Forum: Wirtschaft
Lebensarbeitszeit : Schuften fürs System
DPA

Wie bleiben die Renten sicher? Die Versicherungswirtschaft hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Ein Ergebnis: Wenn alle länger arbeiten, stabilisieren sie das System.

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dererzer 13.06.2016, 12:58
1. fragwürdiges und unvollständiges Zahlenspiel zu Lasten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Diese Zahlenspiele sind ja allesamt ganz nett und niedlich, jedoch in der Praxis vollkommener Schwachsinn. NIEMAND kann mir ernsthaft erzählen, dass ein 67-Jähriger (außer in absoluten Ausnahmefällen) noch als vollwertige Arbeitskraft zählt. Handwerker - mit 67 den ganzen Tag auf den Knien rumrutschen? Glaube ich nicht!
Bürokräfte - mit 67 noch die Vorgänge in immer komplizierteren Verwaltungsvorgängen und -systemen? Wer's glaubt wird selig! Im Alter lässt die Leistungsfähigkeit einfach nach, das ist nicht diskriminierend gemeint, sondern ein Fakt. Viele alte Kollegen werden schon heute nur noch "durchgeschleift" und "Geduldet, der geht ja eh bald in Rente". Eine Reform des Verwaltungsapparates unseres Rentensystems und Straffung der Vorgänge in den Ämtern zur Kostensenkung ist die einzig logische Lösung, nicht die "betriebsbedingte Frühverrentung", die ganz einfach eine Rentenkürzung darstellt sobald jemand naturgemäß nicht mehr voll arbeitsfähig ist!

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ex-optimist 13.06.2016, 13:00
2. Besserer Ansatz als Lohndumping

Alle Einkommen werden zur Finanzierung der Renten herangezogen. Nicht nur die aus unselbständigen Beschäftigungsverhältnissen.

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Reziprozität 13.06.2016, 13:01
3. Binse

Und dazu musste die "Versicherungswirtschaft" extra eine Studie in Auftrag geben?

Es wäre so einfach: Abschaffen aller Beitragsbemessungsgrenzen (damit Vielverdiener stärker belastet werden) und Deckelung der gesetzlichen Altersrente nach unten wie oben (analog der AHV in der Schweiz), der untere Rentendeckel sollte auf Höhe der Grundsicherung stehen, damit umgeht man gleichzeitig das Auftreten massenhafter Altersarmut.

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ArnoNyhm1984 13.06.2016, 13:04
4. naja..

Da fehlen noch ein paar wichtige Randdaten:
a) bei "echten" Inflationsraten von 3 bis 4% pro Jahr halbiert sich die Kaufkraft innerhalb von 24 bis 18 Jahren -da sind 0.4% Rentenanstieg ein Witz
b) wir können das Rentenalter auch auf 99 Jahre hochsetzen. Oder auf 999 Jahre? Effekt ist derselbe: Die einen können nicht mehr und die anderen, die können, dürfen nicht mehr, weil sie keiner einstellt

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schwarzwald67 13.06.2016, 13:06
5. Neuer Vorschlag

Wie wäre es mit einer schrittweisen Anhebung des Arbeitgeberbeitrags zur Rentenversicherung bis die Renten den Stand Ende der 80er Jahre erreicht haben?

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toto-da-moro 13.06.2016, 13:07
6. rente++

Und wenn alle bis zum Totestag arbeiten wäre die Rentenkasse endgültig saniert.

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vaikl 13.06.2016, 13:08
7. Wenn alle länger arbeiten....

...kollabiert unser Gesundheitssystem.

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moritz27 13.06.2016, 13:08
8. Eine Studie?

Das weiß doch jeder selbst: Wer länger arbeitet bekommt eine höhere Rente, allerdings statistisch gesehen kürzer, als der Rentner, der früher Rente bezieht.
Rente ab 80 wäre eine Zukunftslösung. Da kommt eine gute Rentenhöhe zustande, halt nur für wenige.

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werner bauer 13.06.2016, 13:23
9. jetzt wissen wir es

es gibt keinen produktivitätszuwachs in zukunft.
Oder wurde der in der studie schlichtweg vergessen?

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