Forum: Wirtschaft
Länger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69
DPA

Die Bundesbank schaltet sich in die Rentendebatte ein: Um das Niveau der Alterssicherung zu halten, müssten die Menschen länger arbeiten. Höhere Beiträge gibt es sowieso.

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hinschauen 15.08.2016, 13:55
80.

Bitte liebe Bundesbanker, seid doch einfach ehrlich. Ihr meint das doch gar nicht ernst mit der Rente ab 69. Ihr wisst, dass es für Leute dieses Alters gar nicht genug Jobs gibt. Ihr wollt doch nur ein Argument aufbauen, damit am Ende das rauskommt, was Ihr eigentlich wollt: Rentenkürzungen.

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Kamatipura 15.08.2016, 13:55
81. Ja sehr gern arbeite ich noch länger

ich bin gewerblich tätig, ich werde froh sein für jedes Jahr, was ich noch arbeiten kann. Sollte das mit 65 nicht mehr möglich sein, ja dann sieht es schlecht aus....

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KlausMeucht 15.08.2016, 13:56
82. Wo sind die Arbeitsplätze

Durch Verschiebung des Renteneintrittsalters entstehen keine Arbeitsplätze. Der Arbeitskräftebedarf könnte sogar sinken, da mehr Bewerber um die vorhandene Arbeit lohnsenkend wirkt. Zu niedrige Löhne sind genauso problematisch wie zu hohe.

Entscheidend ist der Arbeitskräftebedarf und ein Mangel erkennt man an hohen Löhnen. Diesen Mangel erkenne ich zur Zeit nicht, ggf. nur bei wenigen Berufen in einzelnen Regionen.

Wir sind momentan in einer Phase in der Unternehmen Gewinne machen, aber trotzdem kaum investieren. Das deutet auf ein Nachfrageproblem hin. Da wirken lohnsenkende Massnahmen kontraproduktiv.

Hätten wir einen Mangel an Arbeitskräften dann wäre eine Erhöhung des Renteneintrittsalters sinnvoll. Man erkennt den Mangel an den Löhnen

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cave68 15.08.2016, 13:56
83. ja

guter Vorschlag,aber dann auch alle restlos ohne Ausnahme,Frühverrentung und sonst was...wer weniger als 50 Jahre arbeitet bekommt weniger.

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der-einzig-wahre-ossi 15.08.2016, 13:56
84. es ist doch keine frage ob es passiert,

sondern nur : wann und wie werden die lasten verteilt?
alle realisten sehen das so, der rest traeumt.

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heinzgünther 15.08.2016, 13:58
85. Glaubwürdig wird es

Wenn die Bundesbänker sich mal ähnlich zur Pension äußern. Ich finde es immer unsäglich, wenn beruflich eher gesellschaftlich unnütze Individuen, die dann auch noch per Pension deutlich überversorgt sind, dem Handwerker, der Reinigungskraft oder dem Müllwerker erklären, die Rentenkasse sei halt nicht dazu da ein angenehmes Leben im Ruhestand zu haben.

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Winniethepuuh 15.08.2016, 13:58
86. Ich plädiere für die Erhöhung des Flaschenpfands

Damit könnten sich auch Rentner noch ein würdevolles Leben herbeisuchen.

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Kiesch 15.08.2016, 13:58
87. Alternativen?

Es ist ja schön auf einem höheren Rentenalter, den "Bundesbankstern" etc. rumzuhacken und ja - es wäre wünschenswert wenn ALLE einzahlen (wie übrigens auch bei der GKV) bzw. alternativ diejenigen die nicht einzahlen anders abgesichert sind (Pensionen über Steuern und nicht aus der Rentenkasse, alle anderen im Zweifel auf Grundsicherung). (ich würde Variante 1 bevorzugen, denn mal ehrlich: Wer macht sich schon mit 20 / 30 Gedanken darüber wie genau er seine Rente sichern kann).

ABER: Wo sind denn die Alternativen?

Ich bin aktuell in den 30ern, stehe vor:

1. Steigenden Rentenbeiträgen (die mir weniger Luft für private Altersvorsorge lassen)
2. Keine sinnvollen Alternativen zur privaten Altersvorsorge (danke liebe Schuldenkrise).
3. Einem sinkenden Rentenniveau (das mangels Alternativen noch mehr private Altersvorsorge erfordert).
4. Der weitegehend unbemerkten Rentenkürzung durch Lohnsteuerabzug + Sozialversicherungspflicht auf die Rente (hat für erstaunlich wenig Aufschrei gesorgt).

Also was tun? Ja man kann jammern das das alles nicht geht und niemand so arbeiten kann und bessere Lösung und bla, aber letztlich ist die Erhöhung des Renteneintrittsalters ein logischer erster [sic!] Schritt. Spätestens in Schritt zwei muss dann dafür gesorgt werden, dass sich auch die Einzahlungen tatsächlich erhöhen, weil das Renteneintrittsalter auch erreicht wird.

Und machen wir uns nichts vor: Dem Dachdecker, der mit 65 nicht mehr aufs Dach kann gehört im Zweifel invalidenrente gezahlt. Oder er kriegt einen Bürojob oder was auch immer. Aber warum sollen nicht Menschen mit weniger (körperlich) anspruchsvollen Jobs länger arbeiten? Zumindest wenn die alternative eine noch schlechtere Absciherung als bisher ist.

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hinschauen 15.08.2016, 13:58
88.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Der Sinn der Rente war es immer, den Lebensabend zu versüßen. Der Lebensabend sind die letzten 2-5 Jahre, nicht aber die letzten 30 Jahre. Unsere Lebenserwartung steigt stetig, alle drei Jahre um ca. ein Jahr. Es gab Zeiten, da lag für Männer die Lebenserwartung bei 68 Jahren, aber erst ab 65 begann die Rente. Heute liegen wir bei Neugeborenen weit über 85 Jahre, da ist es naheliegend, die Grenze etwas nach oben zu schieben.
Voll an der Sache vorbei. Es geht nicht darum, wie lange man lebt, sondern wie lange man arbeitsfähig bleibt.

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stinkfisch1000 15.08.2016, 13:59
89.

Zitat von Freifrau von Hase
Für 69-Jährige? Wo leben Sie? Und nein, Tingeltangeljobs wie Zeitungsaustragen waren nicht gemeint.
Ich kenne genügend Leute, die älter als 65 sind und Spaß an der Arbeit haben, als Berater, als Makler, als Handwerker, als Händler, als Einzelunternehmer usw. Und nein, ein Job muss kein Angestelltenjob in einem Großkonzern sein und nein, den bekommt man nicht vom Arbeitsamt. Aber ein wenig Eigeninitiative ist schon nötig.

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