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Landgericht Düsseldorf: Die Schwarzgeld-Tricks der Credit Suisse
DPA

Zwielichtiger Kundenservice: Das Landgericht Düsseldorf analysiert, wie systematisch die Schweizer Großbank Credit Suisse deutsche Steuersünder vor Verfolgung schützte. Die Details sind pikant, die Einstellung des Verfahrens kostete die Bank 149 Millionen Euro.

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mainzelmännchen 1 03.12.2012, 13:35
1. Läppische 149 Millionen...

...statt die ergaunerten Zinseszinsen und das ergaunerte Milliardenkapital: Solch eine Bank gehört geschlossen, die Lizenz auf Lebenszeit entzogen, sämtliches Geld, mit dem die Straftaten begangen wurden eingezogen, als Tatwerkzeug.

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Jochen Binikowski 03.12.2012, 13:41
2.

Wieso Geldstrafe? Ich dachte immer es gibt ein Gesetz wonach bei Steuerhinterziehung von über 1 Mio € zwingend Knast ohne Bewährung vorgesehen ist. Weiterhin frage ich mich wieso dieser kriminellen Vereinigung nicht die Banklizenz entzogen wird.

Das riecht alles nach Strafvereitelung im Amt.

Bin schon mal auf die Kommentare der schweizer Kriminellenversteher gespannt.

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graphicdog 03.12.2012, 13:43
3. Helferlein

Zitat von sysop
Zwielichtiger Kundenservice: Das Landgericht Düsseldorf analysiert, wie systematisch die Schweizer Großbank Credit Suisse deutsche Steuersünder vor Verfolgung schützte. Die Details sind pikant, die Einstellung des Verfahrens kostete die Bank 149 Millionen Euro.
Und solche ehrenwerte Banken sollen laut "Steuerabkommen" in Zukunft dem deutschen Fiskus Steuern von, natürlich weiterhin anonymen, Kunden überweisen?

Was für ein Sumpf. Aber Schäube ist ja auch ein ehrenwerter Mann.

Wo bleiben eigentlich die Kommentare der schweizer Freunde? De sind doch sonst immer so schnell, ihr Schwarz-Geld System zu verteidigen.

graphicdog

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abominog 03.12.2012, 13:48
4. Ein Bekannter von mir

hat mal ein Buch für einen Freund besorgt, ein paar Wochen später hat ihm sein Freund dann das Geld auf sein Konto überwiesen. Er war zu diesem Zeitpunkt arbeitslos, es erfolgte eine routinemässige Überprüfung seiner Kontoumsätze. Jetzt ratet mal bitte, was passiert ist.

Richtig: Meinem Bekannten wurde dieser Zahlungseingang (in Höhe von weniger als €20) als Einkommen angerechnet und gnadenlos von seiner Hilfe abgezogen. Er konnte nichts dagegen unternehmen, das Geld war einfach automatisch weg.

Was das mit den Schwarzgeldtricks gewisser Banken zu tun hat? Also entweder nichts, oder aber alles...

Ich möchte ja gar nicht wissen, wievielen sowas schon passiert ist! Wie immer ist der kleine Bürger der Depp, während sich die Elite schützen kann. Ungerechter geht's kaum noch, nicht wahr?

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Streifenkarl 03.12.2012, 13:48
5.

Das die Banken betrügen wo sie können ist doch keine neue Erkenntnis.
Und solange sie Milliarden mit dem Schwarzgeld anderer verdienen und nur so lächerlich geringe Strafen fürchten müssen, wird sich das auch nicht ändern.

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Reziprozität 03.12.2012, 13:48
6.

Aus dem Artikel: "... Denn wenn es im Steuerstreit nach der Schweiz ginge, sollten demnächst die Banken die ordnungsgemäße Besteuerung ihrer Kunden sicherstellen. "Und die deutschen Finanzbehörden sollen weder prüfen dürfen noch mit dem Kauf von CDs drohen können", so Walter-Borjans, "das ist doch grotesk." ..."

Nein, Herr Walter-Borjans, das ist nicht grotesk, sondern es handelt sich dabei um die Anwendung eines längst bewährten Systems, das seit Jahr und Tag ganz vorzüglich funktioniert: Die Eidgenössische Verrechnungssteuer

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Kalix 03.12.2012, 13:50
7. Ich lach mich über das Landgericht krank;

nur zur Wiederholung: Die USB Basel wurde wegen gleicher Vorgehensweise durch die amerikanischen Fiskalbehörden zu einer Geldstrafe von 620 MIO € verurteilt; die UBS musste 10.000 Kundendaten an die Fiskalbehörden nennen
und gegen die schweizer Verantwortlichen der USB mit Sitz in USA wird ermittelt wegen Betrugs zu Lasten der USA; geschätzte Haftstrafen zwischen 20 und 25 Jahre. Hätte die USB nicht zugestimmt, hätte sie alle Banklizenzen in USA verloren und wäre weltweit schwarz gelistet worden; d.h. jeder Bankverkehr mit der UBS über die USA, unabhängig direkt oder indirekt, wäre nicht ausgeführt worden und die Überweisungssumme wäre kassiert worden.
Die Schweiz sollte begreifen: das Bankgeheimnis ist mausetot und es nicht angebracht, gegenüber der EU und der USA sich zu überschätzen. Mit der Globalisierung seid
ihr weder dahin zurück gekehrt, wo ich Euch am liebsten
gesehen habe; als eine ganz sympathische Alpenrepublik mit hervorragender Küche, erstklassigem Wein, einer nicht zu übertreffenden William-Birne; doch die Hotels sind arg teuer.

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achja?! 03.12.2012, 13:50
8. Warum...

... untersagt man nicht von Amts wegen diesen "sauberen Bänkern" die Geschäftsausübung in Deutschland? Diese dienen doch offensichtlich nur als Kanal zur Verschiebung von Schwarzgeld, oder?

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SenYek 03.12.2012, 13:54
9. Und vor einigen Tagen ...

... hat der Abgesandte der Schweizer Banken in einem Kommentar sein "Unverständnis" geäussert, dass die guten Argumente der Schweizer Banken und insbesondere deren Zusicherungen ("wir nehmen kein illegales Geld an") in Deutschland kein Gehör finden.

Komisch ...

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