Forum: Wirtschaft
Länderübersicht: So viel Rente gibt es in West und Ost

Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.

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testthewest 30.07.2010, 15:56
30. Titel

Zitat von mhampel
Die DDR-Wirtschaft wurde erst durch die Wirtschaft und Währungsunion mit der BRD in den Ruin getrieben. Das hat damals übrigens Oskar Lafontaine schon vorhergesehen und befürwortete deshalb eine Sonderwirtschaftszone, in welcher die DDR-Wirtschaft an die BRD hätte angeglichen werden können. Auf Kohls "blühenden Landschaften" wird man hingegen noch lange warten müssen.
Die Menschen wollten aber die D-Mark. Klar hätte man eine Sonderwirtschaftzonen machen können, den Wechselkurs 1:7 oder 1:10. Dann wären viele Betriebe rentabel gewesen, aber die Leute hätten eben nur 1:7 bis 1:10 verdiehnt.
Und die Menschen sind nicht bekloppt: Wenn man ihnen eine Stelle mit der 10fachen bezahlung anbietet, würden die meisten gerne 200-500km umziehen.
Was wäre dann also passiert?
Flucht aus dem Osten oder die Wirtschaft zieht in den Osten, und lässt dort in einem hausgemachten Billiglohnland herstellen.
Alles in allen: Es wäre noch deutlich schlimmer geworden.

Und zu den "blühenden Landschaften":
Sie sind doch da! Keine Region in Europa hat in den letzten 20 Jahren einen größeren Wohlstandzuwachs gehabt als die ehemalige DDR.
Das Problem: Der Mensch will eben immer mehr, ist immer unzufrieden. Das ist ja auch der Grund, warum er immer weiter strebt, und sich nicht mit einer Existenz zufrieden gibt.

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petermunich 30.07.2010, 15:57
31. Erst Info, dann schreiben

Zitat von bmehrens
Aufklärung: Meistens sind Chefs nicht in der gesetzl. RV. Ausserdem bei 20 x Mehrverdienst als die Sekr. GIBT`s die BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZE z.Z. 3.750/mntl.Bitte erst info - dann schreiben!
Ja genau: Bitte erst Info, dann schreiben...

Chefs sind sehr wohl in der gesetzl. RV.: Wenn sie angestellt sind, können sie diese nicht verlassen, auch wenn ihr Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzl. RV. bedeutet nur, dass bei höherem Einkommen nicht mehr RV-Beitrag abgeführt wird, aber NICHT, dass man komplett aussteigen kann (wie bei der KKV). Als Angestellter ist man immer in der gesetzlichen RV versichert.
Und gleich noch ein Fehler: Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen RV beträgt im Jahr 2010 in den alten Bundesländern 5500 EUR monatlich. (Bei der KKV ist sie niedriger.)

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mhampel 30.07.2010, 16:00
32. .

Zitat von PeteLustig
Sie hätten direkt nach der Maueröffnung einmal einen typischen DDR-Betrieb im produzierenden Gewerbe besichtigen sollen. Insbesondere das Verhältnis Anzahl Angestellte / Produktivität.
Geringere Produktivität != Pleite.

Die DDR war nicht reich wie die BRD, sondern gehörte zu den wohlhabenden Ländern dieser Erde. In gar keinem Fall war sie wirtschaftlich "Pleite". Das war sie erst nach nach der Wirtschaftsunion.
Die DDR ist nicht an der unzureichenden Wirtschaft zugrunde gegangen, sondern am unzureichenden Gesellschaftsmodell, welches ein erhebliches Demokratiedefizit hatte!

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testthewest 30.07.2010, 16:02
33. .

Zitat von FoxhoundBM
Tatsache ist doch, das keine Sau schnallt, das ein Sozialstaat nur funktionieren kann, wenn die Leute auch einzahlen können! Je mehr Geld die Leute in den Taschen hätten, desto größer wäre die Kaufkraft und desto mehr würde man mit der Mwst. einnehmen, desto mehr würden die Leute in die Renten einzahlen, desto mehr würden sie zurückbekommen. Das hat die hiesige Politik aber nicht begriffen.
Sie meinen, weil die Steuern zu hoch sind? Oder was sollte die Politik bitte machen?
Die Rentenkasse kackt ab, weil wir eben nur 1,3 Kinder pro Frau bekommen. Ganz einfach.

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streusalz 30.07.2010, 16:06
34. :-)

Hier mal ein paar Fakten, offenbar besthet hier noch einiges an Aufklärungsbedarf!
Die DDR war de facto pleite (ich kann auch mit einem Euro Schulden pleite gehen, wenn ich ihn nicht zurückzahlen kann)
Die DDR hat 40 Jahre lang von ihrer Substanz gelebt. Resulatat war zum Schluß ein BIP/Kopf von 27,1 % von dem im Westen. Des Weiteren gab's noch 15 % ideologisch gewollter PersonalÜBERhang in den Betrieben.
Bis Ende 1990 hat keiner der Ostrentner auch nur einen müden Cent in die Rentenkasse der Bundesrepublik Deutschland eingezahlt. Zu holen gab's im Zuge der Wiedervereinigung nichts. Trotzdem beziehen sie Rente für die Jahre bis zu Wende.
Also, an alle Ostrentner, die sich mal wieder ungerecht behandelt fühlen, mal ganz schön den Ball flach halten!
Sonst komme ich mit der 1,5-Billionen-Keule

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querollo 30.07.2010, 16:13
35. Lernzielkontrolle

Zitat von bmehrens
Aufklärung: Meistens sind Chefs nicht in der gesetzl. RV. Ausserdem bei 20 x Mehrverdienst als die Sekr. GIBT`s die BEITRAGSBEMESSUNGSGRENZE z.Z. 3.750/mntl.Bitte erst info - dann schreiben!
Ganz herzlichen Dank, ich fühle mich ganz gut informiert.
In diese Fall bezog sich die Frage nach Zusammenhang von Produktivität und Einkommen allerdings nicht auf die Rente - was eigentlich logisch ist, denn da ist dann ja schon Schluss mit Produktivität und Chef sein - sondern, ähnlich wie bei dem Beitrag, auf den ich mich bezog, auf die der Rente vorgelagerten Bezüge aus aktiver Erwerbstätigkeit, als deren Bemessungsgrundlage.

Sie erinnern sich vielleicht an die Argumentationskette?
Die Rente ist berechtigter Weise für Frauen aus dem Osten niedriger, denn
die hätten ja nicht gearbeitet für ihren Lohn und hätten daher auch keinen Anspruch auf eine höhere Rente.
Es ging also um den Zusammenhang von Produktivität und Entlohnung während der Zeit der Erwerbstätigkeit. (Hier in ihrer Eigenschaft als Berechnungsgrundlage der späteren Rente) Für diese Diskussion ist ergo auch die Frage, der Beitragsbemessungsgrenze unerheblich, ebenso wie die, ob alle Chefs in der Rentenversicherung sind oder nicht. Bitte erst lesen, dann schreiben!

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delta058 30.07.2010, 16:15
36. Gähn

Zitat von streusalz
Hier mal ein paar Fakten, offenbar besthet hier noch einiges an Aufklärungsbedarf! Die DDR war de facto pleite (ich kann auch mit einem Euro Schulden pleite gehen, wenn ich ihn nicht zurückzahlen kann) Die DDR hat 40 Jahre lang von ihrer ....
Na dann komm mal kleiner.

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bmehrens 30.07.2010, 16:31
37. Frauenrenten

Zitat von querollo
Ganz herzlichen Dank, ich fühle mich ganz gut informiert. In diese Fall bezog sich die Frage nach Zusammenhang von Produktivität und Einkommen allerdings nicht auf die Rente - was eigentlich logisch ist, denn da ist dann ja schon Schluss mit Produktivität und Chef sein - sondern, ähnlich wie bei dem Beitrag, auf den ich mich bezog, auf die der Rente vorgelagerten Bezüge aus aktiver Erwerbstätigkeit, als deren Bemessungsgrundlage. Sie erinnern sich vielleicht an die Argumentationskette? Die Rente ist berechtigter Weise für Frauen aus dem Osten niedriger, denn die hätten ja nicht gearbeitet für ihren Lohn und hätten daher auch keinen Anspruch auf eine höhere Rente. Es ging also um den Zusammenhang von Produktivität und Entlohnung während der Zeit der Erwerbstätigkeit. (Hier in ihrer Eigenschaft als Berechnungsgrundlage der späteren Rente) Für diese Diskussion ist ergo auch die Frage, der Beitragsbemessungsgrenze unerheblich, ebenso wie die, ob alle Chefs in der Rentenversicherung sind oder nicht. Bitte erst lesen, dann schreiben!

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mousepet 30.07.2010, 16:33
38. Es ist und bleibt nur eine statistische Auswerung der Zahlen der DRV Bund

Dieser Artikel ist einfach nur eine Veröffentlichung der Altersrentenzahldaten (Brutto/Netto? wegen KV/PV)der DRV Bund.

Mehr nicht.
Er sagt nichts über die individuelle private Absicherung und Vermögensleistung der Rentnerhaushalte in den einzelnen Bundesländern aus und damit über das tatsächlich zur Verfügung stehende Einkommen.
Und ja, selbst wenn die DDR pleite gewesen ist, dann steht die BRD diesem in nichts nach.

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Alf.Edel 30.07.2010, 16:39
39. kleine Rechnung

Zitat von delta058
Na dann komm mal kleiner.
Vielleicht wollte er damit sagen, dass in der DDR 40 Jahre lang nicht produktiv gearbeitet wurde und die BRD deshalb 1500 Mrd.€ dort "investieren" mußte? Das entsprächen dann 37,5 Mrd.€ pro Jahr, also rund 2200€ pro Kopf und Jahr. Eigentlich ziemlich billig, wie ich finde...

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