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Länderübersicht: So viel Rente gibt es in West und Ost

Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.

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1thomas 30.07.2010, 13:35
1. Überraschend

Zitat von sysop
Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.
Interessant, wie lässt sich die deutlich geringere Rente von Frauen gegenüber Männern in den neuen Bundesländern erklären? Durch Zuzug von Westrentnern doch sicher nicht, oder? Das würde mich wirklich sehr interessieren.

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Mutige 30.07.2010, 13:50
2. Erschreckend

Diese Zahlen sind heute schon erschreckend.
In 30 Jahren wird es noch viel schlimmer aussehen.

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pit69 30.07.2010, 13:53
3. Der Schein trügt

Zitat von sysop
Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.
Wenn man nur diese Statistik zur Grundlage nimmt ist also der soziale Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern nicht mehr vorhanden. Leider werden aber immer wieder nur die gesetzlichen Renten verglichen, ausgespart bleibt immer der hohe Anteil von betrieblichen und anderen Renten aus Sparguthaben , Versicherungen u.ä. bei den alten Bundesländern. Es wäre interessant doch auch das einmal zu vergleichen , denn dieser Teil der Altersversorgung war in der ehemaligen DDR nicht möglich.

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bmehrens 30.07.2010, 13:55
4. Das Rentensystem BENACHTEILIGT MÄNNER

Die Headline, daß die meisten Frauen in der DDR voll gearbeitet haben ist falsch. Richtig: Sie hatten ein Arbeitsverhältnis, aber keine Arbeit (Mangelwirtschaft), sonst wäre die DDR nicht pleite gegangen, insofern ist die Höhe der Renten ungerecht. Nur IMs hatten voll zu tun.

Auch das westdeutsche Frauen weniger Rente bekommen, ist gerecht, denn heutige Rentenempfängerinnen leben statistisch 7 Jahre länger als Männer, obwohl sie nur den gleichen Beitragssatz bezahlen wie Männer. Ausserdem gehen Frauen mit 63 in Rente und kassieren so zusätzlich noch mal 2 Jahre länger Rente, also TOTAL NEUN JAHRE! Solidarisch ist das nicht.

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frankdd 30.07.2010, 13:58
5. mögliche Ursachen

Zitat von 1thomas
Interessant, wie lässt sich die deutlich geringere Rente von Frauen gegenüber Männern in den neuen Bundesländern erklären? Durch Zuzug von Westrentnern doch sicher nicht, oder? Das würde mich wirklich sehr interessieren.
Mögliche Ursachen:
1. Lohnunterschiede: Es arbeiten in den Bereichen mit hohen Löhnen mehr Männer als Frauen (Schwerindustrie, Bergbau, Armee und Polizei).

2. Kindererziehungszeiten, die nicht voll angerechnet werden, und Halbtagsstellen.
3. Nach der Wende vielen mehr Arbeitsplätze für Frauen als für Männer weg. Dadurch weniger Beitragsjahre.
Gruß Frank

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fjr 30.07.2010, 13:59
6. Damit ist das Ammenmärchen...

.. vom West-Ost-Gefälle bei den Renten widerlegt. Es ist eindeutig ein Ost-West-Gefälle. Jetzt wird's aber höchste Eisenbahn, dass für den "Westen" - vor allem für diejenigen, die auch das deutsche BIP maßgeblich erwirtschaften (siehe Länderfinanzausgleich) was getan wird.

Männer:
1. Platz Saarland, die schon immer nur genommen haben
4. Platz Sachsen
7. Platz Bremen
8. Platz Berlin
9. Platz Brandenburg
10. Platz Sachsen-Anhalt
11. Platz Thüringen
16. Platz Bayern, der in den letzten 20 Jahren grösste Nettozahler in den Finanzausgleich

Frauen
1. Platz Berlin
2. Platz Sachsen
3. Platz Brandenburg
4. Platz Thüringen
5. Platz Mecklenburg-Vorpommern
6. Platz Sachsen-Anhalt
10. Platz Bayern - da wird wohl mehr für die Frauen getan
16. Platz Saarland

Gesamt
1. Platz Sachsen
2. Platz Berlin
3. Platz Brandenburg
4. Platz Thüringen
5. Platz Sachsen-Anhalt
7. Platz Mecklenburg-Vorpommern
15. Platz Bayern

Interessant ist, dass im Bergbau und in der Stahlindustrie wohl am meisten gezahlt wird, weil das Saarland und NRW bei den Männern (1 und 2)am besten abschneiden, bei den Frauen aber sauschlecht (16 und 14).

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Teufel 30.07.2010, 14:00
7. Quatschkopp

Zitat von bmehrens
Die Headline, daß die meisten Frauen in der DDR voll gearbeitet haben ist falsch. Richtig: Sie hatten ein Arbeitsverhältnis, aber keine Arbeit (Mangelwirtschaft), sonst wäre die DDR nicht pleite gegangen, insofern ist die Höhe der Renten ungerecht. Nur IMs hatten voll zu tun. Auch das westdeutsche Frauen weniger Rente bekommen, ist gerecht, denn heutige Rentenempfängerinnen leben statistisch 7 Jahre länger als Männer, obwohl sie nur den gleichen Beitragssatz bezahlen wie Männer. Ausserdem gehen Frauen mit 63 in Rente und kassieren so zusätzlich noch mal 2 Jahre länger Rente, also TOTAL NEUN JAHRE! Solidarisch ist das nicht.
Sie müssen es ja wissen!

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markolito1 30.07.2010, 14:25
8. Genau

Zitat von pit69
Wenn man nur diese Statistik zur Grundlage nimmt ist also der soziale Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern nicht mehr vorhanden. Leider werden aber immer wieder nur die gesetzlichen Renten verglichen, ausgespart bleibt immer der hohe Anteil von betrieblichen und anderen Renten aus Sparguthaben , Versicherungen u.ä. bei den alten Bundesländern. Es wäre interessant doch auch das einmal zu vergleichen , denn dieser Teil der Altersversorgung war in der ehemaligen DDR nicht möglich.
ebenso der Erwerb von Eigentum in Form von Häusern etc..

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mhampel 30.07.2010, 14:28
9. DDR war niemals pleite.

Zitat von bmehrens
sonst wäre die DDR nicht pleite gegangen,
Die DDR ist wirtschaftlich nicht pleite gegangen. Die Pleite kam erst nach dem Anschluss an die BRD. Die Höhe der Staatsverschuldung lag am Ende der DDR gerade einmal bei 27,6% des BIP. In der BRD waren es zu dem Zeitpunkt schon 41,8%. Heute haben wir sogar eine Verschuldung von 71% des BIP!
Die DDR-Wirtschaft wurde erst durch die Wirtschaft und Währungsunion mit der BRD in den Ruin getrieben. Das hat damals übrigens Oskar Lafontaine schon vorhergesehen und befürwortete deshalb eine Sonderwirtschaftszone, in welcher die DDR-Wirtschaft an die BRD hätte angeglichen werden können. Auf Kohls "blühenden Landschaften" wird man hingegen noch lange warten müssen.

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