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Länger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69
DPA

Die Bundesbank schaltet sich in die Rentendebatte ein: Um das Niveau der Alterssicherung zu halten, müssten die Menschen länger arbeiten. Höhere Beiträge gibt es sowieso.

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Schluß mit dämlich 15.08.2016, 14:28
120.

Was ist falsch an dieser Erhöhung der Lebensarbeitszeit? Daß die Arbeitgeber die Älteren doch schon ab Mitte 40 nur zögernd einstellen. Da wird man aus einer Pseudoargumentation heraus als Arbeitnehmer in Sozialhilfe/Hartz IV, V, VI und VII (kommen bestimmt noch) ausgelagert und steht hinterher als der Egoist da, der den Sozialsystemen auf der Tasche liegt.
Üble Entwicklung, das!

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andy2000 15.08.2016, 14:29
121. Hmm

Jetzt sollen die Bürger 50 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlen damit es noch für die Rente reicht. Was ist mit den Flüchtlinge, die meisten finden hier keine Arbeit oder sind im Niedriglohnsektor, bekommen diese Menschen auch eine Rente, woher kommt dieses Geld. Oder es arbeitet jemand für wenig Geld, der bekommt dann Grundsicherung, genau wie jemand der nie gearbeitet hat. Lösung: Arbeit aufhören und auf Grundsicherung warten?

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unbekanntgeblieben 15.08.2016, 14:30
122. Nein ist es nicht. Betachten (hypothetisch) wir doch es mal von aussen

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Der Sinn der Rente war es immer, den Lebensabend zu versüßen. Der Lebensabend sind die letzten 2-5 Jahre, nicht aber die letzten 30 Jahre. Unsere Lebenserwartung steigt stetig, alle drei Jahre um ca. ein Jahr. Es gab Zeiten, da lag für Männer die Lebenserwartung bei 68 Jahren, aber erst ab 65 begann die Rente. Heute liegen wir bei Neugeborenen weit über 85 Jahre, da ist es naheliegend, die Grenze etwas nach oben zu schieben.
Es gibt eine Masse an Menschen und für deren Essen, Dienstleistungen, Häuser, etc. zu erhalten muss gearbeitet werden.

Nur ist die dafür REAL notwendige Arbeit von immer weniger Menschen machbar, selbst mit Berücksichtung des steigenden Wohlstands.
Die Aufrechnung von Arbeit und Leistung funktioniert mit technischne Fortschritt pauschal nicht mehr (hat es nie). Und das ist was Gutes, schlielich ist das nur das Resultat UNSERER Arbeit (und auch 'der Reiche' kann real nicht unbegrenzt konsumieren).
Haben sie (ohne Neiddebatte loszutreten) das Gefühl, ein Winterkorn arbeitet wirklich das 1000-1 000 000 von ihnen?

35h-Woche, BGE, Rente mit 60-, Bekämpfung von Armut, Hunger, Krieg, ... das sind nicht alles Utopien sondern Möglichkeiten die uns von einigen wenigen AKTIV in ihrer Gier (und Dummheit, denn es geht nicht mehr) verwehrt werden.
Und bevor ich einwillige, das Rentenalter zu erhöhen (ich (und sie wohl auch?) arbeiten auch für deren realen Lohn), sollen Abgeordnete, höhere Beamte ihre Löhne kürzen!
Alternativ ... es ist eine schöne große Welt und das Wetter hier ist jetzt auch kein Standortfaktor ;).

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mit66jahren 15.08.2016, 14:30
123. Das Geld braucht einen Preis

Sollen die Feuerwehrleute der vergangenen Jahre die Leidtragenden im Alter sein? Für die künftigen Rentner, die zu ihrer aktiven Zeit marode Banken, den Euro, Griechenland und mit der Ökoabgabe das Weltklima gerettet haben, soll plötzlich kein Geld mehr da sein? Wir sollten vielleicht einmal auch an uns denken und ein Vorsorgekonzept entwickeln, damit auch künftig ein Renteneintrittsalter mit 66 Jahren ohne Armut möglich ist. Dazu müssen wir uns von unserem Rettungswahn verabschieden. Auch sollten wir uns von der Gemeinschaftswährung trennen, denn die Niedrigzinspolitik der EZB entwertet angespartes Geld. Das Konzept der kapitalgedeckten Rente erfordert einen positiven Zinssatz, also einen Preis für das Geld.

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harwin 15.08.2016, 14:32
124. Tolles Szenario

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Der Sinn der Rente war es immer, den Lebensabend zu versüßen. Der Lebensabend sind die letzten 2-5 Jahre, nicht aber die letzten 30 Jahre. Unsere Lebenserwartung steigt stetig, alle drei Jahre um ca. ein Jahr. Es gab Zeiten, da lag für Männer die Lebenserwartung bei 68 Jahren, aber erst ab 65 begann die Rente. Heute liegen wir bei Neugeborenen weit über 85 Jahre, da ist es naheliegend, die Grenze etwas nach oben zu schieben.
Tolles Szenario, doch relativ weltfremd. Tatsache ist das viele Erkrankungen schon im Alter ab 50 beginnen. Wer am Bau gearbeitet hat kann ein Lied davon singen. Schreibtischtäter haben irgendwann auch Rückenleiden etc. Die Zivilisationskrankheiten nehmen zu, nicht ab. Die Lebenserwartung ist nur eine Statistik, keine Lebenswirklichkeit. Wer sagt, die Lebenserwartung steigt, und wer dann vor der Rente stirbt, wird sicherlich gerne ins Grab fallen. Oder?

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Charlie Hebdo 15.08.2016, 14:32
125. die Gesetze werden größtenteils von Beamten gemacht

Zitat von dancar
Ich schlage vor das Rentenalter bei 67 zu belassen und das Niveau nicht weiter abzusenken und dies durch niedrigere Beamtenpensionen auszugleichen. Ist es verfassungsrechtlich überhaupt erlaubt, dass die Rente auf 45% der Nettobezüge sinkt, das Pensionsniveau aber auf mindestens 65% verbleibt? Für mich ein riesiges Gerechtigkeitsproblem in 20 Jahren ff...
entweder als Abgeordnete in den Parlamenten, denn Beamte sind leichter vom Arbeitgeber freizustellen oder als Ministerialbeamte die Gesetzesvorlagen erarbeiten.

Würden Sie sich ins eigene Fleisch schneiden?

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mr-mucki 15.08.2016, 14:33
126. Wahrheiten tun weh

Und dieses ist eine brutale Wahrheit. Wenn der Staat fast die Haelfte des Lebens bezahlen soll, kann das nicht funktionieren. Die Rentenversicherung ist immer fuer eine Periode von max. 10 Jahren nach Renteneintritt berechnet gewesen. Nun reden wir ueber 25 + x Jahre. Wie soll das funktionieren? Rechne doch jeder mal fuer sich selber aus, was er einzahlen muesste, um auf sagen wir 50% Rentenniveau zu kommen.
Z.B. Bei 1600 Euro im Monat Rente bei 25 Jahren Rentenanspruch macht das 480.000 Euro. Das sind 889 Euro/ Monat, wenn man 45 Jahre arbeitet. Das hier ein brutales Missverhaeltnis besteht sollte jedem klar sein.

Meiner Meinung nach muss der Renteneintritt nicht mehr an einem Alter festgemacht werden, sondern an der Lebensarbeitszeit. Und die sollte mindestens 4/7 der Lebenserwartung betragen (bei einer statistischen Lebenserwartung von 90 Jahren 51 Jahre).

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j.cotton 15.08.2016, 14:36
127. Oh, wie naiv.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Der Sinn der Rente war es immer, den Lebensabend zu versüßen. Der Lebensabend sind die letzten 2-5 Jahre, nicht aber die letzten 30 Jahre. Unsere Lebenserwartung steigt stetig, alle drei Jahre um ca. ein Jahr. Es gab Zeiten, da lag für Männer die Lebenserwartung bei 68 Jahren, aber erst ab 65 begann die Rente. Heute liegen wir bei Neugeborenen weit über 85 Jahre, da ist es naheliegend, die Grenze etwas nach oben zu schieben.
Sie werden sich noch wundern, wie sich die Lebenserwartung ändern wird, wie zumalen Geier Sturzflug, wenn diejenigen, die heute als sog Hochbetagte bezeichnet werden, und dank der medizinischen Möglichkeiten auch den Hunderter überschreiten können, mal weg sind.
Denn Diese (s. meine Mutter) haben oft eine karge, aber gesunde Jugend/Früherwachsenendasein durchlebt, mit entsprechender Ernährung, wenig Berufshektik und auch weniger Umweltbelastungen.
Einfach einmal einen kompetenten, älteren Mediziner fragen.

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karl-felix 15.08.2016, 14:38
128. Doch

Zitat von Freifrau von Hase
Natürlich muss länger gearbeitet werden. Man kann nicht mit 30 in den Arbeitsmarkt einsteigen und mit 63 in die Rente und dann noch 25 Jahre leben. Das kann nicht funktionieren. Nur: Wo sind die Jobs für ältere Menschen? Ab 45 wirds doch schon kritisch, wenn man seinen vorherigen Job verliert.
genau so funktioniert das. Die Bevölkerungsgruppe die Sie ansprechen , die also bis 30 auf deutschen Hochschulen ausgebildet werden , anschliessend als Spitzenverdiener Millionengehälter kassieren und Millionen ererben , hat bis 63 soviel zusammen , dass sie von den Zinseszinsen als Rentner hervorragend leben können auf Kosten der nächsten Generation . Und die leben halt noch 25 Jahre und länger.
Diejenigen , die die Bundesbank meint , das sind die, die mit 16 Jahren anfangen zu arbeiten , mit 67 Jahren in Rente gehen und mit 70 versterben . Die sollen gefälligst bis 69 einzahlen , denn ein Jahr Rente recht vollkommen .
Schauen Sie sich mal die Lebenserwartung der Reichen an, die armen schwer arbeitenden Sozialversicherungspflichtigen leben fast 10 Jahre kürzer bei Minirenten .
Ihre 88 Jahre treffen nur auf einige wenige ( vermutlich nicht berufstätige) Frauen und auf die Mitglieder der Oberschicht zu .

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harwin 15.08.2016, 14:39
129. Wer mit 15 zu arbeiten beginnt..

Zitat von Freifrau von Hase
Natürlich muss länger gearbeitet werden. Man kann nicht mit 30 in den Arbeitsmarkt einsteigen und mit 63 in die Rente und dann noch 25 Jahre leben. Das kann nicht funktionieren. Nur: Wo sind die Jobs für ältere Menschen? Ab 45 wirds doch schon kritisch, wenn man seinen vorherigen Job verliert.
Wer nur einen Hauptschulabschluss hat und mit 15 anfängt zu arbeiten, hat mit 50 schon 35 Jahre gearbeitet. Und studierte Menschen haben diese 35 Jahre erst mit 60 Jahren zusammen. Die Logik des Rentensystems ist: wenig Verdienst + viele Arbeitsjahre = wenig Rente, und hoher Verdienst + wenig Arbeitsjahre = viel Rente. Die Lebenserewartung ist allerdings bei Studierten wesendlich höher als bei einfachen Arbeitern und Angestellten.

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