Forum: Wirtschaft
Lebensmittel: Deutschen ist Herkunft wichtiger als Tierschutz
Maurizio Gambarini/DPA

Wenn es ums Essen geht, gelten die Deutschen eher als Billigheimer. Das Image ist ein wenig ungerecht, denn den meisten Bundesbürgern ist die Herkunft der Lebensmittel wichtiger als der Preis. Bliebe noch die Frage nach dem Wohl der Tiere.

Seite 4 von 8
Byrne 07.06.2019, 14:15
30. Hühner mit vier Beinen?

Zitat von snoxx
Schenkel sind "Abfall" da die Mehrheit nur Filet will daher sind die Schenkel entsprechend billig, da pro Filet zwei Schenkel anfallen.
Brustfilets gibt es pro Huhn zwei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cvdheyden 07.06.2019, 14:17
31. Vielen Dank

Zitat von intercooler61
Ich muss für folgende Frage doch hoffentlich nicht erst die Leitung bemühen? Entspricht es der Linie des Hauses ("Sagen, was ist"), 1. Leserbeitrag #9 zu veröffentlichen, samt der offenkundig wirren Behauptung, die Deutschen kauften Motoröl für 99,99 Euro/Liter, _und_ dann 2. meine unschuldige Gegenfrage zu löschen, die ich hiermit nochmals stelle: Welches Motoröl kostet 99,99 Euro/Liter? Selbst wenn ich's mit Stern kaufe, lande ich irgendwo bei 15-18 Euro/L, gegenüber 25/L für's umbrische Olivenöl. (Geht beides aber auch ne Nummer günstiger.)
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hoffe Sie haben Humor. Wir haben mal eine Marketingaktion durchgeführt, wo wir Motoröl für 99,99 angeboten haben und es wurde tatsächlich gekauft. Selbstverständlich haben wir das Geld zurückerstattet und das Öl dann verschenkt.
Ich lande auf den selben Preisen wie Sie. Allerdings kaufe ich tatsächlich das billigste Motoröl und verwende es mindestens 5 mal so lange wie empfohlen. Das umbrische Öl für den Salat ist sicher nicht das Standartöl der Deutschen (Es gibt so ne Gruppe, die größer wird, die neuerdings Wert auf gute Lebensmittel geben). Ich meine da eher die Abteilung Sonnenblumenöl von "NEIN" (will keine Schlechwerbung machen) das 99 Cent kostet. Bei der Recherche habe ich festgestellt, dass Salatöl tatsächlich im Durchschnitt wesentlich billiger ist als Motoröl. Wer kauft heute noch 15W40? Nein es muss mindestens 5W40 sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baronin 07.06.2019, 14:19
32. Der gute Verbraucher

Es gibt Menschen, gleich ob arm oder reich, die ohne zu zögern 1 kg Bratwurst für 3,79 EUR kaufen. Es ist Grillsaison und es werden Gäste erwartet. Es sind dies sehr, sehr viele Menschen, sonst könnte Feinkost Albrecht seine Kühlthekenbefüllungen jede Woche entsorgen. Wer diese Wurst kauft, entscheidet sich für die maximale Grausamkeit in der Tierhaltung. Wer jedoch dagegen ernsthaft etwas unternehme wollte (ich rede nicht von der Erfindung kleiner blauer oder grüner Aufkleber), als Politiker, könnte seine Sachen packen, egal in welcher Farbe er angestrichen rein sollte. Wir haben die Politiker und den Großhandel den wir verdienen. Sie sind nicht auf den Bäumen gewahren, wir haben sie gemacht und gewählt. Die paar Pflanzenfresser fallen nichts ins Gewicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krautrockfreak 07.06.2019, 14:19
33. Am besten gar keine Tiere mehr Essen!

Das geht tatsächlich, man stirbt nicht und leistet einen Riesenbeitrag zum Umweltschutz. Allein, man braucht einen starken Willen - aber es geht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ich2010 07.06.2019, 14:24
34.

Zitat von matteo51
ich rege mich über posts wie die ihren auf: der Handel ist nicht SCHULD, der Handel nutzt (was ich auch schlimm finde) die Desinteressiertheit und Bequemlichkeit des Verbrauchers. Wenn der Verbraucher weniger solche Produkte nachfragt (und das IST möglich, auch wenn man Kinder und/oder ein nicht so hohes Einkommen hat) - ändert sich auch das Gebaren des Handels. Da würde was gehen. Auch wenn das dauert und von jedem Verbraucher ein Quäntchen Unbequemlichkeit fordert (vielleicht weniger Fleisch, dafür ein paar EURS mehr für die Sicherheit, NICHT aus Qualhaltung zu kaufen, vielleicht dort einkaufen, wo es solches Fleisch gibt udn dafür Zeit und mehr Weg in Kauf nehmen UND: ein anderes Auto kaufen/fahren). Wer sich nicht aufregt, es ja die anderen schuld sind, unterstützt dieses unsägliche Leid der Tiere. Der Umgang mit Schwächeren und Hilflosen zeigt die Reife einer Gesellschaft, In dieser Hinsicht sind wir Deutschen ziemlich unreif. Aufregen ist ein Treiber der Motivation, etwas zu verändern. Denken Sie drüber nach!
aha. wenn man kein Geld hat, soll man sich trotzdem ein anderes Auto kaufen obwohl die 15 Jahre alte Kiste einen noch zuverlässig von A nach B bringt. Können Sie bitte auch mal darlegen, weshalb "man" das tun sollte?

Es ist für viele Familien eben genau finanziell NICHT möglich Fleisch von regionalen Kleinbauern zu kaufen. Auch nicht ab und zu. Es muss mit jedem Cent gerechnet werden. Lebensmittel in Großpackungen halten länger und somit kann man die Familie damit länger ernähren. Ein Kilo Biofleisch vom Metzger reicht erstens mal kaum für eine 5 köpfige Familie und was macht man dann den restlichen Monat? Haferschleim und Pilze im Wald sammeln? Versuchen Sie einfach mal mit dem Hartz IV Satz einen Monat zu leben - mit Bioprodukten! Was glauben Sie, für wie lange das Geld dann reicht?
Es hat einen Grund, warum Geringverdiener und Hartz IV Empfänger hierzulande derart wenig Geld haben. Da bei uns die Lebensmittel vglw. günstig sind und man eben die Möglichkeit hat, sich auch mit wenig Geld einigermaßen gesund zu ernähren. Mit dem moralischen Zeigefinger auf die zeigen, die billige Nahrungsmittel kaufen, ist schlicht falsch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cvdheyden 07.06.2019, 14:26
35. Auf jeden Cent

Zitat von ich2010
"den Deutschen"...soso... alles mal kurz und undifferenziert über einen Kamm scheren. erstens mal - nicht jedem Deutschen ist das Tierwohl egal und nur der Preis wichtig. Mir zum Beispiel. Fleisch kaufe ich nur beim örtlichen Metzger, der genau ausweist woher er seine Ware bezieht. In 95% sind das regionale Biobauernhöfe. Adressen sind in einem Verzeichnis angegeben. Milch, Eier etc. kaufe ich nur in Bioqualität und meistens vom Markt von lokale Erzeugern. Keine Massentierhaltung. Das ist dann auch deutlich teurer. Und nicht jeder kann sich das leisten. Viele müssen auf jeden Cent schauen. Dann kann man entweder die Familie mit Nudeln und Kartoffeln ernähren, oder aber man greift zu günstigen Fleisch und Milchprodukten. Und da steht dann auch kein Luxus-SUV vor der Tür, sondern wenn überhaupt ein 20 Jahre alter Kombi. Ich streite nicht ab, dass es auch die Geiz-ist-geil Fraktion gibt, nur wie groß ist die denn wirklich? Oder muss nicht vielmehr ein Großteil auf jeden Cent achten und kann sich die teuren Bioalternativen nicht leisten?
Es stimmt, dass "manche" auf jeden Cent schauen müssen und die kann ich auch vestehen. In meinem gesamten Freundeskreis bin ich der einzige, der noch nie ein neues Auto gekauft hat, weniger als 3000 Euro für die Automobilität pro Jahr ausgibt, nur auf den Märkten und Biometzgern einkauft (auch schon als Student, hatte ja Geld weil ich kein Auto hatte) und so weiter.
Also sind wir schon zu zweit, denn ich lege tatsächlich Wert auf Qualität beim Essen. Der Rest, der kann wirklich billig sein. Seit Jahren versuche ich meine bessere Hälfte davon zu überzeugen, unseren billigen Toyota Corolla mit 234.000 Km endlich zu verschrotten, da wir ihn kaum brauchen.
Es gibt Untersuchungen, dass wenige auf den Cent achten müssen. Die Deutschen geben viel Geld aus für: Autos, Urlaub. Das wars. Diejenigen, die alleinerziehend sind, die müssen aufpassen. Die lässt unser Staat komplett im Regen stehen.
Ach ja Urlaub, maximal einmal im Jahr (und auch hier zählt Qualität), höchstens. Also da spare ich gerne und investiere das liebe in unsere Kinder, z.B. Scout Camps, absolut mein Lieblingsevent im Jahr und kostet n Appel und n Ei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 07.06.2019, 14:35
36.

Um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, müßte man den Leute so viel Geld geben, daß sie nicht mehr drauf achten müssen und DANN sehen, was sie kaufen. Solange sie nur die Wahl haben, wo sie sparen, machen sie nicht, was sie wollen, sondern was sie müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xc20 07.06.2019, 14:35
37. Saatgut in D

Zitat von sj_comment
Es fängt doch schon bei der Erzeugung der Futtermittel an. Egal, ob Chicken oder Ham. Und auch die meisten BIO (???) Bauern wissen gar nicht mehr, was das ist. Das Saatgut kommt von wo? Richtig z.B. von Monsanto, und die haben auch diese gesunden Chemiekalien fürs Unkraut und die Gentechnik für hohe Erträge. Dann kommt ja auch noch das billige Importfuttermittel aus dem Ausland. Dann essen das die Tiere (oder bei Pflanzen, Vegetarier/Veganer), dann kommt die Lebenmittelindustrie und tut noch etwas Chemie bei z.B. zum Haltbarmachen. Dann ziehen wir uns das „Zeug“ im Überfluss rein. Wenn wir krank werden, gehen wir zum Arzt (kost ja nix) und der gibt uns die passenden Medikamente (oder macht z.B. Magenverkleinerungen!). Diese Medikamente die unseren kranken Körper retten kommen von wem? Genau, z.B von der Firma Bayer und denen gehört auch Monsanto. Fasse zusammen: ungesundes Saatgut, ungesundes Futter, ungesundes Tier/Pflanzen, ungesunde Lebensmittel, kranker Mensch, ungesunde Medizin, hoffentlich gesunder Mensch, bis zum nächsten Essen und Trinken! Kreislauf verstanden? Wer hat verdient? Konsumverhalten prüfen! Auch wenn es schwer ist...
Sie sollten sich wirklich dringend mal mit den Herkünften von in D verwendetem Saat- und Pflanzgut beschäftigen. In ihren Ausführungen ist nämlich nicht besonders viel richtig.
Der überwiegende Teil stammt nämlich zunächst mal von lokalen Vermehrern, lediglich Hybridsorten meist von größeren Unternehmen, da deutlich aufwendiger zu erzeugen. Aber auch hier hat Monsanto einen in Europa zu vernachlässigenden Marktanteil. Genveränderte Arten/Sorten werden in der EU ohnehin nicht angebaut, womit auch ihr Gentechnikargument hinfällig wäre.
Dazu dann noch der Vorwurf, "die Bauern" wüssten selbst nicht mehr was sie da tun, um ihre Unwissenheit zu komplementieren. Sie sollten sich vielleicht mal darüber informieren, welche Ausbildungsstufen mittlerweile in der Landwirtschaft erreicht sind und gefordert werden. Gerade von den Jüngeren fängt da niemand mehr ohne Meister (oder HöLa-Abschluss) oder Hochschulabschluss an.

Zum Rest ist genug gesagt. Der Verbraucher hat es in der Hand und die Abstimmung findet jeden Tag an der Kassen statt. Übrigens würde ich es begrüßen, wenn die entsprechenden Interessensgruppen auch einmal benennen würden, wie sich die Lebensmittelpreise in Zukunft entwickeln werden, wenn alles nur noch in Bio-"Qualität" zu bekommen sein wird. Unter 50-100% Aufschlag wird da nämlich nichts mehr gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Goldwin 07.06.2019, 14:48
38.

Zitat von ich2010
"den Deutschen"...soso... alles mal kurz und undifferenziert über einen Kamm scheren. erstens mal - nicht jedem Deutschen ist das Tierwohl egal und nur der Preis wichtig. Mir zum Beispiel. Fleisch kaufe ich nur beim örtlichen Metzger, der genau ausweist woher er seine Ware bezieht. In 95% sind das regionale Biobauernhöfe. Adressen sind in einem Verzeichnis angegeben. Milch, Eier etc. kaufe ich nur in Bioqualität und meistens vom Markt von lokale Erzeugern. Keine Massentierhaltung. Das ist dann auch deutlich teurer. Und nicht jeder kann sich das leisten. Viele müssen auf jeden Cent schauen. Dann kann man entweder die Familie mit Nudeln und Kartoffeln ernähren, oder aber man greift zu günstigen Fleisch und Milchprodukten. Und da steht dann auch kein Luxus-SUV vor der Tür, sondern wenn überhaupt ein 20 Jahre alter Kombi. Ich streite nicht ab, dass es auch die Geiz-ist-geil Fraktion gibt, nur wie groß ist die denn wirklich? Oder muss nicht vielmehr ein Großteil auf jeden Cent achten und kann sich die teuren Bioalternativen nicht leisten?
genauso wie sie dem anderne User vorwerfen alles undifferenziert über einen Kamm zu scheren machen sie es auch. Sie definieren Biobauernhöfe per se als besser Tierhalter. Das ist mindestens so falsch wie beim Einkauf alle als "die Deutschen" zu deklarieren....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curdim-1 07.06.2019, 14:52
39.

Zitat von matteo51
Dass Toxine, bzw. gesundheitsgefährdende, bzw. ungesunde Rückstände in Fleisch enthalten sind IST doch das Ergebnis unangemessener und qualhafter (Massen)Tierhaltung. Ist der Mensch schon so verkommen, dass es selbst bei einem so offenliegenden Sachverhalt nicht reicht, um diesen Zusammenhang zu erkennen? Oder noch schlimmer: zu erkennen, aber als unwichtig einzustufen? Wenn man isst, was man vorher maltraitiert, maltraitiert man sich letztlich selbst. Oder sehe ich da etwas nicht, bzw. falsch? Für mich ist unverständlich, dass über gesunde Ernährung bis zur Panikattacke diskutiert und gefordert wird, dem ursächlichen Elend aber nicht in's Gesicht geschaut wird.
Wollen wir mal nicht so unpräzise rumschwurbeln und sterndeuten.Es gibt keine Suitoxine,wie ein ägyptischer Forscher 1975 vergeblich nachzuweisen versuchte.Es sind auch keine von ihnen postulierten "ungesunden Rückstände" im Fleisch.Schon gar nicht Antibiotika,gröbere Rückstände stattgehabter Therapien oder sonstwas gar Esoterisches ,das uns insgesamt gleich killt.Ich gehe aber mit ihnen konform,dass der massenhafte und exzessive Verzehr von dermaßen unglücklichen Tieren einen zweifellos negativen epigenetischen Effekt auf das menschliche Erbmaterial hat.So wie Menschen ,die dramatische Ereignisse(Kriegserlebnisse) in ihrer Erbmasse über Generationen weitergeben .So etwas führt-wie wir mittlerweile sehr präzise wissen-zu umfassenden Lebensqualitätsminderungen .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8