Forum: Wirtschaft
Kürzungen beim Militär: Amerika spart am Supermacht-Status

2,4 Billionen Dollar will die US-Regierung aus*dem Budget streichen, bis zu ein Drittel davon beim Militär. Die Rüstungsindustrie*wappnet sich schon zur Lobbyschlacht. Amerika sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Wie lange kann sich das Land seinen Rang als globale Supermacht noch leisten?

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forumgehts? 06.08.2011, 09:50
290. Das Rad der Geschichte

Zitat von MashMashMusic
Was immer als erstes vergessen wird ist, dass die USA sehr lange Schutzmacht der freien westlichen Welt war und es genau diese so heute nicht geben würde ohne die USA.
Das ist richtig. Und wenn Hitler-Deutschland oder Stalin-Russland WK2 gewonnen hätten, so würden sie sich heute auf demselben Weg befinden, den die USA jetzt gehen - durch Overstretching und Ressourcenbindung/verschwendung für Repression in den besetzten Gebieten oder für die gekauften Vasallen mit den daraus erwachsenden Konsequenzen im eigenen Land und international. Bisher hat sich noch jede Hegemonie irgendwann wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück manövriert, das wird auch für die USA zutreffen.

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delinquent 06.08.2011, 12:08
291. Geld regiert die Welt

Zitat von MashMashMusic
Die USA ist die älteste Demokratie der Welt. Wie alle existierenden Systeme gibt es auch dort Schwächen, das Grundprinzip ist jedoch eine klare, transparente Demokratie. Ich weiß nicht, wo da ein Fabrikarbeiter Paroli bieten muss. Wie gesagt, das wird auch auf absehbare Zeit nicht geschehen.
Bedauerlicherweise ignorieren Sie scheinbar als aufgeschlossenener Mensch mit Internetanschluss faktische Realitäten.
Die USA sind schon lange keine Demokratie mehr.Zumindest nicht im Sinne des Wortes.Das Land hat objektiv gesehen eine Finanzdiktatur, die sich wie eine Pandemie als Geisel der Menscheit Weltweit ausbreitet.Wenn sich deren totaler Kapitalismus nicht auf ein gesundes Mass begrenzen lässt ist Pessimismus angesagt.Wie gesagt ich bin mit vielen Dingen auch in unserem Land absolut nicht einverstanden.Aber ich sehe es so, das die USA die Wurzel allen Übels sind.Zumindest in Bezug auf die Politik und vor allem ihrem Einfluß auf die globalen Finanzstrukturen.

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MashMashMusic 06.08.2011, 12:47
292. .

Zitat von forumgehts?
Das ist richtig. Und wenn Hitler-Deutschland oder Stalin-Russland WK2 gewonnen hätten, so würden sie sich heute auf demselben Weg befinden, den die USA jetzt gehen - durch Overstretching und Ressourcenbindung/verschwendung für Repression in den besetzten Gebieten oder für die gekauften Vasallen mit den daraus erwachsenden Konsequenzen im eigenen Land und international. Bisher hat sich noch jede Hegemonie irgendwann wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück manövriert, das wird auch für die USA zutreffen.
Hitler-Deutschland und Stalin-Russland standen beide auf tönernen Füßen, während die USA in erster Linie eine Wirtschaftsmacht waren und sind.

Solange das der Fall ist - und China steht da noch ein großes Stück zurück - wird sich daran nichts ändern.

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MashMashMusic 06.08.2011, 12:53
293. Wenn Sie die USA ...

... als Wurzel allen Übels ansehen, befinden Sie sich auf einem Irrweg der Pauschalisierung. Selbstverständlich sind die USA eine Demokratie. Genau wie wir oder Frankreich oder der größte Teil Europas. _Das_ ist ein Fakt. Und da reicht auch eine Qualitätszeitung, um das zu überprüfen.

Es geht letztendlich um freien Handel, und ohne den wären wir in der Tat verloren. Wir haben im letzten Jahrhundert gesehen, was passiert, wenn sich Leute in ihren Wirtschaftszonen einschließen. Das brauche ich nicht.

Die Freiheit des Individuums, die von der westlichen Welt und besonders lautstark von den USA gepredigt wird, ist die _Grundlage_ der Demokratie, des Wohlstandes und des Friedens. Die Amerikaner haben dafür den Grundstein gelegt. Jegliche anderen Regime sind oppressiv und menschenverachtend. Schauen Sie mal nach China oder Russland. Und bevor wieder die Finger kommen "in den USA ist aber auch ..." - da passiert so etwas _trotz_ der Gesetzgebung. In besagten Ländern passiert das _wegen_ der Gesetzgebung.


Zitat von delinquent
Bedauerlicherweise ignorieren Sie scheinbar als aufgeschlossenener Mensch mit Internetanschluss faktische Realitäten. Die USA sind schon lange keine Demokratie mehr.Zumindest nicht im Sinne des Wortes.Das Land hat objektiv gesehen eine Finanzdiktatur, die sich wie eine Pandemie als Geisel der Menscheit Weltweit ausbreitet.Wenn sich deren totaler Kapitalismus nicht auf ein gesundes Mass begrenzen lässt ist Pessimismus angesagt.Wie gesagt ich bin mit vielen Dingen auch in unserem Land absolut nicht einverstanden.Aber ich sehe es so, das die USA die Wurzel allen Übels sind.Zumindest in Bezug auf die Politik und vor allem ihrem Einfluß auf die globalen Finanzstrukturen.

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forumgehts? 06.08.2011, 14:25
294. Sie

Zitat von MashMashMusic
Hitler-Deutschland und Stalin-Russland standen beide auf tönernen Füßen, während die USA in erster Linie eine Wirtschaftsmacht waren und sind. Solange das der Fall ist - und China steht da noch ein großes Stück zurück - wird sich daran nichts ändern.
haben Recht, aber zumindest die UDSSR mit ihren immensen Bodenschätzen hätte eine formidable Wirtschaftsmacht werden können. In der Antike hatten die Imperien meist etliche Jahrhunderte Bestand. In jüngerer Vergangenheit jedoch verstärkt und beschleunigt die moderne Technik die desaströsen Folgen der Dummheit und des schlechten Charakters der sogen. Regierenden und der wirklichen Machthaber, die nicht unbedingt identisch sein müssen. Sehen Sie sich einfach einmal die verschiedenen europäischen Ex-Grossmächte unter diesem Aspekt an. Die USA haben sich eigentlich erst mit WK1 so richtig in das Hegemonial-Ratrace eingebracht, standen 1945 auf dem Höhepunkt und befinden sich nun aus vielerlei Gründen wieder auf dem Abstieg. Das ging doch relativ schnell.... Verstehen Sie das bitte nicht als Häme, ich sehe mir einfach die Entwicklungen an. Ich würde gerne auf eine bessere Zukunft der Menschheit hoffen, aber bisher konnte mir noch niemand einen plausiblen Grund dafür nennen.

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MashMashMusic 06.08.2011, 16:29
295. Ich sehe ...

... die USA ebenfalls hinter ihrem Zenit - den ich allerdings in den Sechzigern verorten würde (bis dahin waren die USA noch die größte Exportnation). Ich denke allerdings, dass es schlimmstenfalls noch mindestens einige Dekaden dauern wird, bestenfalls dreht da jemand am Ruder und sie berappeln sich wieder.

Vorherrschende Mächte verschwinden idR ja nicht, sie werden verdrängt. Und ich sehe da momentan (noch) niemanden, der den hegemonialen Bestrebungen der USA gefährlich werden könnte. Das ist ja ironischerweise sogar das, was den Antiamerikanismus befeuert.

Zitat von forumgehts?
haben Recht, aber zumindest die UDSSR mit ihren immensen Bodenschätzen hätte eine formidable Wirtschaftsmacht werden können. In der Antike hatten die Imperien meist etliche Jahrhunderte Bestand. In jüngerer Vergangenheit jedoch verstärkt und beschleunigt die moderne Technik die desaströsen Folgen der Dummheit und des schlechten Charakters der sogen. Regierenden und der wirklichen Machthaber, die nicht unbedingt identisch sein müssen. Sehen Sie sich einfach einmal die verschiedenen europäischen Ex-Grossmächte unter diesem Aspekt an. Die USA haben sich eigentlich erst mit WK1 so richtig in das Hegemonial-Ratrace eingebracht, standen 1945 auf dem Höhepunkt und befinden sich nun aus vielerlei Gründen wieder auf dem Abstieg. Das ging doch relativ schnell.... Verstehen Sie das bitte nicht als Häme, ich sehe mir einfach die Entwicklungen an. Ich würde gerne auf eine bessere Zukunft der Menschheit hoffen, aber bisher konnte mir noch niemand einen plausiblen Grund dafür nennen.

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forumgehts? 06.08.2011, 17:11
296. Das

Zitat von MashMashMusic
... die USA ebenfalls hinter ihrem Zenit - den ich allerdings in den Sechzigern verorten würde (bis dahin waren die USA noch die größte Exportnation). Ich denke allerdings, dass es schlimmstenfalls noch mindestens einige Dekaden dauern wird, bestenfalls dreht da jemand am Ruder und sie berappeln sich wieder. Vorherrschende Mächte verschwinden idR ja nicht, sie werden verdrängt. Und ich sehe da momentan (noch) niemanden, der den hegemonialen Bestrebungen der USA gefährlich werden könnte. Das ist ja ironischerweise sogar das, was den Antiamerikanismus befeuert.
internationale Ranking eines Staates hängt nicht nur von seiner Handelsbilanz sondern zuerst von seinem internationalen Ansehen und seiner Glaubwürdigkeit ab, und das war wohl 1945 am höchsten. Viele rümpfen über diese Ansicht zwar die Nase, aber eine reine militärische Präsenz hat Niedergänge nur verlangsamt, wenn international die Daumen über einen Staat gesenkt wurden. Ihr schlimmster und effizientester Feind sind die Amerikaner selber - und so gut wie niemand in den USA scheint dies zu bemerken. Sie bauen ihren Nachfolger China selbst auf, und China ist so clever, diese Nachfolge erst offiziell zu proklamieren, wenn keine nennenswerte Widerstände mehr zu erwarten sind. Was man bisher erlebt sind nur Nadelstiche und Tests, wie weit der Verfall schon fortgeschritten ist.

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Willie 06.08.2011, 17:29
297. -

Zitat von forumgehts?
Was man bisher erlebt sind nur Nadelstiche und Tests, wie weit der Verfall schon fortgeschritten ist.
Von welchem "Verfall" schreiben sie denn da genau?

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delinquent 06.08.2011, 17:42
298. We don't love Amerika

Zitat von MashMashMusic
Vorherrschende Mächte verschwinden idR ja nicht, sie werden verdrängt. Und ich sehe da momentan (noch) niemanden, der den hegemonialen Bestrebungen der USA gefährlich werden könnte. Das ist ja ironischerweise sogar das, was den Antiamerikanismus befeuert.
Der Antiamerikanismus wird sicherlich [b]nicht[/b) wegen deren hegemonialen Aussenpolitik befeuert.Es gibt nicht viele Nationen die sich Flächen- und Bevölkerungsmässig bei relativ guten klimatischen Bedingungen mit den USA messen können.Zum anderen halte ich eher den exzensiven Wirtschaftsimperialismus der USA eher dafür verantwortlich.
Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, das Amerika längst auf Kosten anderer Industrienationen ihre Defizite über die internationalen Finanzmärkte verteilt.
Da braucht niemand mehr Volkswirtschaftliche Kenntnisse,nein auch Dank des Internets kann sich heute schlichtweg jeder reichlich Informationen besorgen um diesbezüglich einen relativ klaren Durchblick zu bekommen.
Das schönste daran ist, das wir dieses Informationsparadies den Amerikanern zum Teil zu verdanken haben.

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forumgehts? 06.08.2011, 18:10
299. Keiner

Zitat von Willie
Von welchem "Verfall" schreiben sie denn da genau?
ist so blind, wie der der nicht sehen will. Ist aber manchmal durchaus angenehm.

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