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Länger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69
DPA

Die Bundesbank schaltet sich in die Rentendebatte ein: Um das Niveau der Alterssicherung zu halten, müssten die Menschen länger arbeiten. Höhere Beiträge gibt es sowieso.

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Mr.Marcus 07.09.2016, 21:43
430. Natürlich muss das Renteneintrittsalter verschoben werden

...ich bin heute 40. Ich kann wohl kaum noch viel mehr als eine Einheitsrente erwarten...! Ich bin nicht bereit auch nur einen Cent mehr zu zahlen für die heutigen Rentner! Wenn wir endlich eine gesetzliche Grundlage schaffen, dass Menschen im Rentenalter (genau wie Minderjährige) noch mit wählen dürfen, dann können wir neu über derartige Steuererhöhungen sprechen, oder eben nicht!
Abgesehen davon wird es Zeit, das Rentenalter auf 70 zu erhöhen und Beamte ebenfalls in die Rentenkassen einzahlen zu lassen, sonst geht das System nämlich nicht auf...!!!

Aber für derartige Einschnitte sind unsere Politiker ja zu feige!

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petra.stein 08.09.2016, 06:12
431.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Der Sinn der Rente war es immer, den Lebensabend zu versüßen. Der Lebensabend sind die letzten 2-5 Jahre, nicht aber die letzten 30 Jahre. Unsere Lebenserwartung steigt stetig, alle drei Jahre um ca. ein Jahr. Es gab Zeiten, da lag für Männer die Lebenserwartung bei 68 Jahren, aber erst ab 65 begann die Rente. Heute liegen wir bei Neugeborenen weit über 85 Jahre, da ist es naheliegend, die Grenze etwas nach oben zu schieben.
schön, dann arbeiten SIE ruhig bis 70 oder 75 ! Ich kann das nicht-hab mit 49 Jahren ne Krebserkrankung hinter mir, hab 80 % Schwerbehindertenprozente , muss 8 Stunden jeden Tag arbeiten...und das noch bis 70 ??? Ich bin froh, dass ich nach nem 8 Stunden-Tag heute auf dem Nachhause-Weg nicht im Auto einschlafe, so erledigt bin ich...
Und trotz Schwerbehindertenprozente MUSS ich ich 65 arbeiten gehen--nix mit "vorzeitigem Ruhestand"---und dann hab ich auch noch 48 Jahre lang gearbeitet... (wie war das mit "Rente bei besonders langjährigen Versicherten? Gilt bei mir- Jahrgang 65 nicht)
Irgendwo ist ne Grenze erreicht...und hier ist sie schon lange überschritten worden.
Sesselpupser wie die in der Bank mit ihren Vollkimatisierten Räumen und "flüster-Kopierer"- die können arbeiten, bis sie 100 sind. Aber nicht Leute, die auf dem Bau, in ner Fabrik mit Lärm,Akkord und Gestank arbeiten.

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petra.stein 08.09.2016, 06:21
432.

Zitat von montecristo
Kostenexplosion Krankenkasse und Kostenexplosion Rentenversicherung. Na das wird ja was... Ich will nicht pauschalisieren, aber bei den meisten 65 jährigen sind die meisten im Betrieb ja froh, wenn diese gehen. Innovationsbremsen aufgrund ihrer "Erfahrung", hochbezahlt noch mit alten Verträgen und allzu oft krank. Zudem gehen die meisten nach mindestens 40 Jahren Arbeit nahezu ausgebrannt in Rente. Ob da weitere 2 - 4 Jahre arbeiten die Krankenkassen entlasten würden? Wohl eher nicht. Keine Ahnung wie ich in dem Alter sein werde. Wahrscheinlich nicht anders als die Älteren jetzt. Cool ist es, wenn hochbezahlte Bankster, die andere Leute arbeiten lassen, eine Meinung zu einem Thema haben, in dem sie sich in keiner Weise auskennen. Körperlich gearbeitet hat von denen wohl keiner jemals.
Keine Ahnung, wo Sie arbeiten, aber bei uns sind eher die jungen Leute krank. Die "alten" haben noch sowas wie Gewissen und Anstand. Die kommen auch mit nem tödlichen "Männerschnupfen" ans Band.
Bei uns zb werden gerade fast 150 Leute entl.....freigestellt. Mit Sozialplan. Und da gibt es ältere Leute, die wollen vorzeitig in Rente---aber man lässt sie nicht ! Weil sie eben das KnowHow haben (andere dagegen werden förmlich hinauskomplimentiert).
Und was kann ich dazu, dass ich noch nen "alten, hochbezahlten" Arbeitsvertrag hab (den hab ich nicht, werde nach Tarif bezahlt) Ich hab "nur" das Glück, dass ich einen Festvertrag hab-zu den gleichen Konditionen wie ein Zeitverträgler. Und das nach schon über 31 jahren Betriebszugehörigkeit.
Die Bankster sollen sich gerade mal 3 Tage ans Band stellen und so malochen wie viele ihrer Kunden...oder in 3-Schicht-Betrieb an der Tanke, oder mal Kellnern....die würden ihre großen Sprüche ganz schnell wieder einstecken.

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petra.stein 08.09.2016, 06:23
433.

Zitat von timoho
Dann würden wir doch auch erwarten, dass unsere Banker mit gutem Beispiel vorangehen und auch selbst bis 69 arbeiten - und nicht mit 55 in Rente gehen, weil sie's können. Ein Teil des Problems ist doch auch einfach, dass viele Gutverdiener früher aufhören zu arbeiten und nicht mehr in die Kassen einzahlen - dem muss dann auch ein Riegel vorgeschoben werden, wenn diese Forderung nicht da absurdum geführt werden soll!
Rente wird versteuert--also auch mit Rentenbeiträgen...das ist ja die Lachnummer...

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petra.stein 08.09.2016, 06:26
434.

Zitat von wolly21
wären nicht erforderlich, ebenso die Rente ab 63 weiter möglich, WENN die Beitragsbemessungsgrenzen aufgehoben würden, und ALLE Einkommensarten zur Berechnug herangezogen würden (z.B. auch die Boni der Banker, Diäten der Abgeordneten, Kapitalerträge....). Die Renten müßten allerdings nach oben gedeckelt werden. Im Prinzip funktioniert das ja schon so in der Schweiz, und wohl nicht so schlecht.
Bonis werden auch verrechnet. wo Geld verdient wird, streckt der Staat schon seine gierigen Finger aus. Sogar beim Firmenjubiläum wird der "Zinnteller" hinterher bei der Gehaltsabrechnung mit angegeben und versteuert.

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petra.stein 08.09.2016, 06:36
435.

Zitat von Sackaboner
den Abbau der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit hat sich beim Menschen nie verändert. Bessere Ernährung, bessere medizinische Versorgung und allgemein bessere Lebensumstände haben die Lebenszeit verlängert, dennoch hat sich die Leistungsfähigkeit nicht verbessert. Mit 60 geht es abwärts, insofern ist eine Rente mit 69 nichts anderes als die Verlagerung der Kosten Richtung Krankenkassen. Verlängerung der Arbeitszeit bedeutet mehr Streß für einen weniger streßresistenten Menschen, was das Auftreten von Krankheiten wie Infarkt, Hirnschlag, Krebs forcieren wird. Früher hieß es einmal, der technische Fortschritt sollte allen Menschen zugute kommen und das Leben bequemer machen. Heute wird klar, daß nur ein ganz kleiner Kreis Superreicher davon profitiert hat. Die Rente mit 69- oder 75- Schwätzer sollen erst einmal humane Arbeitsbedingungen speziell für hochaltrige Menschen schaffen, ohne Konkurrenzdruck durch Junge, ohne Höchstleistungsvorgaben, mit zusätzlichen Urlaubszeiten, mit kürzeren täglichen und wöchentlichen Arbeitszeiten. Und das bereits für die über 60 jährigen.
nebenbei: Wenn man einen gescheiten Betriebsrat hat und die Gewerkschaft stimmt, ist das machbar (wie bei uns).
bei uns gibt es für die " 60 + " 10 sogenannte "Oma(Opa)-Tage"--zusätzliche freie Tage im Jahr.
Arbeitszeitverkürzung--jeder wie er mag (allerdings mit den dazugehörigen Abschlägen)..
Und die 60 + Generation steht bei uns auch nicht mehr am Band, sondern hat logistische Funktionen..oder hat einen "Schon-Arbeitsplatz" (wie für Schwangere zb )
Allerdings sind die auch die ersten, die gefragt werden, wenn Arbeitsplatzabbau betrieben wird, ob sie denn nicht früher in Rente wollen (obwohl sich hier der Betriebsrat und die Gewerkschaft SEHR für die "alten" eingesetzt hat...sie haben sehr gute Konditionen ausgehandelt..Wäre ich "soweit", würde ich das Angebot annehmen...)

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waechstwiebloed 08.09.2016, 08:49
436.

Zitat von acitapple
Ein sehr unreifer Kommentar. Die BB "kümmert" sich nicht darum, sondern hat lt. Bericht die Rentenkasse analysiert und die logischen Schlüsse dargelegt.
Die logischen Schlüsse daraus hätten lauten müssen:
Alle Einkommen zur Finanzierung heranzuziehen, sowie die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen abzuschaffen.
Ebenso die benötigten Arbeitsplätze zu schaffen, damit die Menschen nicht noch lange Jahre im Hartz4 System verharren müssen, um dann im hohen Rentenalter, den Löffel abzugeben.

Die Leute die ganz oben im Elfenbeiturm sitzen, bemerken doch schon gar nicht mehr, was in den Niederungen des deutschen Arbeitsmarkts abläuft.

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waechstwiebloed 08.09.2016, 08:57
437.

Zitat von normanr
Generalstreik ueberfællig. Schaut auf Frankreich, das sind keine Læmmer.
Da haben die Deutschen allerdings ein kleines Problem, denn in Deutschland sind Generalstreiks, anders als in Frankreich oder Italien, juristisch nicht vom Streikrecht gedeckt und somit rechtswidrig. Da ein politischer Generalstreik vom Grundgesetz nicht explizit verboten ist, wurde er durch Gerichtsentscheidungen ausgeschlossen.

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