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Lebensmittelhandel: Wie Amazon die Deutschen umkrempeln will
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Bei Lebensmitteln sind die Deutschen Online-Muffel. Nur die Wenigsten lassen sich Milch, Fleisch und Gemüse nach Hause liefern. Das will der US-Riese Amazon nun ändern. Schafft er es auch?

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fahrgast07 12.09.2017, 08:09
100. Und wozu?

Auf dem Land mag das attraktiv sein. Aber in der Großstadt? Ich komme auf jedem Heimweg am Supermarkt vorbei, und da kaufe ich gerne Spontan.

Problem beim Versand: Erstens die Verpackungsschlacht. Zweitens das Problem der Anlieferung, ich muss in einem festen Zeitfenster daheim sein. Drittens Zusatzkosten und Mindestbestellwerte, die ich auch mit dreiköpfiger Familie nur selten erreiche.

Da ist der Supermarkt um die Ecke doch viel praktischer.

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mwroer 12.09.2017, 08:19
101.

Zitat von brooklyner
In meinem Supermarkt (Prenzlauer Berg) gibt es seit der Übernahme durch Edeka nur noch Dreck. Seitdem haben wenigstens mein Gemüse Einzelhändler und der Metzger etwas davon und die Qualität ist dort sowieso besser. Ausserdem stößt ein Lieferantenfahrzeug wohl weniger Schadstoffe aus, als wenn jeder zum Supermarkt fährt, oder?
Nicht zwangsläufig. Zum einen sind das Lieferfahrzeuge die generell größer sind und schon ohne Ladung mehr wiegen als ein PKW. Pro gefahrenem Kilometer sind das schon mal mehr Schadstoffe.

Dann entstehen Schadstoffe nicht pro Auto sondern pro von einem Auto gefahrenem Kilometer. Interessant wäre also auch noch die Wegstrecke die dieser Lieferwagen zurücklegt, wie oft er 'nachfüllen' muss und so weiter.

Weiterhin gehen Sie bei Ihrer Rechnung davon aus dass die Autos stehen. Wie kommen Sie darauf? Man kauft online weil man Zeit sparen will - die nutzt man dann im Normalfall anders. Besuch in der Stadt zum bummeln, Besuch bei Freunden, Fitnessstudio ... keine Ahnung. Also die Autos werden ziemlich sicher auch weiterhin fahren, nur woanders hin.

Zusätzlich fallen beim Einkaufen auf dem Heimweg von der Arbeit, als klassisches Standardszenario, kaum mehr Schadstoffe an weil es kaum ein großer Umweg ist. Der Lieferwagen hingegen fährt explizit nur zu diesem Zweck los.

Um die Schadstoffbilanz zu berechnen müssten Sie all das einrechnen. Wenn Sie ehrlich sind müssten Sie zugeben dass Sie das nicht können.

So gesehen ist das Argument 'Weniger Schadstoffe' einfach keins.

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Him 12.09.2017, 08:21
102. Noch...

...kaufen wir "herkömmlich" ein, was aber auch an den bisher kaum vorhandenen Möglichkeiten in unserem 12.000-Einwohner-Örtchen liegt.
Aber prinzipiell nervt mich das Einkaufen schon teilweise. Warum kann nicht jeder einfach nur seinen Einkaufszettel abfahren? Hier ein "Pläuscchen" halten, da wieder irgendetwas im Regal entdeckt, dann kann man nicht überholen, weil irgendwas im Gang steht....ich will rein, alles schnell einpacken, bezahlen und schnell wieder raus. Leider denken da Viele (meist Ältere) anders und das ist nervig. Daher warte ich sehnlichst auf den Tag, an dem ich zum selben Preis auch alles in der selben Qualität online bestellen kann.

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MyFewCents 12.09.2017, 08:35
103.

Pro Supermarkt:
- Waren können selbst ausgesucht werden, bei Frischware ein unbedingtes MUSS
- kein Mindesteinkaufswert
Contra Supermarkt:
- teilweise nerviges In-der-Schlange-Stehen
- Warentransport liegt immer bei mir
- man setzt sich der Gefahr aus, Menschen über den Weg zu laufen, um die man lieber einen Bogen macht

Pro Online Lieferservice:
- Gehetzte können argumentieren: ich brauche mich vom Sofa nicht zu erheben ;-)
- Zustellung (was oft genug nur in der Theorie funktioniert, wenn das Heim nicht ständig "besetzt" ist)
- Palette des Warenangebotes ist oftmals größer
Kontra Online Lieferservice:
- meist Mindestbestellmenge
- Waren können nicht ausgesucht werden (Problem eklatant bei Frischware)
- Zustellung kann zum Albtraum werden (öfter erlebt als nicht-erlebt!)
- noch mehr Verpackungsmaterial als im Supermarkt
- Einkaufengehen heisst auch positiven Informationsaustausch mit seiner Umgebung, aktiviert den Kreislauf und durchaus auch mal das Belohnungszentrum; insbesondere von Bedeutung bei depressiven Verstimmungen und älteren Personen, die sonst nicht mehr aus dem Haus kommen.

Für mich betrachtet mehr Kontra als Pro Lieferservice, insbesondere, so lange sich die Qualität der Zusteller nicht ERHEBLICH bessert. Deshalb gibts dies bei mir nach wie vor nur in Ausnahmefällen. Jedenfalls, solange ich ganztägig berufstätig bin.

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rjb26 12.09.2017, 08:44
104. Ich wünsche

Amazon den Erfolg den Walmart in Deutschland hatte.
bitte beachten, nur Konsumentenboykott hilft gegen die US Kolonialherrschaft. Ghandi hat es vorgemacht

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moritz1989 12.09.2017, 08:56
105.

Die Nachteile überwiegen beim Online-Kauf von Lebensmitteln: wer einmal einen matschigen Apfel von Rewe geliefert bekommen hat, wird sicher kein Obst mehr bestellen - sprich der Gang in den Supermarkt ist dennoch nötig. Darüber hinaus passt ein "2 Stunden Fenster" wohl kaum in das flexible Leben der Zielgruppe. Ich weiß nicht wann ich zuhause bin und will auch nicht 2 Stunden warten. Und drittens macht es doch auch Spaß durch einen tollen Einkaufsladen zu bummeln und sich am Reichtum unserer Gesellschaft zu erfreuen.

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Fritz.A.Brause 12.09.2017, 09:14
106. Ich kenne die Situation...

...in Deutschland mit dem Online-Lebensmittelkauf nicht. Aber ich habe es in der Schweiz probiert (kann man vergessen: Tagelange Vorlaufzeit, Mindestbestellwert CHF 100, teure Lieferung) und in Tschechien. In Prag z.B. kann man zwischen vier grossen Anbietern wählen. Die Lieferung ist presigünstig und erfolgt im besten Fall innerhalb von 90 Minuten. Es wird (bei den tschechischen Anbietern zumindest, Tesco habe ich nicht ausprobiert) stark auf regionale Produkte gesetzt. Also Milch, Eier, Fleisch, Käse kommen i.d.R. von lokalen Herstellern. Die Qualität ist immer gut bis sehr gut, bei Fehlern gibt es immer problemlose Kulanz.
So macht Online-Einkauf Spass. Ganz im Gegensatz zum EInkauf im Supermarkt, den ich nach Leibeskräften meide.

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Leser161 12.09.2017, 09:24
107. Passt nicht in die Zeit

https://www.rewe.de/service/online-einkaufen/

Runterscrollen. Liefertermin: 01. Juni, 07:30-13:30. Ein Lieferfenster von 6 Stunden in der ich ich auf den Laster warten muss und nichts Vernünftiges tun kann. Wer hat in Zeiten in denen auch die Ehefrauen arbeiten (sollen) und steigender Singlehaushalte unter der Woche 6 Stunden Zeit abzuhängen? Selbst für Studenten wird das schwierig.

Lebensmitteldienste können nur funktionieren, wenn der Laster pünktlich durch meine Strasse fährt und ich mein Zeug kriege. Sollte doch machbar sein. Busse kommen auch pünktlich.

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INGXXL 12.09.2017, 09:25
108. 106#

Ach da braucht man sich keine Sorgen machen. Online für Lebensmittel bleibt ein Nischenmarkt. Bis vor 10 Jahren bekamen wir Brötchen geliefert. Qualität würde immer schlechter, würden wohl schon am Abend gebacken. Heute hole ich die Brötchen beim Discounter und die sind frischer und billiger.

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Leser161 12.09.2017, 09:26
109.

Zitat von AlterKnochen
Taja Leute und da redet, besser faselt, ihr hier doch immer wieder über den Klimaschutz und ibs. das CO2. Was passiert damit, wenn wir uns nun alle demnächst unseren täglichen Nahrungseinkäufe nach Hause karren lassen? ....
Ein Laster der ihnen und all ihren Nachbarn Lebensmittel vom Supermarkt bringt verbraucht weniger CO2 als wenn sie alle einzeln dahin fahren.

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