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Kylie Jenner: Mit Lippenstift zur jüngsten Milliardärin der Welt
AP/gotpap/STAR MAX/IPx

Am Freitag wird Kylie Jenner 21, und bis Ende des Jahres voraussichtlich zur jüngsten Self-made-Milliardärin aller Zeiten. Ihr Imperium beruht fast ausschließlich auf der eigenen Prominenz - und auf der Werbemaschine Instagram.

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Das Pferd 08.08.2018, 13:14
50.

Zitat von dotojas
Ihr Kommentar ist so treffend: in die richtigen Familien geboren zu werden und damit Zugang zu erfolgreichen Kreisen und Netzwerken qua Geburt zu haben, ist eine Chance, die nur ganz wenige haben und früher hatten. Fleiß, Ehrgeiz und gute Arbeitsergebnisse allein reichen nur selten, um zu den oberen Zehntausend der Mächtigen (und Reichen) aufzusteigen. Ich bin daher nicht bereit, diese Menschen auch noch zu bewundern oder als Vorbilder zu glorifizieren!
na ja, in der Platformökonomie gibt es sehr wenige Positionen an der Spitze. Da helfen auch familiäre Unterstützung allein nicht. Man muß schon zum richtigen Zeitpunkt das Richtige machen. Die originäre Leistung hält sich trotzdem in Grenzen. Das galt aber auch schon für die Supermodels, die vor 20 Jahren in Mode waren.

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Das Pferd 08.08.2018, 13:16
51.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Das ganze funktioniert in diesem Fall aber nur, weil der Liebe Gott ein schönes Gesicht dazugeschenkt hat. Und natürlich eine Reality Soap. Eine gute Idee allein reicht nicht. Und mögen die Lippenstifte noch so gut sein. Frage nebenbei: sollte man Schönheit besteuern, weil sie einen Wettbewerbsvorteil verschafft?
nein der Wettbewersvorteil generiert Einkommen. Und so lange ich nichts gegenteiliges lese, gehe ich davon aus, daß das versteuert wird.

Sonst müssten Sie auch geistige Beweglichkeit oder Wissen besteuern, viel Spaß beim Bemessen.

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framei 08.08.2018, 13:20
52. Jugend hat zu viel Geld

Nein, das Problem liegt nicht an dieser Dame, sie nutzt nur die aktuelle Gesellschaftliche Lage. Das Problem ist, dass die Jugend heutzutage völlig ohne "Kontrolle" der Eltern freigelassen wurde und auch noch über erhebliche Mengen an Geld verfügt, dabei ist es egal ob selbst erarbeitet oder von den Eltern versorgt. Die Zielgruppe wird wie neuerdings üblich bei den 10-20 Jährigen liegen. Wie üblich gibt es in etwas kleinerem Rahmen auch die entsprechenden deutschen Internet Starlets, die ihre Kosmetik vertreiben oder werben. Der Kapitalismus kennt keine Gnade und hat die Schwächsten und noch Unmündigen in der Gesellschaft erreicht. So werden heutzutage die Kinder unter Zuspruch der Eltern ausgebeutet. Klar, einige werden jetzt die Geschichte von der völligen Selbstbestimmtheit erzählen.

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Atavist 08.08.2018, 13:27
53. "Idiocracy" becomes reality ...

Gesellschaftliche Auswüchse à la Trump oder Jenner/Kardashian erinnern auf immer fatalere Weise an den Film "Idiocracy". Zu dem ein guter Freund kürzlich bezeichnenderweise mal meinte: "Eigentlich finde ich den Film total dämlich. Aber vielleicht nur, weil ich nicht verknusen kann, wie viel Wahrheit da schon drinsteckt."

Tja - wenn man auch die größten Abstrusitäten noch irgendwie relativiert nach dem Motto "gab's doch immer schon" oder "so ist die moderne Welt eben", dürfen wir uns an solche Zustände wohl gewöhnen ...

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tpfeiffe 08.08.2018, 13:36
54. Please Stop propagating this BS

Ohne staendige Medenpraesenz und 'followers' existierten solche personifizierten 'Marken/Influencer' nicht, was fuer die Welt ein Gewinn waere. Schade, dass ein Nachrichtenmagazin wie der Spiegel sich durch die Berichterstattung faktisch am Marketing dafuer beteiligt. Wahrscheinlich gab/gibt es noch den passenden 'Bento' Arktiel dazu, damit die Millennials Zielgruppe passend angesprochen wird, und die Social Media Manager sind happy. [Sarkasmus Ende]

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jutta_weise 08.08.2018, 13:36
55.

Zitat von olli118
---- Ich denke mal, grottenschlecht werden die Produkte nicht sein, sonst würde es - allem Marketing zum Trotz - nicht zu Folgekäufen kommen.
wenn man die Zielgruppe betrachtet, können die Produkte weder gut noch schlecht sein. Ist wie mit der hiesigen Werbung für Gesichtscreme gg Falten und Models unter 30. Brigitte Bardot sagte es einmal treffend: Frauen hört auf Tausende für Kosmetik auszugeben, es nützt alles nichts, die Falten kommen so oder so! Der Lebensstil und die genetische Veranlagung spielen die entscheidende Rolle.

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vwl_marlene 08.08.2018, 13:45
56. Grundrechenarten

Shopify erhaelt 480 Mio plus 15% vom Umsatz, der Umsatz lag im letzten Jahr bei 330 Mio. Wo sind da die Gewinne?

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noalk 08.08.2018, 13:50
57. von wegen selfmade

Andere haben sie dazu gemacht, indem sie deren Zeugs kauften, nur weil ihr Name draufsteht.

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adal_ 08.08.2018, 14:04
58. Die klassische Werbeindustrie ist schwer angezählt

Zitat von noerglerfritz
Das Geschäftsmodell ist das Problem. Es ist die Gesellschaft der Selbstvermarktung. Es geht in dieser Gesellschaft nicht mehr um das "Wir", sondern nur noch um das "Ich". Das "Wir" ist zu "Ich und meine Follower" verkommen, die das "Ich" dieser einen Person bewundern, teilweise auch so sein wollen und diesem "Ich" nacheifern. Dabei beziehen die Follower ihre Informationen über das angebetete "Ich" ausschließlich aus dessen Fotos....
So ein Quatsch. Wenn die Kosmetikfirmen der vergangenen Ära mit mehr oder weniger prominenten Gesichtern Werbung schalteten, ging es auch um nichts anderes als darum, über die Gesichter Identifikation mit dem Produkt herzustellen. Gemessen am Umsatz wurde in keinem anderen Konsumbereich mehr für Werbung verbrannt.

Kylies Geschäftsmodell, Instagram als Werbemaschine einzusetzen, lässt die Werbung von gestern aber uralt aussehen: Reichweite und Zielgenauigkeit: phantastisch. Kosten gleich Null. Die klassische Werbeindustrie ist schwer angezählt.

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larsmach 08.08.2018, 14:08
59. Korrektur: "Mit Prominenz zur jüngsten Milliardärin der Welt"

Nicht Lippenstift, sondern Prominenz wird im (bevölkerungsreichen!) Land des unbegrenzten Hypes zu Geld gemacht - mehr als anderswo. Ein beachtlicher Teil des Wachstums (Bruttoinlandsprodukt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung) fußt in den USA auf Buchbewertungen, nicht etwa nur auf der Zahl produzierter Boeings. Ansonsten alles wie gehabt: Produziert wird außerordentlich viel in China, d.h. großen Unternehmen stehen am Umsatz gemessen relativ kleine Belegschaften gegenüber (die Schuld dafür schiebt man anderen in die Schuhe, nicht aber der eigenen Wirtschaftspolitik) und zuhause wird lautes Marketing zur Religion erhoben. Brot und Spiele.

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