormachtstellung von den Amerikanern missbraucht.Und genau das ist der Grund des aufkeimenden Antiamerikanismus.Ich bin jedenfalls der Meinung: Die Amis aber schwingen permanent die Peitsche und der Rest der Welt soll nach deren Pfeife tanzen. Es ist an der Zeit, das der kleine Fabrikarbeiter in Detroit, Ohio oder andeswo endlich wach wird und dem System paroli bietet.

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