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Lebensmittelhandel: Wie Amazon die Deutschen umkrempeln will
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Bei Lebensmitteln sind die Deutschen Online-Muffel. Nur die Wenigsten lassen sich Milch, Fleisch und Gemüse nach Hause liefern. Das will der US-Riese Amazon nun ändern. Schafft er es auch?

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Atheist_Crusader 11.09.2017, 22:54
80.

Ich weiß nicht warum andere Deutsche nicht online Lebensmittel bestellen, ich weiß nur warum ich es nicht tue: Nämlich weil es mir schlicht zu teuer ist. Der Mindestbestellwert wäre nicht das Problem. Aber der Anteil den die Versandkosten an der Endsumme hätten, macht es mir ganz einfach nicht wert. Für den Betrag gehe ich lieber selbst zum Einkaufen, auch wenn es mehr Zeit, Schweiß und Nerven kostet.

Für Menschen mit großem Termindruck, körperlichen Behinderungen oder Ältere ist das bestimmt eine feine Sache, aber ich hab noch nicht den Punkt in meinem Leben erreicht wo ich mir einfach alles bringen lassen will. Das wäre nur attraktiv für Dinge, die ich als Nicht-Autobesitzer nicht gerne selbst schleppen würde - wie Getränkekisten.

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Atheist_Crusader 11.09.2017, 23:01
81.

Zitat von na-bravo
Abgepackte Sachen wie Kaffee etc. das vielleicht, aber frische Lebensmittel wie Obst, Fleisch und Gemüse die möchte ich schon selber in Augenschein nehmen und auswählen.
Interessanter Gedanke, gerade wenn man sich etwas mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung auseinandergesetzt hat.

Klar, auf der einen Seite will man natürlich das frischeste Gemüse (o.ä.) haben. Und man hat natürlich auch ein Recht auf die Qualität für die man bezahlt hat.
Auf der anderen Seite bleiben dann eine Menge Waren liegen die völlig in Ordnung sind, aber eben nicht so super aussehen. Tatsächlich ist es umso schwerer einzelne Waren zu verkaufen, je mehr ihre Zahl in der Auslage sinkt - weil dabei eben die Unterstellung mitschwingt, dass diese irgendwie fehlerhaft sein müssten.

Packt jedoch Jemand anders die Waren, würde das umgangen. Was dieser Verschwendung entgegenwirken würde - aber auf der anderen Seite es dem Anbietet auch ermöglichen würde, minderwertige Ware loszuwerden. Der Kunde hat ja keinen direkten Vergleich mehr.

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NewYork76 11.09.2017, 23:05
82. Soviel falsch...

Zitat von vueltalamanzana
Ach ja, wie schön, denken viele, ich bestelle Essen und Amazon liefert. Aber ich gebe zu bedenken: - Amazon sollte erst Steuern zahlen, bevor wir weiter erlauben, dass dieser Riese die Wirtschaft noch weiter unterwandert. - Amazon will offenbar uns überflüssig machen: Läden ohne Menschen, Zusammenbruch des Einzelnhandel, die Buchhändler gehen pleite und jetzt sind die Lebensmittelläden dran. Toll. - Amazon behandelt Arbeiter wie Sklaven. - Je mehr Produkte wir online bestellen, desto voller sind die Straßen unserer Städte. - Monopole zerstören die Vielfalt und wenn es um US-Konzerne geht dann ist höchste Vorsicht geboten. Nein, Amazon & Co ist nicht die Lösung, sondern ganz im Gegenteil, ein Jobvernichter, ein Riese, totalitär und skrupellos. Boykott!
Soviel falsch in Ihrem Beitrag. Wo soll ich da nur anfangen...
1) Amazon zahlt Steuern
2) Ich vermisse die Buchhaender nicht. Der Einzelhandel und die Lebensmittellaeden bekommen durch Amazon starke Konkurrenz. Und Wettbewerb ist gut fuer den Kunden.
3) Amazon bezahlt seine Mitarbeiter. Wer behauptet, dass Amazon Arbeiter wie Sklaven behandelt, dem empfehle ich sich mal ueber das Thema "Sklaverei" zu informieren.
4) Je mehr Produkte wir online bestellen, desto leerer sind die Strassen. Lieber 1 Lieferwagen mit Einkaufen fuer 100 Menschen, als 100 Autos mit Einkaufen fuer 1 Menschen.
5) Von einem Monopol im Lebensmittelmark ist Amazon wohl noch sehr weit entfernt und wird das auch nur durch zukauf von Brick&Mortar Geschaeften schaffen.

Was Sie leider komplett ausser acht lassen sind die ganzen Vorteile:
- Grosse Warenauswahl
- Schnelle Lieferung
- Einkaufen wenn der Kunde Zeit hat, nicht wenn der Supermarkt offen hat
- PRODUKTBEWERTUNGEN!!!
- etc...

Dass man manche Lebensmittel (Obst/Gemuese) vielleicht lieber "persoenlich" kauft, kann ich verstehen, aber fuer alles andere gibt es nur Vorteil.

Noch kurz fuer die Aluhut-Fraktion:
VORSICHT! Beim Online-Shopping werden alle Ihre Daten gespeichert und ausgewertet um Ihnen eine noch besseren Kundenservice zu bieten. Und wenn Sie mehr als 3 Tiefkuehpizzas pro Woche kaufen, so wird diese Information umgehend an die CIA weitergeleitet, die daraufhin einen preventive Dronen-Angriff initiiert.

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horstschwitz 11.09.2017, 23:07
83.

Zitat von Hamberliner
Hast Du aber viel Zeit. Ich pack das Zeug an der Kasse direkt in die Taschen / Beutel / Tüten, in denen ich es mitnehme. Entsteht dadurch ein Stau, liegt die Schuld einzig und allein am Unternehmen, weil es einerseits die Kassiererinnen angestiftet hat extrem zu hetzen und andererseits zu wenig Kassen besetzt und kein Personal bereitstellt, das beim Einpacken hilft, wie es in anderen Ländern selbstverständlich ist.
Diese "Einpackhilfen" waren (genau wie der "greeter") einer der Faktoren die am Walmart-Rückzug aus D maßgeblichen Anteil hatten - wir mögen es halt nicht wenn hinter der Kasse jemand unsere bezahlte Ware begrabbelt.

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zukunft2000 11.09.2017, 23:37
84. Amazon

Warum sind alle Kommentare so pessimistisch Jeder kann es selbst Entscheiden seinen Einkauf und das Erlebnis zu steuern.
Ob alt oder jung.
Wir sind alle vernetzt und nutzen die Gelegenheit uns Informationen zu holen auf allen Wegen.
Ergo wird auch der Einkauf von LM über das Netz seinen Weg gehen.
Es wird noch Zeit ins Land gehen bis es perfekt ist aber es wird funktionieren
Bessere LM nutzen allen als den Ramsch in den sogenannten Discountern.

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schlaumeier12 11.09.2017, 23:39
85. Es wird wirklich Zeit...

Jedes Mal, wenn ich meine Routine-Einkäufe erledigt habe, ärgere ich mich an der Kasse. Diese Zeit, die das immer kostet! Und zwar das Einkaufen als Routine-Tätigkeit selbst, das Warenband an der Kasse, und Drauflegen und Wieder-Einpacken, und nicht zuletzt die (für den Supermarkt und mich) teure Kassiererin.

Es ist mir völlig unbegreiflich, warum nicht an jedem Artikel-Preis auch ein QR-Barcode aufgedruckt ist. Den ich scannen kann, und dann von zu Hause auch mal (!) "meinem" Supermarkt eine Pick-Liste zukommen lassen kann. Meinetwegen direkt mit PayPal oder Sofortüberweisung bezahlt. Hole ich anschliessend ab, oder lasse ich mir gegen Entgelt liefern.

Natürlich möchte ich weiter in "meinem" Supermarkt persönlich einkaufen gehen. Aber meine (!) meisten Einkäufe sind doch relativ Routine, und ich komme mir vor wie bei Täglich-grüßt-das-Murmeltier. Manchmal ertrage ich die langen Schlangen und stupide Steherei nur sehr schwer. Und denke wieer an die Lösung mit dem QR-Barcode. Würde ich sofort machen, wäre ich der Betreiber des Supermarkts. Super-Zusatzservice, und ich hab lange nicht so viele Leute im Laden. Plus Zusatzjobs für die Picker und Auslieferung (kann also keiner was sagen von wegen "den Kassiererinnen den Job wegnehmen"). Und ich würde mich privat SEHR über die gewonnene Zeit freuen.

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VoKut 11.09.2017, 23:44
86. Service, den ich nicht brauche

Zitat von Hamberliner
[...] kein Personal bereitstellt, das beim Einpacken hilft, wie es in anderen Ländern selbstverständlich ist.
Das wurde in Berlin in einigen Reichelt-Filialen (übergangsweise EDEKA-Reichelt, heute EDEKA) versucht und ist dramatisch gefloppt!
Ich packe meine Einkäufe selbst (nach persönlichem System) ein und offensichtlich hielten es eine große Zahl der anderen Kunden ebenso.
Dieser ganze angebliche Service (-quatsch, zumindest nach meiner Ansicht) hat seine Wurzeln in den USA und dürfte dem "erhabenen Gefühl der Aufwertung" geschuldet sein, wenn man andere für sich "arbeiten" (besser: bedienen) lässt.
Die Krönung erfährt man beim Einparkservice (obwohl, dieser hätte womöglich auch bei uns eine Chance, wenn man berücksichtigt, wie viele Autofahrer*innen besonders bei Einparkvorgängen die Dimensionen ihres Fahrzeugs nicht beherrschen).
Service, den (fast) keiner will, war übrigens auch ein Markenkern von Walmart, hier in Deutschland ebenfalls krachend gescheitert.
Mittlerweise werden in den (von mir besuchten) Geschäften auch die nervigen Fragen "waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden?", "haben Sie einen Pfandbon?" und "haben Sie die x/y/z-Karte?" nicht mehr gestellt.
Seit dem gehe ich wieder gern einkaufen, online ist definitiv nichts für mich!

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moev 11.09.2017, 23:58
87.

Zitat von AlterKnochen
Aber vielleicht sieht die Landbevölkerung das ja anders, wobei diese wiederum sehr hochwertige Produkte aus ihrer Umgebung zu konsumieren pflegt.
Von wegen, die fahren alle wöchentlich (oder öfter) zum Industriegebiet der nächste Kleinstadt (so 4.000+ EW) und da finden sich dann Aldi, Lidl und Konsorten

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vnv_muc 12.09.2017, 00:00
88. Nö

Steuertrickserei bis hin zu gar keine Steuern in DE, schlechte Behandlung der Mitarbeiter, Ausnutzung der Monopolstellung. Auch ich boykottiere Amazon.

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KaroXXL 12.09.2017, 00:03
89. Ist doch bequem!

Zitat von quark2@mailinator.com
So langsam sollte sich das Gesundheitsministerium der Sache mal annehmen. Viele Wege, die man früher gehen mußte, entfallen wegen des Online-Handels. Ich kann bei vielen alten Menschen beobachten, daß der regelmäßige Einkauf von Lebensmitteln genau das ist, was sie dazu bringt, vor die Tür zu gehen, Sonne zu tanken und sich körperlich anzustrengen. Wenn wir alles geliefert bekommen, fallen irgendwann die Beine ab. Natürlich ist mir klar, daß frei-Haus-Lieferungen ab einem gewissen Alter ein wahrer Segen wären und ich würde es natürlich begrüßen, wenn kranke und bettlägerige Menschen die Option hätten, aber wer nach hutschen kann, der lebt länger und besser, wenn er sich auch bewegt. Und ich merke es an mir selbst - wenn ich das Buch nachts um 3 online über A bestellen kann, gehe ich nicht rüber in den Buchladen ... der innere Schweinehund ist schon ziemlich ausgeprägt und ich wünschte mir, A hätte hohe Lieferkosten :-) ...
Die ganze "Bequemisierung" führt irgendwann dazu dass wir uns zu dicken Kugeln entwickeln die ihren superbequemen Multifunktionssitz kaum noch verlassen. Wie bequem! Sorry, was sind das für Leute die diese ganzen Bequemkram überhaupt wirklich brauchen, den wir ja angeblich brauchen (sollen) ? Ich finde es wird immer unbequemer..

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