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Lebensmittel: Deutschen ist Herkunft wichtiger als Tierschutz
Maurizio Gambarini/DPA

Wenn es ums Essen geht, gelten die Deutschen eher als Billigheimer. Das Image ist ein wenig ungerecht, denn den meisten Bundesbürgern ist die Herkunft der Lebensmittel wichtiger als der Preis. Bliebe noch die Frage nach dem Wohl der Tiere.

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cvdheyden 07.06.2019, 12:33
10. Klar ist der Verbraucher schuld

Zitat von karlsiegfried
Über die Qual der Tiere ja. Das ist schon barabrisch und Schuld daran ist der Handel und nicht der Verbraucher. Ausserdem, wer will denn die ganze Welt mit Bio-Fleich versorgen? Ansonsten haben wir doch auch schon Heidelbeeren aus Chile und so weiter.
....den der will ja nur billig billig fressen dass der Ranzen spannt. Danach richtet sich der Markt. Würden die Germanen nur Bio kaufen gäbe es auch nur Bio. Siehe Autos: Da geben die Deutschen mit Abstand am meisten aus (nicht billig billig).
Verbraucher wie Sie schieben es nur gerne auf die Politik, damit Sie keine Verantwortung übernehmen müssen.

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GoaSkin 07.06.2019, 12:33
11. die Deutschen essen das, was auf den Teller kommt

Die Deutschen akzeptieren die Ware, die im Supermarkt herumsteht, wie sie ist und machen keine Wissenschaft aus dem, was sie kaufen. Billig wird vor allem gekauft, weil Billig herumliegt. Höherwertigere Produkte werden ebenfalls vor allem gekauft, wenn sie ins Auge stechen und im Supermarkt besonders dominant wirken. Selbiges gilt für teure Produkte, bei denen der höhere Preis eigentlich keinen Mehrwert hat. So ist z.B. die teuerste Milch meist die von Weihenstephan - und die ist weder Bio, noch fair zum Bauern. Verkauft sich aber wie warme Semmeln. Die Supermärkte haben es völlig in der Hand, was die Leute kaufen.

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cvdheyden 07.06.2019, 12:35
12. Blödsinn

Zitat von freigeistiger
Dafür haben die Bürger und Bürgerinnen politische Regierungen. Damit diese für gute Produktiosstandards und Tierhaltungsstandards sorgt. Die Breite der Bevölkerung muss massiven Druck auf die Politik ausüben, damit diese für gute Regeln sorgt. Die Politik ist der relevante Ansprechpartner. Nur so geht es.
Bezahlen Sie einen fairen Preis und gehen Sie nicht immer zu den billigsten Discountern. Dann ändert sich auch da was. Schauen Sie doch mal wie teuer die ganzen Autoteile sind, schön verchromt und glitzernd. Da würde kein Deutscher Autofahrer billigen Chinamist kaufen. Bei Lebensmitteln schon. Der Verbraucher ist schuld nicht die Politiker, die sind eh nutzlos.

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ich2010 07.06.2019, 12:50
13.

Zitat von cvdheyden
Die Deutschen sind und bleiben die größten Billigheimer auf der ganzen Welt was Lebensmittel betrifft. Es gibt kein Land auf der Welt wo für Salatöl das billigste 49 Cent Öl pro Liter aus der chemischen Raffination gekauft wird aber für 99,99 Euro das super Highspeed Megaultraleichtlauföl in die Autos gekippt wird. Den Deutschen ist ferner vollkommen egal wie es den Tieren geht. So, und damit ist alles gesagt: Billig, Billig, Billg, was Lebensmittel betrifft. Nur das Teuerste, Beste wenn es um das Auto geht.
"den Deutschen"...soso... alles mal kurz und undifferenziert über einen Kamm scheren.

erstens mal - nicht jedem Deutschen ist das Tierwohl egal und nur der Preis wichtig. Mir zum Beispiel. Fleisch kaufe ich nur beim örtlichen Metzger, der genau ausweist woher er seine Ware bezieht. In 95% sind das regionale Biobauernhöfe. Adressen sind in einem Verzeichnis angegeben. Milch, Eier etc. kaufe ich nur in Bioqualität und meistens vom Markt von lokale Erzeugern. Keine Massentierhaltung.
Das ist dann auch deutlich teurer. Und nicht jeder kann sich das leisten. Viele müssen auf jeden Cent schauen. Dann kann man entweder die Familie mit Nudeln und Kartoffeln ernähren, oder aber man greift zu günstigen Fleisch und Milchprodukten. Und da steht dann auch kein Luxus-SUV vor der Tür, sondern wenn überhaupt ein 20 Jahre alter Kombi.
Ich streite nicht ab, dass es auch die Geiz-ist-geil Fraktion gibt, nur wie groß ist die denn wirklich? Oder muss nicht vielmehr ein Großteil auf jeden Cent achten und kann sich die teuren Bioalternativen nicht leisten?

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HevoHo 07.06.2019, 12:57
14. Outing als "Billigheimer"

Weil sich viele wieder über die "Billigheimer" die das billigste Discounter-Fleisch kaufen echauffieren: Ich bin einer davon und stehe dazu. Jawohl, ich kaufe Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung, jawohl ich habe Eier aus Käfighaltung gekauft (als dies noch erlaubt war), jawohl ich schere mich wenig um Herkunft, Bio oder Tierwohl. Warum? Weil ich es mir verdammt nochmal nicht leisten kann diese überteueren Waren zu kaufen und ich wette den allermeisten meiner "Egoisten-Freunde ohne Verantwortungsgefühl" geht es genauso. Wenn wir wieder in Zeiten zurückfallen wollen, in denen nur die Oberschicht freie Auswahl beim Essen hatte und der Rest der Bevölkerung Haferschleim fressen musste, dann fordern Sie nur weiter "faire Preise" und Bio-Qualität.

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matteo51 07.06.2019, 13:13
15. unreif

Zitat von karlsiegfried
Über die Qual der Tiere ja. Das ist schon barabrisch und Schuld daran ist der Handel und nicht der Verbraucher. Ausserdem, wer will denn die ganze Welt mit Bio-Fleich versorgen? Ansonsten haben wir doch auch schon Heidelbeeren aus Chile und so weiter.
ich rege mich über posts wie die ihren auf: der Handel ist nicht SCHULD, der Handel nutzt (was ich auch schlimm finde) die Desinteressiertheit und Bequemlichkeit des Verbrauchers. Wenn der Verbraucher weniger solche Produkte nachfragt (und das IST möglich, auch wenn man Kinder und/oder ein nicht so hohes Einkommen hat) - ändert sich auch das Gebaren des Handels. Da würde was gehen. Auch wenn das dauert und von jedem Verbraucher ein Quäntchen Unbequemlichkeit fordert (vielleicht weniger Fleisch, dafür ein paar EURS mehr für die Sicherheit, NICHT aus Qualhaltung zu kaufen, vielleicht dort einkaufen, wo es solches Fleisch gibt udn dafür Zeit und mehr Weg in Kauf nehmen UND: ein anderes Auto kaufen/fahren).
Wer sich nicht aufregt, es ja die anderen schuld sind, unterstützt dieses unsägliche Leid der Tiere. Der Umgang mit Schwächeren und Hilflosen zeigt die Reife einer Gesellschaft, In dieser Hinsicht sind wir Deutschen ziemlich unreif. Aufregen ist ein Treiber der Motivation, etwas zu verändern. Denken Sie drüber nach!

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matteo51 07.06.2019, 13:17
16. viel Arbeit

Danke für diesen Post. Sie zeigen mit Ihrer Einstellung (klinigt fast trotzig), dass noch viel Arbeit notwenidg sein wird, um etwas zu verändern. Ich bin kein Großverdiener, habe wenig Geld und kaufe trotzdem nur Fleisch, welches "sauber" ist Kostet mich mehr Zeit und mehr Geld. Wie ich das mache? Ich esse weniger Fleisch. (Gilt auch für Eier). Meine Familie auch.

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Goldwin 07.06.2019, 13:18
17.

Zitat von so what?
beweisen das Gegenteil: (nur) der Preis zählt.
So ist es.

Warum brauchen wir Meinungsumfragen zum Thema Lebensmittel? An den Kassen von Lidl, Aldi und Co wird sekündlich das aktuelle Verbraucherverhalten abgefragt.

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Oberleerer 07.06.2019, 13:29
18.

Zitat von so what?
beweisen das Gegenteil: (nur) der Preis zählt.
Es gibt eben nicht DEN Konsumenten. Die Befragten, mit etwas mehr Geld in der Tasche kaufen auch nicht so viel Fleisch.

Die ärmeren Leute werden das mit dem Tierwohl nicht zugeben, in Umfragen. Vor ein paar Tagen gab es doch hier den Artikel über die Freibank in Beelitz.

Offenbar kaufen da unkultivierte Leute, große Fleischmassen ein und prügeln sich sogar um die Schnäppchen.

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misterknowitall2 07.06.2019, 13:30
19. Ziemlicher Unsinn....

Zitat von cvdheyden
Bezahlen Sie einen fairen Preis und gehen Sie nicht immer zu den billigsten Discountern. Dann ändert sich auch da was. Schauen Sie doch mal wie teuer die ganzen Autoteile sind, schön verchromt und glitzernd. Da würde kein Deutscher Autofahrer billigen Chinamist kaufen. Bei Lebensmitteln schon. Der Verbraucher ist schuld nicht die Politiker, die sind eh nutzlos.
Die Leute kaufen in diversen Supermärkten auch superteure Markenprodukte, weil sie meinen, damit was gutes zu kaufen. Es hat also meist nichts mit dem Preis zu tun, sondern wie und was man uns anbietet. Die wenigsten machen zu dem Thema wirklich Gedanken. Und dann kann es ja auch nicht sein, dass für alles der Verbraucher verantwortlich gemacht werden soll. Verkauft man nur noch astreines Biofleisch, werden die Leute es kaufen, egal wie teuer.
Die Politiker können bestimmen, was und wo angeboten werden darf. Man hat also genau die Macht, um die Dinge zu ändern........wenn da die Lobbisten nicht wären.

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