Forum: Wirtschaft
Länger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69
DPA

Die Bundesbank schaltet sich in die Rentendebatte ein: Um das Niveau der Alterssicherung zu halten, müssten die Menschen länger arbeiten. Höhere Beiträge gibt es sowieso.

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luny 15.08.2016, 20:23
320. Gretchenfrage

Zitat von realplayer
Das ist doch eine einfache Rechung. Keiner wird bis 69 arbeiten. Die meisten werden schon mit 50-60 gefeuert um die Restzzeit zu Hartzen und bekommen dann die Rentengrundsicherung. Willkommen in der freien Marktwirtschaft.
Hallo Realplayer,

das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt in
Deutschland bei ca. 62 Jahren für Frauen und 63 Jahren
für Männer. Schon jetzt werden Abschläge von 0,3%/
Monat, maximal 14,4% in Kauf genommen.

Die gesetzliche Rente wird auf 43% des durchschnitt-
lichen NETTO-Einkommens gekürzt. Das bedeutet:

"Das Armutsrisiko künftiger Rentnergenerationen ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" erheblich höher als bislang bekannt. Ab dem Jahr 2030 erhielten selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro, berichtet die Zeitung."

http://www.welt.de/wirtschaft/article108923109/Von-der-Leyen-Altersarmut-droht-schon-bei-2500-brutto.html

Das Renteneintrittsalter auf 69 zu erhöhen, bedeutet
eine weitere Kürzung der gesetzlichen Rente. Die Zahl
derer, die auf Grundsicherung angewiesen sein werden,
würde sich erhöhen.

Die Arbeitgeberseite ist bestrebt, sich von den teuren
und älteren Arbeitnehmern zu trennen und dafür
günstige und jüngere Arbeitnehmer einzustellen.

Wenn es einigermaßen sozial läuft, wird den älteren
Arbeitnehmern die Altersteilzeit angeboten:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/mit-altersteilzeit-vorzeitig-in-rente-gehen-a-954882.html

LUNY

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viceman 15.08.2016, 20:28
321. es ist doch gar nicht so schwer:

Zitat von mr-mucki
Lesen Sie auf der Seite des Stat. Bundesamtes und holen Sie sich bitte die richtigen Zahlen und Daten
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Sterbefaelle/Tabellen/SterbealterDurchschnitt.html
aber , manche birne leuchtet nicht so helle...

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wauz 15.08.2016, 20:31
322. Kopf ab!

Die Herkönigin sollte hart durchgreifen: es geht nicht an, dass die Bundesbank Politik macht. Und schon gar nicht, dass sie die Politik im Interesse der Geschäftsbanken forciert. Das Rentennivieau ist eine Schande, und die zaghafte Finanzierung der Rentenkasse ist es auch. Die Produktivität steigt und steigt. Das bedeutet, immer weniger Menschen produzieren (sogar mehr) Güter. Das bedeutet, dass der Anteil am Produkt, in Geld gemessen, der pro produzierender Person an die Rentenkasse gehen muss, natürlich zu steifgen hat. Das bedeutet aber, dass die Beiträge steigen müssen. Um die unterschiedliche Entwicklung der Produktivität in den unterschiedlichen Branchen abzufangen, muss der steuerfinanzierte Anteil der Rentenaufwendungen steigen. Ganz klar: es muss ein Renten-Soli auf die Körperschaftssteuern aufgesattelt werden.
Und wehe dem Bundesbanker, der widerspricht! Politik muss von der Politik gemacht werden. Die Zeiten, in denen das Parlament auswürfelt, wer wie zu stimmen hat, damit das von außen gewünschte Ergebnis herauskommt, müssen endgültig vorbei sein!

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mit66jahren 15.08.2016, 20:32
323. Werden Sie wie Johannes Heesters 100 Jahre alt

Zitat von playintime
Also wenn es nach ihnen geht, wird langsam Zeit dass ich den Löffel abgebe. Schon fast vier Jahre Rentner und ich greife unglaubliche, fast 800 € nach nur 47 Jahre Arbeit ab.
Es ist schön, dass die Medizin und das Wissen um unseren Körper unsere Lebenserwartung verlängert. Natürlich ist es notwendig, über die Finanzierung dieses verlängerten und wohlverdienten Lebensabends nachzudenken. So lange zu arbeiten, bis es überall wehtut, kann nicht die Lösung sein. Mit 66 Jahren sollte Schluss sein. Über Ausnahmen bei einigen Berufsgruppen kann man nachdenken. Wer mit dem Kopf arbeitet und noch weiter Spaß an seiner Arbeit hat, dem sollte eine längere Beschäftigung nicht verwehrt werden. Neben der Umlage- und kapitalgedeckten Finanzierung darf auch die Finanzierung aus dem Steuertopf kein Tabu sein. Wichtig ist, die Prioritäten unserer künftigen Ausgaben neu zu überdenken und der Altersvorsorge einen höheren Stellenwert beizumessen als bisher. Niemand soll zum "Löffel abgeben" verleitet werden, weil die Rettung der Weltkonjunktur und des -klimas vorrangig sind.

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futtereimer 15.08.2016, 20:44
324.

Zitat von voce della ragione
Es kann nicht sein, daß ein kompletter Jahrgang in die Hölle geschickt wird. Vorher hat's gepasst und nach dem "Pillenknick" wird's wohl wieder passen. Das Rentensystem ist auf "gute Jahrgänge" nicht ausgelegt. Es ging schon los, als Herr Kohl per Dekret die anrechenbaren Ausbildungszeiten von damals sieben (7) Jahren auf drei (3) Jahre reduziert hat und somit volle 4 Jahre in meinem Rentenkonto fehlen. Von heute auf morgen, per Beschluss! Das ist nicht mehr mein Land!
Dann sind Sie gut bedient. Ich als Krankenschwester bekommen mein Lehrjahre mit NULL angerechnet !!!! Kohl war der schlechteste Kanzler aller Zeiten....seine Lügenmärchen glauben die heute noch...dabei hat er UNSERE gut gefüllte Rentenkasse "nach drüben" verschenkt..... Wenn ich den heute seh, bekomm ich Brechreiz ohne ende...

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schwallofix5000 15.08.2016, 20:48
325. Lebenzeitbegrenzung

ist die lösung man darf einfach nur noch bis 75 leben, dann feiert man seinen todestag, und bekommt den goldenen schuss. macht auch die arbeit der bestattungs branche viel planbarer. das gilt natürlich nur für die gesetzlich versicherten ;)

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prologo 15.08.2016, 20:57
326. Macht endlich ein solidarisches Rentensystem

Zitat von viceman
in der gleichen veröffentlichung findet man auch das durchschnittliche -aktuelle - sterbealter .einfach mal nachlesen. eine "erwartung" ist etwas anderes als das konkrete alter...aber ist schon klar, das geht jetzt immer so weiter -ich glaub nicht dran !
Typisch Bundesbank, arbeiten und einzahlen bis zum Tod. Anstatt ein solidarisches Rentensystem einzuführen, in das erst mal alle Einzahlen müssen.

Beamte, Abgeordnete und Selbständige. Dann muss die Beitragsbemessungsgrenze weg. Dann ist genug geld in der Rentenkasse, wenn man bis 65 arbeitet.

Es kann doch nicht sein, dass diejenigen die gar nichts einzahlen, 71 % vom letzten netto Pension bekommen, und der Arbeinehmer Einzahler nur 43 %.

Oder Beamte bekommen nach nur 5 Jahren Beamtenbeschäftigung 1.660 € Rente, wofür der Arbeiter 4.500 € brutto mtl. verdienen muss, und 30 Jahre einzahlen.

Macht es wie in der Schweiz und Österreich, da funktioniert das auch.

prologo

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Sandlöscher 15.08.2016, 20:58
327. Rentenlüge

Ziel ist keine Reform, sondern die Deutsche SV zu zerschlagen. Meinetwegen gerne die Rentenbeiträge paritätisch zu erhöhen (22 Prozent o.ä.). Ist abermal besser, als der Fonazinsuatrie Geld in den Rachen zu schmeißen. SV-Beiträge auf Maschinen oder Kapitalerträge etc. dürften auch kein Tabu mehr sein. Das sind aber alles Ansätze, die im neo-Liberalen Weltbild nicht vorkommen. Generation Armut lässt Grüßen!

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agnostiker_ffm 15.08.2016, 21:09
328. ... (optional) ...

Zitat von emobil
Bitte um konkrete Vorschläge, wie Sie gewollte Kinderlosigkeit nachweisen wollen/ können. Gelten nur biologische oder auch soziale Faktoren als "Entschuldigungsgründe"? Und müssten dann die Kinderproduzenten nicht auch schlüssig nachweisen, dass ihr Nachwuchs tatsächlich etwas zur Rentensicherung beigetragen hat? Bin sehr gespannt.
Ich schließe mich Ihrem gespannt sein an. Gehen Sie auch davon aus, dass Sie niemals eine Antwort auf diese Frage erhalten werden?

Take care,

Agnostiker

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postina 15.08.2016, 21:09
329. Postina

Noch ein Vorschlag, wie wir unsere Rest-Lebenszeit verbringen sollen

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