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"Lancet"-Studie: Lebensmittelkonzerne übernehmen Methoden der Tabaklobby
Corbis

Es sind harte Vorwürfe: Internationale Lebensmittelkonzerne untergraben systematisch die Gesundheitspolitik - und gleichen darin der Tabakindustrie. Diesen Befund stellen Wissenschaftler in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Fazit ihrer Studie: Die Branche braucht mehr Gesetze.

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kdshp 14.02.2013, 09:34
1. Vorwürfe

Zitat von sysop
Es sind harte Vorwürfe: Internationale Lebensmittelkonzerne untergraben systematisch die Gesundheitspolitik - und gleichen darin der Tabakindustrie. Diesen Befund stellen Wissenschaftler in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Fazit ihrer Studie: Die Branche braucht mehr Gesetze.
Größenbeschränkungen und extreme harte strafen sonst nutzt hier nix. Aufgrund der größe haben unternehmen zuviel marktmacht und die stafen wirken dann geadzu lächerlich.

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tbf325e 14.02.2013, 09:35
2. Ja, prima!

Jetzt brauchen wir auch noch Gesetze, die dem Bürger vorschreiben, was er zu essen hat und was nicht. Am besten nur noch Essen in schönem Einheitsgrau, damit sich keiner mit zu buntem Essem profilieren kann.

Schöne neue Welt.

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koprolith 14.02.2013, 09:40
3. Gell, Frau Aigner,....

"Die Politik dürfe nicht auf eine Selbstregulierung der Branche setzen, schließt die Studie. Die einzige Möglichkeit den Vormarsch von nichtansteckenden Krankheiten zu verhindern sei die gesetzliche Regulierung der Konzerne."

Das wird Ihnen jetzt aber gar nicht schmecken, wo Sie doch so schön das Konzept einer "Ampel"-Kennzeichnung verwässert und abgeblockt haben. Weil die Verbraucher ja nicht unterschätzt werden dürfen und der gute Wille der Lebensmittelindustrie gar nicht zu überschätzen ist, wie? Wieviel bekommt man eigentlich für so eine Politik aus den Reihen der Industrie bezahlt? Oder gibt das nur Sachleistungen in Form von Urlauben und dergleichen?

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Seifert 14.02.2013, 09:41
4.

Zitat von tbf325e
Jetzt brauchen wir auch noch Gesetze, die dem Bürger vorschreiben, was er zu essen hat und was nicht. Am besten nur noch Essen in schönem Einheitsgrau, damit sich keiner mit zu buntem Essem profilieren kann. Schöne neue Welt.
Lass die anderen doch fressen,saufen und rauchen,was sie wollen -was schert's mich!
Schließlich bezahlt ja jeder Beitrags-oder Steuerzahler die Sünden des Anderen.
Betrifft mich nicht,nur alle anderen!

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UnitedEurope 14.02.2013, 09:43
5.

Zitat von tbf325e
Jetzt brauchen wir auch noch Gesetze, die dem Bürger vorschreiben, was er zu essen hat und was nicht. Am besten nur noch Essen in schönem Einheitsgrau, damit sich keiner mit zu buntem Essem profilieren kann. Schöne neue Welt.
Darum gehts doch gar nicht. Aber das Cola ungesund ist, ist unstrittig. Wenn man nun aber keinerlei Druck aufbaut, Cola weniger süß oder weniger sauer zu produzieren, wird sich auch nichts ändern.
Das heisst ja nicht, man will ungesunde Produkte per se verbieten. Aber Obergrenzen für Salz, Zucker und ähnliches sind sehr wünschenswert, gerade in speziell für Kinder beworbenen Produkten. Offensichtlich kriegen es die mündigen Bürger nicht von alleine hin, sich ausgewogen zu ernähren, sonst würden die Wohlstandskrankheiten nicht so rapide zunehmen.

Schließlich sind die Folgen der ungesunden Ernährung (Adipositas, Diabetes etc) inzwischen sogar schon wirtschaftliche Bedrohungen.

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kernspalter 14.02.2013, 09:43
6. Systemisches Problem

Wenn der Zweck der Lebensmittel produzierenden Industrie die Gewinnmaximierung ist, dann ist es nur natürlich, daß dieser Existenzzweck vor allen anderen denkbaren Zielen verfolgt wird.

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SirLurchi 14.02.2013, 09:44
7. He, he!

Zitat von tbf325e
Jetzt brauchen wir auch noch Gesetze, die dem Bürger vorschreiben, was er zu essen hat und was nicht. Am besten nur noch Essen in schönem Einheitsgrau, damit sich keiner mit zu buntem Essem profilieren kann. Schöne neue Welt.
Für den gesunden Start in den Tag: Porridge oder Buchweizengrütze!^^

Spaß beiseite: Die Konzerne sind schon ganz geschickte Manipulierer! Wie sonst kann man den Erfolg von Joghurt erklären, der scheinbar die Verdauung in Schwung bringt (was natürlich kein anderer Joghurt schafft).

Man sollte, so meine Meinung, das Bewerben ungesunder Lebensmittel ähnlich verbieten, wie Tabakwerbung und auch Warnhinweise anbringen! - Natürlich mit wirklich harten Sanktionen, falls dagegen verstoßen wird.

Natürlich haben Sie aber Recht: Wer so doof ist, wie bspw. jene Neuseeländerin, sich 10 l Zuckerbrause täglich "reinzuschütten", darf sich nicht wundern, wenn das Leben schnell vorbei ist.

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enricovii 14.02.2013, 09:45
8. Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied

Der wirkliche Skandal liegt meiner Meinung nach beim Konsumenten. Jeder weiss doch, wenn ich Cola trinke, dass da ganze Zuckerplantagen drin sind. Jeder weiss doch, dass Pommes Fett enthalten und das Currywurst, neben dem ganzen undefinierbaren Fleisch, auch nicht die gesündeste Mahlzeit ist. Was gesund ist und was nicht, dass weiss mittlerweile wohl jeder, auch weil wir darauf ständig aufmerksam gemacht werden. Wichtiger ist es, dass der Konsument sein Hirn einschaltet und beim Einkaufen eigentlich Dinge wie, bessere Qualität des Fleisches, keine künstlichen Zusätze, kein weitere Zucker in Produkte, die schon genug Zucker von Natur aus haben und vieles mehr. Jeder hat einen Kopf und den sollte ein jeder auch mal benutzen, statt sich vor die Glotze zu setzen und Kartoffelchips und Cola zu konsumieren. Denn seien wir ehrlich; selbst wenn die Konzerne 'brav' werden, die Leute würden dennoch immer wieder den gleichen Fehler begehen.

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fritzfrie 14.02.2013, 09:47
9. man hätte diesen Artikel...

...im Lancet eigentlich gar nicht gebraucht. Praktisch jeder Auftritt von Frau Aigner und Hernn Bahr zeigen doch drastisch, wie schön auch diesen beiden Verantworltichen von der Industrie eingewickelt sind.

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