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Kultmarke: Harley-Davidson gehen die Biker aus
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Kunden im Rentenalter und starke Konkurrenz aus Europa und Japan machen Harley-Davidson zu schaffen. Vorstandschef Matthew Levatich hofft auf die neuen Modelle, die in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen.

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redneck 19.07.2017, 14:02
40. Harley liefert die besten Bikes aber nicht die besten Harleys aller Z

Zitat von rips55
Harley Davidson spricht mit ihren Modellen eine bestimmte Sorte Motorradfahrer an, Biker mit Live-to-ride-Attitüde und dem entsprechenden Äußeren mit Vollbart, Kutte und bärbeißigem Gesichtsausdruck beim Fahren. Die Maschinen sind um die 350 kilo schwer, bei ca. 80 bis 90 PS und hervorragend zum Geradeausfahren geeignet. Der Zeitgeist ist ein anderer. Die Abenteuermaschinen von BMW, Triumph, KTM, Ducati und den Japanern bieten mehr. Sie sind moderner, auf aktuellem Sicherheitsniveau, agil und zuverlässig. Dabei selbst in Vollausstattung noch ein paar Tausender billiger als die US Eisenhaufen. Und wer es retro liebt, einst die Domäne amerikanischer Motorradherstellung, findet bei o.g. Herstellern besseres. In Anlehnung an europäische Historie werden zahlreiche Vintage"klassiker" à la Bonneville, RNineT und Scrambler angeboten. Für überschaubares Geld, bei aktueller Technik. HD hat die Entwicklung völlig verpennt. Wen wunderts ?
Die Grosshersteller liefern vorgefertigte "Erlebniswelten". Ob born to ride oder GP ist egal. Bei Bikes gilt - je einfacher desto besser. Die aktuellen Sicherheitssysteme sind eher Placebo. Könnt man billiger haben - weniger PS... Harley liefert die besten Bikes aber nicht die besten Harleys aller Zeiten.

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mazzmazz 19.07.2017, 14:06
41. Zur wirtschaftlichen Lage

HD Maschinen sind teuer. Zudem machen immer weniger junge Leute den Führerschein, in Europa und in den USA. Denn sie haben kein Geld dafür über, ein so teures Hobby zu pflegen.
Motorradfahren ab 500cc ist ein Hobby, denn dann kosten die Maschinen im Alltagseinsatz mehr als ein kleines Auto.
Dies bekommen fast alle Motorradhersteller zu spüren, nicht nur HD.
Einzig BMW lebt von dem Nimbus der R, die qualitativ besser anmutet, aber nicht extrem zuverlässig ist, wie man leicht recherchieren kann.
Was das Segement betrifft: KTM baut keine Chopper. Außer KTM und Husquarna baut keiner mehr richtige Enduros für die Straße.
BMW baut auch keine Chopper. HD baut eben keine Enduros. So what?
Ein weiteres Problem sind die zunehmenden Verkehrskontrollen an Motorradfahrern. Man wird häufig gegängelt. Dann kommen die zahlreichen Streckensperrungen hinzu.
Die Jugend fährt heute sowieso eher U-Bahn, also bleiben die Alten übrig, die tendenziell in Europa und den USA auch nciht reicher werden.
Noch ein Wort zum Spritverbrauch: Ein moderner kleiner Roller braucht 2,5-3,5L. Eine 500er Enduro 4-6L. Eine BMW R 6-8L. Meine 1340er Shovel 6-8L. Eine 2014er Road King 6-8L.
Was wollen Sie also? Natürlich ist ein Lupo TDI sparsamer. Aber wer will so etwas??

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nadennmallos 19.07.2017, 14:10
42. Nee, Sozialneid isses eher nicht ...

Zitat von sAndele
...ich habe selten so einen Quatsch gelesen! Ich bin 55 Jahre alt, 168 cm groß (wie mein holdes Weib) und ja, wir fahren HD (Sportster und Softail Slim). Sie sind relativ schwer - zugegeben, aber wenn man Motorrad fahren kann und will, dann ist das überhaupt kein Problem. Ich will auch keine Rennen mit Leuten, die stolzer Besitzer eines 50-mm-Penisses sind fahren, sondern gemütlich ducrh des Elsass oder das Baden-Ländle cruisen. Also, was soll dieser ganze Schwachsinn? Es soll MIR - und ausschliesslich MIR - Spass machen, da ist Ihre Meinung eben nur IHRE Meinung. Und ich habe eben das Geld...und da glaube ich, dass genau DA das Problem vieler Mitforisten liegt - Sozialneid! Warum sollte ich mir einen Yoghurtbecher zulegen? Es muss sich gut anfühlen...und das tat es nach etlichen Probefahten bei der Konkurrenz - bei meinem Eisenschwein am besten.
... wenn ich an die vielen BMW-Fahrer denke. Geld ist nicht das Thema, eher liegt es an der Aura und dem Gehabe der Jungs und Mädels, verbunden mit dem Aufheulen der Motoren vor der örtlichen Eisdiele. Auf der Landstrasse fahren die aber sehr brav, muss man anerkennen :), da sind die supersportlichen Yoghurtbecherfahrer eher von Übel.

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monopinion 19.07.2017, 14:11
43. Harley fahren

hat nicht unbedingt was mit dem Motorradfahren zu tun, das viele Foristen hier ansprechen - schnell, kurvengängig, sportlich etc. Harley fahren ist spazierengehen auf zwei Rädern, es blubbert schön und vibriert angenehm, das schätzt auch meine Beifahrerin ;-)
Harley heißt halt Motorrad weil es eins ist, Lada, Ferrari, Dacia und Bentley sind ja auch Autos, aber ebensowenig vergleichbar.

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mirdochwurscht 19.07.2017, 14:13
44. Es werden sich

doch noch ein paar Zahnwälte finden , die zumindest in der Freizeit sich eine als Helm getarnte Hirnauffangschale aufsetzen und auf Rebell machen wollen .
Im Ernst , Harley Davidson lebt nur vom Image . Technisch und vom Fahrkomfort leider von gestern.

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outofgermany 19.07.2017, 14:16
45. Alt und älter....

Es gab mal jemanden der hat schicke sportliche Motorräder aus Harleys gemacht, Eric Buell. Nachdem HD ihn aufgekauft hatte kamen auch junge Motorradfahrer in die Harley Läden. Alles Geschichte, HD hat Buell platt gemacht und den Nachwuchses gleich mit. Mittlerweile dürfe das durchschnittliche Alter der Harley Fahrer so um die 60 Jahre liegen.

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werner-gilliam 19.07.2017, 14:20
46. Ich hab keine Ahnung..

..wie sich Harley fahren anfühlt! Unter mir werkelt ein 15 Jahre alter Reiskocher mit 4 Zylindern, der absolut zuverlässig seinen sportlichen Dienst versieht. Mal abgesehen vom Preis (könnte mir èh nur eine gebrauchte leisten), hab ich manchmal überlegt, ob ich nicht doch mal eine Probefahrt auf so einem Eisenhammer machen sollte, zumal ich auch das passende Alter (70) habe. Was hat mich gehindert? Das Problem ist eigentlich das im Artikel beschriebene. Da ich in Hamburg wohne bleibt mir die Wahrnehmung der alljährlichen "Harley-Days" nicht erspart, und damit das Erscheinungsbild der meisten Nutzer dieser Marke. Mir reicht es, von Motorradfahren als Motorradfahrer wahrgenommen zu werden. Ich freue mich täglich an dem Brauch, einander beim Begegnen per Handzeichen (oder Kopfnicken, wenn man grade Kuppeln muss) zu Grüßen. Der Prozentsatz der Harley-Fahrer, die mir gegenüber diesen Brauch pflegen, ist merklich gering. Es ist dieses eltäre Gehabe, dass mich daran hindert, ein Motorrad dieser Marke auch nur in Erwägung zu ziehen. Ansonsten kann ich mir durchaus vorstellen, dass das Bewegen dieser "Eisenhaufen" auch seinen ganz eigenen Reiz hat. Um nicht missverstanden zu werden; bei allen Belangen gibt es "Sone" und "Solche", und die Spreu trennt sich vom Weizen erst beim persönlichen Kennenlernen. Mir täte es Leid, wenn diese Marke vom Markt verschwinden würde, und ich denke, HD hat allen Grund, das Thema Nachwuchs ernst zu nehmen. Ich hoffe, dass die zumindest in der Schublade ein paar Konzepte haben, die in die Zukunft weisen ohne die Vergangenheit zu verleugnen.

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mikko11 19.07.2017, 14:28
47. Klischees

Zitat von mazzmazz
... Was die Ablehnung von Scheibenbremsen betrifft: seit den 70ern sind sie bei HD Usus. Als Laverda noch Trommeln in ein 6-Zylinder SPortmotorrad baute (ging auch einwandfrei, aber das ist ein anderes Thema). ...
Lange Gegenrede, um ein Klischee durch andere Klischees zu entkräften (verpackt mit vielen Fehlern und Ungereimtheiten). Beispiel: die Laverda V6 gab es nie mit Trommelbremsen - sie war zu ihrer Zeit eine sehr fortschrittliche Rennmaschine.

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timetostandup 19.07.2017, 14:29
48. typisch amerikanisch...

warum sollte Harley den Weltmarkt besser verstehen und bespielen als z.B. Cadillac? Deren Kunden waren irgendwann auch nur noch Rentner...

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steffen.ganzmann 19.07.2017, 14:31
49. Kein Problem!

Zitat von Theya
Kann doch Mr. President einfach höhere Schutzzölle auf Import-Bikes einführen, und schon wird sich der einheimische Markt wieder erholen.
Deshalb wird sich average Joe dennoch keine Harley leisten können ...

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