Forum: Wirtschaft
Länderübersicht: So viel Rente gibt es in West und Ost

Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.

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opalschleifer 31.07.2010, 12:34
60. was war denn das?

was war denn das, liebe SPON Redaktion ???

Da heisst es in der Einleitung:
Zitat von sysop
Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen.
Und wenn man die Zahlen der Tabelle in einer Tabellenkalkulation umsortiert, bekkomt man das Ergebnis meines geschätzten Mitforisten.

Macht man sich noch die Mühe, mal die Länder nach Ost und West zu gruppieren und die Mittelwerte auszurechnen, ergibt sich:
Durchschnitt West Männer: 1048,77
Durchschnitt West Frauen: 501,25
Durchschnitt West Paare: 1550,02
(ein Paar sei hier definiert als Mann+Frau)
Durchschnitt Ost Männer: 1031,49
Durchschnitt Ost Frauen: 666,46
Durchschnitt Ost Paare: 1697,95

gewaltige Unterschiede? Grund genug eine neue Runde Neiddiskussion loszutreten?? Oder vielleicht auch nur schlampig recherchiert ???

Da war ja wohl nix ...

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meerkatzeM 31.07.2010, 17:59
61. Rentnerinnen im Durchschnitt unter HartzIV-Niveau?!

Zu den Ost-West-Unterschieden möchte ich jetzt keinen Kommentar abgeben.
Aber die allgemeine "Höhe" (oder sollte man Tiefe sagen?) der Renten ist ja erschreckend. Wäre ich eine bayrische Renterin, dürfte ich also mit 500 Euro im Monat auskommen. Toll, da kann ich nur hoffen, dass ich es innerhalb meines Erwerbslebens geschafft habe, mir eine Wohnung zu kaufen oder zumindest einen Mann habe, der mir von seinen 1000 Euro ein bisschen was abgibt, aus Dankbarkeit weil ich ihm in seinem Erwerbsleben fleißig die Wäsche gewaschen habe ;-).

Ansonsten kann ich also gleich HartzIV-Aufstockung beantragen.... wahnsinn, vor allem, dass das den DURCHSCHNITT der Leute betrifft, nicht etwa nur einige wenige arme Rentnerinnen.

Aber es ist wohl wirklich so, dass die meisten Rentner ihr Haupteinkommen im Alter aus anderen Quellen beziehen - aufgebautes Vermögen, geerbte und vermietete Immobilien etc.

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icke60 01.08.2010, 00:10
62. Meine Meinung ist ...

Zitat von Katzenfreund
Die Renter der DDR haben doch die beste Rendite von allen. nie was ins System einbezahlt aber jede Menge rausgekriegt. Davon träumt jeder Anleger. Ist doch gut nix einzahlen aber Geld bekommen. Fazit: Der Sozialisismus hat doch gewonnen.
dass die Brüder und Schwestern im Westen doch ein bisschen produktiver hätten sein können, dann wären die Renten im Osten ein bisschen höher ...
Habe ich mich jahrelang verhört oder sind (bzw. waren) wir Brüder und Schwestern? Brüder und Schwestern sind doch eine sehr gute Anlage! Blut ist eben doch dicker als Wasser!

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icke60 01.08.2010, 00:27
63. Wissen ist Macht!

Zitat von bmehrens
Die Headline, daß die meisten Frauen in der DDR voll gearbeitet haben ist falsch. Richtig: Sie hatten ein Arbeitsverhältnis, aber keine Arbeit (Mangelwirtschaft), sonst wäre die DDR nicht pleite gegangen, insofern ist die Höhe der Renten ungerecht. Nur IMs hatten voll zu tun. Auch das westdeutsche Frauen weniger Rente bekommen, ist gerecht, denn heutige Rentenempfängerinnen leben statistisch 7 Jahre länger als Männer, obwohl sie nur den gleichen Beitragssatz bezahlen wie Männer. Ausserdem gehen Frauen mit 63 in Rente und kassieren so zusätzlich noch mal 2 Jahre länger Rente, also TOTAL NEUN JAHRE! Solidarisch ist das nicht.
Ich finde es immer wieder erfrischend zu erfahren, dass es Menschen gibt, die GLAUBEN! Aber ... Wissen ist Macht! (Karl Marx) Aber nichts wissen macht offenbar nichts!
bmehrens weiss offenbar nicht wovon er/sie/es spricht!

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Alf.Edel 01.08.2010, 11:44
64. Wissen ist Macht! Teil 2

Zitat von icke60
Ich finde es immer wieder erfrischend zu erfahren, dass es Menschen gibt, die GLAUBEN! Aber ... Wissen ist Macht! (Karl Marx) Aber nichts wissen macht offenbar nichts! bmehrens weiss offenbar nicht wovon er/sie/es spricht!
Und Sie wissen scheinbar gar nix!
Jetzt mal ein Erfahrungsbericht aus meiner Vergangenheit:

Als Schüler mußte ich im Fach PA gelegentlich einen Tag "praktische Arbeit" in einem Betrieb in Bernau bei Berlin(sollten Sie kennen) leisten, der die elektrischen Schaltkästen für die Reichsbahn montierte. Zwei! Wochen im Monat stand die Arbeit still, weil "kein Material" da war! Die Leute gingen einkaufen oder beschäftigten sich anderweitig...
Dasselbe Spiel im SKET "Ernst Thälmann" in Magdeburg.
In dem Werk war nach dem Krieg nichts investiert worden, alles total runtergekommen, abgeranzt, eine Ruine. Die Leute haben dort fast gar nicht mehr gearbeitet! Es war üblich, frühs mit einer Flasche "Braunen" zur Arbeit zu kommen, die im Laufe des Tages geleert wurde. Dann wurde bis ca. 14.00 Uhr am Arbeitsplatz geschlafen und danach nach Hause getorkelt.
Das früher von der Arbeit nach Hause gehen war in der DDR übrigends auch usus, von wegen 43 3/4 Stunden-Woche... :D

Und jetzt verraten Sie mir, warum solche Leute die volle Rente erhalten sollen? Nur, damit sie "auch leben müssen"?
Aber wahrscheinlich haben sie selbst nie richtig gearbeitet und gehören auch dazu? Anders kann ich mir ihre überzogenen, frechen Forderungen nicht erklären...

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Adran 01.08.2010, 11:54
65. Interessant..

Zitat von Alf.Edel
Und Sie wissen scheinbar gar nix! Jetzt mal ein Erfahrungsbericht aus meiner Vergangenheit: Als Schüler mußte ich im Fach PA gelegentlich einen Tag "praktische Arbeit" in einem Betrieb in Bernau bei Berlin(sollten Sie kennen) leisten, der die elektrischen Schaltkästen für die Reichsbahn montierte. Zwei! Wochen im Monat stand die Arbeit still, weil "kein Material" da war! Die Leute gingen einkaufen oder beschäftigten sich anderweitig... Dasselbe Spiel im SKET "Ernst Thälmann" in Magdeburg. In dem Werk war nach dem Krieg nichts investiert worden, alles total runtergekommen, abgeranzt, eine Ruine. Die Leute haben dort fast gar nicht mehr gearbeitet! Es war üblich, frühs mit einer Flasche "Braunen" zur Arbeit zu kommen, die im Laufe des Tages geleert wurde. Dann wurde bis ca. 14.00 Uhr am Arbeitsplatz geschlafen und danach nach Hause getorkelt. Das früher von der Arbeit nach Hause gehen war in der DDR übrigends auch usus, von wegen 43 3/4 Stunden-Woche... :D Und jetzt verraten Sie mir, warum solche Leute die volle Rente erhalten sollen? Nur, damit sie "auch leben müssen"? Aber wahrscheinlich haben sie selbst nie richtig gearbeitet und gehören auch dazu? Anders kann ich mir ihre überzogenen, frechen Forderungen nicht erklären...

Es war also üblich nach Hause zu gehen, soso..
Hochinteressant..
Dann können sie mir ja auch erklären, wie es in der Landwirtschaft so zuging..
Nur raus mit der Sprache, bin ganz Ohr..
Ist ja nicht so, dass ich nicht auf dem land groß wurde, und es weiß..
Aber immer mal schön aus kompetenten munde zu erfahren, wie es so war, damals in der DDR..

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Alf.Edel 01.08.2010, 12:24
66. Wissen ist Macht! Teil 3

Zitat von Adran
Es war also üblich nach Hause zu gehen, soso.. Hochinteressant.. Dann können sie mir ja auch erklären, wie es in der Landwirtschaft so zuging.. Nur raus mit der Sprache, bin ganz Ohr.. Ist ja nicht so, dass ich nicht auf dem land groß wurde, und es weiß.. Aber immer mal schön aus kompetenten munde zu erfahren, wie es so war, damals in der DDR..
Können Sie gerne haben! ;)
Die Großeltern eines Schulfreundes arbeiteten im Käsewerk Vahldorf bei Magdeburg und betrieben nebenbei eine Schweinezucht. Da die Schweine Feinschmecker waren, wurden sie standesgemäß mit Käse aus dem dortigen Betrieb gefüttert. Dieser wurde nicht gekauft, nein, er wurde einfach "mitgenommen"! Vielleicht ist Ihnen noch das Wort "Klaufix" ein Begriff? Für alle anderen: "Klaufix" war in der DDR umgangssprachlich für einen PKW-Anhänger... :D
Und zum Thema LPG's:
Ich habe in den Ferien im "Arbeits- und Erholungslager" einer LPG gearbeitet und mich erholt... ;)
So viele dicke, faule LPG-Frauen, die nur rumkommandierten, habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen! Die haben nicht selbst gearbeitet, die haben die Kinder für die Drecksarbeit rankarren lassen. Was in meiner späteren Berufsausbildung auch nicht anders war: die "Facharbeiter" saßen nur rum, tranken Bier und ließen die Lehrlinge für sich arbeiten.

Und jetzt können Sie noch so dämlich "soso" sagen...
Die DDR war (leider) Inkompetenz pur!

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konsch@erfurt 01.08.2010, 13:21
67. Scheuklappen?

Es wird ja gerade so getan, als müsste nur der gewöhnliche Wessi für diejenigen zahlen, die sich in der DDR nicht gerade durch ihre Arbeitsleistung hervor taten. Dass der Generationsvertrag aber seit 20 Jahren bundesweit gilt, und der Bund nicht mit der östlichen Landesgrenze von Niedersachsen aufhört, wird offenbar gerne unterschlagen.

Und was dabei heraus kommt, wenn unausgegorene, auf Privatisierung abzielende Prinzipien auf die Rentenversorgung angewandt werden, wird sich noch zeigen.

Grüße,
konsch@erfurt

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rkinfo 10.08.2010, 09:53
68. Rente 67 im Generationenvertrag ?

Da arbeiten die Menschen ein halbes Leben lang um am Ende des Arbeitslebens entscheiden wenige Jahre mehr oder weniger über den Wohlstand im Ruhestand.

Wer früher in Rente geht dem fehlen Beiträge aber vor allem steigt seine statistische Bezugsdauer für die Rente an.
Da sind 2 Jahre schnell 15% mehr oder weniger Rente und 5-7 Jahre eben 1/3 der Ansprüche.
Besonders ausgeprägt wenn kapitalsgestützte Altervorsorge vorliegt.

Das Risiko Arbeitslosigkeit bis Arbeitsunfähigkeit 60-67 muß daher raus aus dem Generationenvertrag und privat / von AG und AN gemeinsam abgesichert werden.
Nur so ist Rente 67 per Generationenvertrag überhaupt finanziell und moralisch machbar.
Und Mitte des 21. Jahrhunderts wird man vielleicht über Rente 70 bis Rente 75 reden die auch nicht einfach im Generationenvertrag und Risiken davor laufen kann.

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ingrid wild 10.08.2010, 10:08
69. Man, hatten Sie es gut

Zitat von Alf.Edel
Und Sie wissen scheinbar gar nix! Jetzt mal ein Erfahrungsbericht aus meiner Vergangenheit: Als Schüler mußte ich im Fach PA gelegentlich einen Tag "praktische Arbeit" in einem Betrieb in Bernau bei Berlin(sollten Sie kennen) leisten, der die elektrischen Schaltkästen für die Reichsbahn montierte. Zwei! Wochen im Monat stand die Arbeit still, weil "kein Material" da war! Die Leute gingen einkaufen oder beschäftigten sich anderweitig... Dasselbe Spiel im SKET "Ernst Thälmann" in Magdeburg. In dem Werk war nach dem Krieg nichts investiert worden, alles total runtergekommen, abgeranzt, eine Ruine. Die Leute haben dort fast gar nicht mehr gearbeitet! Es war üblich, frühs mit einer Flasche "Braunen" zur Arbeit zu kommen, die im Laufe des Tages geleert wurde. Dann wurde bis ca. 14.00 Uhr am Arbeitsplatz geschlafen und danach nach Hause getorkelt. Das früher von der Arbeit nach Hause gehen war in der DDR übrigends auch usus, von wegen 43 3/4 Stunden-Woche... :D Und jetzt verraten Sie mir, warum solche Leute die volle Rente erhalten sollen? Nur, damit sie "auch leben müssen"? Aber wahrscheinlich haben sie selbst nie richtig gearbeitet und gehören auch dazu? Anders kann ich mir ihre überzogenen, frechen Forderungen nicht erklären...
Heimgehen - und das während der Arbeit - führte zu einem Verweis. In meiner ganzen DDR-Arbeitsgeschichte kenne ich kein "Heimgehen" - weder von mir noch vom Mann noch von der Verwandschaft ...

Ich glaub tatsächlich ich bin im falschen Film ... heimgehen ... wir haben Überstunden geschoben wenn das Personal fehlte ... kein Wunder dass das nix wurde ... wenn Sie heimgegangen sind wenn es Ihnen passte ...und übrigens ... für Alkohol am Arbeitsplatz gab es einen Verweis.

Und nicht etwa dass Sie denken wir haben in Klitschen gearbeitet ... Mein Mann und mein Schwiegervater bei UT Erfurt, meine Schwiegermama in der Optima, ich als Tippse bei einer PGH und dann GW (Pflege), der Papa bei der Post und die Mama im Handel ... Heimgehen ... na Sie haben vielleicht Nerven ... Überstunden wurden geschoben ... und wen der Sicherheitsinspektor mit Alk erwischte der/die wurde sofort heimgeschickt.

Ach übrigens - ich bekomme für 37 Versicherungsjahre genau 530 Euro - wieviel möchten Sie denn davon haben?

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