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Längeres Arbeitslosengeld für Ältere: Schulz wird zum Hartz-Reformer
DPA

SPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert längeres Arbeitslosengeld für Ältere. Das beweist politisches Geschick - reicht aber nicht aus, um das Problem zu lösen. Experten fordern ein Umdenken in den Arbeitsagenturen.

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ulrich_loose 20.02.2017, 15:32
20. Genau damit schafft Herr S.

noch mehr Ungerechtigkeit und "adelt" die falsche linke Sicht, bei einer Versicherung würde es einen "Anspareffekt" geben. Es läuft wieder darauf hinaus, dass die Jüngeren mehr zahlen und weniger Leistungen erhalten. Das war schon bei der letzten "Korrektur" so... Die Zeiten bis zur Leistung wurden deutlich verlängert und die Bezugsdauer wurde verkürzt, damit man Älteren einen längeren Genuss von ALG 1 geben konnte. Sinngemäß müssten dann ja auch langjährige Krankekassenzahler bessere Leistungen erhalten, als früher Krank werdende.

Schultz ist also ein simpler Populist der die falsche Sicht seiner Klientel befördert und es versäumt die Realitäten zu benennen.

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coloneltw 20.02.2017, 15:32
21. @daisytim

macht er ja. Darum soll die Arbeitsministerin das Programm vorlegen. Das ist Klever. Wenn die CDU mitzieht geht der Erfolg an die SPD, macht sie nicht mit steht sie als Buhman da und kann das Thema selbst nicht glaubwürdig aufgreifen. Schulz ist ein guter Stratege. Die SPD ist mit der Ernennung bei 30 % mit der Agenda Korrektur kommt sie bestimmt auf 33 %. Und nun kassiert er nicht mehr bei den Linken, sondern bei der CDU die Stimmen ab.
Ich liebe Wahlkampf. Endlich was los in D.
ich bin mir recht sicher, er wird Programme wie 50+ auch weiterbefeuern. Die waren recht erfolgreich. Mehr zeit bis zum Job plus Belohnung AG ergibt eine abgerundetes Bild. Zudem wird nicht ständig über ALG II bezüge gesprochen sondern über den Kampf dagegen. Das kann jedem AN nur gefallen. Und wir haben kein Geld kann die CDU nicht bringen. Schäubles Antwort auf Militärausgaben war ja - wir haben Spielraum. Spielraum für neue Waffen aber nicht für Arbeitnehmer, die 36 Jahre gearbeitet haben? Sehr unglaubwürdig. Die CDU kann jetzt nur noch verlieren.

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Papazaca 20.02.2017, 15:33
22. Richtig! Das war überfällig!

Hartz 4 war notwendig, die Sozialsysteme mußten reformiert werden. Schröder war mutig, auch wenn es ihm nicht gedankt wurde. Deutschland profitiert noch heute davon. ABER: Die SPD war nicht in der Lage, die Fehler dieser Reform zuzugeben und zu korrigieren. Deshalb war die SPD eine Getriebene, unfähig, offensiv zur Agenda zu stehen, unfähig die Korrekturen zu vollziehen. Das Schulz das jetzt macht ist höchste Eisenbahn.

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daktaris 20.02.2017, 15:33
23. Die SPD ist Teil der Regierung!

Zitat von papelbon
Das ist ein guter Vorschlag von Herrn Schulz.
Nein, ist es nicht!
Will der gute Herr Schulz uns verschaukeln? Seine Partei, die SPD, ist seit Jahren in der Regierung und stellt u.a. die Sozialministerin (Nahles)... Was soll denn dieses Gerede?

Anpacken Herr Schulz, die Mehrheiten haben sie schon jetzt!

Ansonsten wirkt das wie plumpe Wahlkampfrhetorik

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1lauto 20.02.2017, 15:34
24. weniger als Würmer

Eine heutige Spon Überschrift.
Genau das trifft auf den den SPD Spitzenkandidaten zu.
Ein guter Moderator- das erkenne ich an- aber nix dahinter.

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Vorzeichen 20.02.2017, 15:35
25. Gut schon ...

Zitat von papelbon
Das ist ein guter Vorschlag von Herrn Schulz.
... aber hochriskant. Es könnte Begehrlichkeiten wecken, die dann am Ende enttäuscht werden, auch wenn es Reformen gibt. Selbst eine vollständige Abkehr von Hartz4 birgt hohe Risiken, und zwar aus dem gleichen Grund.

An Schulz' Stelle würde ich nicht zuviel versprechen.

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urbanism 20.02.2017, 15:35
26.

Das erinnert mich alles an Frau Nahles und ihrer Rente ab 63 für bestimmte Jahrgänge. Vollmundige Versprechungen die einem elitären Kreis zu Gute kommen wobei der Rest der Arbeitnehmer die Zeche bezahlen dürfen. Herr Schulz sollte sich mal Fragen warum seine Parteigenossen die Agenda 2010 eingeführt haben und seine SPD als Regierungspartei bis heute daran festhält??!!

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theanalyzer 20.02.2017, 15:35
27. Die Regierung macht Opposition zu sich selbst

Die Regierung macht Opposition zu sich selbst. Wie lachhaft. Die SPD ist die Regierung und will nach der Wahl "alles besser" machen. Lasst Euch nicht veräppeln, liebe Wähler! Wenn die SPD was tun wollte, dann hätte sie es beerits getan.

Woben, nebenbei bemerkt, die Hartz Reformen der einzig sinnvolle Beitrag der SPD zur Politik im vergangenen Jahrzehnt war.

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crazy_swayze 20.02.2017, 15:38
28.

Und wie verhindere ich, wenn ich den Vorschlägen des Experten folge, dass ein 60-jähriger meint, er hätte genug gearbeitet, um dann die letzten 5 Jahre nicht zu arbeiten, sondern sich von der Allgemeinheit aushalten zu lassen?
Wenn er doch dann sowieso maximal abgesichert ist durch ALG-I und H4-light? Dann lässt er sich in die Arbeitslosigkeit schicken, und die Sozialkassen sind wieder der Mops.

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alfred-wilhelm 20.02.2017, 15:39
29. Ich bin kein Wirtschaftsfachmann,

......aber ich denke, dass hier in diesem Artikel und der nachfolgenden Diskussion einem grundsätzliches Missverständnis gehuldigt wird und ein bisschen um den heißen Brei herumgeredet wird.

Die Basis des Wohlstands der BRD, des Rentners, des Millionärs und des durchschnittlichen Bürgers ist und war die industrielle Wertschöpfungskette.

In den letzten 30ig Jahren wurde die industrielle Wertschöpfungskette der Konsumgüter-Industrie (Textilindustrie, Radio und Fernsehtechnik, PC-Industrie usw.) aus Europa/USA nach Asien verlagert. Damit wurden bei uns eine Unmenge von Arbeitsplätze der betroffenen Firmen abgebaut und Asien/Indien/China zur Werkbank der westliche Hemisphäre.

Wenn nun (!Globalisierung!) Herr XY in Asien ein Paar Schuhe für 2,50 herstellen lässt und die für 40,00 Euro in Deutschland verkauft, wird Herr XY zum Millionär und der asiatische Fabrikarbeiter, der am entsprechenden Wertschöpfungsprozess beteiligt ist, wird seinen Lebensstandard ebenfalls verbessern.

Die andere Seite ist aber, dass der Wohlstand des Durchschnitts-Bürgers der westlichen Hemisphäre - mangels gut bezahlter Arbeitsplätze - den Bach hinunter geht.

Die Finanzwirtschaft dient in erster Linie sich selbst, also dem Wohlstand einiger Weniger, und nicht dem Wohlstand des durchschnittlichen Bürgers.

In anderen Diskussionen wird bereits ganz offen von der post-industriellen Zeit gesprochen. Wer also wissen möchte, was auf ihn und seine Kinder zu kommt, kann sich einmal die Realität der vorindustrielle-Zeit Europas anschauen.

Auch der Hightech-Bereich schafft keine großartige Menge neuer Jobs, sondern hat seinen eigenen konstanten Bedarf. Hinzu kommt noch, dass mit fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung auch bei uns noch weitere, noch vorhandene Arbeitsplätze verschwinden werden.

Was fällig wäre/ist, ist eine Art Re-Industrialisierung Europas/der USA, damit der durchschnittlich Bürger wieder seinen normalen Lebensunterhalt mit seiner Arbeit sichern kann und nicht in die Armut abrutscht.

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