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Ladenhüter: Qantas storniert A380-Bestellungen
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Der Auftrag stand schon länger auf der Kippe - nun hat die australische Fluggesellschaft Qantas endgültig ihre Order für acht bereits 2006 bestellte A380 zurückgezogen. Ein weiterer Rückschlag für Airbus.

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go-west 07.02.2019, 08:24
1. Warum

jetzt nicht durchstarten und den A380 2.0 entwickeln, natürlich in Langversion und mit sparsameren Triebwerken der letzten Generation. DAS wäre der ultimative Flieger der Zukunft. Und bloß keine Angst vor den Flughäfen haben, die werden ihre Infrastruktur schon anpassen, nicht zuletzt aus Prestigegründen. Dafür braucht es natürlich Entschlossenheit seitens der Politik. Europa darf sich nicht abhängen lassen und muss zumindest in einigen Industriesparten Vorreiter bleiben.

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radioactiveman80 07.02.2019, 08:29
2. Die 787 ist der grösste A380-Konkurrent?

Die beiden Flugzeugtypen symbolisieren zwei völlig unterschiedliche Markstrategien. A380 im Hub-and-Spoke mit Kapazität 500+, und der Dreamliner im Point-to-Point mit 250-300. Eine Konkurrenzsituation ist das nicht. Nach Auslaufen der 747 ist die A380 faktisch konkurrenzlos. Was nicht heisst dass sie strategisch gut plaziert wurde. Die Zukunft hätte ihr nur bei einer konsequenten Entwicklung einer Neo-Option gehört...

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schnarchn 07.02.2019, 08:37
3.

Ich bin wahrlich kein Experte für Verträge zur Bestellung von Flugzeugen. Aber wie klappt es, dass man einen im Jahr 2006, also vor 13 Jahren, getätigte Bestellung jetzt stornieren kann? Wann hätten denn die erste Flugzeuge nach Plan geliefert werden sollen? Wieso kann man solche Verträge überhaupt aufkündigen? Wie soll ein Flugzeugbauer denn da planen? Und was für Stornokosten kommen da auf eine Fluggesellschaft zu? Wären alles Fakten, die mich in diesem Zusammenhang interessieren würden.

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skeptiker-today 07.02.2019, 09:14
4. Kampf zweier Konzepte

obwohl auch irgendwie schade um den grossen Vogel, bedaure ich sein Verschwinden dann doch nicht, da er für das falsche Modell steht.
Diese Art von Massentransporter taugt nur für die Hub-to-Hub Beförderung, was für den Kunden die längste und zeitraubendste Art ist: vom Abflugort zum Hub, dort warten bis der Massentransport zum anderen Hub abfliegt, dort warten auf den Anschlussflug zum eigentlichen Ziel.
Der Boing Dreamliner steht für das bessere Modell der Punkt zu punkt Verbindung

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Besserwissser 07.02.2019, 09:25
5. Hub Konzept - wer brauchts ?

Kann natürlich auch sein, daß das Hub Konzept zur Zeit nicht fliegt, weil die Kunden (Passagiere) lieber z.B. direkt von München nach New York fliegen, als von München nach Amsterdam um dann noch mal nach New York umzusteigen...und für so etwas braucht man dann eher kleinere Flugzeuge. Selbst wenn der 380 vom Komfort her wohl besser ist. Aber ja, schade daß der 380 nicht nahtlos die 747 ablöst, aber evtl. braucht es dafür nur einen längeren Atem..

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Besserwissser 07.02.2019, 09:31
6. Alles eine Frage der Verträge

Zitat von schnarchn
Ich bin wahrlich kein Experte für Verträge zur Bestellung von Flugzeugen. Aber wie klappt es, dass man einen im Jahr 2006, also vor 13 Jahren, getätigte Bestellung jetzt stornieren kann? Wann hätten denn die erste Flugzeuge nach Plan geliefert werden sollen? Wieso kann man solche Verträge überhaupt aufkündigen? Wie soll ein Flugzeugbauer denn da planen? Und was für Stornokosten kommen da auf eine Fluggesellschaft zu? Wären alles Fakten, die mich in diesem Zusammenhang interessieren würden.
Oft werden zwischen Unternehmen, lediglich Rahmenverträge oder Optionen auf Käufe abgeschlossen. Der tatsächliche Kauf bleibt erst mal offen. Im Prinzip kann zwischen Unternehemen alles vertraglicch vereinbart werden: Lieferung in 100 Jahren, mit Rücktrittskosten/ ohne...

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PolitBarometer 07.02.2019, 09:40
7. Von A nach B

War es nicht die A380, die im letzten Jahr einen Non Stop-Flug von Sydney nach London innerhalb von gut 18 Stunden geschafft hat?

Was hat das mit Hubt-2-Hub zu tun? Im Fall der A380 ist das eher gleichzusetzen mit Point-2-Point, nur eben immer auf der Langstrecke.
Ist schon klar, dass Maschinen dieses Typs nicht Perth-Paderborn fliegen und auch nicht für Flüge von Verona nach Barcelona eingesetzt werden.
Aufgrund der gigantischen Ausmaße der A380 sind es ohnehin nur Großflughäfen mit hinreichend langer Start-und Landebahn, die von diesem Vogel angesteuert werden können.

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colinchapman 07.02.2019, 09:40
8. Der A380 ist ein Symbol für falsche Zukunftsprognosen

Flugzeugkonzepte werden ersonnen, um nicht die Probleme der Luftfahrt von heute, sondern die Probleme der Luftfahrt von morgen zu lösen. in den 80er und 90er Jahren war zu beobachten, dass die großen Luftdrehkreuze überlastet waren, und die Schlußfolgerung war, dass man so für die endliche Zahl der Slots noch größere Flugzeuge brauchen würde. kleinere Flughäfen hatten damals in der Realität und in Prognosen noch nicht die Bedeutung von heute. Die Entwicklung, die statt gefunden hat, ist aber die Bevorzugung von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Man fliegt heute nicht Nürnberg-Frankfurt-Atlanta-Miami, man fliegt heute Nürnberg-Miami. Diese Entwicklung machte den A380 vor seiner Geburt zum Dinosaurier. Das zweite Drama um den A380 ist, dass es keine gescheite Zweitverwertung für gebrauchte Exemplare gibt, es zeichnet sich ab, dass mehr Flieger abgewrackt als weiterverkauft oder zu Frachtfliegern umgebaut werden. Die Zukunft gehört den zweistrahligen Jets mit großer Reichweite, den 757, 777 und 787, den A330 und A350. Manchmal entwickelt sich die Zukunft einfach anders als geplant.

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huha0208 07.02.2019, 09:48
9. Das Menschenunwürdigste Flugzeug

in dem ich bislang gesessen habe. Speziell bei Lufthansabestuhlung: Schweinetransporter. Nach 10 Stunden auf einem Inselinnnenplatz, Zwangsrückenlehnenverstellung ( bei mangelhafter Verstellradius des Bildsschirms), drangvoller Enge und anschliessendem Unwohlsein (Verkrampfung der Rücken- und Nackenmuskulatur und daraus resultierendem mehrtägigen Rücken-und Kopfschmerz) kann ich für den A380 keine Begeisterung aufbringen.

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