Forum: Wirtschaft
Lebensmittel: Deutschen ist Herkunft wichtiger als Tierschutz
Maurizio Gambarini/DPA

Wenn es ums Essen geht, gelten die Deutschen eher als Billigheimer. Das Image ist ein wenig ungerecht, denn den meisten Bundesbürgern ist die Herkunft der Lebensmittel wichtiger als der Preis. Bliebe noch die Frage nach dem Wohl der Tiere.

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Thomasvon Bröckel 07.06.2019, 11:48
1. Lippenbekenntnisse

Umfragen zeigen regelmäßig das Ergebnis, dass den Menschen Tierwohl wichtig ist. Nur klaffen hier Reden und Handeln meilenweit auseinander! Im Supermarkt muss es dann doch möglichst billig sein. Wie Preise für ein Kilo Hackfleisch für 1 Euro oder jüngst Hähnchenschenkel für 15 Cent zustande kommen, wird nicht hinterfragt...

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matteo51 07.06.2019, 11:56
2. seltsam bis unverständlich...

Dass Toxine, bzw. gesundheitsgefährdende, bzw. ungesunde Rückstände in Fleisch enthalten sind IST doch das Ergebnis unangemessener und qualhafter (Massen)Tierhaltung. Ist der Mensch schon so verkommen, dass es selbst bei einem so offenliegenden Sachverhalt nicht reicht, um diesen Zusammenhang zu erkennen? Oder noch schlimmer: zu erkennen, aber als unwichtig einzustufen? Wenn man isst, was man vorher maltraitiert, maltraitiert man sich letztlich selbst. Oder sehe ich da etwas nicht, bzw. falsch? Für mich ist unverständlich, dass über gesunde Ernährung bis zur Panikattacke diskutiert und gefordert wird, dem ursächlichen Elend aber nicht in's Gesicht geschaut wird.

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so what? 07.06.2019, 12:03
3. Die Marktzahlen

beweisen das Gegenteil: (nur) der Preis zählt.

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GMA 07.06.2019, 12:09
4. neue Burger

Ich bin seit 27 Jahren nicht missionierender aber komplett überzeugter Vegetarier aus Tierschutzgründen und hatte immer gehofft, daß es irgendwann mal leckere fleischähnliche Alternativen gibt. (gerne auch nicht Bio, sondern durchaus auch aus Labor)
Nun ja, wenn ich mir Preise und Konsistenz & Geschmack der Würstchen, Steaks etc anschaue ist in den letzten 25 Jahren fast nichts passiert. Nun mit dem neuen Veggiburger von MCD und BeyondMeat kommt ENDLICH mal Bewegung in die Sache und selbst eingefleischte Fleischesser finden kaum noch Argumente dagegen.
Antibiotikaresistenzen, CO2 etc. sind alles Gründe neben den moralischen gegen Tierhaltung. Ich hoffe sehr, daß endlich etwas Bewegung in die Sache kommt. Die wenigsten könnten selbst schlachten, aber alle essen fleissig Fleisch, obwohl es immer schwerer fallen wird z.B. bei Richtung Hack den Unterschied überhaupt festzustellen, bzw. dieses negativ zu werten.

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mborevi 07.06.2019, 12:15
5. Die Herkunft ...

... ist mit Vorsicht zu genießen, denn natürlich kann der Bauer von nebenan genauso zu den Giftmischern gehören wie einer weiter entfernt. Daher nur BIO. Auch im Ausland sind die Lebensmittelgesetze meist strenger als in Deutschland. Z.B. in Italien. Dort gibt es auch mehr BIO Betriebe. Auch sind die Verbraucher in anderen Ländern meist anspruchsvoller als hierzulande, woran sich die Bauern natürlich orientieren müssen. Stichwort: Was wir hier nicht verkaufen können schicken wir nach Deutschland. Also nochmals: Vorsicht mit den "regionalen" Produkten. Kontrolle ist allemal besser als ungeprüftes Vertrauen.

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karlsiegfried 07.06.2019, 12:19
6. Worüber aufregen?

Über die Qual der Tiere ja. Das ist schon barabrisch und Schuld daran ist der Handel und nicht der Verbraucher. Ausserdem, wer will denn die ganze Welt mit Bio-Fleich versorgen? Ansonsten haben wir doch auch schon Heidelbeeren aus Chile und so weiter.

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Europa! 07.06.2019, 12:24
7. Eine Frage der Gesetze

Natürlich ist die Herkunft wichtig. Denn die Herkunft sagt etwas über die Standards bei der Erzeugung und über den CO2-Verbrauch beim Transport aus. Und der Preis ist auch ein eindeutiger Maßstab. Auch die Liste der Inhaltsstoffe ist sehr wichtig. Die sonstigen "Gütesiegel" sind Marketinginstrumente und kaum je zu überprüfen, deshalb ignoriere ich sie beim Einkaufen meistens.

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freigeistiger 07.06.2019, 12:25
8. Aufgaben der Politik

Dafür haben die Bürger und Bürgerinnen politische Regierungen. Damit diese für gute Produktiosstandards und Tierhaltungsstandards sorgt. Die Breite der Bevölkerung muss massiven Druck auf die Politik ausüben, damit diese für gute Regeln sorgt. Die Politik ist der relevante Ansprechpartner. Nur so geht es.

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cvdheyden 07.06.2019, 12:31
9. Die Deutschen

Die Deutschen sind und bleiben die größten Billigheimer auf der ganzen Welt was Lebensmittel betrifft. Es gibt kein Land auf der Welt wo für Salatöl das billigste 49 Cent Öl pro Liter aus der chemischen Raffination gekauft wird aber für 99,99 Euro das super Highspeed Megaultraleichtlauföl in die Autos gekippt wird.
Den Deutschen ist ferner vollkommen egal wie es den Tieren geht. So, und damit ist alles gesagt: Billig, Billig, Billg, was Lebensmittel betrifft. Nur das Teuerste, Beste wenn es um das Auto geht.

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